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Zu vereinnahmend - wie ziehe ich Grenzen?

Hallo Kannja,

Andererseits ist es vielleicht so, dass du bei Menschen, die nicht ganz so aufdringlich und aggressiv sind, gar keine Notwendigkeit siehst, Grenzen zu ziehen. Weil etwas sensiblere Menschen, deine Grenzen nicht so drastisch verletzen. Dann nimmst du dich erst recht zurück und redest eine evtl. Grenzverletzung klein, damit du nichts sagen muss. So gesehen, ist diese Frau vielleicht doch das Beste, was dir passieren kann um das wirklich mal zu lernen. (Leider auf die harte Tour...)
Da könntest Du sehr richtig liegen.... so habe ich noch nie darüber nachgedacht, aber es stimmt: Bei den meisten anderen Menschen entwickelten sich die für mich negativen Seiten der Beziehung ja schleichend und ich habe eher an meinem Verstand gezweifelt, wenn ich mich nicht gut mit jemandem gefühlt habe. Dass ich überhaupt Grenzen habe, war ja vor der Therapie auch etwas völlig unbekanntes für mich, bzw. ich hätte mir nie auch nur das Recht zugestanden überhaupt darüber nachzudenken. Dachte immer automatisch ich müsste alles für jeden und immer erfüllen, egal ob es mich stresst, in Schwierigkeiten bringt, etc.


Nein, es ist nicht gut, wenn du einfach schluckst. Ich befürchte allerdings, wenn du dich getraut hättest, ihr "die Meinung zu sagen", hättest du dich nur wieder in Rechtfertigungen verstrickt, statt einfach nur zu sagen: "So gehts nicht, das lass ich mir nicht bieten." Auch das stimmt leider, bzw. ich befürchte das Selbe. Irgendwie bin ich wohl auch zu weich, um jemandem einfach an den Kopf zu werfen "Du bist mir zu viel" oder ähnliches.... Es geht ja nicht nur um mich, sondern ich möchte auch niemanden verletzen oder dass sich jemand schlecht fühlen muss. Also habe ich immer das Bedürfnis mich zu erklären und dann verheddere ich mich wohl darin.

Zweifle nicht an dir und deiner Meinung! (Ich weiß, leichter gesagt als getan, aber das ist der Schlüssel.)

Liebe Grüße
M.

Nochmal vielen Dank, das was Du schreibst bringt mich sehr zum Nachdenken!
 
Hallo Kannja,

wenn Du sie nicht verletzen oder möglichst wenig verärgern willst, bleibt Dir glaubich nur der Weg der schleichenden Distanzierung.

Oder ein Trick: zB etwas vorgeben, was ihr total gegen den Strich geht und was ihr Anlaß gibt, von sich aus den Kontakt abzubrechen. Beispiele erspare ich mir 🙂.
 
Hallo Kannja,

wenn Du sie nicht verletzen oder möglichst wenig verärgern willst, bleibt Dir glaubich nur der Weg der schleichenden Distanzierung.

Oder ein Trick: zB etwas vorgeben, was ihr total gegen den Strich geht und was ihr Anlaß gibt, von sich aus den Kontakt abzubrechen. Beispiele erspare ich mir 🙂.

Ich glaube sie hat schon gemerkt, dass ich mich distanziere. Die letzten Tage kamen statt der gewohnten Anrufe meist SMS - immer mit irgendeinem Vorwand wie etwa, dass sie mir etwas wichtiges zeigen müsse, deshalb solle ich mich unbedingt melden, etc....

Was mir bei ihr übrigens auch enorm auffällt ist, dass sie dauernd irgendwelchen alten Kram aus ihren Schubladen holt und mir aufdrängt. Sicherlich gut gemeint, aber da sie praktisch IMMER wenn wir uns sahen das Bedürfnis hatte mir irgendwas materielles zu geben (wollte ich gar nicht), kommt mir das vor als denke sie mich kaufen zu können (oder müssen?). Über andere Menschen auf die sie jetzt sauer ist erzählt sie dann ganz entrüstet was sie demjenigen schließlich alles geschenkt habe, dass er nun so undankbar sei, usw. Ich bin mir demnach nicht sicher, ob meine Nachbarin diese Geschenke als Druckmittel benutzt oder ob sie innerlich, trotz der taffen Fassade, einfach so unsicher ist, dass sie meint ständig etwas geben zu müssen? Auf jeden Fall fühle ich mich zunehmend in die Enge gedrängt.... es vergeht kein Tag ohne Kontaktversuche von ihr, dabei kennenwir uns erst so kurz. Sie scheint echt NIE allein sein zu können.... doch das kann ich nicht leisten. Zwar ist auch für mich Einsamkeit sehr schlimm, aber es ist eben ein Unterschied ob man IMMER allein sein MUSS, oder ob man freiwillig auch Zeiten für sich allein hat. Bei mir ist es so, dass ich letztere wirklich brauche und mich ohne Langeweile gut selbst beschäftigen kann, bzw. brauche ich Zeit allein um wieder Kraft zu sammeln und zu mir zu finden. Meine Nachbarin scheint da völlig anders zu ticken und permanent Ablenkung von außen zu brauchen.
 
Danke auch Dir!
Das mit dem "außerhalb der Nachbarschaft": Genau so ticke ich im Grunde... ich möchte nicht, dass jemand ständig Zugriff auf mich hat, sehen und mir dann vorwerfen kann, dass bei mir doch Licht brannte und ich dennoch nicht ans Telefon ging. Früher gab es diese "Platzangst" bei mir gar nicht, ich verstehe nicht so recht woher das kommt.... Eigentlich mag ich andere Menschen sehr gern und war auch immer schon gern für andere da, half, etc... Doch seit einiger Zeit habe ich viel mehr das Bedürfnis mich auch mal zurückziehen zu können, selbst zu entscheiden wann ich Kontakt möchte und wann nicht. Es gibt nur sehr wenige Menschen die mir praktisch immer angenehm sind und bei denen es mir immer Freude macht mit ihnen zu sprechen. Nicht, dass ich die anderen nicht mögen würde, aber manchmal fehlt mir einfach die Kraft mit ihnen zu reden und ich brauche Zeit einfach für mich. Früher kannte ich das gar nicht - da war ich immer verfügbar. Ich möchte keine Eigenbrödlerin werden. Doch andererseits wird mir heute vieles einfach viel schneller zu viel... Und so sehr ich andere Menschen auch mag, habe ich andererseits inzwischen auch richtig Panik "gefesselt" zu werden und brauche eine gewisse Unabhängigkeit und Freiheit. Ich weiß nicht, ob ich das früher nur unterdrückt habe oder ob es davon kommt, dass ich so sehr von anderen Menschen im Stich und allein gelassen wurde, gerade als es mir so schlecht ging... Irgendwie macht mir das Sorgen und ich habe ein fürchterlich schlechtes Gewissen dabei.


Hey,

so komisch das jetzt klingt: Irgendwie helfen mir Deine Zeilen gerade sehr sehr sehr um die momentane Situation zu bewältigen. Vieles was Du schreibst auch wie Du gross geworden bist, sind Sachen die ich auch so ähnlich erlebt habe, aber nie wirklich ausformulieren konnte und auch verdrängt habe. Danke Dafür!

Zudem schlechten Gewissen wenn man sich zurück zieht. ich bin schon immer auch so ein wenig Eigenbrödler gewesen, aber je mehr ich mir die Zeit zum eigenbrödeln nehme, desto mehr habe ich auch wieder Lust neue leute kennenzulernen und nach draussen zu gehen -WEIL- ich nicht ständig meine Grenzen verteidigen muss.
Und das ist dann nicht nur: Oh man ich muss meine Pflicht erfüllen sondern echtes Interesse an anderen und neuen Menschen.
ich bin auch sehr sehr schüchtern, aber ich interessiere mich für viele Dinge und damit finde ich auch immer wieder Themen und das ist schön. Was man gegen das schlechte Gewissen tun kann? ich weiss es nicht.
Bei mir ist es aber so das wenn ich mir die Zeit nehme und mein Gehirn einfach alles durchkauen lasse was es gerade benagen muss, das es dann meistens je nach Belastungssituation nach ein paar Tagen oder ne Woche durch ist. Heisst ich geh einfach durch alles durch was mich belastet, heule und lamentiere alleine vor mich hin, aber dann fang ich langsam manchmal auch schneller wieder an klar zu sehen, Abstand zu gewinnen und wieder etwas alleine geschafft zu haben. Weiss nicht wie es Dir da geht, jeder ist da anders.

Meistens liegt da der grösste Schatz wo die grösste Angst liegt. Vielleicht ist die Erfahrung mit der Nachbarin auch ein Schatz, wenn man lernt das man nicht stirbt nur weil sie sauer auf einen ist. Früher in der Kindersituation war es überlebens notwendig sich mit den Ernährern gut zu verstehen. Da hatte man wirklich Todesangst und das sitzt natürlich tief.
Aber heute ist das nicht mehr so. Sie wird zetern, natürlich auch lästern und jammern wie furchtbar anstrengend psychisch kranke sind. Aber im Endeffekt und in der Realität kann sie Dir gar nichts! Nada, njet! Du wirst nicht verhungern oder obdachlos werden oder für immer alleine bleiben oder sterben wegen ihr. Zudem auf Leute die den Blödsinn glauben den sie erzählt kannste echt getrost verzichten. Die sind wahrlich kein Verlust!
und wer weiss - Es würde mich nicht wundern wenn sich die Dame auch schon bei anderen Nachbarn unbeliebt gemacht hat, nur haste diese Leute eben noch nicht kennengelernt 😉



Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube sie hat schon gemerkt, dass ich mich distanziere. Die letzten Tage kamen statt der gewohnten Anrufe meist SMS - immer mit irgendeinem Vorwand wie etwa, dass sie mir etwas wichtiges zeigen müsse, deshalb solle ich mich unbedingt melden, etc....

Was mir bei ihr übrigens auch enorm auffällt ist, dass sie dauernd irgendwelchen alten Kram aus ihren Schubladen holt und mir aufdrängt. Sicherlich gut gemeint, aber da sie praktisch IMMER wenn wir uns sahen das Bedürfnis hatte mir irgendwas materielles zu geben (wollte ich gar nicht), kommt mir das vor als denke sie mich kaufen zu können (oder müssen?). Über andere Menschen auf die sie jetzt sauer ist erzählt sie dann ganz entrüstet was sie demjenigen schließlich alles geschenkt habe, dass er nun so undankbar sei, usw. Ich bin mir demnach nicht sicher, ob meine Nachbarin diese Geschenke als Druckmittel benutzt oder ob sie innerlich, trotz der taffen Fassade, einfach so unsicher ist, dass sie meint ständig etwas geben zu müssen?

Das ist allein ihr Problem und nicht deins.
Ich hatte mal eine Bekannte, die mich auch immer mit irgendwelchen "Geschenken" und "Gefallen" köderte. Aber dies alles diente nur einem Zweck...nämlich ihrem eigenen.
Sie wurde am Ende auch immer unverschämter und einengender...ich sollte dies und jenes für sie tun, nur weil sie zu faul war es selbst zu tun und sich lieber in ihrem Selbstmitleid suhlte. Als es mir zu bunt wurde habe ich den Kontakt abgebrochen und ihr gesagt, dass ich nicht ihr Lakai bin und man sich Freundschaft nunmal nicht kaufen kann. Ab da war Ruhe.


Auf jeden Fall fühle ich mich zunehmend in die Enge gedrängt.... es vergeht kein Tag ohne Kontaktversuche von ihr, dabei kennenwir uns erst so kurz. Sie scheint echt NIE allein sein zu können.... doch das kann ich nicht leisten. Zwar ist auch für mich Einsamkeit sehr schlimm, aber es ist eben ein Unterschied ob man IMMER allein sein MUSS, oder ob man freiwillig auch Zeiten für sich allein hat. Bei mir ist es so, dass ich letztere wirklich brauche und mich ohne Langeweile gut selbst beschäftigen kann, bzw. brauche ich Zeit allein um wieder Kraft zu sammeln und zu mir zu finden. Meine Nachbarin scheint da völlig anders zu ticken und permanent Ablenkung von außen zu brauchen.

Deine Nachbarin ist nervig und respektlos. Was würde dir denn im Leben fehlen, wenn sie nicht mehr mit dir redet? Ich wette so ziemlich gar nichts. Du hast das Recht Nein zu sagen.
Ich bin auch jemand, der regelmäßig das Alleinsein braucht, da mich Kontakte mit Menschen sehr anstrengen, daher kann ich dein Ruhebedürfnis gut verstehen.
 
Ich vermute mal, dass die Frau wohl auch in irgendeiner Weise verhaltensgestört ist oder eine noch schlimmere psychische Erkrankung hat. Bis hin in den Bereich von Erkrankungen, die auch den Körper betreffen.

Vermutlich bräuchte sie (psychosoziale) Hilfe. Wenn ja könnte man ja vielleicht auf behutsame Weise mal was anleiern. Von alleine wird sich ihr Zustand - falls ich recht habe - eher verschlimmern.
 
du hast dich schon zum sklaven deiner nachberin gemacht.nicht mal ein lebenspartner , kind oder freundin kann sich das erlauben was sich deine nachbarin erlaubt, soooooooooooooo fort den kontakt unterbinden , du hast angst das sie rache an dich nimmt, ja das wird sie , dir das leben dann zur hölle machen , aber da must du durch ( mit andere Hilfe) wenn du den kontakt weiter so aufrecht hältst seh ich dich bald in der Klappse, denn mit den nerven bist du ja jetz schon am ende wegen der, zumal du ja erst mal gesund werden must wegen den börn aut , aber durch sie wirst du erst recht immer mehr dem wahnsinn erleben,alles gute c.
 
Hallo nochmal,

ich hoffe es ist okay, wenn ich aus deinen verschiedenen Rückmeldungen etwas zusammenbastle...

Ja, was wäre so schlimm daran...? Ich kann diese Frage tatsächlich nur ganz schwer beantworten.
Und du beantwortest sie mit einem Blick zurück. Du erklärst, mit einem Blick auf deine Geschichte, warum es für dich so schwer ist, wenn jemand böse auf dich sein könnte. Es ist gut, dass du dir dessen bewusst bist, woher das alles kommt. Was mir aber bei deiner Erklärung fehlt, ist der Blick in die Zukunft. (Ich denke, dass die Frage "Was wäre so schlimm daran?" auch so gemeint war. Dass du mal drüber nachdenkst, was denn Schlimmes passieren würde, wenn jemand mal böse auf dich ist. (Gut, bei deiner Nachbarin besteht wahrscheinlich tatsächlich die Gefahr, dass sie dir schaden möchte, aber in den allermeisten Fällen, wird nichts Schlimmes passieren.)

Ich hatte nie ein Recht darauf sauer zu sein, eigene Bedürfnisse zu äußern (oder zu haben...), war immer unwichtiger als alle anderen und sollte mich still und friedlich anpassen um überhaupt da sein zu dürfen.
Umso wichtiger wäre es jetzt, dass du jetzt selber auf deine Bedürfnisse achtest (wenn es schon sonst niemand tut).

Wenn man von klein auf so geprägt wurde und null Selbstwertgefühl hat, entsteht daraus wohl ein ewiger Teufelskreis: Immer habe ich das Selbe in meinen weiteren Beziehungen zu anderen Menschen erlebt und gefühlt.
Ja, du hast Recht. Das ist ein Teufelskreis. Als Kind musstest du deine Bedürfnisse immer zurückstellen. Damals wäre es wichtig gewesen, dir die Sicherheit zu vermitteln, dass du sein darfst, dass du Bedürfnisse haben und äußern darfst, dass du genauso wertvoll bist, selbst dann, wenn du mal nicht das tust, was von dir erwartet wird.

Aber heute bist du erwachsen und man geht davon aus, dass du das selber kannst, auf deine Bedürfnisse zu achten. Aber das hast du nicht gelernt und deshalb wirst du immer wieder enttäuscht und verletzt. (Das meinen sicher die wenigsten Menschen wirklich böse.)

Eine andere Sache ist halt, dass ich fürchte mir selbst zu schaden, wenn ich einen Kontakt selbst ablehne/abbreche, weil es ja eigentlich so wichtig für mich ist wieder mehr Menschen in meinem Leben zu haben. Habe das Gefühl, dass ich es mir gar nicht erlauben darf jemanden zurückzuweisen...
Mir scheint, dass du dir hier nur eine neue Argumentation für das zurechtlegst, was du schon immer gemacht hast: Ja niemanden zurückweisen. Du hast in der Therapie gelernt, dass es gut für dich wäre, neue Kontakte zu knüpfen. Das ist nun eine willkommene Begründung dafür, genau in diesem alten Muster stecken zu bleiben. Natürlich wäre es auch falsch, dich komplett zurückzuziehen und mit niemandem mehr zu reden. Aber Kontakte halten auf Teufel komm raus, den anderen um jeden Preis (um den Preis deines SELBST!) an sich zu binden, ist immer noch der allergleiche "Fehler", den du schon immer machst. Kontakte knüpfen ist nur dann hilfreich, wenn du alles was du kannst dafür tust, deine Bedürfnisse in diesen Beziehungen zu wahren.

Eigentlich mag ich andere Menschen sehr gern und war auch immer schon gern für andere da, half, etc... Doch seit einiger Zeit habe ich viel mehr das Bedürfnis mich auch mal zurückziehen zu können, selbst zu entscheiden wann ich Kontakt möchte und wann nicht.
Das scheint mir ein sehr deutlicher Hinweis darauf zu sein, dass du langsam lernst, deine Bedürfnisse wahrzunehmen. Früher hat dein extremer Wunsch, um jeden Preis dazuzugehören, nur ja nicht ausgegrenzt oder abgelehnt zu werden, dazu geführt, dass du dein Bedürfnis nach Autonomie komplett unterdrückt hast. (Zumindest die meiste Zeit) Das Dazugehörenwollen hat alles andere verdrängt und überlagert. Ich werte das als sehr großen Fortschritt, dass du dieses Bedürfnis nun endlich deutlich wahrnimmst. Ich glaube es ist auch normal, dass dieses Bedürfnis nach Rückzug im Moment recht stark ausgeprägt ist. Ich bin sicher, das pendelt sich nach einer Weile von selber wieder auf ein "normales Maß" ein. Im Moment ist es wichtig, dass du auf dieses starke Bedürfnis hörst. Aber benutze es nicht als Ausrede um dich mit jemandem nicht treffen zu müssen, den du eigentlich gerne näher kennenlernen würdest. Versuche zu lernen, zu unterscheiden, ob du grade ein echtes Bedürfnis danach hast, für dich allein zu sein, oder ob du einfach nur Angst hast, auf jemand neues zuzugehen.

Irgendwie macht mir das Sorgen und ich habe ein fürchterlich schlechtes Gewissen dabei.
Ich glaube, das musst du nicht. Fang an, dich selber und deine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Gib dir selber das, was dir früher (von den Eltern) verwehrt wurde, das Ernstnehmen deiner eigenen Bedürfnisse. Ich glaube nicht, dass du zur Eigenbrötlerin wirst. Das pendelt sich bestimmt wieder ein. Im Moment brauchst du eben mehr Zeit für dich, weil du dir das so lange nicht gegönnt hast. Ist doch klar, dass du da jetzt einfach nicht mehr so viel Kraft hast. Mach dir deswegen keinen Kopf. Es stimmt zwar, dass das theoretisch auch ins Gegenteil umschlagen könnte, aber ich bin sicher, dass das bei dir nicht passiert. Dafür bist du nicht der Typ. Du wünschst dir den Kontakt zu anderen und das ist gut so.

Bei den meisten anderen Menschen entwickelten sich die für mich negativen Seiten der Beziehung ja schleichend und ich habe eher an meinem Verstand gezweifelt, wenn ich mich nicht gut mit jemandem gefühlt habe. Dass ich überhaupt Grenzen habe, war ja vor der Therapie auch etwas völlig unbekanntes für mich, bzw. ich hätte mir nie auch nur das Recht zugestanden überhaupt darüber nachzudenken. Dachte immer automatisch ich müsste alles für jeden und immer erfüllen, egal ob es mich stresst, in Schwierigkeiten bringt, etc.
Eine wichtige Erkenntnis! Du musst es jetzt "nur" noch schaffen, diese Erkenntnis so zu verinnerlichen, dass sie sich auch in deinem Tun wiederspiegelt. Und je häufiger du es schaffst, das tatsächlich auch umzusetzen, desto mehr wirst du es verinnerlichen und desto leichter wird es fallen, es wieder umzusetzen. Teufelskreis geht aus andersrum. Nennt man das dann Engelskreis? 🙂


Irgendwie bin ich wohl auch zu weich, um jemandem einfach an den Kopf zu werfen "Du bist mir zu viel" oder ähnliches.... Es geht ja nicht nur um mich, sondern ich möchte auch niemanden verletzen oder dass sich jemand schlecht fühlen muss. Also habe ich immer das Bedürfnis mich zu erklären und dann verheddere ich mich wohl darin.
Auch das ist gut so. Du musst jetzt auch nicht plötzlich hart und kalt werden. (Viele versuchen auf diesem Weg sich zu schützen, aber ich glaube, das hast du nicht nötig.) Wenn du lernst, dich selber und deine Bedürfnisse wertzuschätzen, wirst du anderen auch deine Grenzen zeigen können, ohne sie zu verletzen. Das ist noch ein weiter und schwieriger Weg und auf diesem Weg wirst du vermutlich schon andere auch mal verletzen (z. B. um dich selber zu schützen). Das ist auch gut so und gehört zu diesem Lernprozess dazu. Vermutlich wird es dir auch selber wehtun, andere verletzen zu müssen. Da musst du durch. Aber wenn du das auf dich nimmst, kommst du da raus. Ich bin sicher!

Liebe Grüße
M.
 
Hallo nochmal,

ich hoffe es ist okay, wenn ich aus deinen verschiedenen Rückmeldungen etwas zusammenbastle...


Und du beantwortest sie mit einem Blick zurück. Du erklärst, mit einem Blick auf deine Geschichte, warum es für dich so schwer ist, wenn jemand böse auf dich sein könnte. Es ist gut, dass du dir dessen bewusst bist, woher das alles kommt. Was mir aber bei deiner Erklärung fehlt, ist der Blick in die Zukunft. (Ich denke, dass die Frage "Was wäre so schlimm daran?" auch so gemeint war. Dass du mal drüber nachdenkst, was denn Schlimmes passieren würde, wenn jemand mal böse auf dich ist. (Gut, bei deiner Nachbarin besteht wahrscheinlich tatsächlich die Gefahr, dass sie dir schaden möchte, aber in den allermeisten Fällen, wird nichts Schlimmes passiert
Wahrscheinlich ist es die Angst vor dem isoliert/allein sein... bzw. dass das nie besser oder gar noch schlimmer werden könnte.


Umso wichtiger wäre es jetzt, dass du jetzt selber auf deine Bedürfnisse achtest (wenn es schon sonst niemand tut).


Ja, du hast Recht. Das ist ein Teufelskreis. Als Kind musstest du deine Bedürfnisse immer zurückstellen. Damals wäre es wichtig gewesen, dir die Sicherheit zu vermitteln, dass du sein darfst, dass du Bedürfnisse haben und äußern darfst, dass du genauso wertvoll bist, selbst dann, wenn du mal nicht das tust, was von dir erwartet wird.

Aber heute bist du erwachsen und man geht davon aus, dass du das selber kannst, auf deine Bedürfnisse zu achten. Aber das hast du nicht gelernt und deshalb wirst du immer wieder enttäuscht und verletzt. (Das meinen sicher die wenigsten Menschen wirklich böse.)


Mir scheint, dass du dir hier nur eine neue Argumentation für das zurechtlegst, was du schon immer gemacht hast: Ja niemanden zurückweisen. Du hast in der Therapie gelernt, dass es gut für dich wäre, neue Kontakte zu knüpfen. Das ist nun eine willkommene Begründung dafür, genau in diesem alten Muster stecken zu bleiben. Natürlich wäre es auch falsch, dich komplett zurückzuziehen und mit niemandem mehr zu reden. Aber Kontakte halten auf Teufel komm raus, den anderen um jeden Preis (um den Preis deines SELBST!) an sich zu binden, ist immer noch der allergleiche "Fehler", den du schon immer machst. Kontakte knüpfen ist nur dann hilfreich, wenn du alles was du kannst dafür tust, deine Bedürfnisse in diesen Beziehungen zu wahren
Ich verstehe was Du meinst und Du hast auch zu einem ganzen Teil recht damit. Nur ist dieses Verhalten bei mir eher nicht rational, also ich lege mir ja nicht erst eine Argumentation zurecht und handle dann danach... sondern die Angst davor es anderen nicht recht zu machen, jemandem weh zu tun, zu enttäuschen etc steckt ja ganz tief in mir selbst drin und bestimmt automatisch wie ich anderen gegenüber handle und fühle. Ich versuche schon gegenzusteuern, aber fühle mich dann leider schlecht damit, wie eine miese Person, ein schlechter Mensch... jetzt gerade z.B.....

Das scheint mir ein sehr deutlicher Hinweis darauf zu sein, dass du langsam lernst, deine Bedürfnisse wahrzunehmen. Früher hat dein extremer Wunsch, um jeden Preis dazuzugehören, nur ja nicht ausgegrenzt oder abgelehnt zu werden, dazu geführt, dass du dein Bedürfnis nach Autonomie komplett unterdrückt hast. (Zumindest die meiste Zeit) Das Dazugehörenwollen hat alles andere verdrängt und überlagert. Ich werte das als sehr großen Fortschritt, dass du dieses Bedürfnis nun endlich deutlich wahrnimmst. Ich glaube es ist auch normal, dass dieses Bedürfnis nach Rückzug im Moment recht stark ausgeprägt ist. Ich bin sicher, das pendelt sich nach einer Weile von selber wieder auf ein "normales Maß" ein. Im Moment ist es wichtig, dass du auf dieses starke Bedürfnis hörst. Aber benutze es nicht als Ausrede um dich mit jemandem nicht treffen zu müssen, den du eigentlich gerne näher kennenlernen würdest. Versuche zu lernen, zu unterscheiden, ob du grade ein echtes Bedürfnis danach hast, für dich allein zu sein, oder ob du einfach nur Angst hast, auf jemand neues zuzugehen.
Ich glaube die Angst vor neuen Menschen ist es eher nicht. Zum Beispiel gehe ich mit meinem Hund fast jeden Tag gezielt zu Hundetreffpunkten wo ich schon viele andere Hundebesitzer kenne, neue kennenlerne und immer Gespräche habe. So lerne ich jene Menschen nach und nach und erstmal ganz unverbindlich besser kennen, freue mich über die Kontakte und fühle mich nicht unter irgendeinem Druck. Im Moment habe ich das Gefühl, dass mir diese Art Kontakt viel besser tut und auch reicht. Ich gehe dahin, unterhalte mich nett und nach 1-2 Stunden bin ich wieder für mich (mit meinem Hund).... Ist es verkehrt, dass mir das momentan genügt? So sehr ich Menschen auch mag, ich habe das Gefühl, dass ich durch sie schnell überfordert bin und momentan einfach keine Kraft für mehr habe. Aus der Klinikzeit habe ich eine inzwischen gute Freundin - wir schreiben alle paar Tage ein bisschen und treffen uns etwa 2x monatlich. Dieser Kontakt tut mir gut, überfordert mich aber nicht. Ich fühle mich mit dieser Freundin nie unter Zwang oder Druck. Eine weitere neue Bekannte habe ich mit der es bislang ebenso läuft. Auch das finde ich gut. Meine Nachbarin hingegen setzt mich wahnsinnig unter Druck, so dass ich auch ihre netten Seiten immer weniger zu schätzen weiß, weil der Preis dafür eben leider dieses enorm Fordernde ist... siehe unten.


Ich glaube, das musst du nicht. Fang an, dich selber und deine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Gib dir selber das, was dir früher (von den Eltern) verwehrt wurde, das Ernstnehmen deiner eigenen Bedürfnisse. Ich glaube nicht, dass du zur Eigenbrötlerin wirst. Das pendelt sich bestimmt wieder ein. Im Moment brauchst du eben mehr Zeit für dich, weil du dir das so lange nicht gegönnt hast. Ist doch klar, dass du da jetzt einfach nicht mehr so viel Kraft hast. Mach dir deswegen keinen Kopf. Es stimmt zwar, dass das theoretisch auch ins Gegenteil umschlagen könnte, aber ich bin sicher, dass das bei dir nicht passiert. Dafür bist du nicht der Typ. Du wünschst dir den Kontakt zu anderen und das ist gut so.


Eine wichtige Erkenntnis! Du musst es jetzt "nur" noch schaffen, diese Erkenntnis so zu verinnerlichen, dass sie sich auch in deinem Tun wiederspiegelt. Und je häufiger du es schaffst, das tatsächlich auch umzusetzen, desto mehr wirst du es verinnerlichen und desto leichter wird es fallen, es wieder umzusetzen. Teufelskreis geht aus andersrum. Nennt man das dann Engelskreis? 🙂



Auch das ist gut so. Du musst jetzt auch nicht plötzlich hart und kalt werden. (Viele versuchen auf diesem Weg sich zu schützen, aber ich glaube, das hast du nicht nötig.) Wenn du lernst, dich selber und deine Bedürfnisse wertzuschätzen, wirst du anderen auch deine Grenzen zeigen können, ohne sie zu verletzen. Das ist noch ein weiter und schwieriger Weg und auf diesem Weg wirst du vermutlich schon andere auch mal verletzen (z. B. um dich selber zu schützen). Das ist auch gut so und gehört zu diesem Lernprozess dazu. Vermutlich wird es dir auch selber wehtun, andere verletzen zu müssen. Da musst du durch. Aber wenn du das auf dich nimmst, kommst du da raus. Ich bin sicher!

Liebe Grüße
M.

Vielen Dank! Ich komme mir gerade richtig mies und gemein vor... denn seit Wochen halte ich meine Nachbarin so weit ich kann auf Distanz, gehe kaum mal ans Telefon usw. Mir tut das sehr leid, aber sie ruft einfach jeden Tag an. Nie ist es genug. Ich kann gerade bei ihr gewesen sein (was ich auch nicht aus Eigeninitiative tue - dazu lässt sie mich nämlich gar nicht kommen...) trotzdem klingelt spätestens am nächsten morgen gleich wieder das Telefon und sie will wieder dass ich parat stehe. Vorhin habe ich dann meinen ganzen Mut zusammen gefasst und habe ihr eine SMS geschrieben (da ich nicht ans Telefon gegangen war, hatte sie mir zuerst geschrieben) in der ich ihr offen schrieb, dass mir momentan oft alles nur noch über den Kopf wächst und dass ich (so wie jetzt gerade) einfach zwischendurch nicht reden kann/mag. Das ist auch absolut die Wahrheit. Ich meine es nicht böse, sondern in dem Moment wo das Telefon klingelt habe ich echt oft das Gefühl als sei mir die Kehle zugeschnürt und als hätte ich keinerlei Energie zu sprechen. Ich habe eine Menge Sorgen, Stress und dann eben auch noch die Depression, das kostet mich so schon alle Kraft um zu überleben. Wenn ich dann mit meinem Hund die täglich 1-2 Stunden unter Menschen gehe, dort nette Unterhaltungen habe, etc genügt mir das ehrlich gesagt vollkommen. Zudem gehe ich ja auch ein bis zweial wöchentlich zu meiner Therapeutin und habe dort ausführliche Gespräche - was mir sehr gut tut, aber eben auch Kraft kostet. Meine Nachbarin hingegen ist ein wandelndes Energie-Bündel, immer hibbelig, schnell gelangweilt, kennt praktisch keine Müdigkeit und sucht IMMER Gesellschaft gegen die Langeweile. Deshalb kann sie glaube ich nicht ansatzweise nachvollziehen, dass mir eben im Gegensatz dazu die Energie und Kraft fehlt. Nachdem ich ihr vorhin geschrieben hatte, dass ich momentan einfach nicht reden kann, klingelten sofort wieder Festnetz und Handy... da ich gerade unter der Dusche stand, konnte ich nicht rangehen, aber ab davon machte es mich auch irgendwie sauer. Wieso kann sie nicht akzeptieren, dass ich gerade nicht möchte oder kann? Dann kam prompt eine weitere SMS von ihr ich solle mich unbedingt bei ihr melden es ginge dringendst um meinen Hund. Da kriegte ich beim lesen schon einen Schreck und dachte es wäre was ernstes... Doch sie schrieb dann weiter sie sei mit ihrem Hund beim Tierarzt gewesen und ihr Hund hätte ein bestimmtes Problem welches meiner somit auch bekommen KÖNNTE. Deshalb MÜSSE ich sie unbedingt anrufen um mir diese WICHTIGE Information anzuhören. Ich fühle mich da gerade richtig erpresst... melde ich mich jetzt nicht bei ihr, bin ich total unhöflich und noch dazu offenbar desinteressiert am Wohlergehen meines Hundes. Ich mag aber nicht.
 
Hallo Kannja,

Ich komme mir gerade richtig mies und gemein vor... denn seit Wochen halte ich meine Nachbarin so weit ich kann auf Distanz, gehe kaum mal ans Telefon usw. Mir tut das sehr leid, aber sie ruft einfach jeden Tag an. Nie ist es genug.
Auch wenn ich gut nachvollziehen kann, dass du dich mies fühlst, ist das Unsinn! Es ist dein gutes Recht, sie auf Distanz zu halten. Sie ist diejenige, die sich mies benimmt mit ihrer Aufdringlichkeit, nicht du!

...in der ich ihr offen schrieb, dass mir momentan oft alles nur noch über den Kopf wächst und dass ich (so wie jetzt gerade) einfach zwischendurch nicht reden kann/mag.
Super! Du machst das genau richtig! 🙂

Das ist auch absolut die Wahrheit. Ich meine es nicht böse, sondern in dem Moment wo das Telefon klingelt habe ich echt oft das Gefühl als sei mir die Kehle zugeschnürt und als hätte ich keinerlei Energie zu sprechen. Ich habe eine Menge Sorgen, Stress und dann eben auch noch die Depression, das kostet mich so schon alle Kraft um zu überleben.
Du musst dich gar nicht weiter rechtfertigen. Es ist absolut in Ordnung. Eine kurze Ansage wie oben, reich völlig.

Wenn ich dann mit meinem Hund die täglich 1-2 Stunden unter Menschen gehe, dort nette Unterhaltungen habe, etc genügt mir das ehrlich gesagt vollkommen.
Das ist super! 🙂 Du hast oben gefragt, ob das in Ordnung ist... Selbstverständlich! Wenn sich das für dich gut anfühlt, dann mach das so. Ich vermute, dass du ganz von alleine irgendwann wieder mehr Bedürfnis nach engeren Kontakten haben wirst. Dann verschließ dich dem nicht, aber wenns im Moment so reicht, dann mach es so! Da ist nichts verkehrt dran.

Nachdem ich ihr vorhin geschrieben hatte, dass ich momentan einfach nicht reden kann, klingelten sofort wieder Festnetz und Handy... da ich gerade unter der Dusche stand, konnte ich nicht rangehen, aber ab davon machte es mich auch irgendwie sauer. Wieso kann sie nicht akzeptieren, dass ich gerade nicht möchte oder kann?
DAS ist die richtige Reaktion! 🙂 Sei ruhig sauer auf sie! Du musst deswegen wirklich kein schlechtes Gewissen haben! Ich glaube, du machst Fortschritte, ohne dass du es merkst. 😉 Sei ein bisschen stolz auf dich und deine Wut. 🙂

Ich fühle mich da gerade richtig erpresst... melde ich mich jetzt nicht bei ihr, bin ich total unhöflich und noch dazu offenbar desinteressiert am Wohlergehen meines Hundes. Ich mag aber nicht.
Hm... das ist wirklich blöd. Hast du denn tatsächlich die Befürchtung, dass sie Recht haben könnte und mit deinem Hund evtl. was ist? Wenn nicht, dann lass es einfach. Ist doch egal, wenn sie dich für unhöflich und desinteressiert am Wohlergehen deines Hundes hält! Piepegal, was sie über dich denkt! Vielleicht sagst du dir das ein paarmal laut vor...

Wenn du tatsächlich denkst, du müsstest dir das im Interesse deines Hundes anhören, dann lass dich nicht auf ein längeres Gespräch ein, ruf sie an und frag, was mit ihrem Hund ist, wenn sie mit irgendwas anderem anfängt, dann unterbrich sie (Nein, das ist nicht unhöflich, wenn man eine konkrete Frage gestellt hat!) und verlang nochmal, dass sie sagen soll, was mit dem Hund los ist. Wenn sie dann immer noch nicht aufhört, dann sag einfach: "Entschuldigung, aber wenn du mich nur belästigen willst, dann muss ich mir das nicht anhören. Dafür hab ich im Moment keine Kraft." und legst auf.

Das wäre sicherlich auch ein gutes Training für dich. 🙂

Alles Gute
M.
 

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