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zum ersten und letzten mal...ich kann nicht mehr

G

Gast

Gast
Hallo,

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, niemals hätte ich je auf diese art um ratschläge gebeten...
habe ich mir doch schon so oft hilfe gesucht bei ärzten und psychologen, aber ich schäme mich so dass ich es einfach nicht ´hinbekomme...habe B/MS und diese verfluchten gedanken diese verfluchte sucht lässt mich nicht los. ... mit ihr seit jahren ein verzweifelter versuch diese einsamkeit und überforderung mit mir und meinem "nichtleben" zu unterdrücken?! warum habe ich so versagt ? musste die schule abbrechen kurz vorm abi und jetzt weiß ich einfach nicht mehr wo ich hingehöre...mit der schule alle "freunde" und sozialen kontakte verloren... wegen der krankheit durch die drehtür der klinik immer wieder in neue schulsysteme & wohnungen...weil ich in meiner familie verzweifelte...zu grunde gehe an dieser kühlheit und den ganzen lügen ... immer wieder habe ich versagt aus panik vor den überforderungen des lebens und der angst vor dem versagen und den menschen...sie könnten mich verurteilen,fertigmachen, ausgrenzen weil ich anders, komisch, fett und dumm bin ... jetzt bin ich wieder zuhause,einsam und leer, mache therapie, die mich und meine probleme analysiert aber mir fehlt die kraft und der glaube daran dass das noch etwas bringt... totanalysiert... , aber es ist so sinnleer ich versage doch eh bekomm nichts in meinen schädel ... was soll ich jeden tag stunden allein zuhause lernen(fernschule, wenns normal nicht mehr geht...), die einsamkeit in meiner familie ertragen und wegen dem scheiß in meinem kopf mein sportprogramm abziehen, verzichten und k****... es ist einfach kein leben... allein, nichtgeliebt voller verzweiflung auf das nächste große versagen zuzusteuern? ich weiß einfach nicht was ich hier noch soll...ich bin so fehl am platz auf dieser welt , passe nirgendwo rein, jeden tag nur noch derselbe sinnlose kampf gegen mich, meinen körper, den ich wohl niemals akzeptieren werden kann und nur nicht noch mehr zu versagen...wer bin ich bloß geworden ? dass alles um mich herum schwarz ist und niemand den richtigen rat weiß... ich brauche hilfe, das weiß ich ja, aber ich kann sie nicht mehr nehmen ich habs einfach nicht mehr verdient...und bevor ich als sozialfall ende, da bin ich lieber nicht mehr ... würde mich so gern auflösen, aber wie feige wäre es? bin ich nur zu dumm um mir einfach ordentlich in den A**** zu treten und einfach diesen jammerlappen in mir zu vernichten... und dann wieder die stimme in mir die sagt, du schaffst das nicht also erspare dir und den anderen weitere last, denn die wirst du von tag zu tag ein bisschen mehr :'( ich kann einfach nicht mehr!
 

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Snowy Owl

Mitglied
Hallo!



Nur ganz kurz vorweg, das wir uns nicht missverstehen. Mit MS meinst du vermutlich Multiple Sklerose, oder etwa nicht? Wofür das B steht kann ich nicht sagen. Kenne mich in diesen Dingen leider überhaupt nicht aus, darum werde versuchen nichts Falsches zu sagen.
Deine Krankheit und deine aktuelle Situation und deine Befürchtungen rühren mich sehr. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schlimm es ist, wenn man an Einsamkeit zu Grunde geht. Doch in deinem Fall scheint dies durch deine Krankheit, umso schlimmer zu sein.
Es ist einfach nur frustrierend, wenn einem Nichts mehr richtig gelingt. Man keine Kraft mehr hat, weiterzumachen, auch wenn alle anderen(Ärzte, Angehörige) dies von einem verlangen. Darum werde ich mich ihnen jetzt nicht anschließen und Dir das Weitermachen predigen. Denn ich habe das Gefühl, Du hast es schon zu häufig zu hören bekommen. Auch denke ich, dass man es irgendwann nur Leid ist, von irgendwelchen Leuten die man eigentlich nicht kennt, gesagt zu bekommen wie man tickt. Dem einen mag es helfen, bei dem anderem, der es einmal zu viel zu hören bekommt, raubt es den letzten Nerv. Allein die Prozedur, die zu einer möglichen Analyse führen mag, kostet einen, wie vermutlich bei Dir geschehen, alle Kraft.
Warum ich Dir dies jetzt alles sage, ist nicht, dass ich Dir nicht sagen möchte Du sollst aufhören weiterzukämpfen. Sondern ich möchte, dass Du anfängt Dir als erstes selbst zu vergeben. Du hasst Dich für deine Verfehlungen, und das Gefühl nichts hinzubekommen. So war es zu mindest bei mir, und bei mir wurde nicht MS diagnostiziert. Selbst wenn du glaubst, das die anderen auf Dich herabsehen würden, blende sie aus. Wichtig ist, das Du Dir klar machst, das Du genauso ein Recht auf Leben hast, wie sie. Vielleicht sogar noch mehr, weil Du dich täglich deinem Schmerz zu stellen hast. Wenn sie meinen sie hätten ein Recht auf Dich herabzusehen, sind sie armselig. Du musst für Dich selbst erkennen, dass dein Leben das wertvollste ist, was Du je bekommen hast, und je bekommen wirst in dieser Welt. Werfe es nicht weg! Das hat nichts mit Feige oder Mut zu tun, sondern ist einfach nur Fakt. Das vieles nie perfekt ist, und die meisten Menschen leider blind durch Leben laufen, ohne das Leid ihrer Mitmenschen zu sehen, oder es bewusst bei Seite schieben und es in der Regel immer nur vergrößern, ist leider eine bittere Erfahrung, die wir alle auf die eine oder andere Weise täglich machen.
Wichtig ist allein, das alles Leben wertvoll ist, auch Deiniges, selbst wenn es momentan nur aus Schmerz und Einsamkeit besteht. Jetzt wo ich Dir diese Zeilen schreibe, bin ich in Gedanken bei Dir. Und solange man sich bemüht, wird es immer jemanden geben, der einen mag, und dem man im Gegenzug Liebe schenken kann. Es wird immer jemanden geben der einen braucht, wenn man es zulässt. Dies ist ein Gedanke an dem ich festhalte.

Von Herzen alles Gute,
Eule
 
G

Gast

Gast
Es geht wahrscheinlich um Bulimie/ Magersucht.
Ja geht nicht um Multiples sklerose sondern um Magersucht/Bulimie tut mir leid irgendwie kann ich die worte auch ausgeschrieben gar nicht mehr lesen geschweige denn hören ... habe das gefühl alles reduziert sich auch in meinem denken dann darauf, iss einfach normal und dann ist alles gut, aber nein ... wie oft habe ich es geschafft und wieder nicht weil es eben nur eine diagnose nicht mehr nicht weniger ist, es ist die unerträgliche einsamkeit, das versagt haben, nicht akzeptieren können und die daraus resultierende flucht in etwas was krank ist , hätte man doch einfach weiterfunktioniert und nicht aus so einem kranken scheiß versucht die lösung der probleme zu ziehen ... mir bringt es keine bewunderung für einen tollen körper, mir bringt es nicht mehr freunde/freude weil ich durch dünn sein beliebt bin...ich zeige mich ja kaum jemandem aus angst vor den menschen...also mehr isolation, mehr selbsthass, weniger lebensfreude... und das schlimmste meinen körper konnte ich dadurch noch weniger akzeptieren .trauma/missbrauch (möchte nicht mehr zu schreiben) sind wohl punkte warum es so gelaufen ist und warum ich so ticke aber dem allein die schuld dafür zu geben kann ich nicht, denn dann meldet sich mein verstand und sagt : Ja natürlich immer schön den anderen/dem anderen die schuld zu schieben, alle sind sie schlecht und du das opfer...so will ich nicht so kann ich nicht denken...ich möchte doch einfach nur wieder einen sinn sehen, spühren und nicht mehr nur denken können, dass es schier unmöglich ist mich wieder ins "leben" zu integrieren und mich mit vertrauen anderen menschen stellen zu können...aus diesem erkalteten familiensystem irgendwann rauszukommen...aber ich bin nur abhängig und "mache mich selbst krank"... sehe keinen rat, sehe nur gleichbleibende therapieansätze mit denen ich sollange erfolg hatte bis ich wieder allein mit mir war...
von herzen danke für deine mühe und antwort eule !
 

moonlife

Aktives Mitglied
Hey Gast,

auf der einen Seite kann ich dich wahnsinnig bgut verstehen - und andererseits ist das alles so weit weg, dass ich es nicht mehr verstehen kann.....zum Glück für mich.
Vor mehr als 15 Jahren war ich auch magersüchtig, völlig verzweifelt und dachte, ich werde das niemals schaffen.
Heute lebe ich mit einem ganz normalen Gewicht, ganz normalen Essgewohnheiten und ganz normalen zwei, drei Problemen, die ich nicht über Essen, Hungern, Gewicht oder Ähnliches steuern möchte.
Normal ist sicher ein dehnbarer Begriff, ich meine damit jedenfalls keine ungesunden Mechanismen.
Es gab keinen entscheidenden Punkt, ab dem plötzlich alles anders wurde, keine Wundertherapie- oder heilung, keinen Ritter auf dem Pferd.
Aber ich habe gekämpft, verloren, aufgegeben, weiter gemacht, bin hingefallen und liegen geblieben, auggestanden, mich im Kreis gedreht und irgendwann dann doch fest gestellt, es geht weiter. Langsam, aber eben doch weiter.

Ich kann dir wie üblich nicht den einen Rat geben, ich kann dir nur ein bißchen Mut zusprechen. Und ich kann dir versichern, es gibt einen Weg da raus. Welcher dein Weg sein wird, kann ich dir leider nicht sagen.

LG
moon
 

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