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Wie schaffe ich es mich zu ändern?

zeitlos

Aktives Mitglied
Hallo ihr Lieben!

Mich belastet zur Zeit ein Problem. Ich bin oft ohne besonderen Grund irgendwie unglücklich, traurig und launisch.

Aber im Allgemeinen habe ich Lebensfreude und Lust viele Dinge zu erleben.

Gut, damit kann ich leben und umgehen wenn ich Single bin.
Aber in einer Beziehung lass ich das ungewollt und leider unkontrollierbar an dem Partner aus (natürlich nicht immer). Was mir im Nachhinein wahnsinnig leid tut!

Ich habe seit 3 Monaten eine feste Beziehung. Es läuft sonst echt super. Wir haben so vieles gemeinsam. Unternehmen so viele schöne Dinge usw.
Er ist so warmherzig und toll für mich da. Lieben uns einfach.

Nur wenn ich dann mal ohne Grund meine miese Laune kriege, dann fang ich an doofe Kommentare abzugeben. Irgendwas was mir gerade nicht passt. Nicht immer, nur letztes WE war es halt auffällig. Sonst hab ich mich gleich wieder eingekriegt.
Ist jetzt letztes WE erst so richtig passiert, dass ich echt unausstehlich war. Ich war echt super anstrengend!
Natürlich wehrt er sich dagegen und sagt seine Meinung. Dann haben wir uns so hochgestachelt dass ich echt ein paar unschöne Worte rausgehauen habe.
Das ganze letzte WE verbrachten wir mit Zoffen, vertragen, drüber diskutieren, neue Sticheleien (meistens von meiner Seite) und wieder streiten.

Ich bekomme manchmal dann sooo eine Wut in mir dass ich laut schreie und manchmal verletztende Worte sage, die ich nicht so meine!
Ich kanns in dem Moment nicht kontrollieren.

Zum Glück ist das jetzt nur ein WE vorgekommen, wo ich so unausstehlich war. Aber ich hab Angst, dass ich das in Zukunft öfters mache. ABER dadurch könnte ich ihn verlieren! Ich will doch so nicht sein! Ich sags ihm im Nachhinein ja auch dass es nicht ok ist von mir. Wir reden offen darüber.

Ich kanns in dem Moment einfach nicht kontrollieren! Was kann ich dagegen tun? Was kann ich schon in der nächsten Situation gleich tun, damit das garnicht erst zu doofen Sticheleien und doofes rumgemecker kommt??

Ich will mich ändern, damit ich ihn nicht verliere!! Denn er ist, würd ich mal fast sagen, mein Traummann. Und ihn durch sowas doofes, unnötiges verlieren!?

Das ich mich ändern soll, kam nicht von ihm sondern von mir selbst! Ich habe es selbst erkannt und will jetzt was tun damit ich die Beziehung damit nicht zerstöre! Denn NOCH ist noch alles "heil" bei uns.

Nur ich weiß nicht WIE ich das ändern und kontrollieren soll!

Hat jemand nen Tipp für mich? Hat jemand das geschafft sich selbst zu kontrollieren??

Gruß
Zeitlos
 
Zuletzt bearbeitet:

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S

Sina1

Gast
Hallo Zeitlos,

ich hatte ganz genau das gleiche Problem. Dein Beitrag ist wie ein Spiegel, den ich mir vorhalten könnte.
Ich habe in meiner neuen Beziehung sehr, sehr viel Wert auf Ehrlichkeit gelegt, also habe ich ihm von diesem Problem erzählt. Ich kann oft so ungerecht sein, echt fies.
Dadurch, dass mein Freund es aber weiß, lässt er mein Generve nicht an sich ran. Er weiß, dass ich es nicht persönlich meine und eigentlich nur mit mir selber gerade nicht zurechtkomme.
Er hatte wahnsinnig viel Geduld mit mir - und siehe da - es wurde besser. Nach über einem Jahr sind wir uns so nahe und vertraut wie ich es mir immer gewünscht habe, und so gibt es keinen Grund mehr für schlechte Laune und Zickigkeiten. Diese "Anfälle" wie Du sie am letzten Wochenende durchmachen musstest, gibt es fast gar nicht mehr. Wenn doch, macht mein Freund mich darauf aufmerksam und sofort verpufft alles.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig Mut machen.

Liebe Grüße,

Sina
 

zeitlos

Aktives Mitglied
Danke für deine Antwort!

Ja du konntest mir auf jeden Fall Mut machen! :)
Denn mein Freund ist auch total geduldig, ruhig und verständnisvoll... bis zu einem gewissen Grad natürlich. Verständlich.
Er erkennt auch die guten Seiten an mir!
Wir reden auch ganz offen darüber. Ich sag ihm dann auch im Nachhinein, dass es an mir liegt und nicht an ihm.
Er schlug heute vor ein WE an die Ostsee zu fahren, damit wir mal vom Alltag rauskommen. Das ist echt süß! :)

Trotzdem will ich auch selbst was dafür tun, damit ich nicht so unnötig ausraste!
 

Polux

Aktives Mitglied
Hallo zeitlos,
ja, ich kenne das Problem auch. Bzw. 'kannte' es, denn inzwischen geht es mir besser.
Wie du dir vorstellen kannst ist das nicht über Nacht passiert. Ich bin jetzt ungefähr 30 Jahre 'auf dem Weg'. Nach 10 Jahren ging es wirklich schon besser und nach 20 war es fast geschafft. Für mein Gefühl bin ich am 'Feinschliff'

Ich denke jeder kann, wenn er wirklich will, seine Persönlichkeit ausbalanzieren, wie ich es nenne. Ich will ja nicht der blöd grinsende Buddha sein ;), sonder mich auch manchmal aufregen und traurig sein und wütend und fröhlich.... also einfach alle Gefühle haben. Aber eben wenn ich das will.

Meine Strategie war als erstes mein Leben anzuschauen. Veränderungen brauchen 'freie' Energie und Raum um wachsen zu können. Die musste ich erstmal schaffen. Das ging nur indem ich etwas anders gelassen habe. Ich habe zwei Stunden Fernsehen in der Woche gestrichen und 'mir' zugeteilt. Diese zwei Stunden habe ich verwendet (und verwende sie noch) um mich mit mir zu beschäftigen. Dann habe ich mir eine Form gesucht die mir liegt. Für mich war und ist es Zen. Für andere kann es auch was anderes sein. Wichtig war für mich, diese Verabredungen mit mir nicht 'beliebig' sein zu lassen sondern fest. So wie mit anderen Menschen.

Jetzt hatte ich also Zeit und Raum und eine Form. Dann habe ich angefangen mein Verhalten zu beobachten und zu analysieren. Das ist richtig Arbeit. Was fühle ich genau, wenn ich so bin wie ich nicht sein will? Wo fühle ich es? Habe ich Machtgelüste? Denkt ein Teil von mir vielleicht ich hätte nicht das Recht es mir gut gehen zu lassen? Welche Überzeugung steht hinter meinem 'Leiden'? Müsste? Sollte? Erkenne ich meine Eltern?
Das ganze Schriftlich.

...Irgendwas was mir gerade nicht passt. ...
habe ich nicht mehr gelten lassen. Was ist das 'irgendwas'?
Das ist zwar auch nicht einfach, aber ich empfand es weniger anstrengend als diese verpfuschten Wochenenden.:)

Weiter habe ich mir überlegt was ich tun will, wenn ich das nächste mal so fühle. Das kann man auch mit dem Partner absprechen.
Z.B. einen festen Satz: 'ich merke, ich kann mich gleich nicht mehr kontrollieren - ich gehe daher jetzt erst mal weg.' Wir treffen uns ... wieder' Und dann die Arena wirklich verlassen und eine Runde um den Block rennen oder was einem halt gut tut.

...Ich will mich ändern, damit ich ihn nicht verliere!!
Diesen Satz von dir, hmmm könnte ein Problem werden. Ob das genug ist für eine Veränderung?? Nach meiner Erfahrung nicht. Dieser Weg ist nicht einfach, viele Rückschläge, Durststrecken, Ausrutscher...sowas hält man nur für sich selbst durch. :). Aber vielleicht bist du da anders, käme auf einen Versuch an.

Allgemein ist es wichtig zu wissen wohin du dich verändern willst. Ist mit Muskelaufbau zu vergleichen. Willst du an Bodybuilding-Wettkämpfen teilnehmen? oder willst du etwas Kondition aufbauen und ein paar Kilo abnehmen? Wieder in die Jeans von vor 3Jahren passen? Du musst dir quasi ein Bild von dir im Kopf machen, das bestimmt nämlich die Art des Trainings. Dann muss man den Trainingsplan erstellen und ihn 'verbindlich' machen. Wenn man nach drei mal Crosstrainer immer noch schnauft beim Berg hochlaufen darf man nicht gleich aufgeben.

Wenn du dich für diesen Weg entscheiden solltest werden sich nach einer Zeit positive Effekte einstellen. Die 'guten' Tage werden häufiger und irgendwann lebt man auf einem Platau mit hier und eine Gipfelerfahrung :) Ich kann's nur jedem empfehlen.
Erfolg Polux.
 

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