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Zwischen gleichen Interessen, Kompromissen und Gefühlen

Fredderig

Mitglied
Guten Abend,

in den letzten Wochen war ich relativ viel aktiv - einmal außerhalb meiner sportlichen Hobbys, über die ich seit Jahren niemanden kennenlerne. Ich habe lange Fußball gespielt, bin dann aber aufgrund der starren Vereinstrainings zum Ausdauersport gewechselt, Laufen, Fahrrad fahren, inzwischen auch noch Schwimmen. Ich war in Vereinen, ich war in Kursen, ich war in freien Lauftreffs. Man kommt hier nicht wirklich in Kontakt mit den Leuten, was nicht primär mein Ansinnen war, aber dann brauche ich auch keine Trainingsgruppen, denn ich bin motiviert genug, allein für mich Sport zu treiben.

Was Partnerschaft angeht, ist es mir nie gelungen, auch nur ansatzweise über meine Hobbys eine Partnerin kennenzulernen, so wie es offenbar früher vielen geglückt ist.

Daher bin ich auch mal neue Wege gegangen, bin mit Arbeitskollegen zu After Work Treffen, mit einem Single Kollegen zu einem Single Abend gegangen und da ich recht kontaktfreudig bin, hat sich da auch etwas ergeben, also Dates. Die Damen waren auch sogleich recht schnell dabei, mich in Richtung Beziehung haben zu wollen, was ich aber abgelehnt habe, da ich erstmal auf ein Kennenlernen aus bin. Im Rahmen dessen ich schon wieder gemerkt habe, wie so meist, dass es halt außer dass sie mir attraktivitätsmäßig gefielen, vom Freizeitverhalten überhaupt nicht gefallen hat. Das führte auch schon an den dritten, vierten Wochenenden zu ersten Konflikten "Musst du schon wieder trainieren" - während man eigentlich lieber auf der Couch liegen wollte. Dadurch haben sich auch die Dates nach knapp 2 Monaten insgesamt wieder erübrigt.

Mittlerweile frage ich mich aber schon wieder ..... mache ich zuviel Sport, bin ich inkompatibel überhaupt mit Partnerin, denn genau das wurde mir von 2 Damen vorgeworfen, die 1 hatte mit sich zu tun und es passte einfach nicht von Gesprächen her.

Ich suche keine Trainingspartnerin aber der Sport ist nach wie vor immer und immer wieder ein großes Diskussionsthema, selbst 1 Stunde Laufen täglich ist schon viel zu viel. Da gehts - in meiner Wahrnehmung - eher ums Prinzip als um die Sache, denn 23 Stunden des Tages mache ich ja keinen Sport.

Mittlerweile stelle ich fest, ich suche wohl an falscher Stelle. Aber an der "richtigen" finde ich niemanden, mit dem ich auch außerhalb sportlicher Interessen Gemeinsamkeiten habe (Museen besuchen, gemeinsame Urlaubsvorstellungen, gemeinsame Gesprächsthemen).

Ich frage mich jetzt, bin ich zu anspruchsvoll, also muss ich auf vieles einfach verzichten und jemanden finden, der mit meinen Hobbys klarkommt oder muss ich weitersuchen, nach einer aktiven Partnerin, wenn ja wo finde ich die? Offenbar ja nicht in den örtlichen Vereinen, in denen ich seit mittlerweile 8 Jahren aktiv bin.

Ich frage mich auch, wie das andere Paare machen, wo einer Fußball spielt und die Partnerin logischerweise nicht.....

Vielleicht hilft mir ein Gedankenaustausch im Forum. Wie akzeptiert ihr die Hobbys des Partners? Wohlbemerkt auch, wenn man weder zusammen wohnt noch um die Ecke und sich einfach gut organisieren muss? Akzeptiert ihr einige Dinge des Partners, also Freizeitaktivitäten nicht und wie klappt es bei den Paaren hier im Forum?
 
Ich sehe da kein Problem.
Wenn man gar keine gemeinsamen Interessen hat, wird es schwierig. Aber es sollte doch jeder so viel Freiraum haben, dass man auch eigenen Interessen oder Hobbies nachgehen kann, die den Anderen nicht interessieren.
Dann trifft man sich halt davor und/oder danach. Man muss doch nicht 24/7 zusammen sein.
Wenn das wirklich der einzige Punkt ist, weswegen die Frauen dir gesagt haben, dass du inkompatibel bist, dann hast du bis jetzt einfach die falschen Frauen kennengelernt.
 
Mittlerweile stelle ich fest, ich suche wohl an falscher Stelle.
Hallo Fredderig,
ich habe in deinem Alter auch "an falscher Stelle" gesucht und wie du einige Bekanntschaften gemacht, die nicht kompatibel waren ... mir ist dann mit Hilfe von guten Freunden, die eine sehr gute Ehe hatten, klar geworden, dass man heutzutage (das war vor über 20 Jahren) eben dort suchen und vorab auswählen (!) muss, wo sich viele andere aufhalten, die auch eine Beziehung suchen – also in den entsprechenden Portalen.

Ein anderer Freund hat mir damals vorgerechnet, dass man ca. 100 Personen genauer kennenlernen muss, wenn man mehr Ansprüche an eine Beziehung hat als nur eben einen Partner zu finden. Das lese ich bei dir auch heraus – du kennst dich schon sehr gut und weißt, was für dich ein gutes Leben bedeutet. Du kannst dich aber nicht wochenlang mit 100 Frauen treffen – also musst du dich aus meiner Sicht a) in einer guten Plattform selbst genau beschreiben und b) aktiv unter denen, die dort in deiner Altersgruppe aktiv sind, eine Vorauswahl treffen.

Von einer guten Freundin hätte ich dir da einen Tipp: Sie hat sich um die 10 potentiell interessante Männer in ihrer Umgebung auf der Plattform ausgeschaut (damals glaube ich Datingcafe) und die zu einem 10-Minuten-Kaffee in ihre Lieblingsbar eingeladen. Die Männer und der Barkeeper waren informiert, wie es abläuft 🙂 ... und nach den 10 Minuten hat sie entweder "danke für Kommen, aber das wird nichts" gesagt oder "ich würde dich gerne nochmal treffen, wenn du es auch willst". So hat sie ihren Mann gefunden.

Wichtig scheint mir, dass du dir nochmal genauer notierst/klarmachst, was für eine Art von Beziehung du anstrebst – damit du das auch in Worte fassen bzw. aufschreiben kannst. Also nicht nur, was du "nicht willst", sondern auch eine klare Vorstellung davon, wie so eine Woche oder auch ein Jahr in einer guten Beziehung abläuft. Dann kannst du mit den Frauen, die du triffst, abgleichen, ob deren Vorstellungen dazu kompatibel mit deinen sind.

Und eins nicht vergessen: Das Suchen und Finden deiner künftigen Frau kann sehr viel Spaß machen, denn du lernst auf der Suche auch interessante Menschen kennen, bekommst vielleicht neue Ideen oder Blickwinkel aufs Leben, während ihr euch unterhaltet bzw. "beschnuppert". Und du lernst dich selbst nochmal genauer kennen bei diesem Suchprozess, wie du ja schon bemerkt hast.

Alles Gute!
Werner
 
Ich frage mich jetzt, bin ich zu anspruchsvoll, also muss ich auf vieles einfach verzichten und jemanden finden, der mit meinen Hobbys klarkommt oder muss ich weitersuchen, nach einer aktiven Partnerin, wenn ja wo finde ich die? Offenbar ja nicht in den örtlichen Vereinen, in denen ich seit mittlerweile 8 Jahren aktiv bin.

Ich frage mich auch, wie das andere Paare machen, wo einer Fußball spielt und die Partnerin logischerweise nicht.....

Vielleicht hilft mir ein Gedankenaustausch im Forum. Wie akzeptiert ihr die Hobbys des Partners?

Eines zum Anfang.
Ich möchte dich, mit dem was ich nun schreibe, wirklich nicht angreifen, sondern dir einfach mal meine Sicht der Dinge mitteilen:

Anhand deines Beitrages wird sehr deutlich, warum es heutzutage bei vielen Menschen so gar nicht mehr klappen will mit ihren Beziehungen.
Als Erwachsener und ohne Kinder usw. ist es doch ein leichtes, eine Beziehung und seinen Sport unter einen Hut zu bekommen.
Aber bei dir scheint ja schon die bloße Vorstellung, nicht mehr völlig frei hinsichtlich deines Hobbys agieren zu können, Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Kapiere ich echt nicht, sorry.


Zu deinem Beispiel von wegen "Paare, wo einer Fußball spielt und der andere nicht"
Wo genau ist das Problem?
Dann geht er halt 2 mal die Woche Abends in Training und fährt am Samstag zu nem Spiel.
Und weiter?
Warum muss man das zusammen machen?

Ich gehe dreimal die Woche ins Fitness und zweimal die Woche schwimmen. Ohne meine Frau.
Wozu soll sie auch dabei sein?
Sie macht halt in der Zeit was anderes.
Was ist daran so tragisch?

Übrigens kann ich dir versichern, dass du dir mit deiner Einstellung diese weiterführenden Sorgen gar nicht zu machen brauchst. So wird es ohnehin nicht mit einer Beziehung klappen. Aus deinem Text lese ich (und nochmal, das ist kein Angriff) ganz viel "ich, ich ,ich" raus und das einzige, was dich bei einer potentiellen Partnerin zu interessieren scheint, ist, ob sie bei dem, was du machen willst, mitzieht.
Ein Partner ist aber auch ein Mensch mit Wünschen, Träumen und Vorstellungen und nicht nur eine Projektionsfläche für das, was du dir vorstellst.

Und dein Misserfolg bestätigt ja meine Annahmen.
Du solltest dich auf viel wichtigere Aspekte konzentrieren.
-ist sie ein netter Mensch?
-kann ich ihr vertrauen?
-hat sie ein gutes Herz?
-bringt sie mich zum lachen?
..und vieles mehr

Dein "aktiver" Lifestyle sollte irgendwo weit unten in der Liste auftauchen, wenn du an einer ernsthaften Beziehung wirklich interessiert bist
 
Geht alles. Hab auch keine gemeinsamen Interessen mehr mit meiner Frau. Dennoch trifft man sich z.B. gemeinsam immer wieder bei irgendwelchen Geburtstagsfeiern gemeinsamer Freunde. Man will ja schließlich kein Einzelgänger sein.
 
Eines zum Anfang.
Ich möchte dich, mit dem was ich nun schreibe, wirklich nicht angreifen, sondern dir einfach mal meine Sicht der Dinge mitteilen:

Anhand deines Beitrages wird sehr deutlich, warum es heutzutage bei vielen Menschen so gar nicht mehr klappen will mit ihren Beziehungen.
Als Erwachsener und ohne Kinder usw. ist es doch ein leichtes, eine Beziehung und seinen Sport unter einen Hut zu bekommen.
Aber bei dir scheint ja schon die bloße Vorstellung, nicht mehr völlig frei hinsichtlich deines Hobbys agieren zu können, Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Kapiere ich echt nicht, sorry.


Zu deinem Beispiel von wegen "Paare, wo einer Fußball spielt und der andere nicht"
Wo genau ist das Problem?
Dann geht er halt 2 mal die Woche Abends in Training und fährt am Samstag zu nem Spiel.
Und weiter?
Warum muss man das zusammen machen?

Ich gehe dreimal die Woche ins Fitness und zweimal die Woche schwimmen. Ohne meine Frau.
Wozu soll sie auch dabei sein?
Sie macht halt in der Zeit was anderes.
Was ist daran so tragisch?

Übrigens kann ich dir versichern, dass du dir mit deiner Einstellung diese weiterführenden Sorgen gar nicht zu machen brauchst. So wird es ohnehin nicht mit einer Beziehung klappen. Aus deinem Text lese ich (und nochmal, das ist kein Angriff) ganz viel "ich, ich ,ich" raus und das einzige, was dich bei einer potentiellen Partnerin zu interessieren scheint, ist, ob sie bei dem, was du machen willst, mitzieht.
Ein Partner ist aber auch ein Mensch mit Wünschen, Träumen und Vorstellungen und nicht nur eine Projektionsfläche für das, was du dir vorstellst.

Und dein Misserfolg bestätigt ja meine Annahmen.
Du solltest dich auf viel wichtigere Aspekte konzentrieren.
-ist sie ein netter Mensch?
-kann ich ihr vertrauen?
-hat sie ein gutes Herz?
-bringt sie mich zum lachen?
..und vieles mehr

Dein "aktiver" Lifestyle sollte irgendwo weit unten in der Liste auftauchen, wenn du an einer ernsthaften Beziehung wirklich interessiert bist
Zum Teil hast du Recht, ein paar unterschiedliche Hobbys sollten in einer Beziehung überhaupt kein Problem sein.

Aber soweit ich das verstanden habe, hat er hier ja gar nicht gewollt, daß sie immer mit zum Laufen kommt, oder daß sie ohne ihn nichts unternimmt.
Und der Wunsch, ständig nur zusammen rumzusitzen, und den Sport massiv einzuschränken, kam hier ja gar nicht vom TE, sondern wohl eher von der Freundin.

Ich finde es sogar besser, wenn bei einem Paar die Interessen nicht zu 100% übereinstimmen.
Denn so behalten beide Teile ihre Kontakte, und haben auch immer genug Gesprächsstoff.
Und die Partner bleiben füreinander interessant, das finde ich sehr wichtig für eine dauerhafte Beziehung.
 
Du brauchst eine Frau, die dir nicht "auf der Pelle" hängt, sondern selber Hobbies hat oder sportbegeistert ist. Dann kann sie dich verstehen.

Oder eine tolerante, die nicht klammert und einengt.
 

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