Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wirklich Lernen sich abzugrenzen

Bücherpuppe

Aktives Mitglied
Hallo ihr da draußen,

Ich möchte gerade wirklich lernen mich abzugrenzen aus manchen emotionalen Situationen, die für mich destruktiv sind.

Nach außen hin bin ich sehr lebensfroh und oft auch gelassen. Selbst eher rational aber unter der Oberkante brodelt es oft gewaltig.

Tief innen bin ich wachs weich, dass weiß ich und ich weiß ebenfalls, dass ich diese weiche Seite nicht verliere.
Oft denke ich selbst oder glaube, dass mich manche Dinge nicht mit mitnehmen, aber wenn ich ehrlich bin hallt alles verdammt lange nach.

Ich bin verletzlicher als ich sein möchte.
Mir geht es um eine ausgleichende Art und Weise mich vernünftig abzugrenzen, wenn zB. Das Umfeld destruktiv auf mich einstürmt.

Mir das immer wieder zu sagen bringt nicht viel, es verankert sich einfach nicht.
Wir kann man das lernen, wie schafft man das, dass es wirklich so ist und man sich das alles nicht einredet?

Vielleicht habt ihr einen Rat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige(7)

Hase C.

Sehr aktives Mitglied
Man braucht ne Scheißegal-Haltung.
Im Endeffekt sind wir doch eh alleine und auf uns gestellt,
wenn es nicht grad eine (lange, absolut vertraute) Partnerschaft ist
oder man Kinder hat, auf die man sich im besten Fall verlassen kann.
Es ist kein Egoismus, wenn man für sein Seelenheil einsteht und
nicht auf alles eingeht und an sich ranlässt.
Normaler Selbstschutz.
Es bedarf Übung und eine gewisse Kälte (nicht im Sinne von Lieblosigkeit,
sondern ein Annehmen, dass das Gegenüber halt so ist wie es ist,
und man damit im Grunde nichts zutun hat, jedenfalls dann nicht,
wenn man sich selbst nichts vorzuwerfen hat.),
eine Abgrenzung sachlicher Art.
Verlassen auf andere, egal was man über sie denkt und hofft,
kann man sich, meiner Erfahrung nach, leider nicht.
Jedenfalls auf viele, die man kennt oder doch nicht kennt.

Der Egoismus (muss nicht mal bewußt und bösartig sein) ist schon recht weit verbreitet,
wenn es "ans Eingemachte" geht oder die Komfortzone verlassen werden müsste
um seinem Gegenüber Kompromisse einzugestehen oder konkret zu helfen.

Wir sind sensibel und liebe Menschen.
Der Kontrast zu anderen, die nicht ganz so ticken,
ist für uns halt oft hart und schwer zu verstehen.

Also, oben nochmal lesen:
"Shit-egol-Haltung" und weiter.
 

Polarfuchs

Aktives Mitglied
Ich denke, dass der wichtigste Schritt in diese Richtung ist, dass man sich darüber bewusst ist, dass es mit einem selbst nichts zu tun hat und man in diesem Moment einfach die falsche Person zum falschen Zeitpunkt ist.

Ich bin ein gelassener Mensch, wenn ich aus dem Nichts aber einfach mal im Straßenverkehr beleidigt werde, dann kann ich da aber auch nicht einfach denken "Ach, leck mich doch". Regt mich schon auch auf und man hat ein Gerechtigkeitsempfinden und will das jetzt klar stellen.

Ich reg mich dann 2-3 Minuten auf, länger als mir selbst lieb ist, denke mir einfach, dass es vermutlich sowieso eine Person wäre, mit der ich privat besser nichts zu tun haben wollen würde und konzentriere mich dann lieber auf das Wetter
 

Bücherpuppe

Aktives Mitglied
Erstmal möchte ich mich für eure Antworten bedanken.

Vielleicht hat es ja wirklich mit der Lecko Mio Einstellung zu tun.

Dann wäre die eigentliche Frage, wie ich mir diese aneignen kann ohne ein blöder Mensch zu werden.

Manchmal muss ich zugeben bin ich ein klein wenig neidisch darauf, wie manche es schaffen, während ich mir teilweise wochenlang einen Kopf darum mache.

Ich weiß, dass es absoluter Quatsch ist und ich mir damit keinen Gefallen tue.
Es geht um Situationen, in denen ich keine Schuld trage. Denn ich bin kein Engel und will auch keiner sein.

Mir ist auch bewusst, dass es Menschen gibt, denen es nicht gut geht und sie dann vielleicht unbewusst einem nicht so tolle Dinge an den Kopf ballern.
Das kann ich differenzieren, wenn mir die Person nicht nahesteht.

Wenn ich jemanden mag, löst das eine Explosion an Verletztheit in mir aus, von der ich nicht geahnt habe, dass das so heftig wird bzw. Es ist sehr heftig geworden.
Ich möchte dem einfach keine Macht mehr geben.


Zurzeit bin ich an einem Punkt, in denen ich da einfach raus muss, denn so steh ich mir selbst im Weg und das habe ich nicht verdient.

Meine Empathie möchte ich gleichzeitig nicht verlieren. Hab ich dadurch Angst zu hart zu werden? Das ist eine gute Frage.
 

Jusehr

Sehr aktives Mitglied
Einen eigenen Standpunkt finden, der das Maß für einströmende Kritik (oder gar Lob) bildet.

Wenn ich mich von blöden Leuten negativ beeinflussen oder verunsichern lasse, liegt das vielleicht daran, dass ich mir selbst keinen eigenen Standpunkt gebildet habe. In der Regel entwickelt sich ein solcher im Laufe des Lebens.

Wenn mich Blödianten kritisieren kann das sogar dazu führen, dass ich sie in Zukunft bekämpfe - falls sich der damit verbundende Aufwand lohnt.
 

Polarfuchs

Aktives Mitglied
Hat nichts mit einer "Leck mich am A****"-Einstellung zu tun. Die sollte man auch nicht haben.

Es geht darum, dass man eine Situation bewusst wahrnimmt und sie auch so verarbeitet. Und das heißt eben, dass man die Situation erlebt, spürt dass es einen verärgert, traurig macht, nahe geht, aber sich auch bewusst wird, dass dies ungerechtfertigt und zu deinem Nachteil ist.

Nur Verarbeiten hält dich gesund. Das ist in etwa so, wie mit dem Spruch "Mutig ist nicht, wer keine Angst hat, sondern der, der trotz Angst weiter geht". Wenn dir alles egal ist/wird, dann ist das ja nur eine Vermeidungsstrategie und keine aktive Umgangsweise mit der Situation, durch das Finden einer Verarbeitungsstrategie
 
Zuletzt bearbeitet:

Hase C.

Sehr aktives Mitglied
Beispiel:
Gestern Abend war ich mit zwei neuen Kumpels kurz zusammen.
Der eine hatte grad ne handvoll Fahrchips für die Kirmes geschenkt bekommen.
Ich hatte dem schon was ausgegeben vor ein paar Wochen.
Er hatte Hunger, und als ich erzählte, dass ich zuhause Pizzateig fertig habe,
und mir gleich Pizza mache, meinte er, dass ich ihm doch dann Pizza herbringen könnte.
Da hab ich gesagt, dass das ich das auf keinen Fall mache, da er mir nicht mal einen
Chip geben möchte, von denen, die er selbst geschenkt bekommen hat.
Bin dann auch kurz danach aufgebrochen.
Auf sowas hab ich keine Lust.
Der kann mich mal.
Das meine ich mit "Leck-mich-am-Popo"-Haltung.
 

Zebaothling

Sehr aktives Mitglied
Also auf deutsch gesagt es fehlt Dir an Resilienz und Du fragst Dich wie Du Dir welche aneignen kannst.

Es gibt Resilienztraining es gibt genaue Erklärungen, was wichtig ist und zugrunde liegt, wenn Du die Resilienz auseinanderdividierst,
Du findest die Grundpfeiler einer gesunden Resilienz

Salutogenese ( Entstehung von Gesundheit)
Hardiness ( Widerstandsfähigkeit )
Coping ( Bewältigungstrategie )
Autopoiesis ( Selbsterhaltung )

Deine Resilienz ist das Gegenteil Deiner Vulnerabilität ( Verletzlichkeit ) .

Das ist ganz klar erklärt und auch ganz klar erlernbar, Du könntest Dich bspw. ins Thema einlesen, ggf. mal einen Resilienztest machen, um zu wissen wo Du stehst, das hat

NULL mit der LMAA Einstellung zu tun, die unsozial und ausgrenzend ist.

Aber Du darfst für Dich selbst die Grenze wählen, also Du darfst zum Beispiel entscheiden nein oder ja.

Du darfst entscheiden wann Du gehst und wann Du bleibst . Wann Du zuhörst und wann nicht . Du entscheidest, ob Du Dich einliest oder nicht.

Ich vergleiche das immer mit einem anstürmenden Angreifer, der auf mich zu rennt und mich umschubsen will. Ich kann mich wie ein Prellbock hinstellen und warten bis es knallt und darauf hoffen, der ist zu schwach,

aber wenn ich Resilienz besitze , mache ich einen Schritt zur Seite und der Angreifer rennt vorbei in die Leere.
 

Hase C.

Sehr aktives Mitglied
Ich teile die Einstellung von @Polarfuchs zu 100%. Eine LMAA-Einstellung macht dich zum A*******, nicht mehr und nicht weniger.

Was im Umgang mit destruktiven Menschen hilft, sind auf der anderen Seite Menschen die dich aufbauen und dir das Gegenteil sagen bzw zeigen.
Sie es wie ne Art alte Wage, was auf der einen Seite destruktiv auf dich hagelt, muss auf der anderen Seite mit Dingen die dich aufbauen ausgeglichen werden.
Dann hast Du meine Erklärung nicht verstanden.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
Z Bin ich wirklich ich, das Karussel. Ich 7
K Ich bin (wirklich, keine Einbildung) hässlich Ich 12
G Wer bin ich wirklich und was will ich Ich 3

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben