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Weinender Mann, weil Freundin ihm verlassen will.

  • Starter*in Starter*in Tommy1
  • Datum Start Datum Start
Eine Frau wird die Tränen genauso bewerten, wie vorher die Beziehung war.

Wenn sie stets ok und ehrlich zueinander waren und sich geachtet haben, dann werden diese Tränen sie berühren. Was nicht heißt, dass sie den Mann dann wieder zurück nimmt.

Wenn sie sich aber schon abgestrampelt hat wie verrückt um die Beziehung zu retten, der Partner aber wenig Neigung hatte , seinen Teil beizutragen, wird sie sich veralbert fühlen und mit Verachtung reagieren.

Ansonsten verliert "Mann" nicht sein Gesicht, nur weil er weint. Aber er gewinnt auch keine Frau, nur weil er weint.
 
Wie empfindet eine Frau einen Mann der vor ihr weint, weil sie ihm verlassen will. Hat er damit alle Achtung verloren, weil er seinen Gefühlen freien Lauf lassen hat?

Hat er damit alle Chancen auf ihre Liebe endgültig verspielt?


Hallo tommy,
was andere Frauen empfinden, kann ich Dir nicht schreiben, nur das, was ich empfunden habe und denke. Zuerst einmal ist es normal, wenn Menschen ihre Gefühle auch durch weinen ausdrücken. Es ist in der Gesellschaft meiner Meinung nach so angesehen, dass man eben als Mann nicht weint, ich denke mal, wenigstens 80 Prozent der Frauen weinen herzzerreißend bei einer Trennung ... und ich denke nicht, dass sie dabei beim Mann jegliche Achtung verlieren, auch die Frauen wollen damit sehr oft ausdrücken, ich weine deinetwegen ...
Viele Frauen wollen einen gefühlvollen und einfühlsamen Partner, der auch seine Gefühle zeigen kann. Und dazu gehört eben auch weinen. Warum sollte ein Mann ein Schwächling oder eine Heulsuse sein, wenn er weint ... Ich sehe es so ähnlich wie maryanne, es ist für die Frau in dieser Situation wahrscheinlich dann deshalb unangenehm, weil sie sicher vorher schon genug geweint hat um diese Beziehung, und die Tränen des Mannes kommen jetzt zu spät, sie prallen nur noch ab ...

Ich habe vor vielen Jahren aus einer schwierigen Ehe meinen damaligen Mann verlassen. Zuvor waren lange schwere Zeiten, vor allem wegen des Problems Alkohol, vergangen. Ich hatte gekämpft und eben halt verloren, es gab nur noch den Weg der Trennung. An dem Tag, als wir uns trennten bzw. als er auszug, hat er Rotz und Wasser geweint. Es traf mich bis ins Tiefste meines Inneren, ich wusste, dass es ihm leid tat, dass jetzt die Trennung endgültig sein sollte und er weinte herzzerreißend ... Ich habe versucht für mich in diesem Moment, stark zu bleiben, ich hatte mich innerlich längst von ihm getrennt ... Aber ich denke, dass in diesem Moment seine Tränen seine ehrlichste Gefühlsregung waren, jetzt mal dahingestellt, ob es ihm nur darum ging, dass er jetzt verlassen wurde und nicht wusste, wie es weitergehen sollte für ihn ... Er hatte niemals damit gerechnet, dass ich ihn mit 3 Kindern wirklich mal verlassen würde ...
Mit keinem Gedanken habe ich gedacht, dass er jetzt sein letztes bisschen Achtung verspielt bei mir ...
Allerdings die Chancen auf Liebe brauchte er nicht mehr zu verspielen, es gab keine Chance mehr ... Dafür war es endgültig zu spät.
Wir haben ihn dann zu seiner neuen Wohnung gebracht ... Als wir von dort wegfuhren, habe ich dann Rotz und Wasser geweint ... Nicht wegen ihm, sondern weil ich traurig war, was aus unserer Liebe letzten Endes geworden war ... Wir hatten beide verloren.

Um das Schlusswort hinzukriegen, Männer die weinen, zeigen ihre Gefühle, ob sie zu dem Zeitpunkt allerdings noch (wenn es an einem Beziehungsende ist) bei der Partnerin ankommen, das bezweifle ich, denn diese hat ja auch innerlich abgeschlossen und daher kommt auch der Gedanke, jetzt flennt der .... was für eine Heulsuse ...

Lg Eisherz
 
Guten Tag Tommy!

Es sind schon einige verschiedene Meinungen geschreiben worden, so möchte ich nun mein persönliches Empfinden schildern.
Wenn ich es erlebt habe, daß einem Mann Tränen hochstiegen und schließlich ihm über die Wangen kullerten, habe ich das ganz genauso empfunden, wie er, hab mich mit ihm auch verbunden gefühlt. Manchesmal betraf das Unglück ihn persönlich und gerade dadurch, sah ich quasi, WIE sehr es ihm nahe ging, wie wichtig es ihm war. Es war bisher nie ein heulen, es war einfach angemesssen, ein Spiegel der Seele. Und vielleicht würde ich auch ein Heulen in bestimmten Situationen ebenso nachempfinden können? Noch nie hat sich ein Mann in meinen Augen dadurch lächerlich gemacht.
Es gab da auch mal Tränen eines Mannes im Zusammenhang mit Trennung , die ich einfach nicht glaubten konnte. Diese Tränen hätte ich fast vergessen.

Zu echten Tränen wegen Trennung:
Mir ging es wie Eisherz, daß ich mich nach jahreelangen Kampf, betreffs Alk-mißbrauch (durch ihn), von meinem ersten Gatten trennen mußte. Es kam, wie oft im Leben, einiges zusammen, wodurch ich krank geworden war. Dem Rat der Ärzte: Konsequenzen aus meinem Leben zu ziehen, folgte ich, durch die Trennung von meinem Gatten. Es war uns beiden bitter, sehr bitter und es kam auch zu einer Szene, wo er vor mir kniete , bat und weinte. NIE werde ich diese Szene vergessen können. Genau wie Eisherz mußte ich mich selber überwinden und zusammenreißen: mein Herz mußte eisig werden. Ich mußte an das denken, was ich überwinden wollte und hatte doch beinahe noch Hoffnung es MIT IHM zu schaffen. Weil mir seine Verzweiflung so sehr ehrlich erschien, versprach ich:[....] Wenn wir[....] unser Leben nach der Scheidung anders einzurichten schaffen, können wir dann auch wieder heiraten!

Wir haben uns quasi "einträchtig" geschieden (nach 16 Jahren Ehe) und ....sind geschieden geblieben.
Bis heute verehre/bewundere/liebe ich einen Tei von ihm, aber den anderen Teil könnte ich nicht ertragen. Ich habe gelernt mit den sich beißenden Gefühlen zu leben, gelernt, daß man sehr wohl mehrfach lieben kann und habe einen anderen Mann geheiratet, mit dem ich nun 17 Jahre zusammen bin. Mit ihm war es auch nicht einfach, auch wegen dem Alk. Der zweite weinte auch mal, diesmal stellte ich ganz konkrete Forderungen (Therapie), er handelte und läßt den Alk seit 14 Jahren. Ich hoffe, daß es so bleibt.

In dem Moment waren die Gefühle so stark, keiner hat gelogen, wahrhaftig nicht, der Unterschied ist: die starken Gefühle haben unterschiedlich weit getragen. Verachtet habe ich keinen dafür.

FG Gelinda
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie empfindet eine Frau einen Mann der vor ihr weint, weil sie ihm verlassen will. Hat er damit alle Achtung verloren, weil er seinen Gefühlen freien Lauf lassen hat?

Hat er damit alle Chancen auf ihre Liebe endgültig verspielt?

Bei dem konkreten Fall, wo die Freundin ihren Freund mehr oder weniger unverhofft verlassen will, hat er keinerlei Gründe für das Verlassen gesetzt oder, dass man sich auseinander gelebt hätte.

Die schon längere und auch bis dato wunderschöne Beziehung scheint ein jähes Ende zu finden weil ein anderer Mann aufgetaucht und im Spiel ist, dem sie offensichtlich mehr zugetan ist.
Das lässt ihm die Tränen kommen.
Ich denke eben, dass er so schon überhaupt keine Chance hat, sie zurückzugewinnen. Weil ein Mann, der deswegen vor ihr weint, wie ein Schwächling auf sie wirken muss. Und Frauen wollen in der Liebe alles, nur keinen Schwächling. So glaube ich zumindest.
 
"Ich denke eben, dass er so schon überhaupt keine Chance hat, sie zurückzugewinnen. Weil ein Mann, der deswegen vor ihr weint, wie ein Schwächling auf sie wirken muss. Und Frauen wollen in der Liebe alles, nur keinen Schwächling. So glaube ich zumindest."


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Nein, die vielen Statement hierzu von weiblichen Usern sprechen doch wohl eine eindeutige und andere Sprache!
Ich denke das ist so eine Männertheorie, die leider auch heute noch oft fest verankert ist in Männerhirnen: Das Tränen ein Zeichen von SCHWÄCHE ist.
Ist es eben nicht! Genau das Gegenteil: Es spricht für Sensibilität und vorallem Authentizität. Den harten Macker zu spielen, wenn es innen gaaanz anders aussieht, empfinde ich persönlich viel mehr als Schwäche. Ein Mann der aus ehrlich empfundener Trauer weint, ist für mich alles, aber gaaanz bestimmt kein "Schwächling"!


Gruss
Nachtblume
 
Das mit dem Schwächling scheint ja echt eine hartnäckige Angelegenheit zu sein.

Vielleicht gibt es Frauen, die solche Bewertungen vornehmen. Ich denke aber, dass das eine typisch männliche Sichtweise ist. Du wirst doch wissen, welchen Typ Mann sie bevorzugt.

Für mich als Frau gelten die als Schwächlinge und Weicheier, die immer nur jammern und nicht anpacken. Die sich lieber in Widrigkeiten wälzen, als sie anzugehen.

Wer sich mit sich selber auseinandersetzt und hart an sich arbeitet, ist ein echter Kerl. Und das hat überhaupt nichts mit Weinen oder Nicht-Weinen zu tun.
 
Nun ja, dann lass ich das mit dem Schwächling weg:
Bei dem konkreten Fall, wo die Freundin ihren Freund mehr oder weniger unverhofft verlassen will, hat er keinerlei Gründe für das Verlassen gesetzt oder, dass man sich auseinander gelebt hätte.

Die schon längere und auch bis dato wunderschöne Beziehung scheint ein jähes Ende zu finden weil ein anderer Mann aufgetaucht und im Spiel ist, dem sie offensichtlich mehr zugetan ist.
Das lässt ihm die Tränen kommen.
Ich denke eben, dass er so schon überhaupt keine Chance hat, sie zurückzugewinnen.
 
Hi,

alle starken Gefühle können zu Tränen führen. Das ist gesund und entkrampft. Allerdings muss das Weinen am Ende einer Beziehung nicht unbedingt von Liebe zeugen-denkbar ist auch, dass ein Mann weint, weil er sich ohnmächtig fühlt, weil er macht über die Frau verliert, weil er sich hilflos fühlt. Oder weil er an das "Leben danach" denken muss, wenn er allen Verwandten, Kumpeln, Nachbarn irgendwann erzählen muss, dass ER verlassen wurde. es gibt so viele gründe für starke Emotionen und Tränen.
Ein heulender Mann ist nicht per se sensibler oder "weicher" als ein Nichtheuler. es kommt immer auf den Grund für die Tränen an. Aber sie retten eine kaputte Beziehung nicht. Und einem eventuellen Neuanfang stünden sie sicher auch nicht im Wege.
Wenn man komplett mit dem Mann durch ist, ist das Heulen lästig. Aber nicht wirklich schlimm.

Liebe Grüße

Monarose
 

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