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Wie kann ich mehr herausfinden? (Ekel vor Vater)

G

Gast

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Hallo liebes Forum,

da ich drauf und dran bin zu "explodieren", möchte ich um Hilfe bitten. Ich suche nach Erklärungen bzw nach Lösungs-/Aufdeckungswegen.

Ich schreibe erstmal auf was in meinem Leben bisher nicht so normal verlaufen ist:

- sehr früh Ängste, vorwiegend das Gefühl sich nachts nicht bewegen zu können und keine Luft zu bekommen (seit ich denken kann)

- musste in der Grundschule eine Zeit lang begleitet werden (wollte meine Mutter dabei haben)

- Angst zu ersticken

- mit 13 dann richtige Panikattacken, Angszustände, Depressionen

- das Gefühl verrückt zu werden, die Kontrolle zu verlieren

- mit 16 erste Therapie, Entwicklung von großem Hass und Ekelgefühl meinem Vater gegenüber

- Ekelgefühl irgendwann wieder unterdrückt, Depressionen und Ängste ziehen sich bis heute durch mein Leben

- traue mir gar nichts zu, habe Angst vor allem bzw große Versagensängste....deshalb fange ich auch nichts mehr an.
Dabei sind das teilweise Sachen die wirklich jeder kann, ausser mir eben...
Dadurch wirke ich dann faul auf andere...dabei will ich wirklich gerne etwas tun.


Ansonsten bin ich glaube ich Beziehungssüchtig, hasse Sex aber habs trotzdem immer getan weil ich meine "Männer" nicht verlieren will. Allerdings hats nie geklappt, war immer zu verkrampft..nur mit dem jetzigen Mann geht es.


Und da kommen wir auch zum aktuellen Problem. Ich habe ein Kind (11 Monate). Das Kind ist natürlich nicht das Problem, aber seit der Geburt ist dieser Ekel und Hass meinem Vater gegenüber wieder ganz extrem da.

Ich will nicht dass er meinen Sohn fotografiert, anspricht, anfasst....ich halte diese Situationen nicht aus, flüchte dann oder starre aus dem Fenster..kann nicht hingucken.
Anfangs hat er ihn nur angesprochen aber inzwischen artet es aus.

Er will immer bei ihm sitzen, hat dauernd Körperkontakt...nicht normalen Kontakt! Gestern war seine ekelige Hand die ganze Zeit an seinem Bauch:( Oder im Nacken...er denkt mein Sohn kann ohne sein Gegrabbel nicht leben!!

Ich will es nicht und ich kann es nicht mehr! Wusste gestern nicht ob ich in Tränen ausbrechen, schreien oder einfach abhauen sollte...ich kanns nicht mehr.

Mein Freund nimmt mich nicht ernst, sagt ich würde mit meinen starren Blicken allen die Stimmung versauen und ich wäre diejenige die komisch ist, solle mir nix einbilden.
Meine Mutter schliesst auch aus dass dieser Mann jemals etwas getan haben könnte, sagt ich solle an mir arbeiten das würde so nicht gehen.
Alle anderen Leute sagen was für ein toller Opa er doch ist. Aber ICH HASSE IHN! Und ich will nicht dass er mein Kind sieht, anfasst, ihm Geschenke kauft oder sonst was.

Bin drauf und dran den Kontakt abzubrechen...aber dann bin ich ja wieder die böse die ihrem Kind den Opa entzieht.

Ich weiss einfach nicht mehr was ich tun soll, habe Angst dass ich irgendwann was unüberlegtes mache...und bin sehr traurig darüber dass mich niemand ernst nimmt weil er ja so toll ist und ich ja sowieso die mit dem "Knacks" bin....

Reden kann man mit dem nicht, der wäre direkt eingeschnappt und würde mich irgendwie bestrafen wollen. Das war früher schon so... "Wenn du das und das machst, kriegst du das nicht mehr..." "Du hast das und das gemacht, das war nicht richtig, jetzt streiche ich dir das und das..."
Oder sein Name...sein ekeliger scheiss Name!! "Mach dies und das nicht, das läuft auf meinen Namen...was denken die Leute denn..."


Ich weiss einfach nicht weiter....habe shcon soviele Therapien gemacht wegen meiner Ängste...aber nie hat etwas geholfen. Eine neue Therapie geht auch nicht, weil ich dann wieder von diesem Mistkerl abhängig wäre...weil ich mich nicht traue alleine die Stadt zu verlassen (hier gibts keine Therapeuten) und mein Freund viel arbeitet und keine Zeit hat.


Der Typ soll nix mehr für mich tun, ich hasse es gesgat zu kriegen dass er doch alles für mich getan hat, mir alles gekauft hat...das ändert nix dran dass er mich anekelt und nervt.

Der redet mit mir wie ein Kind, als ob er ein kleines Kind wäre und ich seine Mutter oder so...das ist ekelig, ich will das nicht! Man kanns dem 1000 Mal sagen., er labert immer wieder nur Mist in seiner Babysprache...

Ich habe noch einen jüngeren Bruder, der kommt gut klar in seinem Leben hatte als Kind aber auch ein paar Probleme.
Er war sehr lange Bettnässer und hatte phasenweise Angst zu schlucken, er wollte einfach nicht schlucken.

Wir haben beide jahrelang bei meiner Mutter im Bett geschlafen (der Vater wurde dann ausquartiert).


Meine Schwangerschaft wollte der Typ mir auch verbieten, obwohl es geplant war, ein großer Wunsch und ich über 25 bin...also nicht zu jung.
Da hat er einen riesen Aufstand gemacht....und jetzt spielt er sich auf als wäre er Superopa...



Was soll ich tun? Ich weiss dass es mir das nächste Mal rausplatzt, ich bin jetzt immernoch total geladen...aber ich habe Angst dass mein Freund mir dann böse ist...bzw alle Leute....
Wenn ich den Kontakt meide sind sie es aber auch...keine Ahnung was ich tun soll. Würde ja gerne eine Email-Therapie oder sowas machen, aber da weiss man auch nicht wer seriös ist und es machen nicht soviele.

In meinen bisherigen Therapien bin ich auch eher immer oberflächig geblieben....hab denen irgendwann erzählt was sie hören wollten damit ich dsann die Therapie beenden konnte.


Sorry für den langen Text, den komischen Satzbau und die Fehler... und danke schonmal fürs lesen,


Liebe Grüße
 

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G

Gast

Gast
Warum ekelt Dich Dein Vater so an? Ich habe den konkreten Grund dafür nicht gefunden, aber ich vermute, er hat Dich früher in irgendeiner Form mißbraucht? Das würde es gut erklären. Aber ich kann keinen Grund finden und Ekel gerade vor einem Elternteil muß doch einen maßiven Grund haben. Und wenn er Dein Kind so anfaßt, daß es Dir nicht paßt, dann sage es ihm bitte, er soll das laßen, Du möchtest das nicht. Es ist Dein Kind, Du hast das Recht, sowas zu sagen. Daß es auch sein Enkel ist, steht hintenan.
l.g. Eva
 

Leevje

Mitglied
hallo,

versuch es mal mit einer Hypnosetherapie....oder mach dich im Netz
schlau...
Meiner Bekannten hat es wahnsinnig geholfen.....

wünsch dir ganz viel Kraft...
Leevje
 
G

Gast

Gast
@Gast-Eva:

Danke für deine Antwort. Ja, es muss einen Grund haben. Aber ich will auch niemanden falsch verdächtigen...denn angeblich kann man sowas ausschliessen (laut Mutter...).
Das Problem ist, dass man dem nix sagen kann. Er reagiert sofort eingeschnappt und zieht Konsequenzen...und da ich leider Gottes noch abhängig von meinen Eltern bin (aufgrund meiner jahrelangen psychischen Probleme) könnte er da schon ein paar "schlimme" Strafen verhängen.
Möchte erst auf eigenen Beinen stehen....aber dazu müsste ich meinen Freund erstmal überzeugen.

Mein Vater lockt die Leute immer mit tollen (materiellen) Sachen...und mein Freund löässt sich leider davon beeinflussen, wir würden einige Abstriche machen müssen wenn wir komplett ohne meine Eltern sind.

Früher habe ich das natürlich auch gerne in Anspruch genommen...also dass er alles bezahlt usw....als Jugendlicher ist sowas ja auch verlockend.
Aber dadurch bin ich nun total in die Abhängigkeit geraten und ich will es einfach nicht mehr.

Da mein Freund mein Problem aber nicht versteht, will er natürlich den angenehmeren Weg gehen.


Vielleicht ist es auch einfach nur die Art meines Vaters die mich anekelt...keine Ahnung. Andererseits stellt man sich so, wie er ist den typischen Pädophilen vor...auch wenn es da eigentlich keine typischen Merkmale gibt.

Mal sehen, eigentlich müsste der an meinem Verhalten selbst merken dass sein Verhalten unerwünscht ist, alle anderen merkens ja auch...aber er macht trotzdem weiter.
Ich sag auch oft dass er aufhören soll wenn er zB seine Finger in den Mund nimmt, weil ichs ekelig finde...dann hört er kurz auf und machts beim nächsten Mal wieder.

@Leevje:

Danke dir :), daran habe ich auch schonmal gedacht. Habe allerdings gehört dass man da auch falsche Erinnerungen haben kann...und dann wären wir wieder beim falsch beschuldigen:/
In meiner Umgebung gibts da auch direkt niemanden der sowas macht. Ich werde nochmal ein bisschen googlen.
Herkömmliche Therapien bringen mir auf jeden Fall nicht soviel.





Also ich habe meinen Bruder jetzt einfach mal direkt gefragt ob er sich vor unserem Vater ekelt....er hat nein gesagt.
Weiter bin ich auf nix eingegangen...also bild ichs mir doch nur ein?

Aber ich merke einfach irgendwie, dass alles was ich bisher an Problemen hatte und habe damit zu tun haben muss. Solange ich das nicht geklärt habe kann das andere niemals gut werden.
In meinen Therapien wurde zwar immer auf die Kindheit eingegangen, aber ich habe immer nur gesagt dass ichs allerschlimmstenfalls zu gut hatte....dass da nichts schlimmes war.

Aber vom "zu gut" haben...kann man da wirklich richtige Depressionen, Ängste und auch Persönlichkeitsstörungen kriegen?
Nur weil man ein bisschen zuviel behütet wurde?
 
G

Gast

Gast
Ich lese deinen Beitrag voller Spannung und bin schockiert. Ich selbst bin beruflich tätig im ähnlichen Bereich und frage mich, warum Therapien nicht genutzt werden? Sicherlich gehört viel Überwindung dazu und einiges ist auch von der therapeutischen Beziehung abhängig... Aber eigentlich bietest du mit deinem Problem die Lösung schon an - die einzige, die du annehmen könntest: den Kontakt zu brechen. Lass doch mal das kleine Kind in dir sprechen - was würde es dir raten? Weißt du, diese ganzen Gedanken und Empfindungen, die du deinem Vater gegenüber aufgelistet hast, die sind real - sie sind real da. Und damit sind und bleiben sie ein Problem. Es geht doch nicht darum, dass du in Frage stellst, ob nun was Schlimmes gewesen sein muss oder nicht, weil das ist Vergangenheit. Du solltest dich auf deine Zukunft konzentrieren. Und was nutzt dir da die Grübelei, wo der Ekel herkommt? Er wird 100 % eine Ursache haben und zwar keine schöne. Er kann tatsächlich generiert sein, sozusagen übertragen von Person X oder Erlebnis Y auf den Vater. Aber er hat heute und zu diesem Zeitpunkt etwas mit ihm zu tun. Gibt es bestimmte Schlagwörter, die du meidest? Bestimmte Berichte, die du nicht sehen kannst?
Warum ziehst du deine Mutter so stark mit ein? Wie sollte sie sich auch anders verhalten? Sie muss ihre Lebenssäule schützen, so lange es geht. Ihr Mann wird ihr Fundament sein... selbst wenn sie eine Ahnung hätte, wäre diese eher unbewusst und würde so gut es geht verdrängt werden. Stell dir vor, was das für sie bedeuten würde, wenn sie sich eingestehen müsste: "ja, die beiden Kinder wurden im Baby- und Kleinstkindalter komisch von meinem Mann behandelt..." - Sie hätte selbst ihre Obhutspflicht gebrochen und käme damit doch gar nicht klar.
Ab wann setzt deine bewusste Erinnerung ein - ab welchem Alter meine ich? Was ist das erste Ereignis, was du erinnern kannst?
Das sind Dinge, die in einer Therapie besprochen werden sollten...
 

me90

Mitglied
hi
bin sehr erschroken als ich deinen text gelesen habe. habe auch einen ekel vor meinem vater und meine schwester auch. zwar war unser vater nach der scheidung meiner eltern oft nicht egade net zu uns, (geschlagen, vernachlässigt etc..) aber können uns beide nict an einen sexuellen missbaruch erinnern.
aber wurde von 10-12 und meinem nachbarn täglich gesteichelt und nachdem ich es nach ein paar wochen meinem vater gesagt hatte, da mein nachbar nicht aufgehört hat, hat er mich nur doof angesehn und anschliesend meinem nachbar gesagt das er zur familie gehört und täglich zu uns kommen kann. vll habe ich daher meinen knaks.
seit 8 monaten habe ich keinen kontakt mehr zu meinem vater und ich fühle mich viel besser !!
irgendwas muss damal gewesen sein so ein ekel kommt bestimmt nicht von allein.
Dein mann sollte aufjedenfall zu dir halten denn du bist seien familie und es muss dir gut gehen.
wünsch dir alles gute !
 
G

Gast

Gast
Ich kann mir gut vorstellen was für einen Ekel du meinst.
Ich hatte diesen selbst lange bei meinem Erzeuger. Bei ihm weiß ich aber auch, dass er mich missbraucht hat.
Und ich denke bei dir war es das selbe....
Nur warst du im einiges jünger und weißt somit davon gar nichts mehr.
Deine Mutter könnte davon etwas mitbekommen haben oder aber auch nicht.

Meine Mutter hat davon gar nichts mitbekommen, auch meine Oma hat geschwiegen.
Wobei ich nicht weiß, ob sie nicht einfach nur die Augen davor verschließen wollten.

Das selbe könnte deine Mutter damals vielleicht auch getan haben.
Sie war/ist überfordert mit der Situation.
Irgendwann hörte es auf und sie verdrängte es.

Dein Ekel kommt nicht einfach von irgendwo her, er hat einen Grund.

Dass dein Bruder sich nicht vor eurem Vater ekelt, könnte auch gelogen sein.
gerade der Satz, dass dein Bruder irgendwann nicht mehr schlucken wollte, gibt mir zu denken.
Einschätzen kann ich das natürlich nicht wirklich, ich sage nur was ich denke.

Und als ''Opfer'' dieser Tat und ''nicht ernst genommen werden'', kann ich dir nur sagen, ich ekel mich zusätzlich auch vor alten Männern und werde nicht gerne von meiner Mutter umarmt.
Ich denke das hängt alles irgendwie zusammen.

Ich hoffe nur für dich und deinen Sohn, dass du es schaffst, entweder den Kontakt abzubrechen oder mit ihm zu reden ohne großartig irgendwelche Nachteile davon zu ziehen.
 

Baldwin

Mitglied
Rate zu systemischen Wiedererleben nach Siegfried Petry

siehe google: weitere Infos dazu, was das ist unter
google: Verein Traumahilfe e.V Wetzlar
oder
Praxis Iris Dickhöfer Wetzlar
oder Praxis Isolde Zehmde
 

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