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Wie soll ich mich bei Familie outen? (SVV)

nothingiseasy

Mitglied
Hey Leute,
wie bereits in anderen Threads erwähnt habe ich SVV. Und gerade beim Shoppen merke ich, wie nervig das ist, die Narben (linker Arm) zu verstecken. Jetzt möchte ich mich gerne bei meiner Familie outen, aber ich weiß noch nicht wie.


Bei mir ist das so: Ich wohne bei meiner Mutter mit meinem Stiefvater, Schwester und Bruder. Mein Vater wohnt woanders allein, hat aber eine Freundin die eine Tochter hat, und mit denen gehen wir jeden Sommer in den Urlaub.

Ich hab zu keinem meiner Familie Vertrauen, und mein Vater dramatisiert auch gerne kleine Situationen und lässt sie nach einem Gespräch auch nicht in Ruhe. Bei ihm kann ich mir vorstellen, dass er mich nach dem Geständnis auch noch dauernd nach den Hintergründen fragt, und das will ich einfach nicht...

Die Reaktionen von meiner Mutter und so kann ich mir weniger vorstellen, da sie schon ziemlich ausgerastet ist, als sie mal bei mir Schlaftabletten gefunden hat. Meine Schwester macht manchmal Witze übers Ritzen, aber da ich nie dabei lache, merkt sie glaub ich dass es falsch ist. Daher hab ich vor den Reaktionen von allen Angst, dass sie mich anders behandeln, anschreien oder dass z.B. meine Schwester und unsere Fast-Stiefschwester sich mit mir im Sommer nicht zeigen wollen oder allgemein sich nicht mehr mit mir raus trauen.

Noch zu wissen wäre, dass ich von letztem Jahr von September bis Dezember in einer Depression war und in dieser Zeit eben damit angefangen hab. Zweimal bin ich dann auch zu einem Psychologen gegangen; davor zu meinem Hausarzt (dem ich bisschen vertraue), bei dem ich schon nicht über meine Probleme reden konnte, denn die hab ich dann aufgeschrieben und ihm dann zum Lesen gegeben.

Jetzt wollt ich wissen, ob jemand weiß, wie ich mich vor meiner Familie outen soll? Hat jemand vielleicht damit Erfahrung? Ich hab mir überlegt ob ich es mit einem Brief machen soll, aber was sollte da alles drin stehen? Aber das find ich auch ein bisschen komisch, wenn ich dann beispiel Abends nach Hause komme und die wissen darüber Bescheid. Sollte ich ein Gespräch wagen? Zuerst bei meiner Mutter, Stiefvater, Schwester und so, dann irgendwie bei meinem Vater und den anderen zwei. Aber wie soll ich das anfangen und was sollte ich alles erzählen? Ich will nur das Nötigste, und dass sie mich dann zu einem Psychotherapeuten schicken hab ich auch keine 'Lust'. Ich will auch nicht, dass mich dann alle immer nach den Gründen danach fragen oder 'Wieso vertraust du dich uns nicht an?'. Vertrauen kann ich ihnen einfach nicht.

Also großer Text, kurzer Sinn: Wie soll ich mich outen, und was sollte ich dabei erzählen? Wäre toll, wenn mir jemand helfen könnte... oder schon jemand Erfahrung damit hatte :x ich würde echt gerne wieder mit T-Shirt rumlaufen..
 

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Bandit2105

Urgestein
Hallo nothingiseasy,

für was willst Du dich outen?

Du erklärst doch in deinem Text ganz klar, dass Du auf weitergehende Gespräche oder Therapie keine Lust hast.

Solange Du dich deinen Problemen nicht stellen magst braucht Du auch nichts zu sagen.

Außer Du denkst dein SVV ist ein Symptom für eine Krankheit die behandlungsbedürftig ist.
Denn dann hast Du auch eine Chance dich von diesem Verhalten zu verabschieden.

Liebe Grüße
Bandit :herz:
 

nothingiseasy

Mitglied
Hallo bandit,

eigentlich habe ich gefragt, wie ich meiner Familie klar machen soll, dass ich mich ritze. Denn ich hab keine Lust, im Sommer ein Versteckspiel daraus zu machen und immer Ausreden zu finden, wieso ich nicht in den Urlaub fahre oder sonst irgendwas.

Meine Narben sind da; und die gehen nicht weg; daher nehme ich den Weg, mit ihnen zu leben und hab nur gefragt, wie ich das meiner Familie sagen soll.

Mit weiteren Gesprächen war nur ein Psychologe oder etc. gemeint ;)

LG nothingiseasy
 

Bandit2105

Urgestein
Hallo nothingiseasy,

und was ist mit der Angst vor weitergehenden Gespräche mit deinem Vater?

Du wirst Dich wohl oder übel mal auf eine Therapie einlassen müssen.
Je früher dies erfolgt um so besser für dich!

Wenn Du meine Tochter wärst würdest Du nicht um eine Therapie herum kommen.
Da Du krank bist brauchst Du professionelle Hilfe!

Sprich mit deiner Mutter!

Liebe Grüße
Bandit :herz:
 
M

Madiga

Gast
Hallo nothingiseasy,

und was ist mit der Angst vor weitergehenden Gespräche mit deinem Vater?

Du wirst Dich wohl oder übel mal auf eine Therapie einlassen müssen.
Je früher dies erfolgt um so besser für dich!

Wenn Du meine Tochter wärst würdest Du nicht um eine Therapie herum kommen.
Da Du krank bist brauchst Du professionelle Hilfe!

Sprich mit deiner Mutter!

Liebe Grüße
Bandit :herz:

Eine erzwungene Therapie bringt überhaupt nichts. Kann ich dir sogar aus eigener Erfahrung sagen.
Sie muss sich helfen lassen wollen, damit es was bringt.

@TE:
Ich will dich nicht zu dem Versteckspiel ermutigen, ich finde es sogar sehr mutig von dir, dass du dich deswegen outen willst, aber ich wäre mir nicht so sicher, ob deine Familie es akzeptieren würde, wenn du es ihnen sagst, aber auch klar machst, dass du nicht weiter drüber reden willst.
Vilt lässt du sie es aber auch selbst bemerken, lässt dich drauf ansprechen, gibst es zu und sagst, dass du aber nicht weiter drüber reden willst. Ich denke, ich würde es so machen.


Viel Erfolg
Madiga
 

Big_dog

Mitglied
Bei mir war es so, ich wollte meinen Eltern NIE das sagen, ich bin ihnen immer aus dem Weg gegangen naja aber sie haben es gemerkt und ich hab halt gesagt "darüber möchte ich nicht reden..." Das haben sie auch aktzeptiert
 

Bandit2105

Urgestein
Eine erzwungene Therapie bringt überhaupt nichts. Kann ich dir sogar aus eigener Erfahrung sagen.
Sie muss sich helfen lassen wollen, damit es was bringt.
:confused: Habe ich von einer erzwungenen Therapie gesprochen :confused:

Therapie funktioniert so, dass man Werkzeuge erhält! Anwenden muss diese Werkzeuge jeder selbst! ;)

Ich würde meiner Tochter zu einer Therapie raten. Wie ich ihr auch zu einer Operation, bei einer akuten Blinddarmentzündung, raten würde.
 
M

Madiga

Gast
:confused: Habe ich von einer erzwungenen Therapie gesprochen :confused:

Therapie funktioniert so, dass man Werkzeuge erhält! Anwenden muss diese Werkzeuge jeder selbst! ;)
Du meintest, wenn sie deine Tochter wäre, käme sie nicht um eine Therapie drumherum... Da hab ich das so aufgefasst. Wie meintest du es denn? Ich mein, wenn sie nicht will, dann will sie nicht.

LG
 

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