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Wie soll es mit mir weitergehen?

MrTorby

Mitglied
Ich brauche eure Hilfe.

2015 habe ich versucht, den Realschulabschluss nachzuholen. Dieser und alle weiteren Versuche sind gescheitert. Seit 2015 konnte ich daher keine Erfolge mehr vorweisen.

Mir wurden von gewissen Leuten schlimme Dinge angetan, auf die ich nicht näher eingehen werde und möchte. Das war 2013, als ich noch meinen HSA 9 machte. Ich hab danach die Schule gewechselt und bin somit untergetaucht und habe dort dann meinen HSA 10 gemacht. Danach wollte ich meinen Realschulabschluss machen. Diesen habe ich aber nie bekommen. Denn diese Leute haben mich gefunden, mit dem Ziel mir den letzten Rest zu geben und es nochmal zu versuchen, bevor ich die Ereignisse überhaupt verarbeiten konnte. Da mir Niemand half, habe ich diese Schule mitten im Jahr verlassen und bin Zuhause untergetaucht. Das ist der Beginn meiner heutigen Probleme.

Das was mir angetan worden ist, hatte extreme psychische Auswirkungen und ich habe einen hohen Preis bezahlt. Dieser bestand aus

- Panik-Attacken, wenn gleichaltrige Gruppen auf mich zu liefen,
- Die Auflösung meines kompletten Freundeskreises, ich habe außer meine Familie wirklich Niemanden mehr...
- Dauerhafte Arztbesuche und Krankschreibungen
- Keine regelmäßigen Schulbesuche mehr
- Vollständige Isolation, bis hin zur Einschließung daheim
- Eine völlig zerstörte Schullaufbahn und einen katastrophalen Lebenslauf

Wichtig ist: Diese Leute können mir nichts mehr antun. Sie sind Vergangenheit. Aber die Maßnahmen zum eigenen Schutz haben eine gefährliche Routine entwickelt und dauern seit 2015 noch immer an. Das ist mittlerweile gefährlich, denn es treten die ersten gesundheitlichen Folgen auf. Akute Schlafstörungen, die sich mittlerweile auf meine Gesundheit und geistige Verfassung auswirken, Stimmungsschwankungen, bis hin zu immer stärker werdende Depressionen. Es ist mittlerweile der Fall eingetreten, dass ich kaum noch etwas esse und trinke. Die Mengen werden weniger und ich habe die Befürchtung, dass die Zeit kommt, in der ich gar nichts mehr einnehmen werde.

Ich frage euch daher, wie soll es mit mir weitergehen?

Wie kann ich endlich ein normales Leben führen und das was passiert ist, hinter mir lassen? Es verfolgt mich. Egal welche Schule, welche Arbeit, welcher Ort. Selbst nachts im Schlaf.

Ich werde durch die Fehlzeiten meinen aktuellen Schulplatz verlieren. Dann schaltet sich das Jobcenter ein, denn ich und ich weiß nicht was die mit mir dann vorhaben. Ich will nicht irgendwo beruflich hin vermittelt werden, wo ich nicht hin will... Das ist meine noch viel größere Sorge.
 

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Booyah

Mitglied
Hallo MrTorby,

ich würde dir empfehlen als aller erstes professionelle Hilfe zu suchen.
Vielleicht solltest du auch direkt zu einer psychiatrischen Notfallambulanz gehen und dich aufnehmen lassen.
Dort kann man dir helfen das erlebte zu verarbeiten und vielleicht findest du so wieder die Kraft dein Leben auf die Reihe zu bekommen.
Wenn du 2013 in der 9. Klasse warst, so müsstest du jetzt ca. 21 sein, oder?

Was ich nicht ganz verstehe ist das mit dem jetzigen Schulplatz.
Ist das wieder ein Anlauf für den Realabschluss oder eine Ausbildung oder was ganz anderes?
Die Sommerferien stehen vor der Tür und somit müsstest du schon langsam wissen, wie es dort weiter geht. Wenn du über die Sommerferien dann Hilfe findest und mit einer Therapie anfängst, könntest du im nächsten Schuljahr auch wieder mit mehr Engagement ran gehen, bzw. mit der Schule sprechen, was es für Möglichkeiten gibt.

Du solltest Dinge Schritt für Schritt gehen und als erstes ist es nun mal, dass du wieder auf die Beine kommst.
Danach oder je nachdem wie es dir geht, kommt die Schule und Arbeit.
 
G

Gelöscht 75067

Gast
Da ich ne ungefähre Ahnung habe, was bei dir war und Kontakt mit Opfern ähnlichen Erlebnisse habe, würde ich dir dringend raten, einen Therapeuten in Bereich Trauma Erarbeitung aufzusuchen. Das was du beschreibst ist wahrscheinlich keine klassische Depression sondern wird eher in Richtung PTBS gehen.


Auch würde ich dir raten dementsprechend das JC zu informieren. Denn trotz der Horrorgeschichten sind die Sachbearbeiter meist sehr nett und geben auch Unterstützungsangebote.

Da die Folgen dich bereits im normalen Alltag einschränken, hat das Meiner Meinung nach Vorrang.
 

MrTorby

Mitglied
Dankeschön für eure Rückmeldungen. Ich werde jetzt mal auf eure Fragen eingehen. Ich war 2013 nicht mehr in der 9. Klasse. Ich habe die 10. Klasse 2012 abgeschlossen. Mit einen Förderschulabschluss, Schwerpunkt Lernen mit Förderbedarf. 2013 habe ich den HSA 9 an einer Berufsschule nachgeholt. In diesem Jahr hat sich auch alles ereignet. 2014 habe ich auf eine andere Berufsschule gewechselt und den HSA 10 gemacht. An dieser Schule wollte ich danach auch den Realschulabschluss machen, dazu ist es aber dann wie oben beschrieben nicht mehr gekommen.

Ich war danach noch für zwei weitere Jahre an einer anderen Berufsschule angemeldet. Danach habe ich es woanders, ebenfalls eine Berufsschule, nochmal für 5 Monate versucht. Das hat nicht geklappt, also habe ich mich an einer Volkshochschule angemeldet und versuche seit letztes Jahr Februar meinen Realschulabschluss dort zu machen.

Allerdings ist das jetzt das dritte Semester und somit die 3. Wiederholung an der Volkshochschule, die schon wieder als gescheitert gilt. Ich bin 24.

Es scheitert immer wieder daran, dass ich nicht in der Lage bin, hinzugehen. Die meiste Zeit über bin ich krankgeschrieben. Ich verlasse das Haus so gut wie gar nicht. Nur wenn es absolut notwendig ist und ich zum Arzt muss. Das trifft auch auf meine Freizeit zu, die ich nur Zuhause verbringe. Das ist meine Routine, die ich seit 2015 habe. Ich fühle mich hier sicher, hier kann mir auch Niemand etwas antun und anhaben. Und wenn ich mich in meinem Zimmer einschließe, fühle ich mich noch sicherer.
 

MrTorby

Mitglied
Guten Morgen Leute. Falls es den einen oder anderen noch interessiert, ich habe Neuigkeiten. Ich habe noch gestern bei mir die örtliche Jugendberatungsstelle kontaktiert, in der auch einige Psychologen sind. Einer von ihnen ist mir noch von früher bekannt und er ist eigentlich relativ gut. Dieser hat sich heute telefonisch bei mir gemeldet und ich habe bereits in zwei Wochen, zum 10. Juli einen Termin bekommen, wo dieses gravierende Problem und alles Weitere geklärt werden wird. Ich habe den Entschluss gefasst, dieses Problem nicht mehr alleine anzugehen und ich will es auch nicht mehr ignorieren und so damit leben. Ich hatte mir erhofft, dass ich nächste Woche schon einen Termin bekomme, aber wenn man bedenkt wie lange man überlicherweise warten muss, will ich mich da nicht beschweren.

Wie es bei mir schulisch weitergehen wird, weiß ich noch nicht. Dadurch, dass mir so viel Material fehlt, wird es sehr schwer die Klausuren noch nachzuschreiben, falls dies überhaupt noch möglich ist. Grundsätzlich finde ich es schade, dass alle bisherigen Anläufe für diesen Anschluss zwecks der oben genannten Probleme nicht funktioniert haben. Aber ich glaube die Priorität sollte jetzt darin liegen, wieder gesund zu werden und die Sachen von damals richtig zu verarbeiten.
 

MrTorby

Mitglied
Ich bin in großer Sorge, was meine schulische Zukunft angeht. Nächste Woche Freitag, am 12.07.2019 ist der letzte Schultag. Ich bin noch immer Krankgeschrieben. Die Prüfungen wurden schon vor Wochen geschrieben und die Nachschreibertermine gab es bereits.

Durch die Erkrankung und die Probleme, die diese mit sich bringt, war ich schon seit vielen Wochen nicht mehr dort. Somit ist es unmöglich in so kurzer Zeit den Wissensstand noch nachzuholen. Vom fehlenden Material mal ganz zu schweigen.

Das ich dieses Jahr scheitere, bereitet mir weniger Sorgen. Eher die Ungewissheit, wie es danach mit mir weitergehen soll. Das treibt mich in den Wahnsinn und ich liege mittlerweile schon die 3 Nacht in Folge komplett wach.

Das Gespräch in der Jugend-Beratungsstelle mit meinem Psychologen habe ich erst für den 10.07.2019 bekommen. Das ist der frühste Termin,den sie für mich über hatten.

Was wird das Jobcenter mit mir anstellen?

Wie soll ich hinsichtlich meiner Vorgeschichte weiter vorgehen?

Ich weiß, dass ich das was passiert ist erst verarbeiten muss und wieder in ein normales Leben zurückfinden muss. Aber ich darf dabei meine schulische Zukunft nicht außer Acht lassen. Nur ich habe hier keine geeigneten Schulen mehr, wo ich mich noch bewerben könnte. Habe ja alles gefühlt schon durch. Es ist zum hinwerfen. :(
 
H

Healthy

Gast
Versuche eine Therapie, um mental wieder fit zu werden.
Bedenke, dass nicht jeder Mensch ins Schul-/Ausbildungs-/Studiensystem in Deutschland integrierbar ist.
Das muss nicht nichts mit Intelligenz oder Lernfähigkeit zu tun haben, sondern kann etliche andere Gründe haben.
Einige haben nur noch nicht das Feld gefunden, in das sie am besten reinpassen.
Andere sind allgemein nicht vermittelbar, krankheits- oder persönlichkeitsbedingt.

Wenn du nicht schul- oder ausbildungsfähig bist, bist du vielleicht auch nicht arbeitsfähig und wirst als nicht vermittelbar geführt, bis du wieder fit bzw. fähig bist. Du erhältst dann ohne Verpflichtung arbeiten zu müssen, Mietkosten, Heizkosten und ca 400 Euro im Monat von deiner zuständigen Behörde und kannst dich darauf konzentrieren gesund zu werden.

Sobald du wieder gesund bist, kannst du einen weiteren Versuch starten, dein Abitur abzuschließen - unter Umständen mit Förderung von zuständigen Behörden. Danach kannst du studieren oder eine Ausbildung machen - unter Umständen ebenfalls mit Förderung von zuständigen Behörden.
Wenn du dich fit genug fühlst, kannst du das alles auch auf eigene Faust organisieren und durchziehen.
Viel Glück
 

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