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Wie kann ich helfen?

NyanNyan

Mitglied
Hallo!
Es geht in diesem Posting weniger um mich als um meinen Freund.
Am besten beschreibe ich mal eine Situation um euch das vielleicht alles ein wenig verständlicher zu machen und möglichst gute Lösungsansätze zu bekommen:

Wir fahren zu Freunden von uns auf dem Hinweg kriegen mein Freund und ich uns in die Haare. Er beklagt, dass er morgen zum Probearbeiten muss, aber gar keine Lust hat. Ich bestehe auf dem Standpunkt, dass es eben notwendig ist zu arbeiten, wenn man Geld ausgeben will. Er sagt, sein Beruf sei aber scheiße. Sein Schulabschluss zu schlecht, um zu lernen, was er denn gerne lernen würde. Die Berufsauswahl sei schlecht. Mir hingegen wäre alles zugeflogen.
Ich sage ihm, dass er ja nun während seiner Arbeitslosigkeit fast ein Jahr Zeit hatte um sich umzuorientieren. Praktika machen, eine neue Ausbildung beginnen, Schulabschluss erweitern... die Welt stehe ihm offen, er müsse sich nur bemühen, ich würde ihm auch beistehen und helfen wo ich kann. Aber er hat sich ja einfach nicht darum gekümmert. Er könne sich auch jetzt noch darum kümmern, es ist ja nicht zu spät. Mir ist auch nichts zugeflogen, ich habe viele Bewerbungen geschrieben, viele Absagen erhalten oder gar keine Antwort, entäuschende Bewerbungsgespräche führen müssen, ich habe ein Praktikum gemacht und habe mich ebenso anstrengen müssen den einen Beruf für mich zu finden. Das hat mich im Endeffekt auch 2 Jahre meines Lebens gekostet. Von nichts, kommt leider nichts.
Zudem lege ich ihm nahe, dass es doch auch genauso reichen könnte einen Beruf auszuüben mit dem es immer hin möglich ist, seinen Freizeitspaß zu finanzieren, wenn man schon keine Freude am Arbeiten hat.
Er sagt darauf, dass Leben sei halt einfach scheiße, 5 Tage hinquälen um am Wochenende etwas Spaß zu haben und womit überhaupt? Er habe ja nichts, was ihn so ausfüllen würde. Er sei zufrieden damit, zuhause rumzusitzen und zu zocken.
Hier falle ich ein und sage ihm klipp und klar, dass er das ja gerne sein Leben lang tun kann, nur ohne mich. Und dass er so ja auch nicht zufrieden sei, ständig missgelaunt wäre und er doch irgendwo dran Freude haben muss, irgend wofür lohnt es sich doch schon zu leben.
Er: Wofür denn?
Ich sage ihm, dass ich nicht weiß, was ihm so wichtig im Leben ist, dass es ihn glücklich macht und er daran seine Lebensfreude finden kann. Das müsse jeder selber für sich selbst herausfinden. Er fragt mich wofür ich denn leben würde. Ich zähle ihm hier einige Dinge auf, die ich noch erreichen möchte, Ziele die ich habe. Er erwidert nur, dass ich wohl besser ohne ihn dran wäre.
Ich frage ihn, was genau an seinem Leben denn so scheiße wäre. Er antwortet nur was denn nicht scheiße wäre. Dass es besser wäre, wenn es einfach vorbei wäre. Dass er den ganzen Mist dann nicht länger ertragen müsse. Kein Geld, keine guten Jobperspektiven, scheiß Wohnung, scheiß Nachbarn.
Hier lockt er mich wohl aus der Reserve und ich fange an ihm vorzuwerfen, dass es so schlimm doch gar nicht sein kann, wenn er immer noch Prinzipien habe und vom gemeinsamen Familienglück träume und ähnliches. Ich werfe ihm vor, wie ich mich denn dabei fühlen solle. Wie er sich das nun vorstellt wie es weitergehen soll, ich da nun auch nicht so mit leben kann und darunter leide und sich auf dieser Basis ja nun auch keine Familie gründen ließe.
Hier wirft er mir eventuell noch vor, dass ich ja daran eh nicht interessiert sei, ich antworte noch, dass ich in meinen Augen einem Kind ja auch etwas bieten können muss und kein trächtige Azubiversager sein will und/oder an diesem Punkt macht er für gewöhnlich dicht und sagt, dass es eben so weitergehen wird wie sonst auch. Und das reden nichts bringt.
Wir schweigen uns noch eine Weile an und dann schweigend wir auch schon bei den Freunden angekommen. Ich bemühe mich gute Miene zum bösen Spiel zu machen, er lässt seine Wut über seine Unzulänglichkeiten und mich schamlos an seinen Freunden aus. Redet ihnen alles schlecht, er hat die beiden sogar als gescheiterte Existenzen beschimpft. Immerhin kennen die beiden ihn und bleiben ruhig. Verteidigen sich in ruhigem Ton und lachen drüber. Um die Situation zu entschärfen, habe ich dann gesagt ich will nach Hause und etwas essen und dann sind wir los.
Als wir im Auto sitzen biete ich ihm dann an, dass wir irgendwo hin fahren könnten und nochmal über alles reden sollten. Er blockt ab, will nicht reden.
Letztendlich fahren wir aber doch noch ran und reden.
Ich schlage ihm vor, es doch mal mit einer Therapie zu versuchen, damit er wieder Freude am Leben finden kann. Er will das nicht, mit seinen Problemen hausieren gehen. Er glaubt, dass bringt alles nichts.
Letztendlich landen wir wieder dabei, dass er meint, das Leben sei scheiße, es gäbe nichts wofür es sich zu leben lohnt, ändern will er auch nichts und reden schon mal gar nicht mehr.

Sooo... wer es bis jetzt gelesen hat, verdient nen Orden...
Kommen wir zu des Pudels Kern: Ich weiß einfach nicht wie ich ihm helfen kann. Ich weiß auch nicht wie ich damit leben soll. Ich fühle mich durch ihn enorm eingeschränkt. Er redet mir alle Freude, die ich an meinem Leben habe schlecht. Erpresst mich unabsichtlich häufig emotional. Da sieht die Wahl dann ungefähr so aus: "Geh doch eine Woche weg, aber mir wird es dann die ganze Zeit schlecht gehen" oder: "geh doch mit deinen Bekannten essen, aber sobald du nach Hause kommst, spürst du meine Trauer/Wut darüber, dass du mich zurückgelassen hast" mitkommen will er aber übrigens auch nicht. Er kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, was ich daran finde, Freunde haben zu wollen oder mich schlicht mit Menschen zu treffen. Er versteht die Freude nicht, die mir das macht, mal etwas anderes zu sehen, als die eigenen vier Wände und der graue Alltag.
Wenn er z.b. mit zu meinen Eltern kommt, spüre ich die ganze Zeit seine Blicke, seine Genervtheit darüber, hier zu sein und nicht zuhause. Er gönnt mir die Freude nicht oder kann es nicht nachvollziehen, dass ich diese Zeit genieße, auch wenn ich dabei nicht höchst aktiv bin und einfach nur mit meinen Eltern im Garten sitzen will und gucke wer guckt. Das fängt teilweise schon morgens an, kurz bevor wir loswollen, dass er genervt ist. Andererseits will er aber auch nicht, dass ich alleine gehe, dass habe ich bereits diverse male vorgeschlagen, ich habe kein Problem damit, wenn er keine Lust hat mit meinen Eltern herumzuhängen. Ich bin ja auch nur oberflächlich begeistert, wenn ich bei seinen Eltern sitze, gebe mir aber eben mühe, dass er das nicht so zu spüren bekommt, ich will ihm ja seine Freude daran nicht kaputt machen.

An anderen Tagen komme ich nach Hause und er liegt als Häufchen Elend auf dem Sofa und ist einfach nur sauer auf sich selbst und die Welt und das bekomme ich zu spüren indem er mich für sämtliche Kleinigkeiten zurecht weist. Dumm und kindisch sind da so Worte die ihm zu mir gern einfallen. Wenn irgendwas nicht läuft, wie es soll wird er regelrecht zum Tier, da suche ich dann lieber das Weite, es ist sowieso egal was ich dann sage oder tue, es ist alles falsch. Bitte versteht das nicht falsch, er schlägt mich nicht oder sowas, aber Worte sind manchmal verletzend genug.

Ich will ihm nun aber nicht vorwerfen, ein schlechter Mensch zu sein, der es nur darauf absieht, anderen die Lebensfreude auszureden. Ich denke einfach, dass er versucht, so die fehlende eigene zu kompensieren. Es ist ja auch nicht immer so. Schubweisen prasseln diese schlechten Eigenschaften auf mich ein und ich sitze dem ganzen immer völlig perplex und auch absolut unfähig etwas zu tun gegenüber. Icb komme nach Hause und er ist einfach sauer auf mich, weil beispielsweise ein Brief für mich seit zwei Tagen auf der Kommode liegt.
Zugegeben bin ich auch häufig wenig sensibel und werfe ihm natürlich auch einiges vor. Ich kann einfach nicht damit umgehen, wenn Menschen in meinen Augen an ihrem eigenen Unglück nicht wenig schuldig sind, sich aber beklagen, als würden alle anderen der Fehler sein, nur nicht sie selbst.
Ich bin einfach hilflos in dieser Situation. Will ihn nicht alleine lassen damit. Will ihn nicht enttäuschen.
Ich suche mein Heil in der Arbeit. An dem nicht alltäglichen. Es ist schon fast lächerlich wie königlich ich mich amüsiere bei der Arbeit oder als ich mal eine Woche von Zuhause weg war, ohne ihn. Oder wenn wir mal bei den Freunden sind.

Es gibt Tage, da sind wir sehr glücklich zusammen. Es gab Zeiten, da war er mir wirklich eine gute Stütze, ein guter Zuhörer und für mich da. Das ist er auch heute noch, wenn ich ihn wirklich brauche.
Ich möchte das in dieser Situation auch für ihn sein. Aufgeben kommt für mich an diesem Punkt noch nicht in Frage.
Jeder macht schlimme Zeiten durch und sollte seine Chance bekommen. Doch so langsam bin ich mit meinem Latein am Ende und weiß nicht mehr, wie diese vertrackte Lage in Ordnung zu bringen ist.
Ich kann so nicht weitermachen, es geht einfach nicht mehr.
Ich hoffe ihr habt hier ein paar gute Ratschläge, wie ich meinen Freund vielleicht doch zu einer Therapie ermuntern kann, wie ich selber helfen kann. Wie ich mit ihm umgehen sollte.
Er tut sowas auch für mich, es wäre nicht fair, wenn ich ihn einfach aufgebe.
 

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Gastleser

Gast
Meine Einschätzung der Lage ist: Er schämt sich und fühlt sich dir gegenüber etwas wertlos und hat Angst, dass du ihn irgendwann verlässt. Er testet aus, wie weit er sich gehen lassen kann und du dabei weiter zu ihm hältst. Er merkt, dass du sehr an ihm hängst. Außerdem denke ich, dass er froh sein kann, so eine fürsorgliche Freundin wie dich zu haben.

Versuch doch ihm klar zu machen, wie sehr du versuchst sein Leben zu verbessern und bitte ihn für euer gemeinsames Wohl zumindest dir gegenüber etwas positiver zu sein und dafür ein paar Anstrengungen auf sich zu nehmen. Vielleicht hat er aber auch Angst seine letzte Würde zu verlieren, wenn er nicht mal mehr die coole pessimistische Sau raushängen lassen kann und du ihn dann erst recht verlässt. Vielleicht musst du ihm zeigen, dass er davor keine Angst haben muss.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Liebe NyanNyan,

Du klingst wie eine ganz gesunde junge Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt und sich für ihre Ziele einsetzt, kämpft.
Du klingst gesund erwachsen.

Dein Freund jedoch scheint nicht Deine Kraft zu haben. Auch fehlt es ihm an Selbstdisziplin. Anstatt sich selbst in den A... zu treten, tritt er andere. Er schiebt seine Verantwortung ab, weigert sich, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Kindisches Verhalten. Wer nicht für sich selbst sorgen kann, kann es auch nicht für andere.

Ich habe keine Ahnung, ob es dafür eine Therapie gibt. Zunächst müsste der Betroffene für sich erkennen, dass er Hilfe benötigt.

Aber ich vermute, dass er Dich als seine Stütze betrachtet. Er ruht sich praktisch gesehen auf Dir aus. Dass Du ihm helfen willst, finde ich sehr anständig von Dir. Wie könntest Du ihm helfen? Ich denke, Du hilfst ihm am besten, wenn Du ...

1) messerscharf trennst zwischen a) was kann er selbst von b) was kann er nicht
2) bei allem, was er kann, solltest Du die Finger davon lassen.
3) lediglich bei den Dingen, die er wirklich nicht alleine erledigen kann, hilfst Du ihm oder besorgst Hilfe.

Wenn er Aufgaben nicht erledigt, obwohl er sie erledigen kann, dann ist es eben so. Deine Anteilnahme, Dein Mitgefühl, sind dann völlig fehl am Platze.

Bildlich gesprochen: Fällt er in eine Pfütze und steht nicht auf, dann lass ihn liegen. Ich denke, er muß das Elend kosten, welches ihm widerfährt, weil er sich nicht selbst in den Hintern treten will.

Jedoch kann ich gut verstehen, dass Dir sein Geschimpfe und seine Beschimpfungen auf die Nerven geht.
Das würde ich mir verbieten. Ich schlage Dir vor: Erkläre ihm ganz ruhig die Spielregeln:

1) Du machst was Du kannst und das so gut wie nur möglich.
2) Wenn Du Hilfe brauchst, dann sagst Du das so früh wie möglich.
3) Wenn Du anfängst, mich zu beschimpfen, bin ich weg.
4) Wenn Du anfängst, andere zu beschimpfen, bin ich weg.

Dieses "bin ich weg" kann beim ersten Mal nur 1 Stunde dauern. Beim 2. Mal evt. 2-3 Stunden. Beim 3. Mal einen Tag. Beim 4. Mal 3 Tage. Beim 5. Mal .......

Teile ihm genau mit, wie lange Du weg sein wirst. Es ist wichtig, dass er die Konsequenz glasklar spürt und erkennt.
Er ist es, der an der Schraube dreht, wie lange Du weg sein wirst.

Und irgendwann kann es auch passieren, dass er an der Entfernungsschraube so weit dreht, dass Du für ein Jahr oder für immer weg bist. Er dreht an der Schraube, nicht Du.

Ich denke, Du musst so konsequent sein, wie er es zu sich selbst sein sollte. Ich denke, nur so lernt er. Durch Deine Konsequenz. Oder er lernt nicht. Jeder Mensch hat das Recht darauf, sich für sein eigenes Unglück zu entscheiden.

Alles Gute,
Nordrheiner
 
G

Gast

Gast
Dein Freund braucht eine Mutti, keine Partnerin.
Er scheint recht faul zu sein.
Du hast die Wahl:
Entweder, du gewöhnst dich an die sinnlosen Nörgeltiraden über das pöse Arbeitsleben und schaltest beim Zuhören auf Autopiloten.
Oder du suchst dir einen halbwegs erwachsenen Mann. Den du ernstnehmen kannst.

Merke dir unbedingt, dass man andere Menschen NICHT ändern kann.
 
G

Gast

Gast
Ich weiß einfach nicht wie ich ihm helfen kann.
Wenn er so in seinem Selbstmitleid gefangen ist: gar nicht. Jammern und lamentieren ist einfacher, als den Hintern hochzukriegen und aktiv zu werden. So sagt er sich: "klappt ja eh alles nicht", und behält Recht. Daß er das schon vorher "wußte" gibt ihm auch "Sicherheit". Wer aber etwas tut, der kann scheitern. Und das tut weh.

Vielleicht ist er zugänglicher für Deine Argumente, wenn Du in einem guten Moment mit ihm redest?
 

NyanNyan

Mitglied
Danke für eure Antworten.

Heute war ein guter Tag. Mein Freund hat Probegearbeitet bei einer Firma. Wir haben, wenn es klappt, sogar den gleichen Arbeitsweg, ich denke, dass motiviert ihn vielleicht auch etwas mehr, wenn ich ihm hier täglich nochmal gut zureden kann.
Ich habe mich schon heute morgen sehr bemüht ihn auf seine Arbeit vorzubereiten und auch auf mögliche Enttäuschungen und wie er damit umgehen könnte, dass es ihn selbst nicht so anfrisst.
Ich denke, das hat soweit geklappt. Er war zwar nicht hell auf begeistert als ich ihn abholte, aber er war recht positiv gestimmt. Die Kollegen sind ok und mit der Arbeit kann er erstmal leben. Wir haben uns gut unterhalten können über seinen und meinen Tag und ich habe versucht möglichst viel positives aus seinem Tag zu ziehen und es ihm auch klar zu machen.

Manchmal ist es eben so und genau das sind die Momente, die mir auch ins Gedächtnis rufen, dass er will, aber aus einer psychischen Blockade heraus einfach nicht immer so kann wie er will.

Das Thema Depressionen schwirrt mir dazu ehrlich gesagt auch im Kopf herum. Er war deswegen schon mal bei einer Psychotherapie. Ich habe ihn darum gebeten und er hat zugestimmt, dass er sich helfen lassen sollte. Leider war sein gegenüber überhaupt nicht bereit auf ihn einzugehen und gab nur hohles Gelaber von sich, das hätte auch jeder andere gekonnt. Ich kann verstehe, dass er skeptisch ist.

Dass mein Freund grundsätzlich faul ist, ist falsch. Er ist eben jemand, der gerne den Haushalt pflegt. Putzt, kocht und Wäsche wäscht. Regelt Finanzen, Ämtergewchichten. Er setzt deine Prioritäten eben anders. Eine Hausfrau würde doch auch keiner von euch als faul betiteln oder? Ich denke, man sollte hier nicht immer gleich vom schlimmsten ausgehen. Ich hingegen bin eben das Arbeitstier in unserer Beziehung. Wenn ich könnte würde ich 24/7 arbeiten gehen, mir macht das Freude. Dafür bin ich eben ein ziemlicher Haushaltsmuffel. Andere haben eben an anderen Dingen Freude, ich finde, da sollte man nicht so schwarz weiß denken. Ich kann auch vieles nicht, dafür kann er es.
Und ich denke, die Mutti brauch er eben nicht, seine Mutter ist... etwas biestig... ich glaube, daher kommt auch das geminderte Selbstbewusstsein, die Selbstzweifel und mit Sicherheit auch das Gezeter. Wenn man es so lernt, dann ist man eben so und es ist sehr schwer davon ab zu kommen. Ist doch bei mir nicht anders. Meine Mutti hat mir eben immer alles hinterher getragen. Jetzt trägt es mir keiner hinterher und es bleibt eben hinter mir liegen ;) Angewohnheiten an denen man arbeiten muss, dass fällt aber nicht leicht.

Das Thema weggehen ist leider etwas schwierig. Ich habe so ziemlich keine Freunde mehr. Habe mich von vielen einfach abgewandt, aus persönlichen Gründen. Habe bisher auch nicht den Ansporn gefunden, mir neue zu suchen, obwohl ich viele nette Bekannte habe, denen ich wahrscheinlich einfach nur etwas mehr auf den Pelz rücken müsste. Auch so eines, der Ziele, die ich mir setze. Eine gewisse Unlust schwingt da zugegeben auch etwas mit. Menschen haben so die Angewohnheit mir mit dem was sie tun und sagen, von heute auf morgen extrem unsympathisch zu werden. Ich entwickle dann einen regelrechten Hass auf sie, Ekel in einigen Fällen. Dann werde ich ziemlich verletzend. Ein wenig Angst habe ich schon davor, so mit anderen umzugehen. Ist nicht so leicht hier über seinen Schatten zu springen.
Na ja um zum Kern zurück zu kommen: Ich wüsste nicht wohin ich gehen sollte, wenn ich gehe.
Zumal ich mir auch irgendwie wie ein Löwenbändiger vorkäme, wenn ich ihn mit solchen Erziehungsmethoden versuche zu strafen. Das ist nichts für mich.

Reden in ruhigen Momentan klappt immer recht gut. Es ist ja nicht so, dass er bestimmte Dinge nicht einsieht. In Stressmomenten sind gute Vorsätze aber leider schnell vergessen.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Und ich denke, die Mutti brauch er eben nicht, seine Mutter ist... etwas biestig... ich glaube, daher kommt auch das geminderte Selbstbewusstsein, die Selbstzweifel und mit Sicherheit auch das Gezeter. Wenn man es so lernt, dann ist man eben so und es ist sehr schwer davon ab zu kommen.

Angewohnheiten an denen man arbeiten muss, dass fällt aber nicht leicht.

Na ja um zum Kern zurück zu kommen: Ich wüsste nicht wohin ich gehen sollte, wenn ich gehe.

Zumal ich mir auch irgendwie wie ein Löwenbändiger vorkäme, wenn ich ihn mit solchen Erziehungsmethoden versuche zu strafen. Das ist nichts für mich.

Reden in ruhigen Momentan klappt immer recht gut. Es ist ja nicht so, dass er bestimmte Dinge nicht einsieht. In Stressmomenten sind gute Vorsätze aber leider schnell vergessen.
Liebe NyanNyan,

es mag sein, dass seine Mutterbeziehung die Ursache dafür ist, dass Dein Freund ein gemindertes Selbstbewusstsein hat.

Soweit ersichtlich ist dies aber nicht das Problem. Aus meiner Sicht liegt ein Problem darin, dass er sich Dir und anderen die Schuld für was auch immer in die Schuhe schiebt und sich entsprechend verhält. Er ist erwachsen und in der Lage, diesen miesen Zug als mies zu erkennen und abzulehnen. Aber er wird sein schlechtes Verhalten nicht ablegen, wenn es ohne ernst zu nehmende Konsequenzen hingenommen wird, wie es bisher.

Auch sind meine bisher gemachten Vorschläge auf keinen Fall als Strafe gedacht.

Meine bisher gemachten Vorschläge sind für Dich als Schutz gedacht und für ihn als Hilfe zur Einsicht. Wenn sein schlechtes Verhalten ohne Konsequenzen bleibt, dann bleibt das schlechte Verhalten. Wozu sich ändern?

Was ist das für eine Moral? Du kannst Dich benehmen wie Du willst, ich bleibe bei Dir und es hat keine Konsequenzen!

Deine Probleme solltest Du trotzdem langsam mal lösen. Wenn Du in sozialer Abhängig eines Menschen bleibst, der Dich (und andere) schlecht behandelt, wird er Dich runterziehen. Die Anmerkung von Rainer würde ich an Deiner Stelle zumindest in diesem Punkt ernst nehmen.

LG; Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:

-sofia-

Sehr aktives Mitglied
Heute war ein guter Tag. Mein Freund hat Probegearbeitet bei einer Firma. Wir haben, wenn es klappt, sogar den gleichen Arbeitsweg, ich denke, dass motiviert ihn vielleicht auch etwas mehr, wenn ich ihm hier täglich nochmal gut zureden kann.
Ich habe mich schon heute morgen sehr bemüht ihn auf seine Arbeit vorzubereiten und auch auf mögliche Enttäuschungen und wie er damit umgehen könnte, dass es ihn selbst nicht so anfrisst.
Hast du ihm auch seinen Schnuller und den Babybrei eingepackt?

Willst du jetzt jeden Morgen den Kasper machen, damit dein fauler Freund auf seinem Arbeitsplatz erscheint?
Er ist kein Kleinkind, das an die Hand genommen werden muss, sondern ein erwachsener Mann .Und du seine Partnerin und weder Mutter noch Betreuerin.
Dein Freund ist ein fauler, miesepetriger Zeitgenosse, der dir die Lebensfreude nimmt.
Er ist unreif, egoistisch und gönnt dir keinen Spaß.Du aber nimmst sein Verhalten noch in Schutz und lobst ihn über den grünen Klee, weil er einen Probearbeitstag mit Bravour überstanden hat.
Ich suche mein Heil in der Arbeit. An dem nicht alltäglichen. Es ist schon fast lächerlich wie königlich ich mich amüsiere bei der Arbeit oder als ich mal eine Woche von Zuhause weg war, ohne ihn. Oder wenn wir mal bei den Freunden sind.
Das Zitat sagt doch schon alles über eure Beziehung aus.
Es kann doch nicht der Sinn einer Partnerschaft sein, sich in die Arbeit zu flüchten, damit man seinen Partner nicht sieht.
Trennung scheint für dich keine Option zu sein. Deshalb bau dir dein eigenes Leben auf. Schaff dir einen eigenen Freundeskreis an und lass deinen Freund sein Leben in den Griff bekommen. Du kannst ihn nicht ständig aufbauen und motivieren. Dabei kommst du zu kurz. Wenn du nicht mehr so auf ihn fixiert bist, merkst du vielleicht von selbst, dass er nicht der Richtige für dich ist.
 

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