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Zitat von Charles Dickens, wie gemeint?

frankys2907

Aktives Mitglied
Hallo!
Wie ist das gemeint mit diesem Zitat.
Ich verstehe den Sinn nicht.
Zitat:
"Niemand ist nutzlos in dieser Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht."


Bürde müsste soviel wie Last, Kummer,Sorgen sein.
Gruß
Frank
 

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M

Manuel+

Gast
frankys,

wer jemanden hilft, ist nicht nutzlos. Das soll es wohl bedeuten.

Eine in meinen Augen etwas zu knappe Aussage. "Nützen" können viele Dinge, z. B. der See zum Baden oder das Messer zum Essen.

Wirklicher Wert eines Menschen wird aber erst dann generiert, wenn ein Mensch absichtlich versucht, das Gute zu tun. Der Gute Wille ist entscheidend, selbst wenn er nicht umgesetzt werden kann und es zu einem geringen oder keinem Nutzen für einen anderen Menschen kommt.
 
R

Real

Gast
frankys,

wer jemanden hilft, ist nicht nutzlos. Das soll es wohl bedeuten.

Eine in meinen Augen etwas zu knappe Aussage. "Nützen" können viele Dinge, z. B. der See zum Baden oder das Messer zum Essen.

Wirklicher Wert eines Menschen wird aber erst dann generiert, wenn ein Mensch absichtlich versucht, das Gute zu tun. Der Gute Wille ist entscheidend, selbst wenn er nicht umgesetzt werden kann und es zu einem geringen oder keinem Nutzen für einen anderen Menschen kommt.
Ist das Ihre Interpretation oder die von Charles Dickens um die es ja eigentlich geht.

""Niemand ist nutzlos in dieser Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht.""

bedeutet auch, dass Sie es dem TE nicht leichter machen, weil Sie Ihre eigene Interpretation der Welt mit einbringen.

im Endeffekt ist es doch so, dass das Zitat davon ausgeht, dass jeder der anderen hilft, ihnen was abnimmt, die Last leichter macht - nicht nutzlos ist.

'warum er das tut, wird hier in dem Zitat ja nicht gefragt, nicht mal thematisiert.

aber nichts für ungut, mein Einwand liegt vielleicht daran, dass ich erst lernen muss was OT ist.
 
D

Doctor Who

Gast
Hallo!
Wie ist das gemeint mit diesem Zitat.
Ich verstehe den Sinn nicht.
Zitat:
"Niemand ist nutzlos in dieser Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht."


Bürde müsste soviel wie Last, Kummer,Sorgen sein.
Gruß
Frank
Richtig Bürde ist so etwas wie Last. Wenn jemand also eine Last mit sich trägt, nehmen wir mal eine 80-jährige gehbehinderte Frau mit 2 prallvollen Tragetaschen (Last steht aber nicht für die Tragetaschen) und ein Ex-Zuchthäusler mit Drogenproblemen und keiner Zukunft hilft ihr über die Straße, dann ist auch er nicht nutzlos (ist er so wahrscheinlich auch nicht, aber es dient ja auch bloß zur Erklärung).

Weitere philosophischen Gedanken wird sich Dickens wohl darüber nicht gemacht haben, denn es sollte ja die Tat zählen. Der alten Frau ist es nämlich egal aus was für einer Motivation ihr über die Straße geholfen wurde. Ihre Bürde wurde erleichtert.

Und wenn man bei jeder Bewegung sich noch selber philosophisch klären muss, warum man etwas macht oder welche Motivation dahinter steht, dann gehen wohl auch mal die Lichter aus. Manche Menschen haben nämlich für solche Grundüberlegungen keine Zeit und machen das ohne Hintergedanken oder ohne Einstimmung in eine Selbstlosigkeit, damit andere das dann als "gut" bewerten können.
 

Rhenus

Urgestein
Oh, Oh Doctor Who,

Weitere philosophischen Gedanken wird sich Dickens wohl darüber nicht gemacht haben, denn es sollte ja die Tat zählen. Der alten Frau ist es nämlich egal aus was für einer Motivation ihr über die Straße geholfen wurde. Ihre Bürde wurde erleichtert.
du klingst aber schon arg verbittert!

Ich denke nicht, dass so etwas banales damit gemeint ist. Es ist schon Philosophie!
Es stammt aus Oliver Twist und wird sehr oft zitiert.
Gerade dieses Buch prangert die unwürdigen englischen Zustände um 1830 an.

Hier ging das schon bei einigen in die richtige Richtung.

Es geht um die Wertstellung eines jeden Menschen, und sei er noch so gering, wenn er sich in einer Gesellschaft integriert.

LG
Rhenus
 
D

Doctor Who

Gast
Oh, Oh Doctor Who,

du klingst aber schon arg verbittert!

Ich denke nicht, dass so etwas banales damit gemeint ist. Es ist schon Philosophie!
Es stammt aus Oliver Twist und wird sehr oft zitiert.
Gerade dieses Buch prangert die unwürdigen englischen Zustände um 1830 an.

Hier ging das schon bei einigen in die richtige Richtung.

Es geht um die Wertstellung eines jeden Menschen, und sei er noch so gering, wenn er sich in einer Gesellschaft integriert.

LG
Rhenus
Ne, ich habe mich einfach durch einen anderen Kommentar dazu hinreißen lassen, meine eigene Meinung in Bezug auf heutige Umstände einzubringen. Gebe ich doch gerne zu. Also falle ich vor Charles Dickens in den Staub und bitte um Entschuldigung. Ich hoffe er verzeiht mir und zieht (sieht) den Zusammenhang. Sonst sehe ich am Weihnachtsfest schon irgendwelche Geister auftauchen. Dieser große Schriftsteller war übrigens verbittert als er nach Amerika reiste und feststellte, dass die Hoffnungen, die er sich auf eine bessere Welt gemacht hatte, eben nicht eintrafen. Also werde ich wohl in seinem Sinn gehandelt haben. Ist natürlich eine Unterstellung - grins. Und so wäre es interessant zu wissen, wie er wohl heute denken und beurteilen würde. Aber nach der Frage des Threads ..... hast Du natürlich recht. Ich wußte doch Oliver Twist bringt mir kein Glück. Es hätte um David Copperfield gehen sollen. :D
LG Doctor Who
 
Zuletzt bearbeitet:

Rhenus

Urgestein
Du hast völlig Recht, Doctor Who,

wir brauchten heute dringen einen Charles Dickens, der uns davor bewahrt, zu diesen Viktorianischen Zuständen zurück zu kehren.

Wenn ich mir "Die Tafeln" anschaue, wobei sich Politiker schon wohlfeil im Fernsehen zurechtrücken und sagen, dass den Armen doch geholfen wird, weil es eben diese Tafeln gebe, dann wird mir Speiübel.

Und das in einem der reichsten Ländern der Welt.
Oder sollte ich sagen gerade deshalb?
Denn England ging es als Staat damals auch recht gut.

Ich wünsche dir was
Rhenus
 
W

Wahrheit-Oder-Pflicht

Gast
Hallo Franky,

"Niemand ist nutzlos in dieser Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht."
Da hat der Charles Dickens den Menschen als Helfer gesehen.
Er setzt voraus, dass der Mensch ein Hilfsbedürfnis hat, und die Hilfe von anderen Menschen annehmen kann.

Dadurch kommt er zu seiner Nutzen-Argumentation.
Anders gedeutet: "Wenn jemand anderen Menschen hilft, ihre Probleme ( Bürde) zu lösen, so hat der Mensch einen Nutzen für andere Menschen und auch für sich selber ( weil er ja der Helfertyp ist, und sich auch als Helfertyp sieht - und somit Bestätigung in seinem Handeln erfährt)."
 

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