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Zyklisches Erbrechen

K

Kranba

Gast
Guten Morgen

Gibt es hier vielleicht jemanden der sich mit CVS, also dem zyklischen Erbrechen auskennt?
Unsere Tochter (11J) leidet seit ca zwei Jahren darunter, und wir wissen uns langsam nicht mehr zu helfen.
Ihr Verlauf ist bisher jeweils:
Zwischen 6.30/7.00 aufwachen und sofortiges Erbrechen.
Das hält zwei Stunden, in denen sie sich alle ~15 Minuten übergibt.
Danach ist es vorbei und es geht ihr gut.

Allergien, Unverträglichkeiten wurden ausgeschlossen, Stress ist es auch nicht. Es liegen auch keine inneren Erkraknkungen vor, wobei noch keine Spiegelungen gemacht wurden. Es ist definitiv CVS, daher suche ich jemanden zum Austausch über die Krankheit und keine alternative Diagnose.
 

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Blaumeise

Namhaftes Mitglied
Wenn ich es richtig gelesen habe, kann man wohl prophylaktisch ein Migränemedikament einnehmen. Das soll wohl bei der Erkrankung helfen. Wenn nicht, liegt die Ursache wohl woanders.

Es liegen auch keine inneren Erkraknkungen vor, wobei noch keine Spiegelungen gemacht wurden.
Na ja, aber da kann man auch nicht behaupten, dass keine inneren Erkrankungen vorliegen. Spiegelungen sollten auf jeden Fall noch gemacht werden um eben innere Erkrankungen auszuschließen!

Es ist definitiv CVS
Ist das eine gesicherte Diagnose? Oder bisher nur eine Verdachtsdiagnose?
 

Kranba

Mitglied
Hallo Blaumeise

Danke für deine Antwort.
Die Diagnose wird von einem Kinderarzt (widerwillig) und zwei Krankenhäusern gestützt. Keine anderen Erkrankungen oder Symptome vorhanden, und nach jeweils zwei Stunden hört es abrupt auf und sie ist topfit.

Auf alle bisherigen Medikamente spricht sie leider gar nicht an, genau so wenig wie auf die üblichen Migränehelfer. Wobei es auch schwierig ist, vorsorglich kann ich ihr die Medis nicht geben, da zwischen dem Erwachen und Erbrechen nur Sekunden liegen, und sich (noch?) kein Rhythmus eingestellt hat. Heisst, es kann eine Woche ohne vergehen oder zwei, maximal drei.


Wir haben Glück, sie erbricht jeweils nur für zwei Stunden, aber dennoch mache ich mir Sorgen um die langfristigen Auswirkungen.
 

Blaumeise

Namhaftes Mitglied
Hallo Blaumeise

Danke für deine Antwort.
Die Diagnose wird von einem Kinderarzt (widerwillig) und zwei Krankenhäusern gestützt. Keine anderen Erkrankungen oder Symptome vorhanden, und nach jeweils zwei Stunden hört es abrupt auf und sie ist topfit.
Mich wundert es, dass bisher noch keine Magen-Darm-Spiegelung gemacht wurde. Wird das noch durchgeführt?

Auf alle bisherigen Medikamente spricht sie leider gar nicht an, genau so wenig wie auf die üblichen Migränehelfer. Wobei es auch schwierig ist, vorsorglich kann ich ihr die Medis nicht geben, da zwischen dem Erwachen und Erbrechen nur Sekunden liegen, und sich (noch?) kein Rhythmus eingestellt hat. Heisst, es kann eine Woche ohne vergehen oder zwei, maximal drei.
In dem Fall würde ich die Medis am Abend vor dem Schlafen gehen verabreichen. Kurz vor dem Auftreten der Symptome bringt es ja auch nix. Ich würde das aber mit dem Arzt absprechen.

Eventuell wäre ein Schlaflabor noch eine Option. Vielleicht findet man dort eine Ursache. Es kann ja sein, dass während des Schlafes irgendwas passiert, was das morgendliche Erbrechen auslöst.
Schläft deine Tochter auf dem Bauch?
 

Kranba

Mitglied
Mich wundert es, dass bisher noch keine Magen-Darm-Spiegelung gemacht wurde. Wird das noch durchgeführt?
Vorerst nicht. MRT wurde aber gemacht und war ohne Befund.

In dem Fall würde ich die Medis am Abend vor dem Schlafen gehen verabreichen. Kurz vor dem Auftreten der Symptome bringt es ja auch nix. Ich würde das aber mit dem Arzt absprechen.
Das Problem ist, dass man diese Medikamente nicht durchgehend über einen längeren Zeitraum nehmen darf, erst recht nicht als Kind. Da die Abstände eher unregelmässig sind, liefe es auf das hinaus.

Eventuell wäre ein Schlaflabor noch eine Option. Vielleicht findet man dort eine Ursache. Es kann ja sein, dass während des Schlafes irgendwas passiert, was das morgendliche Erbrechen auslöst.
Schläft deine Tochter auf dem Bauch?
Auch der Schlaf wurde abgeklärt und ist ohne Befund.


Wie gesagt suche ich auch nicht nach einer Diagnose, denn die haben wir, sondern nach dem Austausch mit Betroffenen oder Angehörigen von Betroffenen.
 

Blaumeise

Namhaftes Mitglied
Vorerst nicht. MRT wurde aber gemacht und war ohne Befund.
Im MRT sieht man aber nicht alles. Es gibt z.B. Bakterien, die im Magen überleben und Beschwerden verursachen können. Das bekommt man nur über eine Spiegelung raus, oder ob eine Gastritis vorliegt. Sind jetzt nur Beispiele, die aufzeigen sollen, dass es auch sinnvoll sein kann IM Körper nachzusehen und auch Gewebeproben zu entnehmen.

Wie gesagt suche ich auch nicht nach einer Diagnose, denn die haben wir, sondern nach dem Austausch mit Betroffenen oder Angehörigen von Betroffenen.
Und mir geht es darum, den Auslöser für die Brechanfälle herauszufinden. Bei Migräne gibt es auch verschiedene Auslöser, die Anfälle verursachen kann. Wenn man die kennt, kann man was dagegen unternehmen, und es lassen sich die Anfälle deutlich reduzieren. Vielleicht wäre für deine Tochter der Aufenthalt in einer Klinik sinnvoll, die sich mit dem Beschwerdebild auskennt. Vielleicht kann man dort herausfinden, was die Beschwerden verstärken und was die Beschwerden lindern kann.
Ihr könnt natürlich auch versuchen, eine Art Tagebuch zu führen, wo ihr alles rein schreibt. Also, was sie am Tag gegessen und getrunken hat, wie und wie lange sie geschlafen hat, ob sie Sorgen oder Stress hatte, ob sie sich viel oder wenig bewegt hat usw. ...

Davon abgesehen kann die Diagnose auch falsch sein. CVS ist eine Ausschlussdiagnose und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass eine andere Ursache der Beschwerden zugrunde liegt. Daher würde ich mich nicht zu sehr auf die Diagnose versteifen. Von daher: Wenn es noch etwas zu untersuchen gibt, sollte man dies tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
A

Alböguhl

Gast
Ist es was körperliches wäre das wohl nicht nur >morgens so.
Wie kam es dazu >plötzlich über Nacht?
Ist das jeden Morgen so?
Wenn sie sich mal Tagsüber hinlegt und schläft, ist es dann nach dem Aufwachen auch so?
Was passiert nachts beim schlafen, ein Schlaflabor wäre noch eine Alternative.
 
A

Alböguhl

Gast
Erbrechen kann auch noch andre Ursachen haben, Ängste.
Ist ja ein nüchternes Erbrechen.
Hat sie das auch in den Ferien, am Wochenende, wenn sie nicht zur Schule muß, auch irgend etwas was sie belastet.
Beispielsweise erbrechen Kinder, die Angst vor der Schule haben, als Reaktion auf ihren psychologischen Streß.
Ist aber wohl das Syndrom des zyklischen Erbrechens ist eine seltene Erkrankung, bei der sich Personen in variierenden Zeitabständen anfallartig und stark erbrechen (manchmal nur Übelkeit). Zwischen dem anfallartigen Erbrechen fühlen sich die Personen ganz normal.
Obwohl es in der Regel in der Kindheit beginnt, dauert es manchmal bis ins Erwachsenenalter an.
Bei Personen, bei denen Übelkeit und Erbrechen keine offensichtliche Ursache haben und bei denen die Untersuchung normal ist, müssen nur die Symptome behandelt werden.
 

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