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Wie kann ich meinem Sohn helfen?

Bandit2105

Urgestein
Wenn der Fehler aus Ihrer Sicht nicht zu korrigieren ist, was soll ich dann aus Ihrer Sicht machen? Die Vergangenheit ist nicht änderbar. Nur die Gegenwart. Und deshalb habe ich mich hier angemeldet.
Und das ist richtig!

Wie reagiert dein Sohn auf Dich?
Ist das Verhältnis entspannt?
Würde er Tipps von Dir annehmen?

Liebe Grüße
Bandit :daumen:
 

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Tom50

Mitglied
Wir haben eigentlich ein ganz gutes Verhältnis. Wenngleich ich immer das Gefühl habe, dass er nicht alles bei mir loswerden will. Aber das verstehe ich. Ich bin ja auch nur sein Vater, nicht sein bester Freund.

Es gibt halt sehr oft wechselnde Phasen. Mal nimmt er Tipps an, mal lehnt er alles ab, was von uns Eltern kommt. Es ist halt oft so eine Art Schwarz-Weiss-Denken.
 

Tom50

Mitglied
Diese Frage habe ich ihm schon gestellt. Eine Antwort habe ich aber nie wirklich bekommen. Er kann mir hunderte Sachen sagen, die er NICHT will.

Das genau scheint mir das Hauptproblem zu sein.
 
C

Christine22

Gast
Leider geht aus der Frage nicht hervor, inwieweit Du bereits mit Deinem Sohn gesprochen hast. Und mit "Sprechen" meine ich nicht Aufzählung, was Du bzw. er geleistet oder nicht geleistet habt, und natürlich auch keine Vorwürfe u. dgl. Falls noch nicht geschehen, würde ich ihn mal allein (nicht zu zweit - das wäre sicher zuviel Druck für ihn) "überfallen" und ein seeehr offenes, ruhig auch gefühlvolles/liebevolles Gespräch mit ihm führen. Ich wünsche Euch, daß dies zu einem Dialog führt und nicht bei einem Monolog bleibt. Das Wichtigste scheint mir dabei zu sein, daß Du keinerlei Druck ausübst. Alles Gute.
 

Wickerman

Aktives Mitglied
hm, immerhin, habt ihr ein gutes Verhältnis wobei er anscheinend (noch) nicht über alles reden will.

Nimmt er denn die Ratschläge nur an, ODER, und das ist viel wichtiger, setzt er sie auch um?

Hast du ihn mal gefragt wie es ihm geht? Ob er sich wohlfühlt?
Oder einfach nur was ihm Spaß macht? Also nciht beruflich sonder nals Hobbie?

Möglicherweise sind auch deine Mittel etwas bewirken zu können beschränkt bis gar nicht vorhanden. Sollte sein Verhalten durch eine Krankheit bedingt sein, dann wäre professionelle Hilfe angesagt. Aber der Wunsch danach muss von deinem Sohn selbst kommen.
 
G

Gast

Gast
Vielleicht solltest du dich mit den Vorwürfen dir gegenüber mal auseinandersetzen und in einer Therapie reflektieren, kann mir gut vorstellen, das dort die Wurzel deines Problems liegt
Als ich das las, dachte ich mir fällt der Augapfel aus der Höhle. Wozu soll dieser Vater eine Therapie machen? Alle Elternteile machen in irgendeiner Weise Fehler in der Erziehung, die man später erst erkennt. Und deswegen muss man gleich zu einer Therapie?

Hi Tom,

Ich finde noch nicht mal das Du einen Fehler gemacht hast indem Du arbeiten gegangen bist um Deine Familie finanziell abzusichern. Du bist selber in einer einfachen Arbeiterfamilie aufgewachsen und kennst daher das Gefühl kein Geld zu haben, was auch belastend für die gesammte Familie sein kann. Auch wenn Du weniger gearbeitet hättest und Deinem Sohn nicht finanziell abgesichert hättest, könntest Du vor gleichen Problemen stehen und Dich fragen, wie Du helfen kannst.

Ich gehe auch arbeiten und ziehe mich nach und nach mehr aus dem gesellschaftlichem Leben zurück, weil die Menschen immer kälter, egoistischer und dümmer werden. Vielleicht hat es bei Deinem Sohn ganz andere Gründe als der finanzielle Aspekt.

Viel machen kannste eh nicht mehr, Du kannst für ihn nur ein Vater sein, mit dem er reden kann, wenn er es dann auch möchte. Du kannst ihm Ratschläge geben und Du kannst auch mit ihm über Deine Sorgen reden.

Wer weiß vorher schon was richtig und falsch im Leben ist/war. Das merkt man meistens erst, wenn der Zug abgefahren ist. Mach Dir nicht allzu viele Sorgen, vielleicht ist es auch nur eine Phase, die machen wir auch alle durch. Was Du als Problem siehst, muss Dein Sohn nicht als Problem sehen und ist vielleicht auch garkeins.

Suche das Gespräch und nicht nach Fehlern, wo Du noch nicht mal so wirklich weißt, ob es alles ein Fehler war.

Alles Gute
 

Tom50

Mitglied
Entschuldigung, dass ich jetzt erst antworte. Ich war leider durch Weihnachts-Verwandtschaft etwas abgelenkt.

Auch meine Frau sieht natürlich, dass unser Sohn nicht glücklich ist. Sie hat aber offenbar mehr den Eindruck, dass dies vllt. nur eine Phase ist, die er selbst wieder überwinden wird.

Es kann schon sein, dass wir beide unkommunizierte Erwartungen projizieren, weil halt unsere Biografie uns so geprägt hat. Bewußt - oder gar konkret formuliert - haben wir aber nie Druck auf unseren Sohn ausgeübt. Dennoch ist es wohl passiert, dass er nun nach 16 Semestern ein Studium abgeschlossen hat, das ihn offenbar aber gar nicht interessiert. In dem von ihm nun abgeschlossenen Studienfach (Informatik) sieht er seine berufliche Zukunft jedenfalls nicht.

Hierdurch entstand natürlich für Ihn einerseits die Selbsteinschätzung, dass er seine Zeit "verschwendet" hat und zum anderen, dass er jetzt sozusagen vor einer Wand steht - ohne Perspektive.

Danke jedenfalls für Eure Kommentare. Vielleicht versuche ich viel zu oft, Probleme schnell zu lösen, anstatt sie mir einfach mal anzuhören.
 

kaia

Mitglied
Hallo Tom,

hast du denn auch genau über das Thema direkt mit deinem Sohn gesprochen? Also nicht nur die Frage danach, wie er sich seine Zukunft vorstellt, sondern auch über deine Sorgen und dein Gefühl, in der Vergangenheit nicht genug für ihn dagewesen zu sein? Und mal gehört, was er dazu sagt, wie er das sieht?
Und woher weißt du dass er unglücklich ist? Sagt er das offen? Oder strahlt er es eher irgendwie aus?
Wenn noch nicht in der Form geschehen, kannst du ja vielleicht versuchen, in den Dialog mit ihm zu kommen. In dem es nicht nur um die Zukunft und Befindlichkeiten deines Sohnes geht, sondern auch um deine. Wie eben deine Selbstvorwürfe, vielleicht auch etwas darüber, was dich dazu gebracht hat, beruflich so erfolgreich zu werden, deine Herkunft etc... Was für dich ein erfülltes Leben ausgemacht hat und ausmacht.

Wichtig einfach auch dabei, dass du da bei dir bleibst und es nicht so darstellst, dass dein Werdegang auch das Ziel für deinen Sohn sein soll. Aber das möchtest du ja auch gar nicht, solltest du nur aufpassen, dass du das dann nicht ungewollt so vermittelst.
Vielleicht auch deutlich sagen, dass dein Sohn, so wie er ist, für euch ok ist und ihr ihn so liebt, ihr aber eben das Gefühl habt, dass er selbst nicht glücklich ist...

Ich finde es auf jeden Fall schon mal gut, dass euer Verhältnis im Grunde ganz gut ist, da müsste sich doch was drauf aufbauen lassen.

Und wenn dein Sohn mit dir nicht darüber reden möchte, wäre vielleicht zu schauen, ob es jemand anderen gibt, mit dem er darüber sprechen kann und möchte?
 

aolieah

Mitglied
Als ich das las, dachte ich mir fällt der Augapfel aus der Höhle. Wozu soll dieser Vater eine Therapie machen? Alle Elternteile machen in irgendeiner Weise Fehler in der Erziehung, die man später erst erkennt. Und deswegen muss man gleich zu einer Therapie?

Hi Tom,

Ich finde noch nicht mal das Du einen Fehler gemacht hast indem Du arbeiten gegangen bist um Deine Familie finanziell abzusichern. Du bist selber in einer einfachen Arbeiterfamilie aufgewachsen und kennst daher das Gefühl kein Geld zu haben, was auch belastend für die gesammte Familie sein kann. Auch wenn Du weniger gearbeitet hättest und Deinem Sohn nicht finanziell abgesichert hättest, könntest Du vor gleichen Problemen stehen und Dich fragen, wie Du helfen kannst.

Ich gehe auch arbeiten und ziehe mich nach und nach mehr aus dem gesellschaftlichem Leben zurück, weil die Menschen immer kälter, egoistischer und dümmer werden. Vielleicht hat es bei Deinem Sohn ganz andere Gründe als der finanzielle Aspekt.

Viel machen kannste eh nicht mehr, Du kannst für ihn nur ein Vater sein, mit dem er reden kann, wenn er es dann auch möchte. Du kannst ihm Ratschläge geben und Du kannst auch mit ihm über Deine Sorgen reden.

Wer weiß vorher schon was richtig und falsch im Leben ist/war. Das merkt man meistens erst, wenn der Zug abgefahren ist. Mach Dir nicht allzu viele Sorgen, vielleicht ist es auch nur eine Phase, die machen wir auch alle durch. Was Du als Problem siehst, muss Dein Sohn nicht als Problem sehen und ist vielleicht auch garkeins.

Suche das Gespräch und nicht nach Fehlern, wo Du noch nicht mal so wirklich weißt, ob es alles ein Fehler war.

Alles Gute
es geht hier nicht darum ob Tom einen Fehler in der Erziehung gemacht hat, sondern darum, das er sich anscheinend schwer tut, so wie sein Sohn lebt. Wie ich das gelesen geht es seinen Sohn ja nicht schlecht. Erlebt finanziell relativ unabhängig, hat eine Wohnung...
nur der Vater tut sich schwer das so zu akzeptieren und seine nicht erfüllten Erwartungen die er offenbar an seinen Sohn hat. Dieses ist aus meiner Sicht das Problem und das könnte der Vater in einer Therapie reflektieren, um mit diesem Umstand klar zu kommen.
 

Tom50

Mitglied
Kaja, aoieah, Sie haben beide irgendwie recht. Ich weiss schon, dass es da Erwartungen von mir gibt, die mein Sohn nicht erfüllen kann. Dies sind aber eher unbewusste Erwartungen, denn ich weiss ja auch, dass ich nicht das Leben meines Sohnes leben kann - und umgekehrt.

Dass er nicht glücklich ist, sagt er natürlich nicht so direkt. Aber man merkt doch so etwas am ganzen Verhalten. Er hat halt oft das Gefühl, dass er sein relativ sorgenloses Leben eben nicht "verdient" hat, wobei wir immer wieder versuchen, ihm zu sagen, dass seine finanzielle Absicherung eben nicht zur Lethargie verleiten soll sondern eher als Polster zu sehen ist, seine eigenen Stärken auszuleben und zu entwickeln.

Ich merke schon: je mehr ich darüber hier schreibe, desto mehr beginne ich, auch selbst mehr zu verstehen. Danke nochmals für die Hinweise. Ich muss jetzt mal ein wenig nachdenken.
 

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