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Wie überzeuge ich meinen Chef von Homeoffice?

G

Gast

Gast
Liebe Leute, unter der Woche lebe ich getrennt von meiner Freundin, weil meine Arbeitsstelle leider sehr weit weg von ihrem Wohnort ist. Ich könnte meinen Job zum allergrößten Teil problemlos von zuhause aus erledigen. Nur: Der Chef will das nicht. Wie kann ich ihn von Home Office überzeugen?
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
wenn du deinen Chef gut kennst, weißt du
vielleicht auch, auf welcher Argumentations-
schiene du ihn womöglich überzeugen kannst.

Also mal deine bisherige Erfahrung und die
von anderen durchgehen und schauen, was
bereits funktioniert hat.

Was klappen könnte (!):
- auf einen Teil vom Gehalt verzichten als
Ausgleich für die gesparte Zeit
- einen Testmonat vereinbaren und dann
offen darüber sprechen, wie es gelaufen ist
- mit einem Tag in der Woche anfangen
- zusätzliche Aufgaben übernehmen, die ihm
lästig sind oder für die er ansonsten Geld be-
zahlen muss
- Verfügbarkeit am Samstag anbieten als
Ausgleich für größere Flexibilität (oder etwas
Vergleichbares)
- dir eine andere Stelle suchen und dann mit
ihm verhandeln, dass du bleibst, wenn du
dein Homeoffice bekommst

Berichte mal, was funktioniert hat!

Viele Grüße,
Werner
 
G

Gast

Gast
Als Chef und Vorgesetzter bin ich gegen Homeoffice.

Gründe: Wegen Datenschutz muss ich die Hardware und eine sichere Internetverbindung stellen. Kostet Geld.

Es muss sichergestellt sein, dass keine dienstlichen Dinge auf einem Privatrechner landen.

Der Mitarbeiter muss auf das Firmen- bzw. Behördennetzwerk Zugriff haben.

Keine Kontrolle, was der Mitarbeiter wirklich macht.

Nur wegen der Freundin und der persönlichen Stimmungen da zustimmen?

Soll er sich einen anderen Job suchen.
 
G

Gast

Gast
Ich habe aufgrund meiner privater Situation (alleinerziehender Vater mit 2 Kindern, meine Frau starb vor fast 4 Jahren und arbeitete im gleichen Unternehmen) Homeoffice und ich glaube bis heute nicht, dass ich dadurch weniger produktiv bin, mehr Kosten verursache oder sonst etwas. In anderen europäischen Ländern geht das auch viel einfacher - da ist D-land leider noch etwas hinterdran.

Warum soll ein Chef nicht kontrollieren können ob ich von Hause aus etwas arbeite oder nicht ? Ich bin froh, dass mein Chef dieses Vertrauen hat und ich wäre froh es gäbe viel mehr solcher Chefs (ob ich im Unternehmen oder zu Hause bin, spielt keine Rolle - glaubt es mir einfach :))
 

Darknessgirl

Aktives Mitglied
Ich finde Home-Office nicht schlecht, habe das Angebot von meinem Unternehmen für die reisefreien Zeiten bekommen, aber abgelehnt. Ich habe zu viele Bedenken, von Kollegen oder Neuigkeiten abgeschnitten zu sein. Ich würde nicht so gerne zu Hause alleine vor mich hin arbeiten wollen. Für die Karriere ist es sicher auch nicht förderlich, da man beim Chef einfach nicht präsent ist. Wenn man eine flexible Lösung braucht, kann es aber helfen.

Nur weil die Freundin weit weg wohnt, würde ich es aber nicht machen.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, lieber Gast,

Du erwartest von uns Argumente bzw. Hilfe, ohne die Situation bzw. die Argumente Deines Chefs zu beschreiben.
Ich schliesse daraus, dass Du noch nicht erkannt hast, wie wichtig es ist, dass "wir" Deinen Chef und seine Interessen verstehen. Kann es sein, dass Du noch nicht ausreichend die Gründe Deines Chefs kennengelernt hast?

Die Hinweise von Werner finde ich auch zielführend.

LG, Nordrheiner
 
G

Gast

Gast
Das wird nix, wenn das die Firma nicht anbietet.
Erfordert mehr wie nur vertrauen und eine Netzwerk Verbindung.
In Deutschland hat sich die Anzahl derer, die im Homeoffice arbeiten, in den vergangenen Jahren deutlich verringert.
In deutschen Unternehmen herrschen immer noch große Vorurteile gegen die Arbeit vom heimischen Schreibtisch aus.
Hat auch Nachteile , wie z.B. Beförderung:
Wer sichtbar ist, den merkt man sich eher, als jemanden, der nur dann in Erscheinung tritt, wenn etwas nicht stimmt.
Mitarbeiter, die flexibel oder in Teilzeit arbeiten, laufen Gefahr, nicht als Leistungsträger gesehen zu werden - während die ständig anwesenden Kollegen als Top-Performer gelten.
Wer Homeoffice macht, fällt aus der internen Kommunikation raus.
Haben sich die Vertragspartner geeinigt, muß der Arbeitgeber als nächstes eine Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes durchführen, um sicherzustellen, daß der Arbeitnehmer auch am heimischen Arbeitsplatz gute Arbeitsbedingungen vorfindet und nicht krank wird.
Wie kann man sicherstellen, daß Dritte keine vertraulichen Daten zu sehen bekommen?
Darf der Arbeitnehmer seinen privaten Telefon- und Internetanschluss für die berufliche Tätigkeit benutzen?
Wer stellt die Geräte zur Verfügung?
Auch das Arbeitszeitrecht kann problematisch werden.
Wie kann der Arbeitgeber gewährleisten, daß der Mitarbeiter nicht übermäßig viele Überstunden macht oder die erforderlichen Pausen einlegt.
Das jetzt nur für einen der das will.....rechnet sich nicht.
 
B

Blackjack

Gast
Als Chef und Vorgesetzter bin ich gegen Homeoffice.

Gründe: Wegen Datenschutz muss ich die Hardware und eine sichere Internetverbindung stellen. Kostet Geld.

Es muss sichergestellt sein, dass keine dienstlichen Dinge auf einem Privatrechner landen.

Der Mitarbeiter muss auf das Firmen- bzw. Behördennetzwerk Zugriff haben.
Dann würde ich auch sicher gehen das die Mitarbeiter in abhörsicheren Bunkern sitzen mit physisch getrennten Leitungen zur außerbetrieblichen Infrastruktur. Alle müssen ihre Telefone am Eingang abgeben.:D
Zum Ernst der Lage zurück.
Fernzugriff über eine verschlüsselte Verbindung ins Firmennetzwerk ist schon seit mehreren Jahren Standard.
Der Mitarbeiter meldet sich von seinem Rechner aus an einem RAS-Knotenpunkt der Firma an über den er dann auf seinem Arbeitsplatz vor Ort oder einer virtuellen Maschine auf einem Server vor Ort oder Cloud seine Arbeit erledigt. Es kostet übrigens nicht mehr wenn man im Gegenzug den Arbeitsplatz vor Ort einspart. Es ist im Gegenteil sogar günstiger.

"Kostet Geld" ist übrigens keine Aussage eines richtigen Chefs. Wenn es sich rentiert ist es eine Investition. Scheut man sich Geld auszugeben ist man sowieso in seiner verantwortlichen Position falsch besetzt.

Keine Kontrolle, was der Mitarbeiter wirklich macht.
Der Mitarbeiter soll nicht kontrolliert werden. Er hat seine Aufgaben zu erfüllen. Das ist das worauf es ankommt.

Nur wegen der Freundin und der persönlichen Stimmungen da zustimmen?
Ein Mitarbeiter dessen Privatleben in erheblichem Maße von der Arbeit bestimmt wird, ist ein ineffizienter Mitarbeiter.


Fazit: Sie sind kein Chef auch wenn sie sich in einer derartigen Position befinden.
 
B

Blackjack

Gast
In Deutschland hat sich die Anzahl derer, die im Homeoffice arbeiten, in den vergangenen Jahren deutlich verringert.
Aber nicht aus den genannten Gründen. Aus den Homeoffice-Jobs sind Freelancer-Jobs geworden eben mit bedingt durch "Flexibilisierung" und Umgehung von Anforderungen und Bürokratie.

Die weiteren genannten Gründe was Beförderung und Mitarbeiterbeurteilung betrifft mögen in einer Behörde noch funktionieren. In der freien Wirtschaft ist das altbacken. Top-Performer in diesem Zusammenhang ist Politiksprech und kein Business-Sprech, hat also nichts mit Fakten zutun. Wer mehr darauf achtet ob die Mitarbeiter präsent oder pünktlich sind, der ist entweder schon im "Ich sitz meine Zeit bis zum Ruhestand ab"-Modus oder hat den Fortschritt verpennt.
 
G

Gast

Gast
Liebe Leute, unter der Woche lebe ich getrennt von meiner Freundin, weil meine Arbeitsstelle leider sehr weit weg von ihrem Wohnort ist. Ich könnte meinen Job zum allergrößten Teil problemlos von zuhause aus erledigen. Nur: Der Chef will das nicht. Wie kann ich ihn von Home Office überzeugen?
Was ist das für eine Tätigkeit, die du ausübst? Was ist das für ein Betrieb?
Es ist schwierig einen Tip/Urteil abzugeben, wenn man keine Infos zur Tätigkeit hat.

Wie schätzt du deine Beziehung zu deiner Freundin ein? Ist das erstmal so eine "Beziehung auf Probe mit ungewissen Ausgang" oder hat das eine gute Perspektive? Wäre es vielleicht eine Option, dass einer von euch beiden in der Stadt des anderen sich bewirbt und dann umzieht?
 

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