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Wieder einmal ein Borderline Thema

rancor

Neues Mitglied
Guten Abend,

ich möchte nicht nerven, doch all meine eigenen Recherchen führen immer nur zu teilweisen Erkenntnissen und werfen nur mehr Fragen als Antworten auf. So viele Geschichten/Berichte habe ich gelesen und konnte mich nur teilweise darin wieder finden. Und so möchte ich nun mal meine Geschichte erzählen und hoffe auf ein Paar aufschlussreiche Kommentare.

Wo fange ich an?
Meine Vorgeschichte, mein bisher schlimmstes Erlebnis, oder das extrem tiefe Loch in dem ich sitze?

Ich bin 34 Jahre alt und habe eine Freund welche 11 Jahre jünger ist. Sie ist an Borderline erkrankt.
Das wusste ich von Anfang an und auch ihre extrem schreckliche Kindheit hat sie nicht vor mir verborgen. Ich könnte weinen wenn sie mir davon erzählt und ich kann nur zu gut verstehen, dass ihr Lebensmut....

OK
Nochmal von vorne:

Ich bin seit meinem 18. Lebensjahr Drogensüchtig gewesen. Habe seit knapp 2 Monaten keine Drogen mehr genommen. Ich erkannte eine "Möglichkeit/Chance" und nutzte sie!
Ohne Zwang, eine für mich neue, ganz freie Entscheidung mit diesem Thema abzuschließen.
Was ich sagen möchte ist, dass es für mich dieses mal (zum ersten mal) richtig ernst ist.

Ich war verheiratet und habe bestimmt auch durch meine/unsere Drogensucht diese Ehe...
Eher durch mangelte Aufmerksamkeit meine Frau in die Arme eines Anderen getrieben.
Diese Zeit war sehr schwer für mich, da ich noch 2 Kinder habe. Das war richtig schlimm und die Drogen und fast 3 Jahre Nerventerror..., jedenfalls habe ich es geschafft zu überleben und dieser Sommer 2011 war nach so langer Zeit wieder "Fühlbar".
Ich möchte gar nicht so weit ausholen, dies ist aber meine Vorgeschichte!
Ich habe damit abgeschlossen, sie akzeptiert und es ist tatsächlich OK so wie es ist.
Meine Kinder sehe und habe ich zu gleichen Teilen und seit dem meine Ex-Frau auch einen neuen Freund hat, ist das Verhältnis deutlich besser.

Jetzt möchte ich zu meinem eigentlichen Problem kommen. Meine Freundin!
Leider nahm ich meine Sucht mit in diese neue Beziehung. Was den Vorteil hatte, dass ich mich nicht meinen Gefühlen stellen musste, aber auch den Nachteil, dass ich nicht merkte wie sehr ich meine Freundin damit belastet habe.

Ich muss nun einen Sprung in die jüngere Vergangenheit machen.
Eines Abends habe ich bemerkt, dass meine Freundin sich nicht aus einem sozialen Netzwerk abgemeldet hat. Ich war da schon 1 Monat (locker!) ohne Drogen ausgekommen.
Aber auf einmal meldete sich mein Bauchgefühl, dieses Gefühl wie damals bei meiner Frau. Ich musste einfach hineinschauen und lesen. Und mein Gefühl hat mich nicht "betrogen" Ich konnte dort lesen, wie sie sich mit einen Anderen man .... Auch nicht.. Er fragte nach einem Treffen, über ein Wochenende, zum besseren Kennenlernen und einige Andeutungen "nicht nur TEE zu trinken". Und sie sagte zu. Sie haben sich so wie ich es lesen konnte nicht getroffen, da diese Anfrage immer wieder wiederholt wurde.
Fazit: Ich habe keinen Grund davon auszugehen, dass sie sich mit ihm getroffen hat.
Doch jetzt geht es erst richtig los mit meiner Geschichte:
Ich erkundigte mich über Borderline. Warum habe ich dies nicht vorher gemacht? Weil ich wahrscheinlich zu ignorant war, mich hinter Drogen verstecken konnte.... ich weiß es nicht.
Ich lass dort so viel niederschmetterndes. Dinge, Fragen, Antworten, ?Tatsachen?.
Und immer wieder erkannte ich mich selber?!? So viele "Eigenschaften", Verhaltensmuster, das bin ich. Ich muss gerade mit den Tränen kämpfen.
Was ist passiert?
Ich stecke in einem tieferen Loch wie damals bei meiner Frau.
LÜGEN: Borderliner lügen.... Das mach ich doch auch und das nicht zu knapp
Meine Freundin ist sehr schlau und erzählt mir, dass sie die Aufforderung so nicht verstanden habe. Sie schrieb ihm aber dass ich ihr Geld geklaut habe, ihre Sachen verkauft habe nur um an Drogen zu kommen. Das stimmt einfach nicht, was soll das?
Es ist alles so durcheinander, genau wie diese Geschichte.
Ich haue jetzt alles raus, so wie es kommt:
Wir schliefen bereits am zweiten Tag miteinander, obwohl sie von so vielen Männern gepeinigt wurde. Dinge die damals getan wurden um sie gefügig zu machen, machen ihr bei mir "Spaß"/Lust. Einige dieser Geschichten stellten sich im Nachhinein als doch etwas anders abgelaufen dar. Sie sagte ich wäre der erste Mann, bei der sie sich gehen lassen kann, mit dem sie gerne Sex hat. Doch ich weiß das es auch Andere gab, welche sie auch gut behandelten. Ich bin so vorsichtig, vermeide alles was sie an diese schlimme Zeit erinnern könnte. Aber so wie ich mitbekommen habe waren nicht alle die Monster, als welche sie sie ausgab. Stellenweise hat sie sogar noch (oder wieder) Kontakt zu diesen Menschen... Wie geht das?
Aktuell ist es bei mir so, ich nehme nach wie vor keine Drogen und will es auch nicht mehr. Ich habe mir ärztliche Hilfe geholt. Bekomme Opipramol und .......
Saufe mir jeden Abend die Rübe zu. Ich halte es nicht aus. Dabei trinke ich gar keinen Alkohol.
Ist es eine Verlagerung? Ich vertraue ihr nicht! Immer mehr Geschichten die sie mir erzählt und erzählt hat, halte ich für unglaubwürdig. Sie widersprechen sich, dies tun sie wirklich. Und das sind nur in seltenen Fälle welche, in denen es um Sex geht. Ich war Jahrelang Eisenbahner/Zugchef und sie erzählt mir eine derart aberwitzige Geschichte wie sie beim Schwarzfahren erwischt wurde. Ich kenne mich doch aus und so wie sie es erzählt, so läuft das nicht. Das war nur ein Beispiel.
Ach Leute, ich weine jeden Tag, einfach so. Habe 14 Kilo abgenommen. Bin total fertig. Mein Kopf schreit: "Löse Dich, schüttel Sie ab" Mein Herz: " Ich liebe sie doch so sehr" Mein Bauch: "Oha, Vorsicht mein Freund, da ist noch was". Ich verhalte mich so, wie ich es über Borderliner gelesen habe. Ich belaste sie mit meiner Traurigkeit, ich schaffe es nicht sie mal in Ruhe zu lassen. Sie ist gerade wieder zu Hause und ich möchte sie anrufen, ihr sagen das ich sie Liebe und das ich ihr nicht vertraue, dass ich sie hasse und sie küssen möchte. Ich möchte das sie bei mir ist und will dass sie ihre Ruhe hat.
Warum bin ich den nur so ein A...loch, warum habe ich nichts vom dem gelernt, was ich vorher erlebt habe? Am 07.02 lasse ich mich bei einer Neurologin untersuchen. Es kann doch nur an mir liegen. Ich habe jetzt so viel geschrieben und konnte doch nichts erzählen. An so vielen Stellen möchte ich viel mehr dazu sagen und schon sind meine Gedanken wieder woanders. Ich will nicht nochmal die letzten 3 Jahre durchmachen. Was soll ich den nur machen. Ich verhalte mich wie ein Teenager. Soll ich jetzt noch einmal anrufen und mich entschuldigen, dass ich so ruppig war, oder lieber es so machen wie ich es mir selber geschworen habe, sie erst mal in Ruhe zu lassen. Und schon kommen die Gedanken, was macht sie jetzt? Ich muss doch mich wie ein Mann verhalten und nicht wie der Waschlappen, welchen ich derzeit darstelle.
Kranke sche**e, oder?
MANIPULIEREN: Ich merke davon nichts! Aber ich empfinde die gemeinsame Zeit mit meinen Kindern gerade als große Last. Ich liebe sie und werde immer hinter und zu ihnen stehen. Sie geht immer wenn sie kommen, war nie anders. Doch jetzt belastet mich ihre Abwesenheit. Vorher konnte ich es kaum erwarten, da konnte ich dann meiner Drogensucht frönen. Ja, ich war so verantwortungslos zu kiffen, wenn meine Kinder da waren. jetzt ist es ganz still, viel zu still unerträglich leise und ich merke wie mir die Tränen herunter laufen.
Habe gerade angerufen und mich für meine derzeitige Verfassung entschuldigt. Aber besser fühle ich mich jetzt wieder nicht. Am Besten ist es jetzt wohl um keine Kommentare zu bitten. Ich habe mich gerade mal etwas ausgelassen und möchte eigentlich gar nichts über meine Drogensucht hören, oder Kritik an meiner Person. Ich möchte ehrlich gesagt gerade nur in den Arm genommen werden und mich dort wohlfühlen können. Ich möchte nicht schon wieder ein Fernglas benutzen müssen, um das Licht am Ende des Tunnels sehen zu können. Und ich möchte nicht schon wieder mein mickriges Dasein damit begründen zu müssen, dass ich doch noch einen Auftrag habe. Nämlich meine Kinder groß zu ziehen und für das Leben,welches ich ja so vorbildlich beherrsche, vorzubereiten. Ich will nicht schon wieder vor einem Baum stehen und mit meinem Gürtel um dem Hals am Boden liegend aufwachen. Das war doch so schön, als ich diesen Sommer seit so langer Zeit wieder einmal die Sonne spürte. Ohne zu weinen eine Sonnenuntergang zu genießen geschweige den ihn auszuhalten und mich nicht nach wenigen Minuten abwenden zu müssen.
Das alles kann doch nicht der Auslöser einer solchen e-mail gewesen sein.
Habe ich vielleicht auch diese Krankheit und meine Freundin kann halt nur viel besser damit umgehen, weil sie schon Jahre lang Erfahrungen gesammelt, Hilfe bekommen hat und ich mich selbst mit Kiffe behandelt habe? Ich muss jetzt aufhören, ich komme sonst wieder zu einem Punkt, an dem ich mich selber Fragen muss: "Was willst du den überhaupt noch hier"
Dabei wollte ich nur über mein Problem mit Borderline schreiben und wie wenig ich es verstehe. Trotz der vielen Stunden die ich mich damit beschäftigt habe.
Hey, vielen Dank, dass du dies hier bis zum Ende durchgelesen hast.
Komisch, aber das hat mir auch schon geholfen.

Danke
 

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rancor

Neues Mitglied
Frohe Weihnachten Zusammen!

Jetzt sind wieder einige Tage ins Land gegangen und es wird immer noch nicht besser. Kurze Momente in den es erträglich ist.... Aber es will einfach nicht besser werden.
Die "komischen" widersprüchlichen Aussagen meiner Freundin nehmen nicht ab.
Nehmen sie den nicht wirklich nicht ab, oder drehe ich sogar langsam durch?
Was habe ich, was weiß ich:

Ich habe eine Freundin, welche sehr Aufmerksam zu mir ist, sie sagt, dass ich sie verunsichere und sie nicht weiß was sie sagen noch tun soll. Wir schlafen miteinander, wir halten uns, sie sagt wie sehr sie mich braucht und liebt. Auch das es ihr Leid tut, was sie gemacht hat. Sei weint sehr viel und hat sich Medikamente verschreiben lassen.
Das was ich über ihre Krankheit gelesen habe trifft nicht (so heftig) auf sie zu. Jedenfalls nicht so, wie ich gelesen habe.
Aber bei mir...
Ich entwickle in Bruchteilen von Sekunden Theorien, vor denen ich mich selber erschrecke.
Gedanken die ich auch nicht mehr so einfach Wegdenken kann. Ich erzählte ihr davon, sagte das ich ihr so was nicht unterstelle. Aber das diese Gedanken da sind. Ihre Reaktion darauf bekräftigten meine Gedanken?!? Völlig das Gegenteil von dem was ich erwartet hätte.
Mein Alkoholkonsum ist derzeit bei nahezu Null, da ich es übertrieben habe und mir die Sache "nochmal durch den Kopf ging". Jetzt kann ich das Zeug nicht mehr riechen geschweige den, trinken. Drogen will ich immer noch nicht nehmen, erwische mich aber bei den Gedanken dabei, wie sehr sie mir beim verdrängen geholfen haben.
Leute was ist los mit mir? Ich habe am ganzen Körper rote Flecken bekommen, ich habe schreckliche Bauchschmerzen, ich rieche überall Verrat und Betrug. Ich bekomme sehr oft keine Luft, dass Atmen fällt mir extrem schwer. Das schlimme ist aber, das ich das Gefühl habe das nichts bei rum kommt. Ich ersticke, obwohl ich mich selber Atmen hören kann.
Diese Schei.. Heulerei ... Derzeit stelle ich nur noch ein Schatten meiner selbst dar. Eine Heulsuse, Jammerlappen (so wie jetzt).
Ich habe nun wieder verschieden Dinge widerlegen können (glaube ich). Schei... ich denke sogar, dass sie gelegentlich Anschaffen geht.
Ihr wollt Beweise? Ich habe keine... Ich habe aber Aussagen welche genauso und sogar noch wahrscheinlicher sind, dass es nicht so ist.
Wenn ich diese mal um Kommentare bitte, weiß ich schon was kommen wird.
Quäle diesen Menschen nicht. Trenne dich. Vielleicht auch "Du hast evtl Recht".
Ich versuchte mit ihren Brüdern zu reden, was sie mir aber untersagte.
Sie ist nun wieder zu Hause, weil sie im Moment es nicht aushält, wenn meine Kinder da sind.
Ich vermisse sie so sehr.
Normalerweise bin ich ganz Widder und halte mich mit so etwas nicht auf. Kann das dieses Manipulieren sein? Hat sie mich an den sprichwörtlichen "Eiern".
Ich würde sie so gerne Dinge Fragen... Ich will sie aber nicht mit der Vergangenheit konfrontieren. Sie selbst erzählt zwar von sich aus, ich traue mich aber nicht Nachzufragen.
Derzeit spreche gar nicht meine Situation an. Ich habe irgendwie alles gesagt und komme damit nicht weiter... Also bin ich still. Dann bohrt sie, fragt nach und ich kann doch nicht als von meinen Gefühlen und Gedanken erzählen, ich verunsichere sie damit, ziehe sie runter, mache mich Angreifbar. 7.02.12... der Tag an dem ich bei einer Neurologin sitze. Ich habe beschlossen erst mal diesen Termin abzuwarten, mich wieder zu finden und dann erst Entscheidungen zu treffen. Welche ich, seien sie auch noch so schmerzhaft, ertragen muss und werde. Tolle Worte, oder? Tja wenn es bis dahin nicht noch Lichtjahre wären. Wie oft schweigt meine Freundin wenn ich etwas erzähle. Ich erwarte eine Antwort und sie ist still.
Für mich ist das immer eine schweigende Zustimmung. Sie sagt, dass sie nicht sofort Antworten kann, dass sie so einiges erst einmal verdauen muss. Tja, das kann es natürlich auch sein.
Ich darf sie nicht länger quälen, dies wurde ihr schon genug angetan.
Ich weiß von mir selber, dass ich immer aufstehe. Widder eben....
Kann mir irgendjemand erklären was mit mir abgeht, wieso ich mich selbst hier (das Schreiben hat mir schon immer geholfen) nicht artikulieren kann? So ein Zeug stammle?
Ich fühle mich schlechter, als es mir damals ging, als mich meine Frau wirklich betrogen hat.
Damals hingen (und hängen) Kinder dran, es war eine Ehe, meine kleine Familie. Wieso trifft mich das hier so viel mehr?
 

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