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Wie sag ich's ihr? Sag ich überhaupt was?

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Gast

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Hallo ans Forum,

ich hab seit geraumer Zeit ein Problem mit meiner Freundin. Sie wird mit den Jahren immer selbstbezogener und selbstgerechter und wie das halt so ist, merkt sie es auch nicht - sie ist eigentlich quasi völlig unreflektiert.
Im Klartext: nur sie hat echte Probleme - nur sie hat Krankheiten, "alle anderen sollen ihr deshalb gefälligst mit ihren Sorgen vom Hals bleiben" (wortwörtlich zitiert)
Sobald irgendwas bei ihr passiert, ruft sie an und textet mich auch schon mal 2,5h damit zu. Für meine Ausführungen bleiben davon ca.5min, wenn's hochkommt. Diese Dysbalance kommt ja immer mal wieder in Freundschaften vor, aber wenn ich ehrlich bin, geht mir das bei ihr langsam zu weit und dauert zu lange an.

Ein konkretes Beispiel: Ich schreib ihr, dass ich z.Z. eine saftige Blasenentzündung hab, darauf kommt kein "gute Besserung" nur: ich hab morgen frei, unternehmen wir was?, z.B. Sauna od. Schwimmen? ..................Hä?! ?!

...und so geht es eigentlich schon sehr lange - zu lange! Ich fühl mich ausgenutzt!

Nun, wie schreibe oder sage ich ihr, ganz diplomatisch, dass es so nicht geht?! Denn, ich muss zugeben, dass ich, wenn's zu viel wird, schnell zum explodieren neige und damit schon einige vor den Kopf gestoßen hab. Irgendwie fruchten bei mir sanfte Andeutungen oder Reaktionen nicht.

Dieses Schema sind bei mir schon einige vermeintliche Freundinnen gefahren, sie ist mir allerdings zu wichtig, um es eskalieren zu lassen. Bei anderen war es mir relativ egal, als es dadurch zum Bruch kam - bei ihr nicht, vielleicht, weil wir schon ca.30Jahre befreundet sind.
 

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Gast

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Ich hatte viele solche Freundschaften und alle sind letztendlich gescheitert. Es fehlt der freundschaftliche Respekt Deiner Freundin Dir gegenüber. Du solltest Grenzen ziehen und ihr verdeutlichen, dass Du mit Deinen Bedürftnissen auf Wahrnehmung auch noch da bist. Ansonsten wirst Du leicht zum seelischen Abfalleimer oder zur Freizeitgestaltung. Je nachdem, wann und wie es ihr beliebt.

Meine Freundschaften, die so verliefen, ohne dass ich etwas sagte, sind letztendlich gescheitert. Irgendwann hatte ich die Nase voll und habe Grenzen gezogen, meine Freunde nett aber bestimmt auf ihr Verhalten hingewiesen. Dann änderte sich etwas. Es bringt nichts, um den heißen Brei zu reden. Entweder sie erkennt ihre Egozentrik oder Du wirst weiter daran leiden und von ihr zu ihren Zwecken gebraucht werden.
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Eine jahrzehntelange Freundschaft ist Gold wert. Die würde ich auch nciht ohne weiteres hergeben.

Aber in einer Freundschaft darf man sich auch wohlfühlen. Geben und Nehmen. Das verändert sich im Laufe der Jahre mal, aber darf nicht dauerhaft einseitig sein, finde ich.

Ich würde daher auch was sagen. Vielleicht beim gemütlichen ausgiebigen Frühstück oder so eine Gelegenheit.

Ich würde versuchen, ihr keine Vorwürfe zu machen, denn sie wird ja gute Gründe für ihr Verhalten haben. Vielleicht eine große Unzufriedenheit mit ihrem Leben oder wirklich viel Krankheitsleid.
Ich würde versuchen, nur über mich und meine Gefühle zu sprechen, daß ich mich nicht gesehen fühle in der Freundschaft. Daß ich gerne mehr zu Wort kommen möchte. Daß ich Angst habe, daß das irgendwann keine richtige Freundschaft auf Gegenseitigkeit ist.


Ohne Streit und Explosion. Einfach nur die eigene Verletztheit zeigen.
 
G

Gast

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Danke, bird on the wire...
du hast schon Recht, sie hat auch Gründe für ihr Verhalten, klar - einige unschöne Krankheiten und auch Beziehungskisten. Wobei ich denke, die hat jeder spätestens im mittleren Alter vorzuweisen. Ich hab vor ca.5Jahren auch ne schlimme Phase durchgemacht, aber wenn ich so zurückdenke, war sie mir da keine große Hilfe. Ich hab ihr viele Dinge, gleich gar nicht erzählt, weil ich wusste, sie versteht es eh nicht...und sie interessiert es auch nicht. Das weiß man einfach, wenn man sich so viele Jahre kennt.
Jetzt macht sie halt irgendwie ne Krise (schon mehrere Jahre) durch, wobei sie allerdings ALLES ungefiltert abläßt, völlig egal, ob mich das interessiert oder nicht. Einwände meinerseits, werden ganz easy überhört oder ignoriert. Das Gesprochene dringt gar nicht zu ihr durch, hab ich oftmals den Eindruck. Sie blubbert so vor sich hin, egal was die Umwelt meint.

Ein großes Problem, was das Ganze noch befeuert, ist ihre Schwester. Alles, was diese Frau von sich gibt, ist für sie Gesetz!...und das ist leider der größte Blödsinn. Sie wird eigentlich (was ich so mitbekommen hab) von allen gemieden, weil sie eine unausstehliche neunmalkluge Art drauf hat. Aber für sie - obwohl viel jünger und lebensunerfahrener, ist sie sowas wie eine unfehlbare Göttin. Mich ödet dieses "meine Schwester hat gesagt" dermaßen an...

...ein weiterer Punkt ist auch, dass wir relativ weit voneinander wohnen und man sich natürlich die spärlich gewordenen Treffen (1x pro Monat) nicht mit Streitgesprächen zur Sau machen will...
 
G

Gast

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Ich hatte viele solche Freundschaften und alle sind letztendlich gescheitert. Es fehlt der freundschaftliche Respekt Deiner Freundin Dir gegenüber. Du solltest Grenzen ziehen und ihr verdeutlichen, dass Du mit Deinen Bedürftnissen auf Wahrnehmung auch noch da bist. Ansonsten wirst Du leicht zum seelischen Abfalleimer oder zur Freizeitgestaltung. Je nachdem, wann und wie es ihr beliebt.

Meine Freundschaften, die so verliefen, ohne dass ich etwas sagte, sind letztendlich gescheitert. Irgendwann hatte ich die Nase voll und habe Grenzen gezogen, meine Freunde nett aber bestimmt auf ihr Verhalten hingewiesen. Dann änderte sich etwas. Es bringt nichts, um den heißen Brei zu reden. Entweder sie erkennt ihre Egozentrik oder Du wirst weiter daran leiden und von ihr zu ihren Zwecken gebraucht werden.
....genau, so ist das...ich bin z.Z. ihr seelischer Mülleimer und ihre Freizeitgestaltung, wie es ihr beliebt...

Mein Problem sind die "netten aber bestimmten" Worte, die sie auf ihr Fehlverhalten hinweisen....die hab ich halt noch nicht gefunden...derzeit stauen sich noch viele unfreundliche Worte in mir an, um das endlich zum Stillstand zu bringen ?
 

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