Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Worauf achten bei der Partnerwahl, bei ADHS?

Wenn beide ADHS haben kann das gut funktionieren, wenn auch beide bescheid wissen.
Verständnis lässt sich für ADHS-Traits nur aufbringen wenn man sich damit auskennt - darum kann es sehr gut funktionieren, weil man den anderen besser einschätzen kann.
Dann tut man sich das "Mode-Diagnose-Stigma" nicht an, das gerade in Streits aufkommen kann und sehr verletzend ist. Normale Menschen halten die Diagnose leider oft für einen Schutzschild, der nur dazu da ist, sich vor den Konsequenzen seiner Handlungen zu drücken.
Zwei undiagnostizierte oder unreflektierte ADHSler wiederum landen häufiger in toxischen Beziehungen. Das liegt vor allem an der schwierigen Impulskontrolle, da schaukelt man sich sehr schnell hoch.
Aus dieser Warte wäre oft jemand besser, der sehr ausgeglichen ist als Gegenpol.

Es gibt also klare Pros und Kontras bei Beziehungen mit Menschen mit oder ohne ADHS und am Ende kommt es wieder auf das Individuum an.
Achte darauf, dass dich dein Partner nicht runterzieht, es soll eine aufbauende Beziehung sein, keine Abwärtsspirale Zweier, die beide mit dem alltäglichen Leben vielleicht nicht so gut zurechtkommen. Versuche auch das Lovebombing zu minimieren. Für ADHS ist es ganz normal, dass die erste Phase besonders intensiv ist und man dann etwas nachlässt. Die gleichen Techniken, die bei Hyperfokus/Blockade helfen, helfen hier auch die Kurve abzuflachen.
Schließlich möchte ich noch sagen, dass ADHS nichts per se Negatives ist (aus der Perspektive eines Partners). Das Leben mit jemand der ADHS hat kann besonders erfüllend, aufregend, spannend, liebevoll, romantisch usw. sein, wenn man weiß worauf man sich einlässt und halbwegs damit umgehen kann.
 
Ich kann dir meine Erfahrung schildern. Ich habe während meiner Beziehung die Diagnose erhalten (Ich bin schon 32) und für uns beide war ein großer AHA-Moment. Wir haben von da an gemeinsam recherchiert und wir hatten plötzlich für so vieles eine Antwort. Er war bereit, mit mir daran zu wachsen, anstatt es als "Krankheit" angesehen und hat mich immer wieder für meinen Superfokus gelobt, anstatt sich darüber aufzuregen, dass ich ihn da manchmal aus den Augen verliere. Zerbrochen ist die Beziehung trotzdem, aber das lag an anderen Umständen/meinem Trauma. Was ich damit sagen will: Er war ein Ruhepol, der mich geerdet hat - ich wiederum habe ihm nötige Energie gegeben. (und ganz oft auch geraubt haha) Er war ein guter Mensch. Also, die Antwort, die ich dir geben kann: Finde einen guten Menschen, egal, welche Diagnose man ihm gegeben hat.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben