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Wie kann ich mit meiner Mutter umgehen?

A

Aoname

Gast
Liebe Community, erstmal allen frohe Weihnachten.
Mein Problem ist seit Jahren meine Mutter. Sie ist ein äußerst schwieriger und vielschichtiger Mensch. Sie hat mich bereits früh bekommen und war praktisch selber noch ein Kind. Ich erinnere mich und das wird mir öfters von Familie und manchmal auch von ihr selber bestätigt, dass ich mich praktisch selber erzogen habe. Ich war immer sehr gut in der Schule, bin nie auf die schiefe Bahn geraten, habe studiert und arbeite nun in einem sehr guten Beruf. Das Problem mit meinem Mutter und mir ist, dass sie mich einfach zur Weißglut treiben kann. Irgendwie ist sie stets unzufrieden, verlangt andauernd viel von mir, ich muss mich ständig um ihre Angelegenheiten kümmern. Wenn sie mir etwas zurückgibt, wird das im Streit ständig aufgegriffen mit einem Vorwurf. Wiederum weiß ich wirklich, dass sie viel von mir hält und ich ihr ein und alles bin, nicht nur metaphorisch, sondern auch sinngemäß. Sie hat keine*n Partner*in an ihrer Seite, auch keine anderen Kinder. Ich habe oftmals feststellen müssen, dass sie sich selbst in so vielen Sachen widerspricht. Mal sind bestimmte Menschengruppen, Aktivitäten, Ansichten toll, wenige Wochen später nicht mehr. Es ist einfach anstrengend Zeit mit ihr zu verbringen. Ich habe in den letzten Jahren versucht jegliche Konfliktthemen zu vermeiden, aber das klappt natürlich nicht immer. Ich weiß einfach, wenn sie nicht meine Familie wäre, würde ich nichts mit ihr zutun haben wollen. Ich habe auch schon mal vor Jahren versucht den Kontakt abzubrechen, mehrmals zumindestens zubeschränken, aber ohne Erfolg. Sie braucht auch wirklich täglich Kontakt zu mir und wenn ich ihr nicht antworte, kommen dann immer mehr Nachrichten. Ich weiß einfach langsam nicht mehr wie das weiter gehen soll. Vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben und vielleicht hat jemand auch eine ganz andere Sicht darauf. Vielen dank!
 

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D

Die Queen

Gast
Ich schätze dass das junge Alter so wie die Tatsache dass der Kindesalter sich verabschiedet hat dazu führte, dass deine Mutter zu früh zu viel Verantwortung bekam und damit überfordert war. Eventuell hat das zu der beschriebenen emotionale Abhängigkeit geführt.
 

Keep Going

Aktives Mitglied
Naja ich finds edel von dir was du so machst und meine erste Frage wäre halt wie sehr dich das alles belastet.
Es klingt alles mehr so als wärest du die Mutter und ich kann nachvollziehen wie anstrengend das sein kann.
Ich würd sagen versuch es nochmal mit dem Kontaktreduzieren. So wie es jetzt ist, ist es dir ja zu viel. Mach es deiner Mutter verständlich, dass das so für dich nicht weitergeht. Wenn sie deine Grenzen nicht respektiert würde ich ihr einmal auf ihre Texte antworten und schreiben: Mir ist das im Augenblick zu viel, ich meld mich in einer Woche oder so. Je nachdem was du für richtig hältst. Wenn sie dann persönlich ankommt, sag ihr das halt auch persönlich, wenn du das kannst. Ansonsten zeigst du halt immer wieder dass deine Grenzen keine sind.

Ich finds schön, dass du nach anderen schaust und die eigene Familie hat sicher eine besondere Rolle. Aber vernachlässige halt nicht zu sehr wie dir es geht. Ansonsten kann ich das Gefühl verstehen, dass man sich emotional verpflichtet fühlt, aber das hat halt auch seine Grenzen.

Ist schwierig da das richtige Maß zu finden, dass man nicht als undankbar, gefühlskalt etc dasteht, aber im Prinzip hast du nicht darum gebeten, dass du geboren wirst und du schuldest deiner Mutter nichts. Wie gesagt, schön, dass du dich kümmerst, aber nicht um jeden Preis.

*Frohe Weihnachten auch dir :)
 

Fabienne

Aktives Mitglied
Meine Mutter ist deiner leider sehr ähnlich....

Es gibt eben Mütter, die "mehr" von ihren Kindern erwarten. Mehr kümmern, mehr Kontakt, mehr Gespräch, mehr alles. Du bist Einzelkind (Tochter?)?
Dann verstärkt sich das natürlich nur noch mehr. Solche Mütter haben nur einen Punkt, auf den sie sich fixieren können.

Ist deine Mutter noch vergeben? Hat sie einen Partner? Hobbies?

Leider kann man da wenig raten. Bricht man den Kontakt ab, sind sie beleidigt und schieben es einem emotional zu. Meldet man sich zu viel, greifen sie nach dem ganzen Arm, statt nur der Hand.

Ich habe es bei mir solide regeln können: wir telefonieren jeden Abend. Damit hat sie Kontakt, ist beruhigt und gibt es Themen / Probleme, kann man das lösen. Dafür habe ich kein schlechtes Gewissen wenn ich mich nicht ständig melde / mal länger nicht komme.
Mit der Zeit hat meine Mutter dann angefangen, sich wieder neue Themen zu suchen und etwas Distanz einzuhalten. Ist mit Corona natürlich schwieriger geworden, aber das Prinzip sollte klar sein.

Es ist immer noch Familie und Familie, wird eben doch immer einen hohen Stellenwert haben.
 
A

Aomame

Gast
Genau, meine Mutter (46) hat nur mich (27, w). Sie hat absolut keine Hobbies, keine Freunde, keinen Partner. Das macht die Sache eben so schwer. Sie hatte schon wirklich viele Beziehungen, war mehrmals verheiratet und das ist alles in die Brüche gegangen. Ich musste sie schon früh auch in diesen Sachen unterstützen. Ich hege keinen Groll diesbezüglich. Natürlich habe ich mir manchmal eine „normalere“ Familie gewünscht, aber ich hatte dann Ausgleich bei meinen Freunden.
Mit dem Kontakt reduzieren habe ich wie gesagt schon mehrmals versucht. Zwischenzeitlich hatte ich das Prinzip, dass ich ihr einmal abends am Tag auf all ihre Nachrichten antworte. Das war jetzt halt nicht immer realisierbar. Ich würde einfach so gerne diese „Last“ loswerden, aber das könnte ich ihr halt niemals antun und allein, dass ich es als Last betrachte, bereitet mir ein unglaublich schlechtes Gewissen.
 

Binchy

Aktives Mitglied
Hallo Aomame,

Du brauchst wirklich kein schlechtes Gewissen zu haben, deine Mutter als Last zu sehen. Sie ist - so wie sie sich benimmt - eine Last. Sie tut nichts, den Zustand zu ändern und saugt dich emotional aus.

Was geschieht denn, wenn Du ihr ganz klar sagst, dass Du ihr nicht einen Freund oder Freundin ersetzen kannst, dass Du ihre Tochter bist, die Zeit für sich braucht und dass sie ihr eigenes Leben aufbauen soll? Und wenn Du dann sagst, dass Du nur 1-2 Mal pro Woche Kontakt willst, aber dann auch konsequent nicht antwortest, wenn sie jeden Tag Kontakt will.

Ihr habt die Rollen getauscht, Du spielst die Mutter für sie und sie spielt das bedürtige Kleinkind.
Ich denke, dass sie eine ganz klare Ansage braucht und einen "Tritt", weil dieses Verhalten ist sehr egoistisch von ihr. Sie hat sich auf Dich fixiert, weil du es mitgemacht hast. Wenn Du nicht auf ihre Nachrichten eingehst, wird sie es vielleicht lernen. Du musst aber konsequent sein, ihr ganz hart sagen, dass sie Dich nervt. Sie kann ihre ständige Unzufriedenheit mit allem und sich selbst vermutlich nicht an dir auslassen.

vermutlich warst du bisher zu lieb oder verständnisvoll. Dann wird sie weiter machen und Dich benutzen und aussaugen. Sei mal ganz ganz klar und hart, vielleicht begreift sie es dann.
 
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