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Zwischen traumatisierter Mutter und neurotischem Vater.

K

Kleiner_Yoshi

Gast
Hallo ihr Lieben.

Ich habe Probleme mit meiner Familie, bis jetzt habe ich sie wohl verdrängt.
Aber in letzter Zeit geht das nicht mehr, ich bekomme es immer deutlicher zu spüren und denke, dass das Ganze auch mich irgendwie beeinflusst.
Kurz zu mir selber; Weiblich, 16 Jahre alt, Schülerin.

Jedenfalls kann ich das Ganze langsam nicht mehr verdrängen, meine Mutter kämpft mit Kindheitstraumata und leidet immer mehr unter unseren Familiären Situation, da mein Vater sich, gut deutsch gesagt, nen' Scheißdreck interessiert für ihr Wohlbefinden, bzw er ist einfach unausstehlich, drückt sich vor der Arbeit, bemüht sich nicht um eine eigene Wohnung. (Meine Eltern sind eigentlich getrennt aber er wohnt bei uns)
Und leiht sich immer wieder Geld von meiner Mutter für z.B. Handyguthaben oder Benzin. Wäre ja an sich ned so schlimm, aber er leiht sich dann auch einfach Geld wenn er zu einer anderen Frau fahren will, und meine Mutter weiß das.
Diese Andere Frau gibt es schon etwa seid +-8 Jahren, und trotzdem muss meine Mutter auch immer wieder für ihn sexuell hinhalten wenn er einfach mal will.
Sie will es nicht, macht es dann aber weil er sie ansonsten mit seinen Launen dann schrecklich terrorisiert.

In ihrer Kindheit wurde sie aus ihrer Heimat gerissen bekam einen Stiefvater und wurde Zuhause fast täglich geschlagen.
Sie ist dann davon weggelaufen und in mehrere Heime gekommen, unter anderem wegen Drogen Problemen.
Ich weiss, dass sie mit 16 Jahren in einem Heim war, in dem Misshandlung an der Tagesordnung stand und sie dort wie die Anderen Mädchen wie Dreck behandelt wurde.

In den letzten 4 Jahren, ging es richtig bergab bei ihr, sie wurde Krank und musste sicher für +-6 Monate ins Krankenhaus und war dort dauerhaft und nicht ansprechbar auf der Intensivstation.
Zwischen mir und meinem Vater ging es während diesen 6 Monaten problemlos, wir zankten uns nicht und hatten auch sonst keine Probleme miteinander. Ansonsten treten und schlagen wir uns gegenseitig (nicht wirklich fest, aber auch ned wirklich harmlos) und bewerfen uns mit ab wertigen Namen, wobei das Ganze von uns Beiden nie ernst gemeint ist.

Ich muss sagen, in der Zeit habe ich realisiert, dass ich mich selber in gewisser Weise dazu zwang meinen Vater zu hassen, einfach weil meine Mutter schlecht über ihn redet, ihn nicht mehr da haben will.
Es ist schwer zu erklären, aber manchmal habe ich mir wirklich gewünscht, dass sie sterben würde.
Sie motzt herum, hat immer irgendetwas auszusetzen, lügt, und kritisiert mich so oft, und redet manchmal nicht wirklich gut zu mir. "Fürchterliches Kind" Ich weiss es sind keine schlimmen Worte, aber mich bringen sie jetzt noch immer zum Weinen, dieser abfällige Ton sowie die Tatsache, dass sie die Worte gesagt hat als sie dachte, dass ich noch schlafen würde.
Sie schreit nicht mehr, aber dieser abfällige Ton in dem sie manchmal mit mir redet wenn sie Abends schon 'halbschlafend' wach ist, und ned mehr bei ganzem Bewusst ist. Das macht einem einfach fertig.

Es macht mich auch immer unendlich traurig, wenn mein Vater schon im Schlafzimmer ist, ich in das Wohnzimmer gehe, und sie da vor dem Fernsehr sitzen sehe, schon am einnicken, der Körper herunterhängend meist die Bierflasche in der rechten Hand. Dieser Anblick bringt mich zum weinen, und wenn ich sie dann anstupse damit sie aufwacht faucht sie mich dann nur giftig an.

Wenn ich ihr einmal etwas erzähle was mich beschäftigt womit ich 'zu kämpfen' habe zieht sie es in den Dreck.
Einmal habe ich ihr ehrlich erzählt (und das war nicht leicht für), dass etwas bestimmtes 'bei mir nicht ankommt' ich die Situation zwar sehe und realisiere sie mich aber nicht stört oder kümmert sondern einfach 'kalt' lässt. Es kommt eben einfach nicht richtig an.
Am nächsten Morgen bittet mich mein Vater abzuwaschen, ich hatte es dann allerdings vergessen weil ich gerade anderweitig beschäftigt war.

Mein Vater bittet mich dann noch einmal in Gegenwart von meiner Mutter darum.
Sie sagt dann einfach:"Vergiss es, das kommt bei der doch einfach nicht an."
Das 'einfach nicht an' hatte sie betont nachgeäfft.
Ich hatte ihr etwas anvertraut, sie hat es einfach so ' in den Dreck' gezogen, bzw nicht ernst genommen.
Obwohl ich glaube, dass sie da wohl einfach auch mal wieder frustriert war und das ablassen musste.

In den letzten Jahren sind meiner Mutter einige wichtige Personen verstorben, unter anderem ihr Bruder und ihr Onkel, beide haben ihr wirklich viel bedeutet.

Vor ca 4 Wochen, hat sie angefangen zu weinen, gesagt, dass das nicht fair wäre, dass sie noch lebe.
Sie wusste dass ich es höre, sie sagt mir sie sollte so etwas nicht in meiner Anwesenheit sagen. Ich verstehe sie nicht.
Sie hat mich auch einmal gesagt, dass sie sich schon längst das Leben genommen hätte wenn ich nicht da wäre.
Das Gleiche habe ich auch in ihrem Tagebuch gelesen, ja nicht sehr rücksichtsvoll, aber ich habe gehofft irgendwas darin zu lesen was mir helfen würde sie irgendwie aufzumuntern.

Das Einzige was man als ihr zukünftiges Wunsch Befinden (?) betiteln kann, ist ihr Wunsch wieder in ihrem Heimatland zu sein, bei der Familie die sie damals nicht als Kind misshandelt haben.

Nun hat sie mir diesen Wunsch auch schon geäußert, ich habe darauf erwidert, dass sie doch gehen soll.
Mit den Worten, dass sie mich nicht hier zurücklassen kann, ging sie auf den Balkon und lies mich im Wohnzimmer zurück.

Ich weiss nicht wirklich was ich tun soll, ich weiss, dass es mich unterbewusst verdammt belastet!
Ich bin eine ruhige und zurückhaltende Person, ich schreie nicht wenn ich frustriert bin, ich habe mich mit der Klinge einer Schere mehrmals in den Unterarm geritzt und mit der rechten Faust auf meinen linken Arm eingeschlagen, ich glaube aus Frust, Wut und Trauer. Ich wollte in diesem Moment etwas kaputt machen, aber Sachen zerstören konnte ich nicht.

Mein Vater hat manchmal sehr starke Launen, aber auch dann hasse ich ihn nicht. Es macht mich einfach nur traurig.
Von meiner Mutter weiß ich, dass er auch hinter meinem Rücken mit ihr über mich redet. "Unmögliche Person"
Ja, Beide reden hinter meinem Rücken über mich.
Ein Beispiel ist bei Autofahrten, wenn sie denken ich höre Musik, dabei habe ich einfach nur die Stöpsel in den Ohren und blicke aus dem Fenster, wobei dies meistens nicht lange anhält, weil ich es einfach ned ertrage was sie über mich sagen.

Natürlich ist mir bewusst, dass sie dies nur sagen wenn sie in einer ihrer 'Launen' sind, und einfach ein Ventil brauchen.
Aber ihr Kind sollte doch nicht das Ventil sein? Oder bin ich da einfach nur egoistisch?

Ich habe meine Eltern gern, aber ich halte die Situation wie sie so ist nicht mehr aus!

Mich zieht es zwischen meiner Mutter und meinem Vater hin und her, aber Beide sind psychisch nicht mehr ganz beisammen.
Die Eine ein psychisches Wrack der Andere ein neurotischer und sex-bessesener Kerl.

Wirklich, schon als 6/7 Jährige als ich mein Vater noch nicht bei uns gewohnt hat und ich jedes Wochenende zu ihm musste. Waren da im Badezimmer sowie im Schlaf und Esszimmer Pornomagazine, natürlich damals wusste ich noch nicht was das war, jedoch ist mir dies später bewusst geworden.
Er wird so schnell aggressiv, meine Großmutter hätte er fast die Treppe heruntergeschupst, weil sie ihm nicht verraten wollte wo meine Mutter war.
Einmal hat er eine delle mit der Faust in sein eigenes Auto geschlagen, nur weil mein Onkel es umparkieren wollte, damit er mit mir Fussball auf dem kleinen Hof spielen kann.
Mein Vater hat es sofort aggressiv genommen und in angebrüllt, und die Delle in sein eigenes Auto geschlagen.
Ich erinnere mich auch noch, dass er einmal die Holztüre zum Wohnblock aufgebrochen hat, weil meine Mutter nicht schnell genug die Tür aufgemacht hat.
Oder damals als ich klein war und er meine Mutter einkaufen geschickt hat, hat er sich Kaffee gemacht. Ich als kleiner Hosenmatz habe mir die heiße Tasse gekrallte und mir deren Inhalt über Gesicht und Schulter geleert.
Wäre meine Mutter nicht schon im Hof gewesen und hätte meine Schreie gehört, hätte ich wohl jetzt eine brand Narbe im Gesicht.
Sie hat mich sofort genommen und unter der Dusche abgespült. Mein Vater hat währenddessen auf sie eingetreten und SIE angeschrien wie sie sowas zu lassen konnte.
Oder auch wenn ER Sachen verliert sind wir Schuld. Meine Mutter hat er deswegen auch schon getreten, mich nur angeschrien.
Ich erinnere mich auch noch daran, wie ich einmal auf dem Spielplatz umgefallen bin und ich deswegen weinen musste, mein Vater hat mich direkt hochgezogen, ned gerade sanft, und mich kurz abgeklopft und ist direkt weiter gegangen, er hat sich wohl für die Blicke der anderen Leute geschämt.

Vor mehreren Monaten schon hatte ich dann die ersten Ideen von Suizid.
Ich sass im Treppenhaus, ich wollte nicht in die Wohnung, sass da also und dachte plötzlich wie es wäre mich einfach den Liftschacht hinunter zu stürzen. Ich hatte nach dieser Idee erst einmal Panik, konnte nicht fassen, dass ich sowas dachte.
In diesem Zeitraum hatte ich auch meinen Traum vom Ertrinken; Ich sitze in einem Auto vor mir ein Steg dann Wasser, ich habe die Wahl ob ich losfahren möchte oder nicht. Ich bin losgefahren und stürze mit dem Auto ins Wasser blicke dann nach oben gerate in Panik und will zurück zur Oberfläche, strecke meine rechteHand aus und will zurück an das Licht an der Oberfläche, realisiere aber dann, dass das nicht geht akzeptiere dann die Situation und schließe meine Augen und lasse mich ein warmes Gefühl überkommen.
Dieser Traum hat mich so fertig gemacht. Ich hatte für eine Zeit Angst zu schlafen, Angst zu viel Nachzudenken und habe mich deswegen in Bücher geworfen mir zum Einschlafen ein Video auf dem Handy eingeschaltet, ich bin richtig nervös geworden wenn ich für kurze Zeit keine anderen Reize für mein Gehirn hatte.

Tut mir leid, dass ich so viel geschrieben habe, aber irgendwem wollte ich das Ganze wohl mal erzählen.
Aber was mach ich denn jetzt? Ich will nicht mehr bei Ihnen sein, auch wenn sie mich vlt lieb haben.
Ich kämpfe wirklich schon mit mir selber, zu wem soll ich stehen? Soll ich mich jetzt wirklich zwingen ihn zu hassen, nur weil ich meine Mutter lieb habe?
Manchmal frage ich mich ob ich sie überhaupt noch lieb habe.
 

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G

Gast

Gast
Nein, du sollst dich NICHT zwingen, ihn zu hassen.
Deine Mutter manipuliert dich übelst.
Sie ist eine schwache Frau, die ihre Tochter benutzt.

Du musst raus aus dieser bedrückenden Situation.
Du bist NICHT verantwortlich für das Wohlergehen deiner Mutter.
Du bist nämlich ihr Kind, nicht ihre Partnerin.

Dein Vater ist nicht viel besser, aber weniger manipulativ.
Beide sind überhaupt nicht erziehungsfähig und zieghen dich in Geschichten rein, die nicht die deinen sind.

Was ich täte: Beim Jugendamt die Sachlage schildern und um Unterbringung in einer Jugend-WG bitten.

Ich finde, du bist sehr stark.
 
G

Gast

Gast
Ich kann deine Situation gut nachvollziehen bei mir lief das alles so ähnlich ab. Meine Mutter ist auf Deutsch gesagt total durch im Kopf zusätzlich Alkoholikerin da sie in ihrer kindheit ziemlich viel durchgemacht mein Vater Alkoholiker und Schläger und kümmerte sich kaum um mich und meine Schwester. Ich selbst habe dadurch Depressionen bekommen ich hab mich auch damals geritzt aber nicht weil ich sterben wollte sondern weil ich innerlich nach Hilfe geschrien habe. Ich habe nach jemanden gesucht der mich endlich aus dieser Lage holt. Meine Mutter stand Nächte lang vor meiner Tür und hat mich beschimpft und das nicht gerade harmlos und alles was ich damals machte War falsch. Selbst für das was ich am besten kann nämlich singen wurde ich von meinen Eltern in den Dreck gezogen "das klingt nicht gut" oder "du wirst nie sängerin" durfte ich mir mehr als einmal anhören ich hab aber daran festgehalten an meiner Schule gesungen und überall wo es sich so ergeben hat und alle meinten das es gut klingt und das ich Talent habe.
Ich will damit sagen lass dich nicht runter ziehen hör nicht darauf was deine Eltern an dir kritisieren du machst dich damit nur selbst kaputt. Mittlerweile bin ich 21 und wohne mit meinem freund zusammen meine Mutter kommt regelmäßig zu Besuch und wir kommen jetzt viel besser miteinander klar als früher mir persönlich geht es auch besser . Ich kann nur sagen sieh zu das du da irgendwie raus kommst du zerstörst dir dein leben nur selbst

Viel Glück
 

diabolo

Aktives Mitglied
Naja, deine Mutter ist sicherlich nicht angenehm.
Das, was dein Vater mit deiner Mutter macht, würde ich jedoch gelinde als Psychoterror bezeichnen, hierbei sind die körperlichen Übergriffe und die sexuellen Nötigungen noch gar nicht berücksichtigt. Er macht seine Frau fertig und sie dich.

Hast du schon mal daran gedacht, dich ans Jugendamt zu wenden?

Hier ist ein interessantes Forum mit Unterstützung von Psychologen:
https://jugend.bke-beratung.de/views/home/index.html
 

powerflower

Aktives Mitglied
Naja, deine Mutter ist sicherlich nicht angenehm.
Das, was dein Vater mit deiner Mutter macht, würde ich jedoch gelinde als Psychoterror bezeichnen, hierbei sind die körperlichen Übergriffe und die sexuellen Nötigungen noch gar nicht berücksichtigt. Er macht seine Frau fertig und sie dich.

Hast du schon mal daran gedacht, dich ans Jugendamt zu wenden?

Hier ist ein interessantes Forum mit Unterstützung von Psychologen:
https://jugend.bke-beratung.de/views/home/index.html

[...]

Es gibt immer auch noch die andere Seite und diese Frau (ich möchte auf keinen Fall klein reden, dass es ihr psychisch ziemlich schlecht gehen mag) ist für ihre Taten und auch Nichttaten immer noch selbst verantwortlich.
 
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