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Wieso wird psychische Gewalt oft nicht ernst genommen?

JE1992

Aktives Mitglied
Leider habe ich das selber oft genug erfahren. Es wird verharmlost oder ignoriert. Da ich selber diese Art von Gewalt erlebt weiss ich wie schimm es ist. Ich kann mich z.B. an eine Situation auf meiner Arbeit erinnern. Dort ist in einer kleinen Gruppe das Wort Mobbingopfer gefallen und alle Kollegen haben gelacht auch eine Freundin von mir. Das hat mich verletzt. Statt Verständnis und Mitgefühl wird in unserer Gesellschaft seelisch Leidenden eher Spott und Kritik entgegen gebracht . Empathie und Hilfe sieht für mich anders aus.
 

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Knirsch

Aktives Mitglied
Ich denke, man kann es so schwer definieren. Das ist ein Grund. Wenn jemand zuschlägt, dann ist zumindest diese Tat eindeutig. Aber sogar da wird relativiert. Es kommt auf den Grund an, wer wen schlägt, wie hart, etc. Ein Dreijähriger, der seinem Papi einen Tritt versetzt ist nicht wie eine erwachsene Person zu behandeln, die vielleicht eine viel schwächere Person schlägt. Aber auch hier wird wieder viel herumgemurkst. Kinder werden dennoch oft geschlagen. Aber ein, zwei Ohrfeigen sind ja noch okay (ironisch).
Bei psychischer Gewalt ist es noch viel schwieriger. Manche sind sich ja auch einfach nicht dessen bewusst, was sie da tun und müssten sich dann eingestehen, was für üble Mobber sie sind und dass sie anderen ernsthaft schaden. Nicht bringt Menschen so auf wie die Tatsache, dass ihr Selbstbild vielleicht nicht in Ordnung ist. Deswegen streiten ja auch viele Rassismus ab oder Sexismus.
Andere wissen ganz genau Bescheid, aber tun es noch als Witz ab, als Machtgehabe, als etwas, was die Leute abhärten soll, Blabla. Da gibt es so viel Möglichkeit zu relativieren und sich schönzureden, was man da macht.
Und dann gibt es eben noch die tatsächlichen Grauzonen. Für manche ist schon ein Ratschlag ein Schlag, jedes ungewünschte Wort ist ein Gewaltakt und man fühlt sich versucht, psychische Gewalt ganz generell als "Empfindlichkeit" abzutun, obwohl sie nun Mal existiert und ganz real ist, ja sogar tötet.

Aber es wird besser, denke ich. Das Bewusstsein wächst.
 
D

Die Katze

Gast
Das Problem ist halt: Man sieht die Spuren psychischer Gewalt nicht.

Jemand der geprügelt oder vergewaltigt wurde, ist sichtbar hingegen.
 

JE1992

Aktives Mitglied
Ich denke, man kann es so schwer definieren. Das ist ein Grund. Wenn jemand zuschlägt, dann ist zumindest diese Tat eindeutig. Aber sogar da wird relativiert. Es kommt auf den Grund an, wer wen schlägt, wie hart, etc. Ein Dreijähriger, der seinem Papi einen Tritt versetzt ist nicht wie eine erwachsene Person zu behandeln, die vielleicht eine viel schwächere Person schlägt. Aber auch hier wird wieder viel herumgemurkst. Kinder werden dennoch oft geschlagen. Aber ein, zwei Ohrfeigen sind ja noch okay (ironisch).
Bei psychischer Gewalt ist es noch viel schwieriger. Manche sind sich ja auch einfach nicht dessen bewusst, was sie da tun und müssten sich dann eingestehen, was für üble Mobber sie sind und dass sie anderen ernsthaft schaden. Nicht bringt Menschen so auf wie die Tatsache, dass ihr Selbstbild vielleicht nicht in Ordnung ist. Deswegen streiten ja auch viele Rassismus ab oder Sexismus.
Andere wissen ganz genau Bescheid, aber tun es noch als Witz ab, als Machtgehabe, als etwas, was die Leute abhärten soll, Blabla. Da gibt es so viel Möglichkeit zu relativieren und sich schönzureden, was man da macht.
Und dann gibt es eben noch die tatsächlichen Grauzonen. Für manche ist schon ein Ratschlag ein Schlag, jedes ungewünschte Wort ist ein Gewaltakt und man fühlt sich versucht, psychische Gewalt ganz generell als "Empfindlichkeit" abzutun, obwohl sie nun Mal existiert und ganz real ist, ja sogar tötet.

Aber es wird besser, denke ich. Das Bewusstsein wächst.
Ja leider können viele Menschen nicht unterscheiden und sind vielleicht tatsächlich zu empfindlich. Da wird bei jedem Streit und den kleinsten Konflikten von Mobbing gesprochen. Meinungen und Worte die anderen nicht gefallen werden als Gewalt bezeichnet. Solche Leute sind auch ein Grund für dieses Problem.
 
D

Die Katze

Gast
Was an ihnen ist sichtbar? Sag mir, was für ein Stempel sie markiert? Es ist auch und besonders psychisch und allein nicht nur physisch.
Wunden, blaue Flecke, zerrissene Kleidung. Eben alles was der Mensch mit bloßen Augen erfassen kann.

Der psychische Aspekt ist schwerer zu erfassen. Man weiß, dass Prügel oder Vergewaltigung schlimm sein muss, aber was in den Köpfen der Betroffenen wirklich vor sich geht und wie sie handeln werden, kann niemand zu 100 Prozent voraussagen.

Und wenn das schön körperliche Gewalt so schwer ist, wie ist es dann, wenn es "nur" psychische Gewalt ist? Wenn es "nur Worte" sind? Oder der Täter es schafft sich besser als Opfer zu inszinieren (mit Geheule, Vorwürfen und anderen Spielereien der emotionalen Erpressung) als das Opfer selbst?
 

_Alpha_

Aktives Mitglied
1. Victim Blaming (gibt's auch bei physischer Gewalt)

2. Gesellschaftliche Stigmata (Man kann sich ja zusammen reissen, psychisches Leid = Schwäche, psychisch krank = einfach verrückt usw.)

3. Manipulation (Täter, die psychische Gewalt anwenden sind nicht selten sehr charmant und manipulieren ihr Umfeld, sodass wiederum Punkt 2. für das Opfer gilt)

4. Die Psyche (und psychische Gewalt) ist für viele ein komplexes und unverständliches Konstrukt, während körperliche Gewalt i.d.R. eindeutig identifizierbar ist
 

JE1992

Aktives Mitglied
1. Victim Blaming (gibt's auch bei physischer Gewalt)

2. Gesellschaftliche Stigmata (Man kann sich ja zusammen reissen, psychisches Leid = Schwäche, psychisch krank = einfach verrückt usw.)

3. Manipulation (Täter, die psychische Gewalt anwenden sind nicht selten sehr charmant und manipulieren ihr Umfeld, sodass wiederum Punkt 2. für das Opfer gilt)

4. Die Psyche (und psychische Gewalt) ist für viele ein komplexes und unverständliches Konstrukt, während körperliche Gewalt i.d.R. eindeutig identifizierbar ist
Der dritte Punkt erinnert mich mal wieder an meine Kollegin die cholerisch ist und die mich eine zeitlang tyrannisiert hat. Eine witzige und charmante Frau die bei vielen beliebt ist natürlich nur so lange man selber nicht unter ihrem Verhalten leidet wie ich damals. Ich habe rechachiert und gelesen, dass gerade Choleriker oft charmant, witzig und absolut entzückend sein können. Tja und ich bin die jenige mit der schlechten Ausstrahlung. Verbittert bin ich auch, weil ich oft von Menschen verletzt worden bin und weil viele es nicht verstehen und unfair sind. Das alles macht mich nicht gerade zu einer beliebten Person. Die Opfer sind meist die unbeliebten Schwächlinge und die Täter sind oft die beliebten und starken. Das war schon immer so und das sollte keiner leugnen denn man sollte immer die Wahrheit sagen.
 
S

Somebodyinyourdreams

Gast
Wo ich stationär war, war es für die Pfleger auch unverständlich, dass ich mich an dem Mobbing von vor 12 Jahren noch aufhänge.
 

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