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Wie soll ich nur darüber reden? !

jessy.84

Mitglied
Hallo liebes Forum,

ich habe schon einige Beiträge von Euch gelesen und ich möchte erstmal sagen, dass ich es toll finde.

Jetzt kommen wir auch schon zu meinem Problem.

Erst einmal zu mir..ich bin 26 Jahre und seit ca 2 Jahren in Therapie.
Der eigentliche Grund für die Therapie ist Missbrauch in meiner Kindheit und die Folgen unter dennen ich leide..leider wurde es noch nicht so oft angesprochen.
Von meinem 5 bis ca 12 Lebensjahr wurde ich missbraucht..und dann noch einmal mit 16 von jem. Fremden!

Ich würde es gerne ansprechen aber ich schaff es nicht :(
Meine Therapeutin fragte mich letztes Mal wie wir es schaffen? Ob ich Angst habe das es unserer Beziehung schadet oder Sie es nicht verkraftet..?!
Ich vertraue Ihr sehr aber es ist ja nicht so, dass man erzählt wie die letzte Woche so war..!! :(
Wir haben vereinbart das Sie es beim nächsten Mal anspricht und wir schauen wo es hinführt..aber ich hab echt angst davor..ich weiß nicht wie ich anfangen soll..wo ich anfangen soll..?!

Gibt es hier jemanden der sich in Therapie befand oder befindet und diesen Schritt schon gemacht hat? Wie habt Ihr es geschafft..?

Ich hoffe mir kann jem 'Tipps' geben

LG
 

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Gast

Gast
Hallo :)

Was machst du für eine Therapie?

Es ist ja auch ncht so einfach, darüber zu reden. Hat die Therapeutin dir keine Techniken angeboten (Emdr oder so etwas) , damit dir das reden leichter fällt?
Mir hat es geholfen, einiges erstmal für mich selbst aufzuschreiben. Schritt für Schritt konnte ich mcih dann öffnen.
 

Silan

Aktives Mitglied
Hallo jessy,
deine Angst solltest du ernst nehmen. Sie ist ein guter Indikator um festzustellen, ob der von dir erlebte Missbrauch "schon" dran ist.
Leider gibt es immer noch viele Therapeuten, die meinen dass ein Trauma sich nur auflösen kann, wenn man das Geschehene anspricht und nach Möglichkeit detailiert in der Therapie bespricht. Aber das ist sehr gefährlich, die Wahrscheinlichkeit einer Retraumatisierung ist viel höher als die Wahrscheinlichkeit, dass sich dadurch das Trauma auflöst, wenn sowas nicht sehr gut vorbereitet ist.
Ich vertraue Ihr sehr aber es ist ja nicht so, dass man erzählt wie die letzte Woche so war..!! :(
Doch, dass ist ein großes Thema in einer Traumatherapie. Wie war die letzte Woche, was war schlimm? Was war gut? Wie komme ich mit dem was was in der Woche war besser zurecht und wie kann ich mich vor schlimmen Erinnerungen schützen?... Stabilisierungsarbeit nennt man das und dass ist ein Großteil der Therapie. Erst wenn man wirklich stabil ist und gelernt hat mit schwirigen Situationen umzugehen kommen die schwereren Inhalte dran, wenn überhaupt.
Hat deine Therapeutin eine Traumaausbildung? Das wäre wichtig um sicher mit Traumainhalten arbeiten zu können, und die Gefahr einer Retraumatisierung für dich so gering wie möglich zu halten. Sollte sie keine traumatherapeutische Ausbildung haben, solltest du dir überlegen ob du dir eine solche Therapeutin suchst.

Ich mache schon sehr viele Jahre Therapie und habe mich die ersten ca 10 Jahre gewundert, dass es mir einfach nicht besser ging, sondern zeitweise sogar sehr viel schlechter. Das lag an diesen Gesprächstherapien, wo die Therapeutinen meinten, jedes Trauma dass sich zeigte ins Detail auseinandernehmen zu müssen und ich immer wieder aufs neue in die Traumafalle gelaufen bin. Erst als ich vor ca 15 Jahren mit Traumatherapie angefangen habe, ging es mir langsam aber stetig besser. Ich konnte dann sogar einige Jahre ganz ohne Therapie leben und es ging mir gut.

Liebe Grüße
Silan
 
Zuletzt bearbeitet:

jessy.84

Mitglied
Hallo Silan,

erstmal Danke für deine Antwort.

Ich stelle grade fest, dass ich mich beim Schreiben auch nicht wirklich gut ausdrücken kann..
Ich muss sagen meine Therapeutin zwingt mich zu gar nix und wenn Sie feststellt das ich über erwas nicht reden mag hakt Sie auch nicht weiter. Ja Sie hat eine Traumaausbildung..hab ich damals exrea drauf geachtet!

Der Satz unten war eher so gemeint.. das es mir leicht fällt über die letzte Woche zu reden und mir da der Einstieg einfach fällt und der Missbrauch ja nicht so einfach ist wie über die letzte Woche zu reden?! Hoffe man versteht was ich meine?!

Und die Angst von mir bezieht sich mehr auf alles andere..also nicht was es unbedingt bei mir auslöst..ich lebe seit vielen Jahren damit und musste immer alleine damit umgehen..und immer wenn ich mich jemanden teilweise anvertraut habe war die Person danach komisch/anders oder sogar abweisend :( und die wussten nicht mal annähernd alles :(
Ich versuche irgendwie immer alles alleine zu schaffen und alle zu beschützen (eine Folge mit der ich lebe) und ich glaube ich will meine Therapeutin 'beschützen'..ach ich weiß auch nicht so genau..
Ich finde zumindest keinen Einstieg obwohl ich es doch will..
 

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