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Wie jetzt der Lehrerin gegenüber verhalten?

Gipsy40

Mitglied
Hallo,

heute muß ich mcih mit einem Problem an Euch wenden.

Mein Sohn (17) geht in die 11. Klasse eines Gymnasiums. Bereits im letzten Jahr hatten wir einen Vorfall, bei dem ich - glaube ich jetzt - zu milde reagiert hatte. Fakt war, dass er mich gegen halb zehn im Büro anrief und meinte, es wäre *nichts schönes* passiert. Auf meine Frage, was denn überhaupt los sei, erzählte er mir, dass die Direktorin ihn aus der Klasse geholt hatte. Vier Polizisten in Zivil haben ihn dann durchsucht, der Vorwurf lautete auf Handel mit BtmG. Ich war außer mir, und bin eine Stunde später bei der Direktorin gewesen. Raus kam, dass wohl schon seit 8 Monaten ein Vater behauptete, dass mein Sohn Drogen in Umlauf setzen würde. Für mich war völlig klar, dass das nicht so ist. OK, wir waren dann beim Vehör (war klasse, weil ich mit den Polizisten jeden Tag arbeite *ironiemodusoff), und schon bei der Polizei sagte man mir, dass da gar nix rauskommt, weil es eigentlich keine konkreten Vorwürfe gibt. Ok, Sache ging zur Staatsanwaltschaft, ich zum Anwalt, wir haben dann Akteneinsicht geholt. In der Akte stand, dass sich ein Lehrer da wohl sehr profiliert hatte. Weil der Herr XY (also mein Sohn) ja immer soooo teure Klamotten trägt. Und wegen der Aussage des Vaters.

Nun muß man erwähnen, dass mein Sohn seit 2 Jahren regelmässig zweimal die Woche arbeitet, in den Ferien jobbt und sein Geld eben in diese Klamotten reinhängt. Aber nun gut, ist ja klar: Ich bin alleinerziehend, mein Sohn ist auch noch ein *Neger* (halb, ich schreibe das Wort jetzt bewußt, weil ich stinkesauer bin) und da kann das ja gar nicht sein, dass der anständig ist. (kleinstadtmief). Raus kam dann, dass die Behauptung von einem Herrn Dr. Soundso stammte, dessen Töchterchen jedes Wochenende besoffen und bekifft rumhing. Die Anklage wurde nach bereits 8 Tagen eingestellt. (von meinem Job weiß ich, dass es dann wirklich haltlos ist, denn normal dauern solche schwebenden Verfahren ewig...). Die Direktorin behauptete, der Lehrer hätte sie unter Druck gesetztk, was zu unternehmen, der Lehrer behauptet, die Direktorin hat von sich aus die Polizei eingeschaltet. Das Ganze verlief sich im Sande...

Dann war erst mal über ein Jahr Ruhe. Jetzt hat er eine neue Klassenlehrerin, die sehr streng ist. Kein Problem für meinen, er fand sie jetzt total supernett.

Sein bester Freund geht in die gleiche Klasse. Die beiden sind unzertrennlich, wobei meiner sicherilch der extrovertierte ist, der andere ein wenig ruhiger, aber auch sehr selbstbewußt. Beide sind knapp 17 und sitzen nebeneinander. Nun ist mir klar, dass es mit den beiden nicht immer ruhig ist, und ich habe ihnen schon gesagt5, sie sollen sich entweder ruhig verhalten oder sich auseinander setzen.

Gestern kamen sie nach einer Stunde außerhalb vom Klassenzimmer in des gleiche zurück. Auf ihren Tischen waren zwei Zettel geklebt, in dem ein Bericht über Schüler war, die aufgrund unmöglichen Benehmens nicht zur Studienfahrt zugelassen wurde. Erst mal waren sie total perplex (sie mobben weder andere, noch sind sie gewalttätig oder gemeingefährlich). Nach Unterrichtsschluss wurde sein Freund, ich nenn ihn hier mal Michi, zur Lehrerin gerufen. In einem Gespräch unter vier Augen erzählte die ihm , die Klassensprecherin wäre zu ihr gekommen, dass sich Michi unter dem schlechten Einfluss meines Sohnes sehr zum Nachteil verändert hätte. Was sie noch alles erzählt hat, weiß ich nicht. Nun sind beide einhellig der Meinung, dass die KLassensprecherin aufgrund schlechter Noten sich gern in ein helles Licht rückt um so zu punkten.

Das Verhalten der Klasssenlehrerin meinem Sohn gegenüber hat sich gestern um 180 Grad gedreht. Er wurde von ihr mehrmals saublöd angeredet. Die beiden waren total schockiert und ich habe meinem Sohn nahegelegt, er möchte doch erst mal heute zu ihr gehen und mit ihr ein Gespräch unter 4 Augen führen. Was er auch gemacht hat. Sie hat ihn gar nicht groß ausreden lassen, und ihn gebeten, er solle mit seinem *psychologischen Geschwätz* aufhören.

Für mich ist nun die Frage, stehen wir nun am Anfang eines Mobbingfalls, und wie soll ich reagieren? Was tun? Hingehen und das GEspräch suchen? Oder die Sache auf sich beruhen lassen? Kann es angehen, dass aufgrund einer Klassenkameradin, die sich profilieren möchte, solche Sachen abgehen? Und kommt vielleicht jemand auf die Idee, dass Michi ganz einfach auch den normalen Prozess der Pubertät durchmacht und sich vielleicht vom lieben, netten Jungen ab und an in einen etwas frecheren verwandelt?

Die beiden sind auch ziemlich ratlos und geschockt. Sie verstehen sich wirklich super gut und Michi ist für mich wie ein zweiter Sohn, der hier aus- und eingeht und mitisst, ect.

Ich weiß wirklich nicht, was das soll, dass auch mein Sohn kein Engel ist, weiß ich. Aber er ist weder Drogenuser, noch trinkt er, noch gewalttätig ect.

Danke fürs Lesen
Gipsy
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gipsy,
ich würde es mit Kooperation versuchen - also die Lehrerin bitten, den Jungs klar zu sagen, was sie möchte (nicht nur, was sie nicht will) und dann einmal die Woche mindestens eine sachliche Rückmeldung einfordern, in wie weit ihre Erwartungen erfüllt wurden und wo - vielleicht mit einer Skala von 1-10. Wenn es dann keine 10er-Woche war, konkret nachhaken, was die Skala nächste Woche um einen Punkt erhöht.

So ein Vorgehen dreht den "Spieß" um, sie fühlt sich in ihrer Autorität respektiert und wird sich bei diesem "Spiel" sicher wohler fühlen als beim bisherigen. Sie ist offenbar einfach schlecht ausgebildet, überfordert, fantasielos, beziehungsschwach oder alles zusammen ... vielleicht die Kehrseite von etwas sehr Wertvollem, das sie einbringen kann und das die Schule bereichert?

Menschen sind halt selten bis nie perfekt und manchen muss man ein bisschen zum "Gutsein" nachhelfen ;)

Gruß, Werner
 

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