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Wie schafft man, den Alltag neben Full-Time Job zu meistern?

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Gast

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Hallo! Ich habe eine ziemlich doofe, naive Frage.

Bisher war ich immer nur Schüler, was mir total Spaß gemacht hat aber ab Sommer wird mein Leben auch ernst, und ich werde beginnen zu arbeiten.

Jetzt hab ich irgendwie Sorgen, dass ich meinen Alltag nicht meistern kann. Wie schaffe ich es, Sozialleben und zB essen, einkaufen, Haushalt etc unter einen Hut zu bringen? Ich kann mir das gar nicht vorstellen.

Zudem frage ich mich, wie viel ich arbeiten muss...wenn zB ein Geschäft von 9 - 19.30 Uhr geöffnet hat - auch samstags - dann müsste ich ja in der Woche an die 60 Stunden arbeiten? Natürlich hat man Mittagspause und so, aber wie soll das gehen? Oder hat man da ab und an auch einen Vormittag oder einen Nachmittag frei oder wie läuft sowas ab im Normalfall?

Ich kenne das von meinen Eltern leider nicht, meine Eltern sind beide Lehrer und die kamen jeden Tag um 2 Uhr nach Hause und haben dann halt zu Hause weitergearbeitet, oft zwar bis spät in der Nacht, aber sie konnten sich die Zeit relativ frei einteilen, wenn ihr versteht was ich meine.

Tut mir Leid, wenn die ganze Frage total dämlich rüberkommt, aber das überfordert mich zurzeit komplett! Vielen Dank!
 

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Gast

Gast
Routine nennt sich das Zauberwort.

Wenn es dich so interessiert, hättest du außerdem im Laden nachfragen können. Dann hätte man dir mit Sicherheit ausgerichtet, dass einige Leute früher anfangen und früher nach Hause gehen dürfen, während andere länder schlafen können, dafür aber länger im Laden bleiben müssen.

Theoretisch gibt es aber auch die Möglichkeit, Überstunden zu machen, und diese entweder abzufeiern, oder sich auszahlen zu lassen.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Das zweite Zauberwort heisst: Selbstorganisation
Spätestens im Arbeitsleben sollte man lernen sich so zu organisieren, dass man alle Aufgaben schafft ohne selbst geschafft zu sein.
 
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Gast

Gast
Das zweite Zauberwort heisst: Selbstorganisation
Spätestens im Arbeitsleben sollte man lernen sich so zu organisieren, dass man alle Aufgaben schafft ohne selbst geschafft zu sein.
Wie geht das den? Habe sonst meinen Haushalt immer am Wochenende oder Abends gemacht. Ich hatte nie einen richtigen freien Samstag oder Sonntag....

Nenn mal ein paar Beispiele.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo auch,

Beispiele sind leicht zu finden - sie werden nur kaum konkret auf Dein Leben passen, weil ich Dein Leben im Detail nicht kenne. Daher nenne ich Dir konkrete Beispiele in Form von Regeln, die Du für Dein Leben "übersetzen" solltest.

1) Zeitdiebstahl ist zu unterbinden.
Zeitdiebstahl passiert, wenn Du mitten in einem Arbeitsvorgang bist und z.B. durch einen Anruf oder eine what's App-Nachricht gestört wirst. Hier ist es wichtig, den Anrufer zu vertrösten "ich rufe später zurück" und eine What's App Nachricht erst garnicht "sofort" zu beantworten sondern erst dann, wenn ausreichend Zeit ist.

Zeitdiebstahl passiert z.B. durch nette Kollegen, die jetzt meinen Arbeitsprozess stören, weil sie mir unbedingt etwas Wichtiges oder einen Witz erzählen wollen. Auch hier gilt: "Jetzt bitte nicht, sondern dann und dann... " Ein Arbeitsprozess - z.B. Aufaddition einer langen Zahlenreihe - sollte nach Möglichkeit nicht unterbrochen werden. Erfordert die Situation die Unterbrechung, dann muß ich später wieder ganz von vorne anfangen, weil sich sonst zeitraubende Fehler einschleichen.

2) Möglichst mehrere Fliegen mit einem Schlag treffen.
Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause kann man einen Einkauf erledigen.
Beim Spülen gleich abtrocknen und einräumen. Regel: Alles möglichst nur 1x in die Hand nehmen, bis der Prozess vollständig abgeschlossen ist.

3) kleine Tipps:
Beim Aufräumen immer alles sofort dorthin legen, wo es am Ende hingehört. Also eine Hose, die im Wege liegt, nicht erst auf einen Stuhl legen von wo sie doch auch wieder weggeräumt werden muß, sondern gleich in den Wäschekorb oder in den Schrank legen.

Nach dem Fegen stelle ich den Besen nicht dorthin, wo ich mit dem Fegen aufhörte, sondern gleich an seinen Platz.
Alles wird dort abgelegt oder hingestellt, wo es letztendlich auch hingehört. Das erspart mir das Suchen.

Wenn ich Kaffee aus dem Glasbehälter in die Tasse gieße und damit der Glasbehälter bis auf 3 Tropfen geleert wird, dann stelle ich den Glasbehälter nicht mehr auf die Kaffeemaschine zurück, sondern spüle ihn gleich aus und stelle ihn erst dann zurück. "einmal in der Hand = alles tun, was getan werden kann/sollte"

4) gute Vorsätze
Gute Vorsätze sind i.d.R. nur dann hilfreich, wenn sie möglichst konkret und zeitnah umgesetzt und von praktischer Intelligenz begleitet werden.
Anstatt "ich will abnehmen" ist es besser zu planen: "Mittwochs und Freitags esse ich nur Tomaten und Obst"
Anstatt "ab Februar" sollte es heissen: "ab sofort"
Und zur Erinnerung kommt der Zettel mit dem Speiseplan + Datum nicht an den Schlafzimmerschrank sondern an den Kühlschrank.

Es gibt Unternehmen, die ein Plakat "bei uns ist der Kunde König" für alle Kunden gut sichtbar an der Eingangstüre anbringen. Das ist Quatsch. Besser wäre es, wenn das Plakat z.B. vor dem Schreibtisch des Verkäufers hängt, so dass der Verkäufer immer an dieses Prinzip erinnert wird.

Helfen Dir diese Beispiele weiter?

LG; Nordrheiner
 

ABVJoGo

Aktives Mitglied
Ja - am Wichtigsten ist es, dass man immer alles gleich dahin stellt wo es hingehört und keine Berge an Klamotten, Briefe, Kisten oder Sonstiges anhäuft. Alles immer gleich oder zeitnah wegräumen.

Wenn man das mal nicht kann, weil zu viel Stress oder krank - dann merkt man schon den Unterschied, wenn man z.B. kurz durchsaugen möchte ... es geht nicht, weil zu viel rumliegt und erstmal alles aussortiert und weggeräumt werden muss. Das dauert dann am Wochenende richtig lange, eh man damit durch ist. Darauf achte ich persönlich, damit ich am WE auch zügig durch bin und so viel wie möglich freie Zeit für mich habe.
 
G

Gast

Gast
Man kann die Menge nicht gemachter Arbeit maximieren. Dabei muss man natürlich Kompromisse eingehen. Z.B. kann man statt jeden Tag Staubzusaugen das nur alle 2,4,6,8... Tage machen. Je nachdem wie viel Dreck man ertragen kann. (Gibt da auch schon Roboter ;)) Nur 1 Mal am Tag die Küche aufräumen. Das Bad nur zu 100% putzen wenn Besuch kommt :)D), sonst zu 90%, die letzten 10% hinzubekommen dauern am längsten.

Geschickt einkaufen, frische Sachen und auch ein paar länger haltbare, dann noch etwas Tiefkühlkost. Die Sachen dann auch von frisch nach länger halbar in der richtigen Reihenfolge essen. Schafft man es nur alle 9 statt alle 7 Tage einkaufen gehen zu müssen, so muss man übers Jahr gerechnet 12 mal weniger in den Supermarkt.

Overhead minimieren, also z.B. auf kurze Wege achten - beim Aufräumen wenn man was von der Küche ins Bad trägt nicht anschließend ohne was in die Hand zu nehmen wieder zurück in die Küche laufen sondern schauen ob im Bad was liegt das in die Küche oder ein Zimmer das auf dem Weg dorthin liegt muss. Dann dort wieder schauen was es gibt usw...

Timing optimieren: Z.B. Beim Gemüse Kochen: Herd an => Herplatte heizt sich auf. Währenddessen Topf holen und draufstellen => Topf wird warm und erreicht die Temperatur schneller als wenn man ihn erst holt, draufstellt und dann den Herd anmacht. Karotten schnibbeln und rein damit. dann die Zucchini, rein damit, dann die Auberginen, rein damit. Karrotten brauchen länger als Zuchini, die länger als Auberginen. Dann wird die Pampe gleichzeitig fertig.

Parallelität: Wenn alles im Topf ist nicht daneben stehen und reinglotzen sondern bis dahin nebenbei die Küche aufräumen.

Aufpassen. Keinen Dreck machen der nicht sein muss. Nicht mit dreckigen Schuhen durch Haus laufen weil mans eilig hat. Die gesparte Zeit geht beim Aufwischen 3 mal wieder drauf.

Das bekommt man aber alles von alleine raus mit der Zeit, alles halb so wild :)
 

Kerstin87

Aktives Mitglied
Ich würde sagen: die Hausarbeit aufs Nötigste reduzieren und die freie Zeit für Freizeit nutzen. Wenn möglich mittags essen, dann muss man abends nciht kochen. Gleich von der Arbeit zum Sport, nicht erst nach hause, sonstrafft man sich nicht mehr auf.
 

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