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Wo kann ich Hilfe finden

T

Tobias

Gast
Hallo,

wir haben ein Problem. Unser Sohn (6, erste Klasse) hat keine Lust auf Schule und macht in der Schule auch keinen kein Geheimnis daraus. Wir bekommen fast Wöchentlich einen Brief, eine Mail, oder einen Anruf der Schule. Er macht nicht was er soll, widersetzt sich den Lehrern und es kommen Sprüche wie "Ich reis´ die scheiß Schule ab. Irgendwann komme ich mit einem Gewehr. Ist alles scheiße hier."
Er kann gut rechnen, gut lesen und auch schon schreiben. Auf der einen Seite ist ihm langweilig weil er das meiste schon kann, aber kann es nicht zeigen. Er braucht ewig für die Aufgaben in der Schule. Er sitzt hier und sagt mir die Ergebnisse aller Aufgaben auf einem Rechenblatt, aber bis er sie dann mal hingeschrieben hat dauert dann ewig. Nicht nur 5 Minuten, nein manchmal ist er, wenn man ihn lässt, nach 30 Min nicht damit fertig geworden 15 Zahlen auf ein Blatt zu schreiben. Ein IQ Test wurde schon zweimal gemacht. Er sei im Durchschnitt, so gesamt betrachtet.
Wir sind auch schon mit einem Kinderpsychologen in Kontakt, aber der taugt leider nichts. Er unterhält sich immer nur mit uns, aber nicht mal wirklich mit dem Kind.
Diese Aggresion hat er zuhause nicht. Wenn man fragt wie es in der Schule war dann war alles gut, er war lieb und ist gut mitgekommen. Im Gegensatz dazu steht wieder ein Brief im Heft das er fast nichts gemacht hat und immer wieder solche Sprüchen kamen, oder er den Unterrischt massiv gestörrt hat.
Wir können nicht mehr machen als mit ihm reden, aber wir reden uns fusselig. Wir halten jetzt schon Standpauken, eine nach dem anderen, aber wenn wir jetzt sagen wir lassen ihn einfach mal in ruhe machen dann steht irgendwann das Jugendamt in der tür und meint wir machen nichts.
Ich habe immer das Gefühl wir machen entweder zu viel, geben der Sache zu viel Aufmerksamkeit, oder wir arbeiten in die falsche Richtung, aber leider könnte mir noch keiner sagen was wir falsch machen, was wir ändern müssen. Weder die Schule noch der Kinderartz, noch der Psyschologe.
Jetzt wurde der Schulpsyschologe noch mal hinzugezogen. Vielleicht kommt da was raus, aber ich habe das Gefühl es geht alles so langsam und er entgleitet uns vollkommen.

Er mag kein Hobby machen, Schlagzeug Spielen hat er nach ca einem Jahr wieder aufgegeben weil ihm das Üben zu doof ist und er da keinen Bock drauf hat, aber er wollte immer ein großer Schlagzeuger werden. Wenn aber keiner gesagt geh mal üben dann hätte er zuhause nichts mehr gemacht und nur die halbe Stunde jede Woche die er Unterricht hatte bringt dann auch keinen weiter. Turnen, will er nicht. Fußball, kein Interesse. Jetzt möchte er zur Feuerwehr. Wir werden es versuchen, aber ich habe Angst davor das er sich da auch so aufführt wie in der Schule. "Ich habe aber keine Lust den Schlauch aufzurollen....." Dann wird er da am Ende auch noch gemobbt weil die anderen seine Sachen machen müssen und er wird noch mehr zum Außenseiter.

Wir wissen einfach nicht weiter. Wirklich viele Sportvereine gibt es hier nicht. Boxen im Fitnessstudio wär vielleicht was, aber das kostet !! 40€ jeden Monat und ist einige Kilometer noch zu fahren.
Ich weiß mir keinen Rat mehr....

Und zu all dem kommt noch das es mir gesundheitlich derzeit nicht immer so gut geht und ich deswegen oft mit Kopfschmerzen einfach flach liege. Und die Firma wo meine Frau Teilzeit arbeitet hat Konkurs angemeldet.
 

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Anythingbutme

Gast
Ich finde es gut, dass ihr einen Psychologen konsultiert habt. Leider ist nicht jeder Kinderpsychologie gleich gut. Ich fände es auch sehr wichtig, dass der Psychologe direkt mit dem Kind spricht (auch in Abwesenheit der Eltern) und nicht nur "über das Kind hinweg".

Vielleicht könnt ihr euch ja einen Kinderpsychologen empfehlen lassen, der wirklich auf euren Sohn eingeht.

Auch eine psychologische Testung könnte weiterhelfen.
 
S

Schmetterlingsflattern

Gast
ich würde nicht immer gleich zum psychologen mit kids....vielleicht mal ne erziehungsberatungsstelle aussuchen...ich glaube ihr seht da was zu eng...manchmal liegts nur an kleinigkeiten in der sache mit der führung des kindes. die werden einem dann klar,wenn man mal sein eigenes verhalten gegenüber em kind anschaut. daher finde ichs nicht verkehrt wenn sich die gespräche über euch drehen.
 
A

Anythingbutme

Gast
Natürlich sollten sich auch die Eltern unterstützen lassen. Aber wichtig ist doch, dass das Kind außerhalb des Elternhauses eine Ansprechperson hat, von dem es weiß :"Diese Person hört MIR zu, nicht nur meinen Eltern."

Erziehungsberatungsstellen sind sicherlich auch ein guter Schritt, am Ende geht es ja vor allem darum, Hilfe zu bekommen, ob man die nun bei einem Kinderpsychologen oder in einer Beratungsstelle erhält, finde ich zweitrangig.

Es muss auf jeden Fall die Ursache für das Verhalten des Sohnes gefunden werden und dafür wird natürlich irgendeine Fachperson nötig sein. Was hat er in der Vergangenheit erlebt? Wie ist sein Alltag geregelt? Steht er unter Druck?
 
S

Schmetterlingsflattern

Gast
naja die-der te sucht ja nach hilfe für sich,so liets sich das für mich.
sie wisen nicht mehr wie sie mit dme kind umgehen sollen,deshalb finde ich in erster linie wichtig, das sie unterstützung bekommen.
irgendetwas läuft ja daheim falsch...wenn garnichts fruchtet.sieht man ja auch daran,das er immer sagt alles sei gut gelaufen in der schule und es war garnicht so. da sieht man schon, finde ich,das das kind mit den eltern nicht reden kann und diese eben was zu lernen haben.

eben das wonach sie auch fragen: wie gehe ich mit meinem kind so um,das es im leben klar kommt.
sicher wär für den jungen auch unterstützung gut, die würde er sich eventuell selbst auch suchen,wenn nicht immer alles von den eltern gelöst würde...(nur ne mutmassung)
 

Silan

Aktives Mitglied
Nun ja, der Junge ist 6 Jahre alt, hat das Schlagzeugspielen nach einem Jahr wieder aufgegeben, Turnen und Fußballspielen hat er keine Lust und Feuerwehr zeigt er Interesse, aber ihr zögert weil er ja vielleicht bald auch da keine Lust mehr drauf hat. Boxen (hat er da interesse dran?) ist euch zu teuer. Das Kind ist 6 Jahre alt, dass er da noch nicht genau weiß, was er machen will, wo genau seine Interessen liegen ist doch nur natürlich. Eine Zeit wollte er Schlagzeuger werden, jetzt vielleicht Feuerwehrmann und nächstes Jahr vielleicht Astronaut.
Schlagzeug Spielen hat er nach ca einem Jahr wieder aufgegeben weil ihm das Üben zu doof ist und er da keinen Bock drauf hat, aber er wollte immer ein großer Schlagzeuger werden. Wenn aber keiner gesagt geh mal üben dann hätte er zuhause nichts mehr gemacht und nur die halbe Stunde jede Woche die er Unterricht hatte bringt dann auch keinen weiter.
Vielleicht ist der Kleine einfach überfordert, weil eure Ansprüche an ihn zu hoch sind und er unter Druck kommt.
Wir sind auch schon mit einem Kinderpsychologen in Kontakt, aber der taugt leider nichts. Er unterhält sich immer nur mit uns, aber nicht mal wirklich mit dem Kind.
Vielleicht unterhält der sich ja auch mit euch, weil er merkt, dass das Problem bei euch liegt und nicht bei eurem Sohn?
 
P

Patricy

Gast
Hallo. Dein thread hat mich zutiefst erschreckt. Ich möchte einfach mal Punkt für Punkt zwischen den Zeilen antworten, denn es geht immerhin um ein erst 6jähriges Kind - und bitte euch (die TE), keines meiner Worte als Angriff oder Vorwurf zu verstehen, denn wenn ich aus Außenstehende schon solches Entsetzen empfinde, wie muss es da erst euch als Eltern gehen...?:eek:


Hallo,

wir haben ein Problem. Unser Sohn (6, erste Klasse) hat keine Lust auf Schule und macht in der Schule auch keinen kein Geheimnis daraus. Wir bekommen fast Wöchentlich einen Brief, eine Mail, oder einen Anruf der Schule. Er macht nicht was er soll, widersetzt sich den Lehrern und es kommen Sprüche wie "Ich reis´ die scheiß Schule ab. Irgendwann komme ich mit einem Gewehr. Ist alles scheiße hier."

Das hat mich eigentlich am meisten erschreckt - solche Sprüche bei einem SECHSJÄHRIGEN???? Ich frage mich - versteht es bitte ohne Anklagen; ich frage es mich und euch wirklich ernsthaft und erschüttert - WO er dies her hat und was er möglicherweise schon in den Medien mitbekommt, was ein 6jähriger eigentlich niemals sehen sollte... Denn von sich aus kommt kein Kind in dem Alter auf dergleichen, es muss es irgendwo gesehen haben.
Aber wenn er so denkt, zeigt es gleichzeitig auch seine tiefe Verzweiflung - wisst ihr, was da in der Schule so grundlegend schief läuft, dass er sich so elend - denn das muss der Fall sein, wenn er sich so äußert - fühlt?


Er kann gut rechnen, gut lesen und auch schon schreiben. Auf der einen Seite ist ihm langweilig weil er das meiste schon kann, aber kann es nicht zeigen. Er braucht ewig für die Aufgaben in der Schule. Er sitzt hier und sagt mir die Ergebnisse aller Aufgaben auf einem Rechenblatt, aber bis er sie dann mal hingeschrieben hat dauert dann ewig. Nicht nur 5 Minuten, nein manchmal ist er, wenn man ihn lässt, nach 30 Min nicht damit fertig geworden 15 Zahlen auf ein Blatt zu schreiben. Ein IQ Test wurde schon zweimal gemacht. Er sei im Durchschnitt, so gesamt betrachtet.
Wir sind auch schon mit einem Kinderpsychologen in Kontakt, aber der taugt leider nichts. Er unterhält sich immer nur mit uns, aber nicht mal wirklich mit dem Kind.

Spontan dachte ich schon an Hochbegabung. Bitte macht euch die Mühe, ihn dafür in einer Klinik/Beratungsstelle für eben solche Kinder nochmal vorzustellen. Möglicherweise ist da im ersten Test was falsch gelaufen. Falls nicht, habt ihr nichts weiter zu verlieren gehabt. Falls doch, könnt ihr und vor allem euer Sohn alles gewinnen. Und wechselt den Kinderthera - so gehts echt nicht wie von euch geschildert!


Diese Aggresion hat er zuhause nicht. Wenn man fragt wie es in der Schule war dann war alles gut, er war lieb und ist gut mitgekommen. Im Gegensatz dazu steht wieder ein Brief im Heft das er fast nichts gemacht hat und immer wieder solche Sprüchen kamen, oder er den Unterrischt massiv gestörrt hat.
Wir können nicht mehr machen als mit ihm reden, aber wir reden uns fusselig. Wir halten jetzt schon Standpauken, eine nach dem anderen, aber wenn wir jetzt sagen wir lassen ihn einfach mal in ruhe machen dann steht irgendwann das Jugendamt in der tür und meint wir machen nichts.
Ich habe immer das Gefühl wir machen entweder zu viel, geben der Sache zu viel Aufmerksamkeit, oder wir arbeiten in die falsche Richtung, aber leider könnte mir noch keiner sagen was wir falsch machen, was wir ändern müssen. Weder die Schule noch der Kinderartz, noch der Psyschologe.
Jetzt wurde der Schulpsyschologe noch mal hinzugezogen. Vielleicht kommt da was raus, aber ich habe das Gefühl es geht alles so langsam und er entgleitet uns vollkommen.


Eine Bitte (ich äußere dies als Pädagoge): Ignoriert in dieser angespannten Situation bis zu einer wirklichen Klärung (die möglicherweise auch vorübergehend klinisch erfolgen muss) zuhause, die Schule VÖLLIG! So schwer es euch fallen mag - schafft bitte eine sog. "schulfreie Zone", in der sich euer Sohn einfach nur als Kind geborgen fühlen darf.
Er muss dringend raus aus dem Spannungsfeld - und ihr auch.....
Sicher geht das nicht auf Dauer und es muss eine Lösung gefunden werden, aber so, wie sich das alles bei euch aufgebaut hat, ist das derzeit daheim nicht möglich.
Dann lass ihm dort sein Kindsein - ohne Schulprobleme. Erstmal zumindest.


Er mag kein Hobby machen, Schlagzeug Spielen hat er nach ca einem Jahr wieder aufgegeben weil ihm das Üben zu doof ist und er da keinen Bock drauf hat, aber er wollte immer ein großer Schlagzeuger werden. Wenn aber keiner gesagt geh mal üben dann hätte er zuhause nichts mehr gemacht und nur die halbe Stunde jede Woche die er Unterricht hatte bringt dann auch keinen weiter. Turnen, will er nicht. Fußball, kein Interesse. Jetzt möchte er zur Feuerwehr. Wir werden es versuchen, aber ich habe Angst davor das er sich da auch so aufführt wie in der Schule. "Ich habe aber keine Lust den Schlauch aufzurollen....." Dann wird er da am Ende auch noch gemobbt weil die anderen seine Sachen machen müssen und er wird noch mehr zum Außenseiter.


Er ist 6 Jahr! Ok, ich weiß, dass ihr das wisst. In dem Alter haben meine Kinder vor allem GESPIELT. Ein bisschen Sport gemacht, aber vor allem mit Freunden gespielt. Hat euer Sohn Freunde? Das ist ganz, ganz wichtig! Wie ist es darum bestellt?
Dieses viele Ausprobieren - meine haben es auch gemacht und durften es auch, aber es kam viel später, als sie so ca. 10, 11 Jahre alt waren! Und selbst neugierig waren auf Angebote. Aber nicht schon mit 6 Jahren (und lese ich deine Beschreibungen dazu, dann muss das ja schon eine Weile so gehen - seit wann? Mit 4? Mit 5?
Bitte lasst ihn - es kommt später von allein! Aber im Moment - da braucht er euch und er braucht Kumpel. So mein Eindruck.


Wir wissen einfach nicht weiter. Wirklich viele Sportvereine gibt es hier nicht. Boxen im Fitnessstudio wär vielleicht was, aber das kostet !! 40€ jeden Monat und ist einige Kilometer noch zu fahren.
Ich weiß mir keinen Rat mehr....

s.o. - lasst ihn BITTE mehr einfach nur KIND sein!

Und zu all dem kommt noch das es mir gesundheitlich derzeit nicht immer so gut geht und ich deswegen oft mit Kopfschmerzen einfach flach liege. Und die Firma wo meine Frau Teilzeit arbeitet hat Konkurs angemeldet.

Ja, diese Probleme kommen sicher hinzu, aber - so hart das klingt, ihr müsst sie bei dem Alter eures Kindes aus der Familie raus halten. Die Zeit, in der Kinder auch Anteil an den Sorgen der Eltern nehmen dürfen, die kommt noch - aber nicht schon jetzt (und ich weiß auch hier nicht, wie lange er dies zumindest atmospährisch schon mitträgt).

Mal ein ganz anderer Gedanke: Es gibt Kliniken, in denen Eltern mit ihren Kindern (wobei - habt ihr noch mehr Kinder? Ich finde dazu keine Angaben oder habs - dann sorry - überlesen) zusammen eine mehrwöchige Thera machen.
Irgendwie könnte ich mir sowas für euch sehr gut vorstellen. Wäre das nicht was, das euch weiterhelfen könnte?

Ich wünsche euch von ganzem Herzen alles, alles Gute - dein thread hat mich echt gepackt, denn sowas - es zerreißt mir das Herz.:eek:
 
Hallo,
Erst mal danke für die Antworten.
Kurz vorweg. Wir versuchen ihm zu ermöglichen das auszubrobieren was er möchte. Schlagzeug war seine Idee, also wurde eins gekauft und er bekam Unterricht, so wie er das wollte. Und nein, wir haben nie zu ihm gesagt das er etwas nicht machen darf weil er es nicht durchhält und bald wieder aufhört. Er muss er mal probieren können um zu sagen was ihm gefällt. Egal was er möchte, wir versuchen es zu ermöglichen. Manchmal geht es aber nicht. Weil es einfach nicht in den zeitlichen, oder finanziellen Rahmen passt, aber auch sowas muss ein Kind lernen.
Und der einzige Anspruch an unser Kind ist das er sich in der Schule benimmt. Wir erwarten keine besonders hohe Leistung, das was er kann (Lesen, rechnen, schreiben) hat er sich selber angeeignet und das schon im Kindergarten.
IQ Test und Konzentrationstests wurden schon gemacht. Was das Logische denken und den Wortschatz usw. angeht lag er zwischen 108 und 112 und was geschwindigkeit, konzentration, durchhalten bei monotonen Dingen angeht war er zwischen 92 und 98. Also alles so rund um den Schnitt.
Mir haben sie gestern erzählt das sie in allen Pausen, und das wohl schon seit Wochen, von größeren Schülern geärgert werden und das die Pausenaufsicht auch nicht wirklich was machen würde. Das könnte einen Teil der Abneigung gegenüber der Schule erklären.
Zu Hause ist er meist friedlich. Ich habe noch nie erlebt das er einen solchen "Wutanfall" hatte wie das in der Schule wohl ab und an mal vorkommen muss, was sich aber rein auf verbaler Ebene abspielt.
Die Feuerwehr gestern hat ihm im übrigen viel Spaß gemacht und er möchte wieder hin.

Ich glaube nicht das er überfordert ist und wenn dann nur mit der Größe der Klasse, ich denke eher er ist unterfordert.

Ich sehe ihn immer sehr sensibel (Hochsensibel) wenn er in größeren Gruppen, ab ca 10 Kindern, ist dann habe ich das Gefühl er fühlt sich nicht wohl, sondert sich ab. Das war im Kindergarten schon so. Er kam meist erst aus sich raus wenn nachmittags nur noch wenige Kinder da waren.

Hier zu Hause versuchen wir einen möglichst geregelten Tagesablauf zu haben. Leider komme ich meist erst zum essen heim, muss dann noch mal mit dem Hund raus und nach dem Essen ist selten noch Zeit für eine Runde Spielen weil dann schon wieder Zeit ist zum umziehen und bettfertig machen. Dann lesen wir noch eine Geschichte, und das schon seit er auf der Welt ist, das ist so unser Schalfritual, und dann kann er sich noch 30 Min ein Hörspiel, oder etwas Musik anhören und sich ein Buch anschauen. Habe ich schon erwähnt das er gerne und viel liest. Gerne auch Entdecker Bücher.

Bestimmt machen wir nicht alles richtig, aber wer macht das schon? Immerhin kann man Elternsein in keiner Schule lernen. Aber genau aus diesem Grund suchen wir ja Hilfe und deswegen auch hier mein Aufruf.

Der Hinweis mit einer Erziehungshilfe ist schon mal sehr gut. Muss nur mal schauen wo bei uns in der Nähe sowas ist und da mal anrufen. Mit dem Psyschologen sind wir ja schon in Kontakt seit er noch im Kindergarten war und zusätzlich bekommt er noch Ergo, was ihm auch echt Spaß macht.

Mir ist gestern noch der folgende Artikel auf den Schirm gekommen:
Was Sie wissen sollten, bevor Sie Kinder anschreien | Rachel Macy Stafford

Da musste ich dann schon mal schlucken und denken das es leider stimmt das wir schon bei Kleinigkeiten laut werden. Nicht das wir ihn anbrüllen, oder schlagen, sowas gibts bei uns nicht, aber doch schon mal laut und ernst werden. Was bei mir aber auch viel mit meiner Krankheit zu tun hat die aber auch erst im März 2013 diagnostiziert wurde. Ich leider unter Hashimoto. Und wenn die Schilddrüse nicht mehr sauber ihren Job machen kann dann kann das ganz schnell auf die Psysche schlagen. Ich suche keine Ausreden, nur Erklärungen für die Momente in denen ich einfach nicht mehr ruhig sein kann, aber auch daran arbeite ich derzeit.

Mich nerven immer nur die Aussagen von vielen aus dem Bekannten/Verwandenkreis. "Gebt ihm Zeit, das ändert sich von alleine wieder." .... sowas kann ich garnicht... das hilft nicht weiter... oder soll ich warten bis er in der 9. mal eine Schule zerlegt hat weil er keinen Bock hat?????

So, dasd wars erst mal.
Danke noch mal
Tobias
 

Silan

Aktives Mitglied
Mir würd da spontan noch einfallen, die Schulform zu wechseln, Walldorf oder Montessuri oder auczh eine freie Grundschule und weg von der Regelschule.
 
P

Patricy

Gast
Hallo Tobias, danke, dass du so ausführlich geantwortet hast.
Ich hätte nun schon wieder 1000 Fragen dazu, aber.....

Zum einen - ja, das ist es ja, was ich meine und empfinde nach deinen Worten: Er ist UNTERfordert.
Tests hin oder her. Daher meine dringende Bitte, ihn in einem Institut vorzustellen, das sich mit Hochbegabung auskennt. Aber eben nur eine Bitte - ich respektiere natürlich, wenn ihr das nicht wollt.

Habt ihr schon mal über einen Schulwechsel auf eine Montessorischule nachgedacht? Mene Enkelin besucht eine slche - und dort arbeiten Kinder ja in ihrem eigenen Tempo. Anfangs war ich mehr als skeptisch - nun bin ich echt begeistert. Sie ist nun 10 - und es tut ihr, der "Dickschädeligen":D, total gut.

Magst mal mit mir teleklingeln? Wenn, meld dich per PN, dann geb ich dir meine Tel.Nr.

Cut > zu Hashimoto: Ich habe das auch, aber wenn man gut eingestellt ist, dann merkt man nichts meh davon. Wenn du dein Befinden schilderst, so denke ich, dass auch da Hilfe - fachkundige - nötig tut. Um eben dieses Einstellen zu gewährleisten, das MÖGLICH ist!

Liebe Grüße

Patricy
 

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