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Wie mit extrem schüchternen Arbeitskollegen umgehen ?

Und nein, ich habe auch keine Berührungsängste. Ich will einfach nicht von jedem/jeder Dahergelaufenen angefasst werden!

👍
Es gibt nunmal sehr körperliche Menschen, bei welchen viel über Berührungen läuft und ebenso auch andere Menschen, die anders kommunizieren.
Das kann man akzeptieren und respektieren, ohne Ängste hineinzuinterpretieren.
Menschen mit Berührungsängsten gibt es, keine Frage, doch nicht jeder kann in diesen Topf geworfen worden, der Berührungen Fremder nicht gerne mag.

Ich kann sehr herzlich Umarmungen liefern, Hände berühren, Rücken streicheln, wenn jemand eine braucht, was gerade bei Senioren nicht selten der Fall ist.
Selbst hätte ich das Bedürfnis nicht, habe ich also mit weniger bedürftigen Menschen zu tun, bin ich froh, wenn es nicht mal den spätestens seit Corona überflüssigen Händedruck braucht.

Ich habe auch schon Leuten erklärt, dass sie in meine Individualdistanz eindringen.
 
Ein FSJler ist gut, wenn er das erledigt, was er erledigen soll und ansonsten keine Probleme macht oder Ansprüche stellt. Muss man nicht gut finden, ist aber so. Wie man ja an der Bezeichnung erkennen kann ist das Ganze freiwillig; heißt: Wenn es dir nicht passt, steht es dir frei zu gehen.

Ein FSJ ist NICHT vorrangig dazu gedacht, etwas zu "erleben". Es geht hier vornehmlich um soziales Engagement und man ist da de facto nicht der Hauptdarsteller.

Hier möchte ich gerne mal widersprechen, ich finde das eine ganz unschöne Einstellung und als Betriebsrätin stellen sich mir hier die Haare zu Berge. Ich arbeite auch bei einem sozialen Träger und natürlich ist es sehr wichtig, junge Menschen, die ein fsj/ Praktikum/ etc. machen gut zu begleiten und sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, wer im Team ansprechbar ist, sich Zeit zu nehmen, mit den Menschen Eindrücke zu reflektieren, auf Belastungen einzugehen etc. Wir wollen keine jungen Menschen ausbeuten, natürlich erhofft man sich Unterstützung, möchte aber auch viel zurück geben an guter Begleitung/ Erfahrungen , die junge Menschen bei uns machen können. Uns ist auch klar, dass jeder Mensch anders ist, manche Leute stecken alles mit links weg, andere brauchen mehr Gespräche und Unterstützung, das ist voll okay und sollte mitbedacht werden, wenn man FSJler*innen einstellt.
 
Hier möchte ich gerne mal widersprechen, ich finde das eine ganz unschöne Einstellung und als Betriebsrätin stellen sich mir hier die Haare zu Berge. Ich arbeite auch bei einem sozialen Träger und natürlich ist es sehr wichtig, junge Menschen, die ein fsj/ Praktikum/ etc. machen gut zu begleiten und sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, wer im Team ansprechbar ist, sich Zeit zu nehmen, mit den Menschen Eindrücke zu reflektieren, auf Belastungen einzugehen etc. Wir wollen keine jungen Menschen ausbeuten, natürlich erhofft man sich Unterstützung, möchte aber auch viel zurück geben an guter Begleitung/ Erfahrungen , die junge Menschen bei uns machen können. Uns ist auch klar, dass jeder Mensch anders ist, manche Leute stecken alles mit links weg, andere brauchen mehr Gespräche und Unterstützung, das ist voll okay und sollte mitbedacht werden, wenn man FSJler*innen einstellt.

Das ist eine edle Denkweise, in der Praxis läuft es nur oft anders. Es gibt Personalmangel, Zeit ist knapp, und eine weitere Belastung nicht gesucht, sondern jemand, der ohne große Gespräche das tut, was ihm zugewiesen wird.
 
Das ist eine edle Denkweise, in der Praxis läuft es nur oft anders. Es gibt Personalmangel, Zeit ist knapp, und eine weitere Belastung nicht gesucht, sondern jemand, der ohne große Gespräche das tut, was ihm zugewiesen wird.

Das weiß ich, ich habe selbst ein FSJ gemacht vor 10 Jahren. Das ist trotzdem nicht richtig & sollte nicht als okay und unproblematisch reproduziert werden, finde ich. Und ich denke, es gibt auch viele Einrichtungen wie meine, die zumindest versuchen sich Mühe zu geben. Und man kann als FSJler*in durchaus auch einfordern, gut begleitet zu werden, bzw sich an die betreuende Organisation wenden, wenn dem nicht so ist.

Aber das ist ja ein Stück weit OT, werde jetzt nicht noch mehr dazu schreiben, sorry @Träumelinchen , wollte es nur nicht unkommentiert stehen lassen.
 
Kennst du das eigentlich, entspannt miteinander schweigen? Das kann ein schöne Erfahrung sein.
Ich frage, weil bei mir der Gedanke aufkam, ob du vielleicht Angst vor Stille hast.
Die muss nicht riesig, unüberwindbar zwischen einem im Raum stehen.
Die kann man miteinander genießen, in lockerer Verbundenheit.
Kann ich eigentlich schon. Bin ja selber eher ruhig und introvertiert. Aber natürlich nicht so krass wie er.
Ja kann sein, dass ich gegenseitiges Anschweigen als unangenehm empfinde. Komme auch meistens besser mit extrovertierten Leuten klar, weil ich da nicht viel reden muß und nur zuhören brauche. Das kann ich glaube ich ganz gut. Aber in dem Hospiz sollen wir ja mit den Leuten reden, vor allem mit den Angehörigen. Und das fällt mir immer noch schwer. Muss mich immer noch überwinden, auch wenn ich bisher immer nur dankbare Reaktionen hatte.
 
Ich mag auch nicht angefasst werden, nicht von ArbeitskollegInnen, nicht von entfernten Bekannten und schon gar nicht von Fremden. Selbst einige Verwandte sollen mich nicht anfassen, unter anderem meine Mutter. Die Menschen, die mich anfassen "dürfen", ohne dass es mir unangenehm ist, die kann ich an einer Hand abzählen, die Menschen, bei denen es mir angenehm ist, das sind ganze 2. Und ich bin kein introvertierter Mensch oder gar ein Menschenfeind. Und nein, ich habe auch keine Berührungsängste. Ich will einfach nicht von jedem/jeder Dahergelaufenen angefasst werden!
Ich mag Beides, berührt werden und berühren, aber nur, wenn mir die Menschen, die das machen sympathisch sind.
 
Heute haben wir zum ersten Mal etwas miteinander geredet. Heute ist auch zum erstem Mal jemand gestorben bei uns, weshalb wir natürlich ziemlich geschockt waren. Aber war wohl eher ungewöhnlich, dass jetzt “schon“ 3 Wochen niemand gestorben war. Aber man hat uns ja auch darauf vorbereitet, dass das bald passieren wird, weil die Gäste alle nicht so lange da sind leider. Aber jedenfalls habe ich ihn gefragt, wie er das empfindet und da hat er ein bißchen erzählt, dass er halt Gefühle nicht so zeigen kann, aber trotzdem welche hat. Und so sind wir zumindest etwas ins Gespräch gekommen. Eigentlich finde ich ihn gar nicht so unnett. Irgendwie halt anders als die meisten Jungs in meinem Alter. Aber zumindest zieht er nicht ständig entweder alles irgendwie ins Lächerliche oder macht irgendwie ständig anzügliche Bemerkungen wie manch Andere in meinem Alter. Insofern ist er mir tausendmal lieber als so jemand.
 

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