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Wunschgedanke: Ostern und Weihnachten sollten jedes Jahr so entschleunigt stattfinden

G

Gelöscht 79679

Gast
- Disclaimer: Es handelt sich hierbei um ein reines Wunschdenken, eine Idealvorstellung. Mir ist klar, dass das so niemals wirklich umzusetzen ist, wenn der Corona-Spuk vorbei ist und Wirtschaft & Co. wieder anlaufen -

Hallo zusammen,

die aktuelle Corona-Krise ist denke ich für uns alle neu und unvorhergesehen.

Es ist jedoch schon verblüffend, und das merke ich ganz besonders im Internet in diversen Foren oder Seiten (nicht nur hier auf Hilferuf!), dass es eigentlich viele Leute gibt, die diese Entschleunigung begrüßen. Denen plötzlich auffällt, dass sie gar nicht so viel zum Leben brauchen.

Natürlich wäre es wirtschaftlich nicht möglich, so eine Zwangspause wie es Corona im Moment mit uns macht, jedes Jahr zu machen – aber den bloßen Gedanken finde ich schon sehr faszinierend. Leere Straßen und Autobahnen, weniger Leute beim Einkaufen – das wäre mal wirkliches Entschleunigen. Der Konsum wird weiter heruntergefahren (kommt der Umwelt zugute), man besinnt sich über die Feiertage, lernt, das Leben zuhause wieder mehr zu schätzen und konzentriert sich auf das Wesentliche, was man zum Leben braucht. Natürlich ist es nicht verwerflich, an einem Ostern ohne Pandemie seine Verwandten oder Freunde zu besuchen, um gemeinsam das Fest zu feiern. Oder in die Kirche zu gehen. Aber das sollten einige der wenigen Ausnahmen bleiben, die „erlaubt“ sind.

Denn machen wir uns nichts vor: Obwohl es jedes Jahr heißt, Weihnachten und Ostern wären zum Besinnen da, sind trotzdem viele Leute im Stress. Man muss zu dieser Familienfeier, der andere muss dorthin etc. Die aktuelle Situation ist mal wirkliche Entschleunigung und die Leute lernen, solche Themen wie Achtsamkeit wertzuschätzen. Die bisherigen Oster- und Weihnachtsfeste waren dagegen zum jetzigen meiner Meinung nach nur „Entschleunigung light“.

Was haltet ihr von diesem Gedankenexperiment, Weihnachten und Ostern jedes Jahr in dieser Art der Stille stattfinden zu lassen? Mir ist schon klar, dass das niemals realitätsgetreu umzusetzen ist, sobald Corona rum ist. Auch die vielen Leute, welche jetzt ihre Existenz verlieren, finde ich nicht gut. Dass Leute sterben, natürlich noch weniger. Jedoch im Frühjahr und Dezember 2 Wochen, an denen bis auf obige genannte Familien-/ Freundentreffen komplette Funkstille herrscht, an das könnte ich mich gewöhnen.

Freue mich auf eure Meinungen.

Gruß
 

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Gelöscht

Gast
- Disclaimer: Es handelt sich hierbei um ein reines Wunschdenken, eine Idealvorstellung. Mir ist klar, dass das so niemals wirklich umzusetzen ist, wenn der Corona-Spuk vorbei ist und Wirtschaft & Co. wieder anlaufen -


Denn machen wir uns nichts vor: Obwohl es jedes Jahr heißt, Weihnachten und Ostern wären zum Besinnen da, sind trotzdem viele Leute im Stress. Man muss zu dieser Familienfeier, der andere muss dorthin etc. Die aktuelle Situation ist mal wirkliche Entschleunigung und die Leute lernen, solche Themen wie Achtsamkeit wertzuschätzen. Die bisherigen Oster- und Weihnachtsfeste waren dagegen zum jetzigen meiner Meinung nach nur „Entschleunigung light“.

Was haltet ihr von diesem Gedankenexperiment, Weihnachten und Ostern jedes Jahr in dieser Art der Stille stattfinden zu lassen? Mir ist schon klar, dass das niemals realitätsgetreu umzusetzen ist, sobald Corona rum ist. Auch die vielen Leute, welche jetzt ihre Existenz verlieren, finde ich nicht gut. Dass Leute sterben, natürlich noch weniger. Jedoch im Frühjahr und Dezember 2 Wochen, an denen bis auf obige genannte Familien-/ Freundentreffen komplette Funkstille herrscht, an das könnte ich mich gewöhnen.

Freue mich auf eure Meinungen.

Gruß
Och nee, jedes Jahr muss ich das nicht haben. Ostern fand ich eigentlich noch nie stressig, Weihnachten schon eher.

Weihnachten verbringe ich inzwischen sowieso mal so mal so. Mal mit ganz vielen Freunden, oder auch Verwandten und auch Kindern, oder stiller mit ein, zwei Verwandten. Beides finde ich schön.

Ostersonntag habe ich eigentlich bisher immer mit Freunden verbracht, also große Familie und deren Kindern und Kindeskindern. Mit Ostereier verstecken und allem drum und dran. Fand ich immer irgendwie schön, aber auch irgendwie anstrengend.

Insofern fand ich dieses stille Ostern auch ganz schön mit nur Bruder und Schwägerin. Ich hätte aber gerne die Wahl in Zukunft, mal dieses oder jenes zu tun.

Aber ich finde es schon gut, dass du darauf hinweist. Man kann sich mal bewusst machen, was man eigentlich will. Und man kann das eine oder auch das andere genießen.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Ich scheine auf einem anderen Planeten zu wohnen. Weder sind hier die Straßen menschenleer, im Gegenteil, noch war es letzte Woche besonders entspannt beim Einkaufen.

Da habe ich schon wesentlich entspanntere Ostern und Weihnachten verbracht. ;)
 
G

Gelöscht

Gast
Ich scheine auf einem anderen Planeten zu wohnen. Weder sind hier die Straßen menschenleer, im Gegenteil, noch war es letzte Woche besonders entspannt beim Einkaufen.

Da habe ich schon wesentlich entspanntere Ostern und Weihnachten verbracht. ;)
Nee, das Einkaufen war bei relativ mir entspannt, weil ich für mich alleine sowieso nicht so viel brauche. Habe Dienstag ein paar Kleinigkeiten gekauft, musste zwar kurzfristig anstehen, dann Samstag noch ein paar Kleinigkeiten zu einer Zeit, wo anscheinend nicht so viele Leute unterwegs waren, also es war nicht übermäßig voll, normal eben.

Toilettenpapier habe ich nicht bekommen, allerdings heute als Ostergeschenk ein paar Rollen bekommen von meinem Bruder.

Für mich war es entspannt, weil ich keine kleinen Ostergeschenke kaufen musste für die vielen Kinder, und Kindeskinder meiner Freunde, was bei mir irgendwie immer Tradition war, allerdings auch anstrengend, für kleines Geld für jeden etwas zu finden.

Einfach nur ein schöner großer Tulpenstrauß für meine Schwägerin. Das war einfach und schön. Na, und für heute war mein Mittagessen gesichert bei Bruder und Schwägerin.

Für mich selbst alleine reichen ganz einfache Gerichte, da habe ich doch noch genug da.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Seit hier die Ausgangsbeschränkung in Kraft ist, ist einkaufen nicht mehr lustig, egal zu welcher Tageszeit. Es sind einfach zu viele Menschen in den Geschäften und das, obwohl nicht alle sofort reingelassen werden. Abstand halten wie man es gerne möchte ist fast nicht möglich.

Lediglich an den Kassen geht es nun gechillter zu.
 
G

Gelöscht

Gast
Seit hier die Ausgangsbeschränkung in Kraft ist, ist einkaufen nicht mehr lustig, egal zu welcher Tageszeit. Es sind einfach zu viele Menschen in den Geschäften und das, obwohl nicht alle sofort reingelassen werden. Abstand halten wie man es gerne möchte ist fast nicht möglich.

Lediglich an den Kassen geht es nun gechillter zu.
Wo wohnst du denn?

Ich wohne in Berlin, gehe in verschiedene Supermärkte. Ich muss allerdings keine Familie versorgen, sondern kaufe nur für mich allein ein. Abstand halten geht nicht immer, aber das macht mich nicht mehr verrückt. Ich kaufe immer nur ganz gezielt ein paar Sachen, allerdings geht es mir auch so, dass ich manchmal etwas vergesse, weil ich eben nicht mehr wirklich in Ruhe einkaufen gehe, sondern so schnell wie möglich wieder raus will.

Wenn jemand vor einem Regal steht oder hockt und dann ewig lang irgendwelche abgepackten Wurstsorten ewig untersucht und alle durchguckt, warum auch immer, dann gehe ich irgendwann weiter, weil mich das einfach nervt, und kaufe vielleicht etwas nicht, was ich sonst vielleicht gekauft hätte, was in seiner Nähe stand.

Einkaufen ist schon anders geworden in Corona-Zeiten. Da sehe ich auch so.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Wo wohnst du denn?

Ich wohne in Berlin, gehe in verschiedene Supermärkte. Ich muss allerdings keine Familie versorgen, sondern kaufe nur für mich allein ein. Abstand halten geht nicht immer, aber das macht mich nicht mehr verrückt. Ich kaufe immer nur ganz gezielt ein paar Sachen, allerdings geht es mir auch so, dass ich manchmal etwas vergesse, weil ich eben nicht mehr wirklich in Ruhe einkaufen gehe, sondern so schnell wie möglich wieder raus will.

Wenn jemand vor einem Regal steht oder hockt und dann ewig lang irgendwelche abgepackten Wurstsorten ewig untersucht und alle durchguckt, warum auch immer, dann gehe ich irgendwann weiter, weil mich das einfach nervt, und kaufe vielleicht etwas nicht, was ich sonst vielleicht gekauft hätte, was in seiner Nähe stand.

Einkaufen ist schon anders geworden in Corona-Zeiten. Da sehe ich auch so.
Ich wohne in München und gehe zur Zeit wirklich nur in einen Discounter. In dem anderen ist es mir einfach zu eng und in dem in den ich im Moment nur gehe ist definitiv mehr los als sonst. Selbst zu Zeiten in denen früher kaum Leute unterwegs waren ist der Laden relativ voll.

Ich muss auch nur für mich einkaufen und gehe maximal zweimal die Woche. Wenn ich aber dann erlebe, dass einkaufen zum Highlight des Tages gemacht werden und zum Familienausflug, dann frag ich mich schon, ob die Leute begriffen haben wozu die ganzen Beschränkungen da sind. Da steht man dann zu zweit oder auch mal mit Kind im Schlepptau vor diversen Regalen und beratschlagt ob man nun lieber das oder das nehmen sollte ...

Na was solls, irgendwann wird das auch rum gehen.
 
G

Gelöscht

Gast
Ich wohne in München und gehe zur Zeit wirklich nur in einen Discounter. In dem anderen ist es mir einfach zu eng und in dem in den ich im Moment nur gehe ist definitiv mehr los als sonst. Selbst zu Zeiten in denen früher kaum Leute unterwegs waren ist der Laden relativ voll.

Ich muss auch nur für mich einkaufen und gehe maximal zweimal die Woche. Wenn ich aber dann erlebe, dass einkaufen zum Highlight des Tages gemacht werden und zum Familienausflug, dann frag ich mich schon, ob die Leute begriffen haben wozu die ganzen Beschränkungen da sind. Da steht man dann zu zweit oder auch mal mit Kind im Schlepptau vor diversen Regalen und beratschlagt ob man nun lieber das oder das nehmen sollte ...

Na was solls, irgendwann wird das auch rum gehen.

Naja, zu zweit erlebe ich auch so einige Menschen. Manchmal ist auch ein Kind dabei, aber immer seltener. Meistens ist ein Kind dabei, wenn nur ein Elternteil unterwegs ist. Irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass das nun zum Familienausflug gemacht wird. Und wenn die Leute im Weg stehen, reicht oftmals ein "Entschuldigung", dann gehen die beiseite. Die meisten.

Und das in Berlin. Ich staune selbst.
 

Hr. Pinguin

Aktives Mitglied
Kürzlich habe ich eine TV-Reportage über Hippies gesehen. Die haben sich in ein sonniges Urlaubsland aufgemacht und leben das ganze Jahr über in einer Grotte am Meer. Den ganzen Tag relaxen, baden, sich bräunen lassen. Ab und zu geht man in die Touristenzentren und verdient sich als Straßenmusikant ein paar Euros. Man muss ja Essen kaufen können. Die Notdurft verrichtet man mit einem Spaten in der Natur. Das ist mal entschleunigt. :)
 

Hr. Pinguin

Aktives Mitglied
Ach ja, den Leuten in einem sog. systemrelevanten Beruf sollte man besser glaube ich nichts von Entschleunigung erzählen. Allen voran denen, die in Krankenhäusern arbeiten. Aber auch die Versorgung der Supermärkte muss aufrecht erhalten werden. Sowie die öffentliche Ordnung und Sicherheit.

Ansonsten meine ich auch festzustellen, dass die Leute mit sozusagen angeordneter weniger Arbeit und weniger Pflichten erfüllen müssen viel entspannter und froher sind. Sie können nun ein wenig entschleunigt leben, was sie sich so selber niemals hätten wagen trauen. Viel zu groß ist die Angst, als faul oder Müßiggänger hingestellt zu werden und die Anerkennung und Zugehörigkeit zu verlieren.

Ist halt ein Ausnahmezustand derzeit.
 

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