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Wieiviel Geld braucht man monatlich für eine Wohnung?

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Eisbär504

Gast
Hallo Leute! Ich bin jetzt 22, und wohn leider noch immer Zuhause. Auch wenn ich das jetzt eigentlich nicht abnormal o.ä finde, will ich aus privaten Gründen wie Familie etc. unbedingt schnellstmöglich ausziehen. In der Hoffnung dass es hier vielleicht den ein oder anderen gibt der da schon Erfahrung hat, würde ich mich über einige Meinungen sehr freuen.

Zurzeit bin ich arbeitssuchend, ohne Ausbildung. Womit eine Wohnung jetzt nicht so realistisch aussieht. Was ich aber ändern will. Ohne mich jetzt zu lang zu fassen war ich lange arbeitslos weil ich nie wusste was ich werden will und habe bislang nur mehr oder weniger Teilzeit-Jobs gemacht. Jetzt weiß ich jedoch endlich welche Ausbildung ich machen möchte und wie meine zukünftige Karriere aussehen soll. Ich wohne zurzeit unter dem Dach meine Eltern, aber ich will bevor ich die Ausbildung beginne auf eigenen Beinen stehen, sodass ich mich in Ruhe auf meine Ausbildung konzentrieren kann ohne dem ganze Familien Drama etc.

Meine Frage an euch: Wieviel müsste ich im Monat verdienen um mir eine kleine Wohnung, inkl. Strom, Futter und sonstige Nebenkosten leisten zu können? Würde z.B ein Teilzeitjob mit etwa 700€ - 800€ Netto reichen? Auch wenn es selbstverständlich sein sollte schreib ich es sicherheitshalber noch hinzu: Es sollte natürlich eine möglichst günstige und kleine Wohnung sein. Habe so einige Mietwohnungen um die 400€ - 500€ gesehen was schon echt toll wäre.

Danke fürs durchlesen!
 
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Gast

Gast
Das ist abhängig davon, in welcher Gegend du wohnen möchtest und welche Ansprüche an die Wohnung du stellst..

Aber generell muss so einiges berechnet werden.

Eine 30qm (das ist nichts, rechnet man eine kleine Singleküche und das Bad sowie den Flur ab) kostet in der Regel zwischen 220 und 350 Euro "kalt".
Hinzu kommen Umlagen wie Abwasser, Müll etc. dafür musst du wenigstens 60 Euro rechnen.
Darauf kommt Heizung und Strom...

Ein stromsparender Mensch kommt mit 25 bis 30 Euro Strom im Monat aus.
Verschwendest du Strom z.B. durch einen PC mit gutem Prozessor und Grafik, werden daraus 50 Euro.. läuft das Warmwasser über Strom, rechne mal mit 80 bis 150 Euro, je nachdem wie lange du duscht.
Heizung (Gas oder Öl) kostet pro Monat ca. 50 bis 80 Euro (je nach Verbrauch)

Dazu kommen dann Kosten wie Telefon, Handy, Internet, eventuell Kabelgebühr...
Musst du zur Arbeit fahren ? Bus, Auto oder Moped ? Dann rechne die Fahrtkosten.

So nun musst du noch "leben" oder besser gesagt "überleben" und das bedeutet das du Nahrung brauchst (man kann mit 50 Euro im Monat auskommen.. Nudeln und Wasser !) aber rechne mal mindestens 100 Euro für Essen und trinken.
Darauf kommen dann noch gelegentliche Kosten für Kleidung (mindestens 10 Euro pro Monat und das heisst Sparsam und Kik) dann noch laufende Kosten für Waschmittel, Spülmittel , Klopapier etc.

Also ich sage ganz ehrlich, das 800 Euro machbar sind und gerade so ausreichen können, aber wirklich neben dem reinen Wohnen leisten können wirst du dir nicht wirklich.
Party am Wochenende, Kino und Co. dürften da nicht drinn sein, es sei denn du wohnst in einem kleinen Loch ohne Fenster und mit Schimmel an den Wänden oder sitzt ohne Strom und Heizung die meiste Zeit draussen irgendwo auf einer Bank und betrachtest die Natur.

Vertue dich da einfach mal nicht... "leben" ist einfach nur sau teuer und 800 Euro ist gerade einmal das was jemand mit Hartz 4 bekommt. (Einzelperson, keine Familie)
 
L

LinusVanPelt

Gast
Das wird man dir pauschal leider nicht beantworten können - mit 700-800€ lebst Du in Halle extrem gut, in München kann es sehr eng werden. Es kommt auf den Ort an.
So ganz grundsätzlich: Käme für dich auch ein WG-Zimmer in Betracht? Du solltest nämlich bedenken, dass neben der Miete (und ggf. Heizkosten, wenn die in der Miete noch nicht enthalten sind) auch noch Stromkosten sowie Internetkosten und der Rundfunkbeitrag hinzukommen; das sind Kosten, die man sich in der WG teilt.
 
E

Eisbär504

Gast
Okay, danke aufjedenfall mal für eure Antworten! Dachte schon dass das kein Kinderspiel wird, war trotzdem sehr nett und aufschlussreich dass es ausführlich erklärt wurde. Würde ich die richtigen Leute kennen würd ich natürlich gerne in einer WG wohnen. Leider kenn ich aber keine, auch im Internet werden zumindest in meiner Umgebung meistens nur Anzeigen von WGs veröffentlicht, die ausschließlich Studenten aufnehmen wollen.

Da kann ich wohl nur die Daumen drücken und hoffen dass mich ggf. vielleicht eine Zeitarbeit-Firma o.ä aufnimmt, wo ich für Vollzeit mehr Kohle und somit hoffentlich bald eine eigene Wohnung bekomme.

Danke nochmals und Liebe Grüße
 
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Gast

Gast
Ja aber, das finde ich jetzt nicht so realistisch. Du möchtest eine Ausbildung beginnen und vorher erst mal so jobben um Dir eine Wohnung zu leisten.
Dann wäre aber wichtiger, was Du während Deiner Ausbildung bekommst, statt den Lohn von ein paar Monaten vorher als Grundlage zu nehmen.
Deine Ausbildungsvergütung sollte der Maßstab für Deine Wohnung sein. Oft ist das schwierirg, aber man kann dann noch zusätzlich Wohngeld beantragen.
 
G

Gast

Gast
Heutzutage hat sich der Zeitpunkt zum Ausziehen stark nach hinten verschoben.

Konnte man sich vor 20-30 Jahren in der Ausbildung noch locker eine Wohnung, ein Auto und regelmäßige Barbesuche leisten, ist das heutzutage nicht mehr drin.

Wer es kann, verbringt seine Ausbildung oder das Studium im Elternhaus. Wem das nicht möglich ist, wird finanziell schnell seine Grenzen kennenlernen. Wenn man Freunde oder einen Partner zum Gründen einer WG hat, kann man diese Belastungen noch etwas dämpfen. Aber wehe man muss als Single für alle Kosten selbst aufkommen.

Eine kleine Wohnung kostet in Deutschland bereits mehr, als Leute in ärmeren Ländern Europas monatlich verdienen und der Trend geht leider nicht nach unten.
 
K

kasiopaja

Gast
Da kann ich wohl nur die Daumen drücken und hoffen dass mich ggf. vielleicht eine Zeitarbeit-Firma o.ä aufnimmt, wo ich für Vollzeit mehr Kohle und somit hoffentlich bald eine eigene Wohnung bekomme.
Mach lieber eine Ausbildung. Sonst musst Du noch ewig so rumrechnen. Ohne Lehre kriegst Du nie einen anständig bezahlten Job.

Dann würde ich noch lieber die Ausbildung und einen Minijob in Betracht ziehen, als Zeitarbeit ohne Lehre.
 
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Eisbär504

Gast
Mach lieber eine Ausbildung. Sonst musst Du noch ewig so rumrechnen. Ohne Lehre kriegst Du nie einen anständig bezahlten Job.

Dann würde ich noch lieber die Ausbildung und einen Minijob in Betracht ziehen, als Zeitarbeit ohne Lehre.
Grundsätzlich stimmt das schon. Nur plan ich ja nicht den Rest meines Lebens als Zeitarbeiter zu arbeiten. Ich dachte dass ich vielleicht jetzt etwa 1 Jahr oder mehr als Zeitarbeiter arbeite, mir genug Kohle anspare oder ggf. nach einigen Monaten einen Kredit aufnehme, dann den Job kündige und die Ausbildung beginne. Mit dem ersparten oder dem Kredit deck ich dann die Wohnkosten bis ich die Ausbildung abgeschlossen habe, oder such mir nebenbei einen Teilzeitjob.

Steht zumindest so auf dem Papier, obs in der Praxis funktioniert?
Da muss ich mich noch genauer erkundigen.
 

Mirila

Aktives Mitglied
Wat, kann man so leicht einen Kredit aufnehmen?

Ich find den Plan jedenfalls nicht optimal. Warum suchst du dir nicht eine Ausbildung. Wenn das Geld nicht reicht und du für die Ausbildung weiter weg ziehen musst, kannst du auch mit BAB aufstocken. Kenne genug Leute die in einer kleinen Wohnung mit Ausbildung leben. Solange du nicht in eine riesige Großstadt willst, ist das absolut machbar/bezahlbar.

Mit 22 würde ich auch aufhören weiter Zeit ohne Bildung zu verplämpern. Nicht das du irgendwan zu alt wärst, aber es sieht schon etwas hässlich und planlos im Lebenslauf aus.

Zudem erlaubt nicht jeder Arbeitgeber einen Teilzeitjob, insofern du dafür überhaupt Zeit findest. Btw mit Zeitarbeit verdient man ja nun auch nicht wirklich viel.
 

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