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Zwanghaftes Leben?

bornthisway

Mitglied
Um einen Roman zu verhindern versuch ich mich kurz zu halten.
Bin 20 Jahre. Habe einen Freund. Habe Famile. Job. Bin gesund (glaub ich)
Und was man eben so braucht.
Mit dem allen was ich habe müsste ich ja eigentlich glücklich sein.
Ich bins nicht.
Mir kommt mein Leben so zwanghaft vor. Ich leide jeden Tag.
Bin in einer Familie aufgewachsen wo null Harmonie herrscht. Jeder einzelne kann keine Liebe annehmen und
lebt in Wut und Schmerz. Meine Eltern wussten es wahrscheinlich auch nicht besser wie man Kinder erzieht.
Ich wohne noch zuhause. Jaaa ich weiß alle werden mir raten, Zieh aus ! Will ich noch nicht, da ich null
auf mich allein gestellt sein kann. Meine Eltern sind gegen mein Freund aus kulturllen Gründen. Ich bin Ausländerin, Er Deutscher. Wie bekanntlich Verboten ( Wir leben ja noch in Mittelalter) D.h. Jedes mal Lügen wenn ich bei ihm bin, einfach nur um weiteren Stress und Streit bzw. Eskalation zu vermeiden. obwohl sie eig so schlau sein müssten und wissen das ich bei ihn bin. Aber ich sehne mich einfach nach Harmonie und Akzeptanz.
Ich gehe zur Arbeit, und hassse es. Und auch wenn ihr sagt such dir was anderes blabla... Nein ! Ich will nicht studieren, ich brauche das Geld, und ich wüsste sowieso nicht was. Keine Interesse.
Ich finde man arbeitet zu viel... aber wer nicht ^^
Streit ist mit meinen Freund jeden Tag vorprogrammiert. Weil ich einfach ein zu eifersüchtiger , empfindlicher Mensch bin,der einfach nicht glücklich sein kann.
Es ist so anstrengend aufzustehen. Mein Körper tut auch nicht mehr mit(Ich rauche, bewege mich null). Ich muss mich täglich zwingen aufzustehen. Für was lebt man? Nur um zu Leiden. Ich weiß nicht wie ich mich motivieren kann. Ich bin müde. Die ganze Zeit nur müde.Und ich bin schwach. Ich komm nicht weiter. Ich bin nur traurig und schlecht gelaunt. Ich sehe keinen Sinn mehr in garnichts. Psychologe wär nett, aber wer zahlt das?
Ich bin auch sehr schlecht darin mit Geld umzugehen.

Was soll ich nur machen??
 

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G

Gast

Gast
der einfach nicht glücklich sein kann
Warum solltest du das auch sein, wenn du weiter so bist; Wie andre dich gemacht haben ?
Warum bleibst du es aber, wenn du genau weißt das dir das nicht gut tut ?
Du weißt was eine Sucht ist, warum man da genau weiß das es nicht gut ist, es aber immer und immer wieder tut, das Suchtmittel zu sich nehmen, es nicht lassen kann?
Suchtmittel sind beliebig austauschbar, muß nicht was zum trinken schlucken oder spritzen sein,....
Und Entzug tut weh, da muß du was lassen, was ändern, was anders machen, ist das eine deiner Ängste?
Hast du mehr zu ( gewinnen ) als zum verlieren wenn du dich änderst?
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Bornthisway,

es tut mir leid, dass Du nicht glücklich lebst… und dass Dir offensichtlich Harmonie in Deiner Familie fehlt.

Ich frage Dich, worin siehst Du den Grund dafür, dass keiner in Deiner Familie Liebe annehmen kann und nur in Wut und Schmerz lebt? Kann man Liebe annehmen, wenn niemand Liebe gibt?

Was ist der kulturelle/religiöse Hintergrund Deiner Familie? Wie stark bist Du in diesen Hintergrund eingebunden, fühlst Dich diesem kulturellen/religiösen Hintergrund verpflichtet?

LG, Nordrheiner
 

bornthisway

Mitglied
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Lieber Nordrheiner,


Weil es bei uns sowas wie Anerkennung und Zuneigung nicht gibt.[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Wie zum Beispiel: [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Man hat etwas gut gemacht, wird man nicht gelobt. [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Man hat etwas schlecht gemacht, wird man beschimpft.[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Es geht einen nicht gut, man wird nicht getröstet oder in den Arm genommen[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Einer macht einen Fehler, es entschuldigt sich niemand. [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Nur Beschimpfungen und Leid[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Es sind keinen religiösen Hintergründe sondern einfach weil sie glauben, dass er viel in dieser bosnischen Kultur nicht akzeptieren kann.[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Meine Eltern können selber wenig Deutsch, wie sollten sie sich jemals mit den „Schwiegersohn“ gut verständigen ? Sind ihre Worte. [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Wenn es zur Heirat kommt, wie sollte man heiraten?... Wenn es zu Kinder kommt, lernen die Kinder auch die Sprache? Dies und jenes. [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Nein ich fühl mich nicht verpflichtet aber gezwungen[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
 
G

Gast

Gast
Deine Eltern haben dir keine Liebe gegeben, warum haben Sie die nicht, wissen Sie auch nicht woher dieses Größte aller Geschenke kommt?
Man hat Menschen lieb weil sie da sind, nicht weil sie etwas gut oder schlecht machen.
Liebe fordert nichts, die kann man nur geben.
Aber wo holen Menschen diese Liebe her, die sie im Überfluß geben können, teilen und die dabei nichts verlieren?
Gibst du Liebe oder hast du Angst dadurch noch mehr von ( DIR ) zu verlieren?
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Liebe Bornthisway,

aus den mangelnden Deutschkenntnissen Deiner Eltern leite ich ab, dass sich Deine Eltern nicht gut in Deutschland integriert haben. Sie ziehen sich in ihre Kultur zurück. Sie wollen verstanden werden, weil sie selbst Probleme haben, andere zu verstehen und das fängt schon mit der Sprache an.

Wenn Du jemanden heiratest, der bosnisch/serbisch nicht spricht, wird dies ihre Isolation in Deutschland nur vergrößern. Aus ihrer Sicht wollen sie in auf ihrer bosnischen Insel in Deutschland leben und denken, dass es das Normalste von der Welt ist, dass Du ihre Wünsche bei der Auswahl eines Ehepartners berücksichtigst. Das ist eine falsche und weltfremde Vorstellung.

Du hast eine gute Beobachtung, wenn Du feststellst, dass Deine Eltern viel vom Schimpfen und Kritisieren verstehen, aber nichts von Loben. Ihr Verhalten ist ein Zeichen von innerer Unzufriedenheit sowie von dem Mangel Deiner Eltern, für ein Problem auch eine Lösung zu finden. Dies wird auf Deine Geschwister – wenn Du welche hast – abfärben.

Du kannst Deine Eltern nicht verändern, aber Du kannst Dir eine Taktik überlegen, die Verhältnisse positiv zu verändern.

Ich denke, Dein Wissen „Lob ist wichtig“ könnte der große Schlüssel sein.
Fange an, alles und jeden laut hörbar zu loben. Egal ob sich jemand die Schuhe abputzte oder ein Fernsehprogramm auswählte. Achte lediglich darauf, dass Dir keine Ironie unterstellt werden kann und dass Dein Lob immer ehrlich ist.

„Ohne Ironie, das finde ich gut, dass Du auf Sauberkeit achtest“
„das ist ein schönes Unterhaltungsprogramm. Das hast Du gut ausgewählt“

Wenn negative Kritik erfolgt, dann könntest Du auch da positiv reagieren. „Ich finde es gut, dass Du diesen Mißstand zur Sprache bringst. Du möchtest sicher, dass dies besser wird. Richtig? (Antwort abwarten): Darf ich Dir einen Tipp geben? Sage X, dass Du ihn/sie trotzdem lieb hast. Du sollst mal sehen, wie das hilft, Fehler zu vermeiden.“

Bleibe konstant immer auf der Straße des Lobens. Fange heute damit an“

Hinsichtlich Deiner Wahl des Ehepartners kannst Du keine Kompromisse eingehen und solltest zu Liebe Deiner Eltern auch keine eingehen. Du musst mit dem Mann glücklich werden und nicht Deine Eltern. Es ist zu überlegen, wie Du den Vorwürfen Deiner Eltern am besten begegnen kannst. Vielleicht mit einer Gegenfrage: „soll ich mit meinem Partner glücklich leben oder bosnisch sprechen?“ Was macht euch so sicher, dass die bosnische Sprache sprechen glücklich macht? Ihr macht auf mich den Eindruck, dass ihr gut bosnisch sprecht – aber trotzdem nicht glücklich seid.“

Hinsichtlich Deiner Eifersucht und dem täglichen Streit mit Deinem Freund will ich auf folgendes aufmerksam machen: Es sieht so aus, als ob Du die Unzufriedenheit in Deiner Familie mit zu Deinem Freund nimmst. Das solltest Du sofort sein lassen. Dein Freund kann nichts für die Unzufriedenheit Deiner Familie. Deine Eifersucht könnte ein Hinweis darauf sein, dass Du Angst hast, ihn zu verlieren. Du hättest damit die Rettungsinsel – vor der Disharmonie Deiner Familie – verloren. Aber dadurch, dass Du diese Freundschaft mit Eifersucht (Verhalten aus Verlustangst) belastest, bewirkst Du langfristig genau das Gegenteil. Du treibst Deinen Freund von Dir weg.

Eine Beziehung, egal ob Freundschaft, Familie oder Ehe, sollte immer eine Wohlfühlbeziehung sein.
Wenn man sich nicht wohl fühlt, durch Streit, durch Eifersucht… bewegt sich die Beziehung auf eine Trennung zu.

Helfen Dir meine Gedanken?

LG; Nordrheiner
 
G

Gast

Gast
Eine Beziehung, egal ob Freundschaft, Familie oder Ehe, sollte immer eine Wohlfühlbeziehung sein.
Man sollte immer alles unter den Teppich kehren und wenn einer drüber stolpert, ich war es nicht...
 

Findefuchs

Moderator
Teammitglied
Es ist schwer dir etwas zu raten. Du merkst selbst, dass das Zusammenleben mit deinen Eltern dir nicht so gut tut, willst aber dennoch nicht ausziehen und dir was eigenes suchen. Dein Job macht dir auch keinen Spaß, aber den willst du trotzdem nicht aufgeben und was Neues anfangen.

Ich würde dein momentanes Leben nicht als "zwanghaft" bezeichnen, sondern dass du in deinen eigenen Mechanismen gefangen bist. Und irgendwas muss dich auch an deinen Eltern und deinen Job halten, sonst würdest du da was ändern, wenn es so mies laufen würde, wie du beschreibst. Also, was hält dich an diese Mechanismen? Die Angst vor Neuem? Sicherheitsdenken? Dass es lieber besser ist, unter etwas bekannten zu leiden, als sich dem unbekannten zu öffnen? Weil deine Eltern dir doch sehr viele Vorteile und Bequemlichkeiten bieten? (nicht provozierend oder böse gemeint, aber alles Überlegungen)

Deine Antriebslosigkeit und dass du es nicht schaffst, dich zu überwinden, können auch depressive Züge sein. Oder sogar schon eine Depression. Ich will aber keine Ferndiagnose machen. Auf jeden Fall kann und sollte dein Leben nicht so weitergehen, bis der Sargdeckel zufällt.

Klar, wenn es in so gut wie allen Lebensbereichen klemmt, wäre ich auch mies drauf. Und sowas überträgt sich auch auf die Beziehung. Aber deine Eltern werden sich wahrscheinlich nicht ändern. Dein Chef wird deine Position und deinen Job für dich auch nicht von sich aus ändern. Aber du kannst dich und dein Leben ändern. Und oft ist man leider die einzige Person, die wirklich etwas positiv im eigenen Leben bewegen kann.

Ich glaube, ein Kernthema von dir könnte auch "Abnabeln und selbständig werden" sein. Und selbstbestimmter leben.

Eine Therapie bezahlt deine Krankenkasse. Die muss von dieser aber genehmigt werden. Hierfür kannst du entweder zu deinem Hausarzt gehen und dich überweisen lassen, oder du suchst dir direkt einen Therapeuten in deiner Umgebung.

@ Gast über mir

Ich hoffe, dein Beitrag war ironisch gemeint ... ansonsten, sorry, echt ein wenig unsinnig, sowas der TE zu raten.
 

LadyTania

Aktives Mitglied
Ich denke die einzelne Möglichkeit glücklich zu werden ist da die Veränderung.

Du schreibst du willst nicht ausziehen und nicht studieren. Gleichzeitig bist du mit deinem Job und dem Familienleben unzufrieden. Die Lösung liegt doch auf der Hand. Kündige, suche Dir einen Minijob, suche dir einen Studien - oder Ausbildungsplatz, ziehe in eine kleine Wohnung und beantrage ggf. Bafög. Dann hast du Abstand zur Familie. Vielleicht wird das Verhältnis dadurch besser und du kannst Zeit mit deinem Freund verbringen. Noch hast du doch die Möglichkeit es zu ändern.
Wenn du dich aber immer wieder daran erinnerst was du alles nicht kannst und wie unmotiviert und träge du bist, wird daraus natürlich nichts. Vertrau dir selbst und reiß dich zusammen, dann kannst du es selbst in die Hand nehmen. Es ist doch DEIN Leben :)
 

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