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Wie soll es beruflich nur weitergehen??

kira1977

Mitglied
Hallo,
ich habe ein Studium der Sozialpädagogik mit Studienschwerpunkt Musiktherapie 2004 erfolgreich abgeschlossen. Mein eigentlicher Wunsch war es immer die Musiktherapie in meine Arbeit einzubinden. Dies war mir allerdings bisher nicht möglich aufgrund der Arbeitsstellen, bei denen keine Musiktherapie angebracht war.
Im Jahr 2005 begann ich meine erste Stelle, eine Tätigkeit mit Jugendlichen die stationär untergebracht waren. Da ich aber wieder in meine Heimat nach Sachsen ziehen wollte, bewarb ich mich dort und bekam eine Stelle als Erzieherin, perspektivisch als Leiterin der Einrichtung. Nach 1/2 Jahr stellte sich allerdings heraus, dass ich für die Leitung der Einrichtung absolut nicht in Frage kam, geschweige denn für eine ganze Kindergruppe (15 Kinder) verantwortlich zu sein. Nach dieser Stelle arbeitete ich in einem Kinder- und Jugendhaus. Die Jugendlichen waren sehr anstrengend und schwierig, ich arbeitete aber mehr mit den Besuchern im Alter von 6-13 Jahren, was mir viel Spaß machte. Allerdings war dies auch eine Gruppe von gerade mal 5-8 Kindern. Als ich von den Jugendlichen gemobbt wurde, kündigte ich auf ärztlichen Rat hin und war dann ein paar Monate wieder arbeitslos. Es folgte nun eine Stelle als Bildungsreferentin in einem Landesverband. Hier ging es jedoch mehr um das Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, viel unterwegs sein etc. Manchmal musste ich tagelang irgendwelche Kataloge eintüten und versenden. Vom Marketing hatte ich überhaupt keine Ahnung, auch die Öffentlichkeitsarbeit mit regelmäßigen Messeständen und Infoständen lag mir nicht besonders. Die meiste Zeit saß ich 8 Stunden lang im Büro. Ich wurde auch hier nach 1/2 Jahr gekündigt und war wieder 2 Monate lang arbeitslos. Jetzt hab ich eine Stelle in einem Kindergarten vermittelt bekommen, wo ich für eine Gruppe von 15 Kindern allein (!!!) verantwortlich bin. Meine Frage an eine Erzieherin dort, ob ich eingearbeitet werde und evtl. zu zweit im Dienst in der Gruppe bin, wurde mit "wir lassen sie nicht allein bei Problemen, aber sie sollten schon von Anfang an allein in der Gruppe arbeiten..." beantwortet. Ich arbeite sehr gern mit Kindern, doch ich weiß nicht, wie ich es schaffen soll, 15 Kinder allein zu betreuen! Das hatte ich damals schon zu zweit kaum geschafft! Man kann sich ja kaum für ein Kind Zeit nehmen, während die anderen herumtoben und auch beaufsichtigt werden müssen. Dazu kommt Dinge zu organisieren, mit anderen zusammen zu arbeiten. Das wird besonders toll, wenn ich mich mit Kollegen nicht verstehe und dann mein eigenes Ding durchziehe.
Ich weiß nicht, oft habe ich mich bisher überfordert gefühlt in dem Job. Das Studium war interessant, aber was danach kommt, ist einfach nur ein Grauen!!! Ich weiß aber auch nicht wie ich eine andere Richtung einschlagen könnte und welche, zumal das Arbeitsamt bei Arbeitslosigkeit ständig Druck macht nach dem Motto "hauptsache wieder schnell in eine Arbeit vermittelt...".

Vor kurzem hatte ich mich in einem Maklerbüro vorgestellt, wo ich im Call-Center Bereich arbeiten sollte, zunächst auf 14 Std.-Basis, bei Erfolg hätte man die Stundenzahl erweitert. Ich habe so etwas schon einmal gemacht und muss sagen, dass diese Tätigkeit weniger anstrengend für mich war. Ich hatte keinen direkten Kontakt mit Leuten, vor allem nicht mit vielen Menschen gleichzeitig (wie in der Arbeit als Soz.päd. bisher), sondern nur am Telefon. Es gab keine wirklichen "Problemkunden", wie beim Job als Soz.päd. Naja, ich werde den Kindergarten bald besuchen, bevor ich einen Vertrag unterschreibe und werde die Leiterin fragen, ob ich wirklich ganz allein in einer Gruppe mit 15 Kindern bin und alles selbst organisieren muss und ob ich nicht wenigstens gründlich eingearbeitet werde, denn ich habe noch nie allein mit so vielen Kindern gearbeitet! Da bin ich ja nach nem Monat schon wieder draußen, weil ich nicht glaube, dass zu schaffen. Ich brauche eine Tätigkeit, wo ich auf Arbeit gehe und ganz klar weiß was ich zu tun habe. Das habe ich allerdings nie bzw. kaum.
Ich würde mich freuen, ein paar Ratschläge zu bekommen, wie ich mit meinem "Berufsproblem" weiterverfahren könnte. Vielleicht gibt es Leute die ähnliche Fälle kennen, wie geht es mit denen weiter??? DANKE für Eure Ratschläge! LG Sanni :confused:
 

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Katrin1964

Aktives Mitglied
Wenn du Musiktherapie studiert hast, kannst du doch auch an phychatrischen Kliniken arbeiten. Da wechseln die patienten ja immer und somit wird die Arbeit nicht langweilig. Da du auch über die Sozialpädagogik verfügst, solltest du da gute Chancen haben. Versuche es doch einfach.
 

Hopen

Mitglied
Hallo Kira77,

warum machst Du Dich nicht selbständig?

Ich war nie der Typ, der irgendwo als Angestellter glücklich hätte werden können....

Für mich kam irgendwie ohne nachzudenken die Selbständigkeit ins Spiel.

Ich bin mir sicher, daß Du als Musiktherapeutin eine interessante Nische als Consulterin oä. besetzen kannst.

Mache Dir mal Gedanken darüber...

Ich bin seit fast 13 Jahren selbständig tätig, zwar nicht als Musiktherapeut, sondern als Musiker (Konzertpianist und Komponist). Meine Jobs sind aber so vielschichtig: ich komponiere für Theater, Film, Werbung, Orchester. Ich korrepetiere an Theatern, mit Sängern.
Ich übernehme die komplette musikalische Leitung für verschiedene Inszenierungen. Ich konzertiere, unterrichte...

Oft auch kleinere(aber gute) , manchmal sehr grosse Projekte... ich kann davon gut leben, fühle mich dabei sehr glücklich...

usw usw, die Wege sind unerschöpflich...

Ich bin mir sicher, wenn Du Dich erst mal als "Unternehmen" geoutet hast, wird es schon laufen.

Viele Freunde und Bekannte sind auch selbständig. Sicher gab es auch mal schwere Zeiten aber es gab IMMER WIEDER ein Licht am Ende des Tunnels. Das ist so. Aber ehrlich, schwere Zeiten hast Du wahrlich auch schon kennengelernt im Angestellten Job nicht wahr?;)

Gib Dir zeit und lasse Dir die vielen Vorteile mal reifen...

Es gibt viele Hilfestellungen, klappere den Markt ab, schätze ihn ein, regional und überregional, wenn Du Deine Arbeit liebst und beseelt davon bist, wirst Du auch immer wieder zufriedene Menschen vorfinden...

viel Kraft und Gutes wünsche ich Dir dabei:)

Hopen
 

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