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Wie kann ich mein Leben in den Griff kriegen?

Ich bin am Ende, wie der Titel es schon sagt.
Ich versuche Schule, Privatleben und Hobbys unter einem Hut zu bringen, was sich zur Zeit als fast unmöglich erweist.
Dazu muss ich erwähnen, dass ich nächstes Jahr im Mai meine Abiturprüfung im Fachbereich Ernährung schreibe und der Druck mit dem lernen halt jetzt schon losgeht.
Ich war nie eine besonders gute Schülerin, aber in der 11. Klasse habe ich es durch krankhaften Ehrgeiz und Disziplin zu einem Schnitt von 2,1 geschafft.
In der 12. Klasse kamen einige neue Fächer hinzu und damit viel Stoff.
Als wäre das nicht schon genug Arbeit, habe ich leider noch n Problem in Mathe.
In Mathe habe ich- mit Ausnahme der 11. Klasse- jahrelang nur 5-er und 6-er geschrieben.
Ich habe sogar in der Matheprüfung MBA nur 28% erreicht.
Zwar habe ich mittlerweile gute Freunde, die mir in Mathe helfen können, aber trotzdem bleibt die Angst, darin zu versagen.
Und ich weiß nicht, wie ich mit dem vielen Lernstoff klarkommen soll.
Ich brauche ziemlich lange, bis ich mir etwas merke und es im Kopf bleibt.
Ich habe schon einige Lernmethoden ausprobiert, aber keine außer Karteikarten schreiben (was ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt) funktioniert, aber ich wünsche mir eine Methode, mit der ich mit weniger Aufwand mehr erreichen kann.
Ich weiß, dass der Abschluss unheimlich wichtig ist- das stelle ich überhaupt nicht infrage.
Aber der Kontakt zu Freunden ist genauso wichtig.
Und meine Hobbys möchte ich auch hin und wieder mal ausüben.
Ohne die Hobbys und treffen mit Freunden werde ich nach einer Weile depressiv und das wäre Gift für meine schulischen Leistungen.
Ich habe es mit To do - Listen, aufschreiben der persönlichen Ziele und Übungen gegen Prüfungsangst versucht, aber trotzdem habe ich das Gefühl, es bringt nichts.
Wie soll ich das alles schaffen?

LG und Dankeschön im voraus,
Choko Aikawa
 

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Nordrheiner

Urgestein
Hallo, Chokola Aikawa,

wenn Du wirklich alles ausprobiert hast und trotzdem ein hohes Risiko besteht, dass Du ein schlechtes Abschlußzeugnis erhältst, dann neige ich zu der Empfehlung, die Klasse zu wiederholen. Es ist ein Jahr Verlust, jedoch taktisch gesehen ein großer Vorteil, sofern es Dir mit der Wiederholung gelingt, einen wirklich guten Abschluß zu erlangen. Je mittelmässiger oder schlechter Dein Abschluß ist, so geringer sind Deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Viel Erfolg,
Nordrheiner
 
N

Nautilus

Gast
Ich hatte auch Probleme in Mathe, und habe mir 1 bis 2 mal die Woche Nachhilfe genommen (je 90min).
Dort habe ich, verglichen mit dem Schulunterricht, deutlich schneller gelernt und kam mir auch nicht ständig dumm vor, wenn ich Fragen gestellt habe. Man ist halt alleine oder in einer kleinen Gruppe, in der niemand Mathe kann, da fällt es deutlich leichter.

Mir hat es gereicht das ganze für ein paar Wochen zu machen, kostet ein bisschen Geld (ich glaube ich habe damals 15€ pro Stunde gezahlt), aber es hat mir extrem geholfen und ich konnte meine Mathenote deutlich aufbessern.
Die Nachhilfelehrerin konnte viel besser auf mich eingehen, hat mir geholfen nicht nur Sturr die Aufgaben runter zu rattern, sondern sie wirklich zu verstehen. Man hat ganz oft diese "aha"-Momente, die deine Motivation ziemlich steigern.

Ich kann es dir nur empfehlen! Was ich widerrum nicht empfehlen kann sind Nachhilfekurse, die die Schule anbietet. Dort sitzen deutlich mehr Leute und die Lehrer haben keinerlei Lust einem wirklich weiterzuhelfen. Dann lieber externe/private Nachhilfe.

Bezüglich der Menge des Lernstoffs:

das ist ziemlich schwierig.. ich persönlich habe mir immer kurze Zusammenfassungen und "Spickzettel" geschrieben (die ich aber nicht bei der Klausur genutzt habe, sondern nur beim lernen/aufgaben machen immer mal wieder kurz drauf geschaut habe).
Es gibt wohl Leute, die auch Eselsbrücken zum lernen verwenden, ich kann sowas aber überhaupt nicht. Bei mir funktioniert nur stures Aufgaben machen und Auswendig lernen...
 
Ich habe alles getan was ich konnte, jedoch in jeder Arbeit nur 4 und 5 geschrieben.
Und das obwohl ich immer eine Woche (mindestens) anfange zu lernen.
Desweiteren hole ich mir Hilfe von Freunden und Klassenkameraden, wenn ich was nicht verstehe.
Aber irgendwie bringt das nichts.
Meine Freundinnen lernen alle kurzfristiger und schreiben 1 und 2!
Ich bin einfach nur enttäuscht von mir selbst und ich habe Angst vor der Reaktion meiner Eltern.
Meine Schwester hatte mit n Abi das gleiche Problem und wollte wiederholen.
Da haben meine Eltern gedroht, sie rauszuwefen.
Am Ende hatte sie dann das Fachabi erreicht und meine Eltern haben ihr dann bis zur Ausbildung (nun hat sie 1 und 2) das Leben zur Hölle gemacht.
Ich bin so schlecht, dass mir nichts anderes übrig bleibt.
Ich breche auch häufiger in Arbeiten zusammen und kriege Panikattacken.
Mein Klassenlehrer macht sich Sorgen um mich und möchte mit meinen Eltern reden.
Ist das eine gute Idee?
 

Nordrheiner

Urgestein
Hallo auch,

ja, es erscheint mir als eine sehr gute Idee, wenn Dein Klassenlehrer mit Deinen Eltern spricht.
Jedoch empfehle ich, dass Du Deinem Klassenlehrer erzählst, wie sich Deine Eltern bei Deiner Schwester verhalten haben. Ich habe den Eindruck, dass Deine Eltern völlig unangemessen und überzogen reagieren. Dein Lehrer sollte das Gesprächsziel verfolgen: Abbau von Druck, Vermeidung von überflüssigem Stress.

Ich fände es schön und wichtig, dass Deine Eltern Dir Mut machen und Dich aufbauen....

Übrigens, es gibt immer Menschen, die schneller lernen als wir. Das ist eben so. Aber es gibt auch Menschen, die langsamer als wir lernen oder den Stoff gar nicht kapieren. Sei einfach dankbar, dass Du in der Lage bist, gut zu lernen. Und wenn es etwas länger als bei anderen braucht - na gut - dann ist das so. Ist doch nicht schlimm.
Das bedeutet ja nur, dass Du Deine Lernzeit besser planen musst.

Ich wünsche Dir alles Gute,
LG, Nordrheiner
 

Nordrheiner

Urgestein
Kleine Ergänzung:

Es gibt Menschen, deren Leistungsvermögen steigt, je mehr Druck auf diese Menschen ausgeübt wird.
Und andere Menschen können nur wenig oder gar keinen Druck vertragen. Einerseits halte ich es für
nützlich, zu lernen, Druck auszuhalten. Andererseits ist es wichtig herauszufinden, was für ein Lerntyp Du bist.

Und die optimale Situation, die Du benötigst, die solltest Du versuchen zu erreichen. Ggf. mit Hilfe des Lehrers.
 

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