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Willkür von Schule

M

Margret

Gast
Unsere Tochter hat einen komplizierten Charakter, ist hochsensibel und hat obendrein ein paar Dinge erlebt, durch die sie traumatisiert worden ist.
In der Grundschule kommt es zu Schwierigkeiten, weil sie sich ungerecht behandelt fühlt. Sie wird von ein paar Jungen (einer aus ihrer Klasse) gemobbt und tätlich angegriffen. Die Lehrer glauben ihr und uns nicht. Im Gegenteil, sie wird für ihre Reaktion bestraft, die Aggressoren kommen davon. Sie bekommt deswegen regelmäßig Wutausbrüche, weil sie sich so falsch behandelt fühlt. Diese Ausbrüche werden zum Teil sehr massiv. Aufgrund dieser Wutausbrüche hat nun die Schule ein Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs eingeleitet.
Wir hatten zunächst vermutet, dass es darin "nur" um Verhaltensauffälligkeiten gehen würde, wurden aber gestern darüber informiert, dass es zusätzlich um Feststellung einer Lernbehinderung, geistigen Behinderung und Autismus geht.
Woher kommen solche Anschuldigungen/ Behauptungen? Dürfen Lehrer solche massiven Annahmen einfach in den Raum stellen, obwohl es dafür nicht die geringsten Anhaltspunkte gibt? Im Gegenteil, es liegen mittlerweile ärztliche Diagnosen/ Einschätzungen vor, die diese Vorwürfe massiv entkräften. Muß man so etwas wirklich erdulden? Können Lehrer wirklich ärztliche Diagnosen anzweifeln?
 

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heiligebirma

Mitglied
Ohh Gott, die bösen Lehrer, wenn ich das schon höre....

Da hat man heute in den Klassen 20 höchst sensible Kinder sitzen und die Eltern stehen (selbstverständlich) zu 100% hinter ihrem Kind.
Die Sichtweise des eigenen Kindes wird nicht ansatzweise in Frage gestellt.
Das Kind findet in den Eltern dankbare Abnehmer für alle Ungerechtigkeiten, die dem armen Kind so den Schultag über geschehen.

Nicht missverstehen, es gibt sie, die ungerechten Lehrer und es gibt auch die situative Fehleinschätzung von Lehrern.
Ein Vorkommnis...der Lehrer hört sich alle Beteiligten an und muss reagieren und das adhoc und schnell (übrigens unterrichten soll er auch noch).
Und selbstverständlich reagieren Lehrer auf die Reaktionen.
Wer sagt Ihrer Tochter, dass sie mit Wutausbrüchen reagieren soll?
Warum hat sie sich nicht im Griff?
Wie sind ihre Reaktionen den anderen gegenüber?
Das sagen Sie wohlweislich nicht.
Was macht sie?
Schlägt sie?
Ist sie eines der Kinder, die schlagen und anschließend sagen....aaaaber, der hat mich provoziert?
Wer hindert Ihre Tochter daran aus der Situation herauszugehen und sich Hilfe durch den Lehrer zu holen?
Immer dieses: Ich bin provoziert worden...auch das kann ich nicht mehr hören....
Und dann noch, sie hat sich provoziert gefühlt.
Was ist das?
Ist das messbar?
Wars ein schiefer Blick?
Eine kleine blöde Bemerkung, wie sie seit hunderten von Jahren in der Schule eben auch mal stattfinden?


Kinder fühlen sich heutzutage ganz schnell ungerecht behandelt, Eltern verschanzen sich hinter diesem Gerechtigkeitsbegriff und unterstützen ihre Kinder, wo es nur geht.
Das heißt Eltern wünschen eigentlich regelrechte Gerichtsverhandlungen in denen absolut sichergestellt wird, dass dem Kind um Gottes Willen kein Unrecht wiederfährt.
Aber liebe Leut, die Lehrer werden nicht dafür bezahlt diese Gerichtsverhandlungen zu führen, sie werden dafür bezahlt, dass sie unterrichten und Bildung vermitteln...
Denn in der Konsequenz heißt das Tag für Tag, die Konflikte auf diese Art und Weise lösen.

Diese kleinen Prinzen und Prinzessinen samt ihrer Königseltern ist manchmal wirklich nicht mehr zu ertragen.
Das eigene Kind wird never ever in Frage gestellt. Alles was das Mäuschen von sich gibt ist richtig.

Auch wenn das Kind beispielsweise nicht gruppentauglich ist, was immer mehr und mehr so ist, dann braucht man damit den Eltern überhaupt nicht zu kommen, denn Zuhause ist das Kind ja soooo lieb...
Wisst ihr was ich glaube, ich glaube, dass solche Kinder auch Zuhause ziemlich Tyrannen sind.

Und was soll der Vorwurf zur Überprüfung?
Sind Sie doch froh, wenn sich jemand bei Auffälligkeiten verstärkt kümmert.
Selbstverständlich sollte man ein Kind überprüfen, wenn sich dem Lehrer ein größeres Problem zeigt.
Es wäre dem Kind ja nur dienlich, wenn es an einer für ihm richtigen Schule wäre.
Und solche Test, die da gemacht werden nimmt man ganz offen an, denn es kann sich zeigen, dass alles völlig okay ist und dass der Ansatz ein ganz anderer sein muss.
Oder dass eben eine andere Einrichtung die bessere wäre.

Mir kommt das K...., wie ungerecht die Treaderöffnerin die Lehrer behandelt.
Und lassen sie es sich gesagt sein, wenn der Lehrer die Überprüfung einfach lassen würde, dann würde er sich viel, viel Arbeit sparen, denn um diesen Überprüfung zu bekommen, muss eine genaue Vorabdiagnostik des Lehrers erfolgen. es muss Gespräche mit den Eltern geben usw, usw...

Und wie gesagt, was das Verhalten der Jungs angeht, dass alle Lehrer so blind sind, die, die ja vor Ort sind und Sie daheim es besser einschätzen können....da lachen ja die Hühner...
 
Zuletzt bearbeitet:
M

Margret

Gast
Vielen Dank für die Antworten.
Die beiden Internetseiten kenne ich schon, sie sind sehr hilfreich.
Ich möchte auch noch einmal Stellung nehmen zum Beitrag von heiligebirma.
Meine Tochter schlägt niemanden. Sie verabscheut Gewalt. Deswegen leidet sie auch mehr als andere Kinder unter solchen Attacken. Vielleicht sind ihre Gefühlsausbrüche nicht gerade wünschenswert, das will ich gerne einräumen. Aber darf man deswegen bei einem intelligenten Kind eine geistige Behinderung in den Raum stellen? Unsere Tochter hat ziemlich viel durchgemacht. Jetzt muß sie wieder leiden.
 

karma

Aktives Mitglied
Hallo Birma,

Ich finde dein Kommentar komplett überflüssig. Wenn du eine Lehrerin bist, dann habe ich Mitleid mit den Kindern die du unterrichtest. Ich habe schon lange keine so seelenlose verhasste Aussage gelesen. Wenn bei dir eine beufsbedingte Schädigung vorliegt würde ich dir eine Umschulung in einem anderen Beruf empfehlen.

Karma
 

brandonf.

Aktives Mitglied
In dem Fall benehmen sich anscheinend alle Schüler schlecht:
Mobbing und Tätlichkeiten auf der einen und überzogene Ausbrüche auf der anderen Seite.
Das man als Opfer auch auf das Handeln der Täter immer wieder reagieren wird ist klar.
Aber insgesamt stimmt es schon, dass die Lehrer nichts mit den Komplexen ihrer Schüler zu tun haben sollten.
Lehrer enthält das Wort "Lehre" und nicht "Richter oder Knastwärter".

Ein Schulwechsel wäre die beste Lösung. Der Verdacht auf Autismus und anderes, ist aber wohl ein Schnellschuss. ( und zudem meines Erachtens auch beleidigend und ehrabschneidend - bezüglich der Sonderpädagogik usw.-)

Nebenbei finde ich es bemerkenswert, wie viele sensible Kinder es überall gibt.
Wenn man durch die Straßen geht, bekommt man anscheinend immer nur die weniger sensiblen Exemplare zu Gesicht.
 
M

Miro

Gast
Unsere Tochter hat einen komplizierten Charakter, ist hochsensibel und hat obendrein ein paar Dinge erlebt, durch die sie traumatisiert worden ist.
In der Grundschule kommt es zu Schwierigkeiten, weil sie sich ungerecht behandelt fühlt. Sie wird von ein paar Jungen (einer aus ihrer Klasse) gemobbt und tätlich angegriffen. Die Lehrer glauben ihr und uns nicht. Im Gegenteil, sie wird für ihre Reaktion bestraft, die Aggressoren kommen davon. Sie bekommt deswegen regelmäßig Wutausbrüche, weil sie sich so falsch behandelt fühlt. Diese Ausbrüche werden zum Teil sehr massiv. Aufgrund dieser Wutausbrüche hat nun die Schule ein Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs eingeleitet.
Wir hatten zunächst vermutet, dass es darin "nur" um Verhaltensauffälligkeiten gehen würde, wurden aber gestern darüber informiert, dass es zusätzlich um Feststellung einer Lernbehinderung, geistigen Behinderung und Autismus geht.
Woher kommen solche Anschuldigungen/ Behauptungen? Dürfen Lehrer solche massiven Annahmen einfach in den Raum stellen, obwohl es dafür nicht die geringsten Anhaltspunkte gibt? Im Gegenteil, es liegen mittlerweile ärztliche Diagnosen/ Einschätzungen vor, die diese Vorwürfe massiv entkräften. Muß man so etwas wirklich erdulden? Können Lehrer wirklich ärztliche Diagnosen anzweifeln?
Hallo,

finde ich auch, dass man sich das nicht gefallen lassen sollte. Ich würde mich vor allem auch beim Schulamt über die Lehrer oder/Schulleiter beschweren und nötigenfalls beim Regierungspräsidium.

Es ist immer wieder zu beobachten, dass die Opfer der Gewalt an den Schulen bestraft werden - nicht die Täter. Unglaublich, die Opfer als verhaltensgestört hinzustellen, wenn sie von Mitschülern gehänselt, gemobbt und geschlagen werden.
In einem Fall wurde ein Mädchen in der Pause von Mitschülern zu deren Belustigung gewaltsam halbnackt ausgezogen. Die Lehrer und die Schulleiter bezeichneten das Opfer künftig "als übersexualisiert" und verhaltensgestört, nur ein kleines Beispiel.

Das Problem sehe ich vor allen Dingen im Schulwechsel, der ja an sich logisch erscheint. Das Kind kommt jedoch bereits als Vorverurteilter in die neue Schule - dafür sorgen die Schulleiter und Lehrer, so dass es keine Chance haben dürfte.
Traurig, das so sagen zu müssen, aber so ist es leider.

Lg,

Miro
 
M

Miro

Gast
Noch ergänzend:

vielleicht könnte ein Klassenwechsel innerhalb der alten Schule bereits etwas Positives bewirken, wenn die Rabauken nicht in derselben Klasse wären und der/die Lehrer/Lehrerin nicht soooo total bescheuert.:)

Lg
 

maus7891

Mitglied
Hallo Birma,

Ich finde dein Kommentar komplett überflüssig. Wenn du eine Lehrerin bist, dann habe ich Mitleid mit den Kindern die du unterrichtest. Ich habe schon lange keine so seelenlose verhasste Aussage gelesen. Wenn bei dir eine beufsbedingte Schädigung vorliegt würde ich dir eine Umschulung in einem anderen Beruf empfehlen.

Karma
Also ehrlich gesagt, habe ich das im ersten Moment bei diesem Thread auch gedacht. Oh Gott wieder die bösen Lehrer!
Heutzutage kommen die Eltern doch schon zum Lehrer gerannt, weil sie es ungerecht finden, wenn ihr Kind eine 5 bekommt.
Ich find diese Aussage auch nicht seelenlos und verhasst. ich frag mich echt, warum immer gleich solche angreifenden Worte kommen, wenn jemand mal seine Meinung sagt, die nun nicht gerade von weit hergeholt ist.

Ich finde allerdings auch, dass es sich einige Lehrer heutzutage sehr einfach machen. Ein Bisschen zur Erziehung sollten sie auch beitragen. Sie betreuen schließlich die Kinder einen großen Teil des Tages.

Zu diesem Fall:
Ich empfinde mit dem, was du schreibst, deine Tochter auch nicht gerade als normal. Hochsensibel - ok, das alleine sagt schon aus, dass sie es sehr schwer haben wird. (nicht dass sie unnormal ist) Aber Wutausbrüche infolgedessen? Ich glaube nicht, dass ein normaler Schulwechsel wirdklich hilfreich ist. Es gibt überall die "lieben" und die "bösen" Schüler. Aber im normalfall kommt es trotzdem nicht zu solchen Eskalationen wie bei dir. eine Schule mit besonderem Schwerpunkt wäre da schon anzuraten.
Ich will weder dich noch deine Tochter als Lügnerin darstellen, aber nach meinen Erfahrungen (und ja ich habe ähnliche Erfahrungen bei anderen miterlebt), erzählt das Kind meistens nur die halbe Wahrheit. Was sagen denn die "neutralen" Klassenkameraden? Ein Lehrer entscheidet nicht einfach gegen die Opfer. Das sind auch nur Menschen, die das Hin und Wider abwägen. Warum wollten sie die Unruhestifter in der Klasse behalten wollen? Das ergibt keinen Sinn und wie gesagt, ich kenne das. Da gibt es immer zwei Parteien.
 
G

Gast

Gast
Vielen Dank für die Anregungen. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich für jeden Beitrag dankbar bin, denn es hilft mir, die Beweggründe der anderen Seite zu verstehen. Hinzukommt, dass man an dieser Stelle nicht alle Einzelheiten auflisten kann, sonst würde ein Buch daraus.
Ein paar Dinge möchte ich noch anmerken:
Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern eine Eigenschaft, die ca. 20% der Menschen haben. Diese Menschen können alltägliche Dinge wie Gewalt, Mobbing und Ungerechtigkeit schlechter verkraften als die anderen, leiden mehr. Wutausbrüche kommen bei einigen, nicht bei allen vor.
Bei meiner Tochter kommt -wie gesagt- hinzu, dass sie traumatisiert ist. Sie hat 2007 wegen einer Sepsis 6 Wochen auf der Intensivstation gelegen im künstlichen Koma. Die Einzelheiten würden hier wirklch den Rahmen sprengen. Wegen dieses Traumas ist sie selbstverständlich in psychologischer Behandlung. Die Psychologin kann geistige Behinderung usw. vollkommen ausschließen. Sie hat der Schule das auch mitgeteilt, sie reagiert allerdings nicht darauf.
Wir sind im übrigen auf der Suche nach einer Waldorfschule, leider sind die alle sehr voll.
Und weiter: Die Mitschüler meiner Tochter bestätigen ihre Aussagen bis ins Detail, sagen aber, sie hätten selbst Angst vor den Aggressoren und könnten nicht viel tun.
Es geht hier nicht darum, ob die Wutausbrüche korrekt sind. Mittlerweile versucht sie auch sehr stark, anders zu reagieren. Es gelingt ihr auch weitgehend. Dieses Verfahren steht jedoch immer noch im Raum. Verhaltensauffälligkeiten ließe ich ja noch gelten, doch wie kann man von geistiger Behinderung sprechen ohne jeden Anhaltspunkt?
 

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