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Wieso Weshalb Warum? Bin ich allein!?

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Gast

Gast
Hallo lieber Onlinerinnen und Onliner,

ich weiss gar nicht wie oder wo ich anfangen soll. Es ist einfach alles komisch. Vor ca. 6 Monaten habe ich mich mit meinen 24 das erste Mal zu einem Arzt getraut. War es richtig, war es falsch? Bei mir ist alles etwas kompliziert..... Dann fange ich mal an, mich das erste Mal zu trauen. Alles begann mit dem Abgang aus der Schule (2008). Der Abschluss war geschafft aber was nun?

Ich fing eine Ausbildung an, zur ''Fachkraft Lagerlogistik''. Der Start und das erste Jahr war wirklich gut, die Arbeitskollegen waren weitgehend super, der Arbeitsweg stimmte und die Arbeitszeit war auch ganz gut. Nach dem erstem Ausbildungsjahr war ein Versammlung mit allen Mitarbeitern/innen und Chefs in der Werkstatt. Nun begann alles....
Der Leiter hatte bekannt gegeben, dass meine Ausbildungsstätte schließt zum Ende des Jahres (2009). Als dieser kam hatte ich Spätschicht, alle kamen auf mich zu und erzählten mir davon. Ich nahm es erst mit Humor, wahrscheinlich da ich es nicht wirklich realisiert habe. Die Auszubildenden machten sich alle einen Kopf, wo und vor allem wie es denn nun weiter geht.
Naja so ging das Drunter/Drüber los. Innerhalb von 3 Monaten sollte alles vorbei sein.

Nach einer gewissen Zeit hatten wir (''die Lagerleute'') Gewissheit, dass es weitergeht mit uns, wenn auch nicht am selben Standort. So mussten wir nun das ganze Lager abbauen und im ca. 30Kilometer entferntem Ort wieder aufbauen. Zwischenzeitlich waren wir in Kassel (ca. 250 Kilometer entfernt), um den Kundenstamm direkt von unserem Lieferer zu beliefern. Das Chaos ging langsam los. Das neue Lager war nichtmehr mit 4 Stockwerken und knapp 50 Containern, sondern nur noch eine alte Aufbereitungshalle, wo Autos gereinigt wurden.... Allerdings waren wir Azubis froh überhaupt unsere Ausbildung weiter absolvieren zu können. Als alles fertig war, hieß es nun 30 Kilometer bis zur Arbeit, keine Umkleidekabinen, 1 Toilette für die Herren 1 für die Frauen (bei 50 Mitarbeitern, ein Zeitkonto namens Wünsch dir was. Nun gut es ging aber nun einmal weiter im Leben.

Nach ca. einem halben Jahr gingen nun auch die privaten Probleme los. Meine Eltern wollten sich scheiden lassen, wieso weshalb warum? Ich weiss es nicht. Das Wohnen bei den Eltern mit der Freundin war wie in einer WG. Niemand tauschte ein Wort ausser meine Freundin und ich. Wir zogen zu der Oma meiner Freundin, da ich einfach nichtmehr konnte. Es war alles irgendwie nicht echt und das am Ende der Lehre... Der Onkel meiner Freundin schrieb mich krank, damit ich abschalten konnte von all dem Stress zu Hause und vor der Prüfung. Mein Chef sagte mir, dass es schon komisch sei das ich krank bin. Wer sagt gern seine privaten Probleme dem Chef?! (puhh die erste Hürde ist geschafft)

Nach einer Zeit suchte mein Vater sich eine Wohnung direkt bei der Arbeit. Ich kapierte nicht, wieso meine Mutter die Wohnung für Ihn komplett renovierte und die Beiden alles zusammen vornahmen. Als ich fragte sagten sie mir, sie wollen im gutem auseinander gehen. Für mich war das alles einfach nur komisch. Erst gab es kein Grund für das Alles, dann wiederum so etwas? Bei meiner Mutter bin ich wieder eingezogen damit sie nicht allein ist, dachte ich mir jedenfalls. Doch es änderte sich alles. Zu Hause waren nur ich und meine Freundin, meine Mutter wohnte auf einmal doch bei meinem Vater. Ja, sie lebten zusammen in der Wohnung bei meinem Vater. Klar freute ich mich, aber kapiert habe ich es bis heute nicht. Erst lebten sie nun dort, irgendwann kamen sie aber wieder zurück in die gemeinsame Wohnung. Irgendwie war ich froh, aber irgendwie auch nicht weil ich nicht den Grund kannte wieso die Trennung bzw. wieso wieder das Gleiche wie vorher? Aber so war es nun. Meine Ausbildung nährte sich dem Ende zu und der Lernstress ging los. Am Ende habe ich es dann auch alles gut geschafft.

Zukunft war nun die nächste Aufgabe, irgendwie wusste ich nicht wie und wo es weiter geht. Nach der Ausbildung habe ich mich einfach mal zu einer Ausbildung zum Altenpfleger beworben, da es immer hieß gutes Geld und Zukunft. So begannen meine Probleme.

Ich begann die Ausbildung mit 1 Monat Schule, bevor die ''Praxis'' los ging. In der Schule wurde stets auf jeden eingeredet, ob es das Richtige sei, der Job ist nicht einfach, alte Menschen machen Probleme usw.. War es alles echt? Warum wurde alles so schlecht geredet? Der 1 Monat neigte sich dem Ende zu und ich war den ersten Tag in meinem Ausbildungsbetrieb. 2 weitere Azubis und ich hatten ein kurzes Gespräch bei dem Chef der mit seinem Jaguar,den er von der Großmutter geerbt hat, prahlte. Zu der anderen Azubine sagte ich auch dem Gespräch: ''Irgendwie kam er mir eingebildet und schwul vor''. Als sie mir sagte, dass er auch schwul sei lachten wir nur. Oben in der Pflege war ich nun angekommen, bei den Mitarbeitern (Altenpflegerinnen). Der 1. Tag war ganz ok. Die Mitarbeiterin sagte mir: ''Wenn du so wie heute weiter machst, kannst du ja schon bald allein arbeiten, du lernst schnell''. Klar freute es mich irgendwie, aber es machte mir trotzdem alles keinen Spaß. Eine ältere Damen hatte mir am 2. Tag erzählt: ''Die alliierten waren über Nacht bei mir, die haben mir den Arm abgeschlagen, ich musste ihn mir wieder ran nähen''. Ich ging zu der Mitarbeiterin und fragte sie, ob die ältere Dame Hilfe bräuchte. Nein, war die Antwort, die hat das eh gleich wieder vergessen. Irgendwie fand ich es sehr komisch. Es ging nun auch der 2.Tag zu ende und ich hatte meinen Wochenplan für die nächsten Tage. Mich erschraken die Arbeitszeiten die mir aufgedonnert wurden, gleich Freitag bis in die Nacht, obwohl ich noch nie so spät abreiten war? Ich entschied mich nach langem überlegen: ''...... willst du das wirklich?''. Nein sagte ich mir. Am nächsten Tag ging ich somit Nachmittags in das Pflegeheim und sagte ihnen, dass ich einfach nicht dafür macht bin. Und meine Probleme nahmen seinen Lauf.

Wie genau es war kann ich nicht mehr sagen. Meine Eltern kamen auf mich und meine Freundin zu und fragten uns, ob wir es auch ein bisschen eng zusammen finden. Klar dachten wir uns, aber was sollen wir machen? Geld habe ich nicht wirklich, meine Freundin geht zur Schule? Meine Eltern sagten sie unterstützen uns und wir brauchen uns keine Sorgen machen. Mein Vater guckte ständig nach Eigentumswohnungen, wir dachten uns wow unsere eigene Wohnung? Wir sahen uns eine Wohnung an, diese war es dann aber doch nicht. Die zweite Wohnung war super (für uns), wenn auch renovierungsbedürftig. Diese ist es aber nun geworden. Nun hatten wir eine Wohnung mir viel Arbeit, wir mit wenig Geld, aber meine Eltern/Großeltern unterstützen uns. Irgendwann sind wir dann von einem auf den anderen Tag in die Wohnung eingezogen. Komisch nichtmehr zu Hause, der richtige Job ist noch nicht da, die Freundin noch in der Schule? Aber es wird schon dachte ich mir.

Eine kurze Zeit hatte ich bei dem Arbeitgeber, meines Vaters, einen Job für einen Hungerlohn gemacht. Täglich schleppte ich Reifen und Räder da die Umstecksaison in der KFZ-Branche begann. Man merkt wahrscheinlich schon, irgendwie habe ich mein Umfeld verloren. Meine Freundin war immer noch ein Teil des Lebens, aber auch nur noch ein Teil. Mein Kopf plagten Ängste wie geht es weiter? Es war nicht mein Traum weiter dort zu stehen, wo ich jetzt bin. Also schnappte ich mir den PC und guckte immer nach neuen Jobs. Ich wurde fündig.

Das Bewerbungsgespräch war bei einer Stahl-Firma. Der Familienbetrieb kam mir schön vor. Sie riefen mich gleich noch am nächsten Tag an und wollten mich. Irgendwie freute ich mich, irgendwie... So fuhr ich zu ihnen und unterschrieb den Vertrag. Die Freude war zwar nicht groß, aber da. ein Job im Lager, dass was man gelernt hat. Der 1.Tag begann und ich dachte mir was werde ich wohl machen müssen? Der ''Meister'', wie ihn alle nannten, kam zu mir und sagte hier bau Paletten. Ich fragte wie es geht. Er zeigte es mir und ich baute Paletten!? Abends dachte ich mir naja es war der 1.Tag. Doch leider war es nicht nur der 1.Tag, sondern die ganze Zeit. Nach einer Woche taten mir die Hände weh, da die Druckpistole der Nägel so eine Rückschlagkraft hatte. Der Rücken fühlte sich schwer an durch, dass ständige Holz tragen. Jeden Tag machte ich mir einen Kopf, dass kann ich doch nicht mein Leben lang. Genau ich war wieder dort, wo ich vorher war. Jeden Tag wurde das Internet durchsucht, nach einem neuem Arbeitsplatz. Mir ist nie in den Kopf gekommen eine Zeitarbeitsfirma an zu schreiben, bis wir an einem Tag, einen Bekannten auf dem Flohmarkt trafen. Er sagte ich solle mich mal bei einer Zeitarbeitsfirma von einem großem Konzern bewerben. Ich war stutzig, aber naja..

Ich bewarb mich und erhielt prompt eine Einladung. Den Termin nahm ich war. Doch als ich ankam war es wie in einer Sammelstelle! Ca. 15 weitere Bewerber saßen in dem Raum. Ein Mann kam herein mit dem ganzen Üblichem und verteilte uns Blätter die wir erst mit seinem Ok umdrehen sollen. Alle taten dies und es war schon das Arbeitspapier? Komisch dachte ich mir, aber bei dem Lohn, wieso nicht? So füllten wir gemeinsam alles aus und der Vertrag war fertig. Sehr einfach, wird der Job es denn auch? Bei meinem altem Arbeitgeber habe ich geredet und gefragt, ob es möglich sei einen Aufhebungsvertrag vor zulegen. Erst sagte mir: ''Wir machen einen Deal, Sie verzichten auf Ihren Urlaubsanspruch, ca. 10Tage, dafür geben wir Ihnen das OK, dass sie uns nächste Woche verlassen dürfen''. Ich verzichtete somit auf meinen Urlaub. Und es ging wieder zu einem neuem Job...

Meine Freundin war irgendwie nichtmehr in meinem Kopf, klar machten wir Urlaub und redeten. Trotzdem habe ich sie nichtmehr als meine Freundin war genommen. Wirkliche Freunde nach außen hatte ich auch mit der Zeit verloren. Die Arbeit ist/war ja wichtiger.

Kurz bevor ich bei dem neuem Arbeitgeber angefangen habe, rief mich eine andere Firma an für ein Bewerbungsgespräch. Ich dachte mir wieso nicht einmal vorbei schauen. Erfahrungen sind doch wichtig. So machte ich einen Termin aus und alles war gut.
Man merkt wahrscheinlich schon, dass es langsam alles in meinem Leben so durcheinander ist wie in meinem Kopf. Eine Antwort bekam ich allerdings nicht. So fing die Arbeit bei dem Konzern an.

Am 1.Tag wurde ''sortiert'', entweder Produktion oder Logistik. Ich landete natürlich in der Logistik, wegen der Ausbildung. Bevor der 1.Tag richtig begann, musste jeder noch einmal zum Werksarzt, um eine Untersuchung durchführen zu lassen. Es war alles gut bei mir. Zum Schluss kam die Frage: ''Haben oder hatten sie eine schwere Krankheit?''. Ich sagte ihm nur das ich bis zum 8. Lebensjahr Epilepsie hatte(zu dem Zeitpunkt war ich 21), diese allerdings nach einer Operation ''geheilt'' ist. Gut alles geschafft dachte ich. Mehrere neue Mitarbeiter und ich mussten nun zu der werkseigenen Fahrschule und den Führerschein für das Werk machen. Ich hatte etwas Angst, da ich nie wirklich Stapel oder ähnliches gefahren bin. Alles wurde einmal gezeigt und wir mussten 2 Tage einfach selber etwas fahren und lernen bis dann der Prüfer kam. Er achtete wenig auf das können, sondern unterhielt sich mehr mit dem ''Fahrlehrer'', der uns nicht erklärte. Und wie man daraus schließt, hatte jeder seinen Führerschein.
Endlich begann die richtige Arbeit.... dachte ich. Durch Zufall sagte jemand an dem Freitag zu mir dann bis in 14Tagen. Ich sagte schönen Urlaub dir! Er sagte dir auch!? HÄ? Genau es waren Werksferien. Gerade der 1. Arbeitstag und dann schon frei? Freude war da, aber irgendwie war es auch komisch. Gerade so viel gelernt und jetzt wieder frei? Ich nahm es mit Humor. 14 Tage später begann der wirklich richtige Arbeitstag. Ich wurde einfach zu einem andern Zeitarbeiter gestellt, der mir nichts von alleine sagte. Alles musste ich heraus fragen. Mich plagte die Angst, da ich gar nicht wusste was ich machen muss. Am anderen tag war ich wieder wo anders. Ein Stapel wurde mir gegeben und dann gesagte: ''so,so,so und so''. Und dann war machmal angesagt. Ich wusste gar nicht was ich machen sollte und bekam immer wieder Ärger, da die Produktion leer gelaufen ist. Aber wieso? Ich kenne doch die Abläufe gar nicht? So ging die Arbeit weiter... Mich plagte die Spätschicht, die wechselnden Zeiten taten mir nicht gut. entweder um kurz vor 5 aufstehen für die Frühschicht oder von 14-22Uhr arbeiten und dann nach Hause.

Aber da kam es nun mich rief nach einer Zeit die Firma an wo ich mich ausserdem noch beworben hab. Ja sie wollten mich.
Ich freute mich, weil ich andere Arbeitszeiten hab und das Geld ist ja nicht viel weniger. Wie man wahrscheinlich heraushört, ja ich hatte wieder einen neuen Job...

Mein Alltag habe ich gar nicht mehr wahrgenommen, da sich alles nur noch um Arbeit drehte und nichts anderes ausser Nahrung/Schlaf/Arbeit das Wichtigste ist. Die Freundin hatte dafür Verständnis, da mittlerweile das gegenseitige Interesse dahin ist. Das wirkliche gegenseitige lieben ist gerostet und ist nur noch fest. Die Freudigkeit Liebe und Liebesleben sind dahin, was doch eigentlich mehr als wichtig ist. Ich begann immer wieder damit meine Freundin zu ihren Eltern zu schicken, da ich keine wirkliche Liebe mehr spürte. Irgendwann kam sie doch immer wieder man hatte 1 oder 2 extreme schöne Liebestage, aber dann war wieder alles wieder wie vorher.... Es wiederholt sich und der Teufelskreis nimmt alles mit.

Aber man darf nicht vergessen, wie immer geht die Arbeit weiter. Bei dem neuem Arbeitgeber der 1.Tag war okay. Ich musste nur einen ganzen Container mit einem Zeitarbeiter leeren (Kartons entnehmen auf Palette) und das bis zum Feierabend. Naja dachte ich der 1.Tag wie immer ganz ok. Doch es ging wieder weiter, genau, ja ganz genau mit der gleichen Aufgabe täglich. Ich kam mir nach 1 Monat dumm vor nur Container entleeren, mit dieser Ausbildung? Der Schichtleiter trank den ganzen Tag Kaffee, rauchte und machte dumme Sprüche. Irgendwann habe ich gefragt, wann ich endlich was anderes machen kann? Warum soll ich Container leeren den ganzen Tag mit einem Zeitarbeiter der nur die Hälfte wie ich verdient für die gleiche Arbeit. Es kamen immer wieder dumme Sprüche und ich musste weiter machen. An einem Freitag, wo eigentlich um 14Uhr Feierabend ist waren ein Zeitarbeiter und ich noch länger da, weil ein Container noch nicht leer war. Anstatt zu helfen gingen die anderen. Ich dachte mir nein wieso wieder ich. Die Zeit verging schnell mein Körper konnte nicht mehr. Ich hatte ein Gespräch mit dem Chef und er sagte zu mir das meine Arbeit schneller sein müsste. Ich sagte alle die nichts machen müssen ausser Kaffee trinken und rauchen sind Freitags pünktlich weg und wir (der Zeitarbeiter und ich) arbeiten länger! Mein Kopf war einfach nicht mehr ich...

Mein Leben wendete sich, die Probleme mit der Freundin blieben. Man liebt sich nicht mehr wirklich, kann aber auch nicht ohne. Es ist nur noch innerlicher Hass. Mein Leben und mein Kopf sahen keinen Sinn mehr. Ich glaube nur noch mir selbst das Leben zu nehmen ist der einzige Weg. Vorher dachte man auch schon an ein Ende, aber kam aus dem Kreis heraus. Jetzt aber bin ich nur noch leer und wertlos. Warum lebe ich noch? Wofür? Liebt dich wer? Die Freundin lebt in ihrer Welt, Mama und Papa bezahlen das Studium, obwohl es nicht einmal der Wunsch ist. Aber was gibt es besseres als nichts zu tun? Die Eltern kümmern sich um ihr Leben, mein Vater ist bei der Arbeit und das Asphaltier, meine Mutter die Seele für alle, die sich selbst vergisst. Es klingt alles komisch aber mein Kopf konnte nicht mehr.

Jetzt merke ich wie schlecht es mir geht. Es war ein Freitag ich fuhr nach der Arbeit zu meinem Vater auf die Arbeit, um ein Auto für einen seiner Freunde zu putzen. Ich war scheiß getränkt, aber was tut man nicht für andere. Am Abend traf ich mich mit einem Freund und trank eine Flasche Wasser. Der Tag war wie immer rum. Ich fuhr nach Hause wusch mich. In der nacht wachte ich auf.
Mein Kopf schmerzte, ich hatte es öfter durch meine Narbe am Kopf, die ich von der Operation hatte (mit 8.Jahren Epilepsie). Ich wusste nicht, wie ich auf das Klo sollte mich drauf setzten weil der Bauch schmerzte oder Kopf über, da ich mich übergeben muss. Am Ende tat ich beides.

Dies war der Wendepunkt und alles war vorbei. Ich wachte im Krankenhaus auf. Mich hatte die Zeit eingeholt. Mein Leben ging an mir vorbei und ich dachte die Zeit wäre stehen geblieben. Nach gut 14 Jahren hatte ich erneut einen epileptischen Anfall. Meine Freundin saß am Krankenhausbett und ich schlief immer wieder ein. Als ich wirklich wach war erzählte sie mir alles. Ich lag auf dem Boden,machte komische Geräusche und hatte mir auf die Zunge gebissen und Wunden zu gelegt. Als der Anfall zu Ende war legte ich mich wohl wieder ins Bett. Als die Sanitäter kamen riss ich mir die Infusionen mehrmals aus der Hand und schrie diese an. Als ich dies alles hörte .... ich kann es nicht beschreiben und das kurz vor dem Geburtstag.

Aber naja als ich aus dem Krankenhaus kam war ich eine Woche zu Hause und die Arbeit ging wieder los. Container Tag für Tag leeren. Nach dem Anfall merkte ich das meine Arme alles schwerer heben konnten. Mit der Zeit war dies aber auch wieder weg. Mein Kopf tat oft weh ich hatte schmerzen. Täglich plagte mich das Gefühlt allein sein zu wollen. Leere und innerlicher Hass sind das Tagesbild. Die Freundin ist nur noch ein Objekt. Keiner versteht dich wirklich. Sprüche von dem Vater, er hätte es viel schwerer gehabt fühlen sich schlimmer an als Schläge. Keiner ausser dir weiss wie du dich fühlst. Es plagt dich und du fragst dich, wann ist es zu ende. Wenn nicht jetzt bald, wie dann?

Man glaubt es kaum aber es muss ja weiter gehen. Sicherlich weiss jeder was ich nun schreibe. Ich suchte einen neuen Job...
Die Bewerbungen wurden mehr. Täglich jede Sekunde für Bewerbungen nutzen. Irgendwann war es wieder soweit. Es gab ein Bewerbungsgespräch. Mein Kopf machte sich nur noch Gedanken um Arbeit. Was für Arbeit und wie viel/wenig waren egal. Am Anfang sagte ich mir Schichtarbeit ist nichts für mich, wie ich gelernt habe. Jetzt aber war sie wieder da. Es war mir egal ich wollte nur weg von dem altem Arbeitgeber. Es klappte und wieder einmal war ein neuer Job da.

Ich fasse mich ein bisschen kürzer, da mein Leben wahrscheinlich langweilig wirkt.

Der 1. Tag begann. Ich musste an den Parkplatz und Pakete packen. von 6-14Uhr. Es war unmöglich die Produkte in der vorgegebenen Zeit ein zu packen. Aber was versucht man nicht alles. Ich war ständig unter Zeitdruck. Kommentare vom Schichtleiter, dass man zu langsam sei gehörten zum Alltag. Ohne eingebildet klingen zu wollen, kann ich sagen ich war wirklich mehr als schnell und nach einem halben Jahr waren bereits über 100 Überstunden gesammelt. Naja gut dachte ich mir irgendwann werde ich mir frei nehmen und Urlaub machen. Aber nein. Einen Tag kam der Chef und sagte : Dann und dann machst du frei! Okay dachte ich mit einem Zeitvertrag hat man weniger Ansprüche. Nach meinem gegebenem Urlaub wurde ich in eine Abteilung gesetzt ohne vorher wirklich eine Einarbeitung bekommen zu haben. Aber ich war ein absoluter Profi kann ich sagen ohne mich zu schämen. Allerdings hatten die Chefs immer wieder etwas zu meckern, da ich einfach zu schnell war. Verbesserungsvorschläge von einem Arbeiter mit Zeitvertrag, niemals!!!! Gut dachte ich mir irgendwann schaffe ich es vielleicht auch einmal dahin. Nein Arbeitsleben ging dort weiter. Mal Frühschicht, mal Spätschicht oder nur Spät. Der Rhythmus war weg. Irgendwann war ich dann einmal krank. Es plagte einfach alles. Doch als ich wieder kam..... mein Schichtleiter sagte: '' Wenn du deine Krankheitstage nicht in Zeitausgleich (sprich dafür Überstunden nimmst) nimmst, dann wird dein Vertrag nicht verlängert!''. Ich dachte ich werd nicht wieder. Jeden Tag der Stress und die ganze Arbeit für so etwas? Ich sprach sofort mit jemandem vom Betriebsrat. Es war ein wirklich nettes Mitglied aus dem Betriebsrat. Ein Termin wurde festgelegt und mein Schichtleiter und der Logistikleiter wurden eingeladen für ein Gespräch. Noch am selben Tag kam mein Schichtleiter zu mir und redete auf mich ein hast du was gesagt? Ich blieb ruhig und ließ mir nichts anmerken. Als der Tag für den Termin gekommen war musste der Schichtleiter Stellung nehmen, da der Logistikleiter angeblich wegen einem Termin nicht kommen konnte. Es sagte: '' Sie müssen es verstehen, der Konzern muss schwarze Zahlen schreiben''. Der Vorsitzende vom Betriebsrat sagte zu mir : '' Sie müssen es ja verstehen, der Konzern hat einen neuen Inhaber''. Nun ja, ich bekam meine Überstunden zurück und mein Vertrag wurde verlängert um 6 Monate.

Trotzdem plagt mich immer noch alles zu Hause versteht mich keiner. Alle sagen es geht ihnen schlechter ich solle mich nicht anstellen. Meine Gedanken sind dahin, das Ende das Ziel. Leider hat der 1.Versuch mit dem Gürtel und der Tür nicht geklappt. Der Schmerz war zu groß. Der Film lief weiter. Irgendwann war ein Wochenende gekommen, an dem meine ''Freundin'', ihre Schwester und der Freund ihrer Schwester und ich schwimmen fuhren. Das Schwimmbad war 1 Autostunde entfernt. Mal wieder abschalten zum Wochenende und weg von allem dachte ich mir.......
Der Abend war ganz okay wir hatten Spaß im Schwimmbad. Der Abend neigte sich dem Ende zu und wir verließen das Schwimmbad um noch etwas essen zu fahren. Leider wurde daraus nichts....
Mein Kopf schmerze als ich Auto fuhr, ich bekam ein stechenden Schmerz. Da war er nun der Moment. Ich wusste nichts mehr. Die Augen öffneten sich erst wieder im Krankenhaus. Es war wieder soweit.... Erneut hatte ich einen epileptischen Anfall. Meine Freundin hatte das Auto zum Glück rechtzeitig zu stehen gebracht. Niemand wurde verletzt. Mein Leben glich wieder einmal der Hölle. Wieso, weshalb warum? Mein Kopf war nur noch etwas.. irgendetwas. Meine Eltern kamen und meine Freundin brachte ihre Schwester und den Freund nach Hause. Meine Eltern kamen mich mit nach Hause. Da war er wieder dieser Moment.

Aber wie immer musste es weiter gehen. Ohne Arbeit kein Geld. Ohne Geld kein Leben. Somit ging ich wieder arbeiten und suchte mir einen neuen Job. Ich wurde natürlich wieder fündig. Das gleiche Prozedere. Irgendwann bekam ich eine Zusage.

Es war eine Firma, bei der ich Büroartikel ausliefern sollte. Dies tat ich auch. Nur der Stress war immer noch da. Es fällt mir alles schwer. Und ich konnte den Job nicht mehr ausführen. Zum Glück hatte ich wo anders noch eine Zusage erhalten, welche ich annahm.

So stand ich in einem Lager. Einem Lager? Mein 1.Tag begann vor verschlossener Tür. Keiner wusste wo ich hin sollte. Irgendwann fand mich wer der mich aufnahm. Nach einer Zeit führte er mich nach unten in das ''Lager'' alles lag auf dem Boden, es gab keine Lagerorte, kein Computer der mir sagte Wo/Was/Wie viel oder auch nur etwas. Einarbeitung naja.... ich war Logistiker mit Erfahrung dachten sie. So nahm ich alles allein in die Hand. Nach ca. 2 Monaten hatte ich es wirklich gut geschafft und es gab viele die es blendend fanden. Aber leider auch viele die immer wieder mir das Leben schwer machen wollten, was sie auch schaften. Aber ich möchte nicht jeden aufzählen und schlecht reden. Eines Tages nährte sich mein Urlaub ich schrieb dem Chef eine Mail wer mich ersetzten würde? Keiner ausser mir konnte den Job schließlich. Und täglich für 14 Läden Bestellungen, Rebtouren, Kundenaufträge usw. lernt man nicht einfach so. Als mir 7 Teig vor meinem Urlaub der Chef über den Weg lief fragte ich ihn. Seine Antwort war: ''Oh sie haben Urlaub? Wie Lange denn? 1 Woche?''. Ich wies ihn darauf hin das es 3 Wochen sind und er es doch wissen müsste. Naja, sagte er und ging. Irgendwann kam ein Azubi (Bürokaufmann), aus dem 1.Lehrjahr; zu mir und sagte. ''Ich soll zu ihnen kommen, da sie mich anlernen sollen für ihren Urlaub''. Ich dachte ich werde bekloppt aber es war sein ernst. Ich beschwerte mich vergeblich. So lernte ich den Azubi an und ich wusste ich werde nach meinem Urlaub verloren sein.... Naja sagten alle du kannst ja nichts dafür. Mein Urlaub kam und ich war nach kurzen 3 Wochen wieder da. Am Ende angekommen... In meinen 3 Wochen ist nichts passiert. Chaos, schlimmer als ich früher anfing. Ich konnte einfach nicht mehr. Naja wie ich bereits lernte half Wut nichts. Nach 2 Wochen kam ich der Arbeit wieder hinterher. Ich merkte allerdings wieder wo ich stand. Eines Tages schlug ich vor einen Samstag zu arbeiten um mehr Platz zu schaffen. Es klappte. Einige Überstunden sammelten sich an dem Tag bei ein paar Kollegen und mir. Diese Namen gleich den Montag darauf einen tag frei. Mir wurde es untersagt. Ich ließ es mir nicht gefallen. Warum wieder ich? Schließlich klappte es doch nach langem drängen. Meine Freundin und ich fuhren für den Tag in ein Schwimmbad und unseren ''Jahrestag'' zu genießen. Es war wie immer nicht wirklich etwas gemeinsames, allerdings ein tag ohne Arbeit. Als ich wieder kam war es leider wie immer, meine Arbeit blieb liegen. Und ich verzweifelte. Mein Schmerz jagte mir Gedanken wieder durch den Kopf. Aber es geht wie immer weiter, kopf hoch. Irgendwann, genau jetzt Anfang des Jahres, war mir allerdings klar mit mir stimmt etwas nicht. Die Gedanken plagen mich, mein Leben ist wie eine Last. Jeder aus meiner Umgebung versteht mich nicht. Mitgefühl oder Mitleid vergeblich. Wieso nur ich würde gern, aber habe Angst das es schmerzt. So ging ich zum Arzt, ich wurde krank geschrieben. Ist das die richtige Hilfe? Mein Kopf war schwer, mein Herz wurde zerfressen.

Die Lasten trieben mich wieder einmal nach unten, da war es wieder.... An einem Sonntag gingen wir zu meinen Eltern essen. Mein Vater war wie immer nicht da. Meine Mutter und Freundin amüsierten sich. Ich lag im Bett und dachte nach. Leben/Tod? Als ich aufstand plagte mich wieder einmal Schmerz. Es war soweit. Ich erwachte im Krankenhaus. Wieder einmal holte mich das Leben ein, die Epilepsie. Ich lag im Krankenhaus und konnte mich an nichts erinnern. Als ich das Krankenhaus verließ ging ich erneut zu meinem Hausarzt der Mieren Antidepressive verschrieb. Helfen tut es leider nichts. Ich frage mich einfach täglich immer wieder das gleiche Wieso/Weshalb/Warum? Ungefähr seit 3 Monaten bin ich bei einer Beratungsstelle. Die dame ist wirklich nett, aber kann mir kaum helfen. Eine Reha wurde genehmigt und soll im August los gehen.

Trotzdem frage ich mich immer wieder: Ist es das Leben wert? Meine Hobbys, meine Liebe, die Familie sind mir gleich geworden. Ich spüre nichts ausser Leere. Im Internet habe ich Tests gemacht: Jedes mal kam heraus ich sei depressiv oder ein Bordberliner, aber bin ich das wirklich. Was bin ich?Nichts?

Es tut mir leid wenn ich euch mit meinen Lasten plage. Ich habe lange überlegt......
 

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TomTurbo

Aktives Mitglied
Bewegende Geschichte....

Leider habe ich auch kein Patentrezept für dich.
Was gibt es, was du als Ausglech zur Arbeit machen könntest???!?

Ich habe auch Phasen, wo ich viel arbeite und meine Gedanken viel um die Arbeit kreisen. Auf Dauer ist das nicht gut. Man braucht zumindest eine andere Sache, auf die man sich konzentrieren kann.
Bei mir ist es z.B. Sport oder lesen oder tanzen.

Was könnte es bei dir sein ?
 
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Gast

Gast
Bei mir ist es die Fotografie. Aber im Moment ist die Lust, eher der Spaß verschwunden. Die Gedanken Kreisen nur noch um die Zukunft. Meine Ärzte meinte zu mir ich solle mich schonen und auf die Reha ''vorbereiten/freuen''. Nach neuen Jobs Ausschau halten ist keine Lösung. Leider ist es einfach alles schwer, wenn man jung ist und nicht weiss wie es weiter geht. Die Angst keinen Job zu haben plagt :-(.
 

TomTurbo

Aktives Mitglied
Bei mir ist es die Fotografie. Aber im Moment ist die Lust, eher der Spaß verschwunden.
Manchmal muss man sich selber zum Glück zwingen. Das ist bei mir z.B. beim Musizieren. Ich muss mich selber bei den Ohren nehmen und sagen: "So, jetzt nimmst du dein Instrument und spielst 5 Minuten!"
Wenn ich dann angefangen habe, dann macht es mir oft eh Spaß und manchmal spiele ich dann zwei Stunden lang. (Zur großen Freude meiner Nachbarn) :)
 

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