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Wie geht ihr damit um?

Sigi

Sehr aktives Mitglied
Wenn man sich näher auch mit der eupropäischen Geschichte beschäftigt, stellt man fest, dass sie ein makabere Hinschlachten war. Oft frage ich mich, wie Gott sowas zulassen konnte und verliere den Glauben an ihn fast ganz. Ich denke es geht vielen so und viele haben sich deshalb auch ganz von Gott oder zum. Kirche losgesagt.

Dann aber denk ich mir, er hat duch sein Wort die Bibel und die Propheten ja Anweisungen gegeben, wie dies zu vermeiden ist. Die Bibel äußert sich für Christen doch klar oder ...?

Trotzdem fand das Hinschlachten in den Reihen der Christenheit statt. Wenn man Geschichtsbücher liest merkt man, dass im Mittelalter die Menschen reltiv dumm waren, oder eher uninformiert, und man sie lenken und leiten konnte. Sie trifft dann ja nicht mal die volle Schuld. Oder doch?

Wer leitete sie? Die Religion, vor allem erstmal die katholische. Diese Leitung war im Angesicht des Blutvergießens der Jahrhunderte ein Generalverbrechen der Religion, ein zu großes, um je vergeben werden zu können, meine ich angesichts der Todesopfer über Jahrhunderte.

Und wenn ich die Bibel so lese, die ja den Geistlichen zugänglich war, verbot die Lehre Christi eindeutig die Einmischung seiner Nachfolger in die Politik der Welt, den Dienst mit der Waffe und Boshaftigkeit, Rache, Eigeninitiative in diesen politischen Dingen. Wie also sind die großen Religionen zu entschuldigen. Wer kann mir da helfen? Mit welchen aufrichtigen biblischen Überlegungen rechtfertigte man den Einfluss, den sie ausübten?

Kann man die Bibel falsch verstehen und somit schuldlos sein, weil man glaubt, biblisch gehandelt zu haben? Oder geht das in dem Fall gar nicht, zumal die Führer ja Gelehrte waren und Zugang zu allen biblischen Schriften hatten.

Die Fage klingt zunächst recht theoretisch, wenn man aber in der Geschichte stöbert und von den Kriegen und Schlachten liest bis hin zum 2. Weltkrieg und wie gottverbunden die Leute dahinein geschickt wurden, dann wird es eine äußerst praktische Frage, die ans Gemüt geht.

Wie denkt ihr darüber?

Entschuldbar oder Unentschuldbar?

Allerdings, wer soll sie richten? Wer war besser?

Na ja . . . musste mal raus. Hab wohl zuviel Geschichtsfilme gesehen :)

Sigi
 
Zuletzt bearbeitet:

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Seth

Aktives Mitglied
Die Art, wie mit etwas umgegangen wird, sagt noch nichts über dessen Wert aus.
Gott kann schließlich nichts für sein Bodenpersonal. ;)
 

Landkaffee

Urgestein
Was für mich in erster Linie zählt, das ist das was
jetzt ist... .

Auch bilde ich mir nicht ein, immer und überall alles beeinflussen zu können oder zu müssen.

LG
Landkaffee
 

Tine

Sehr aktives Mitglied
Wie ich damit umgehe ?
Ich beschwere mich weil irgendwie in allen Bereichen dieses Forums irgendwelche blöden "Gott" Threads auftauchen.
 
M

Manuel+

Gast
Hallo Sigi!

Ob ich in den Krieg ziehe und wie ich zu Gewalt stehe etc. ist vor allem und erstmal eine Frage der Moral. Die Religion kommt dann nur noch insofern ins Spiel, indem ich aufgrund meiner moralisch qualifizierten Handlungen und Absichten die Reaktion eines göttlichen Wesens erhoffen oder befürchten muss.
 

Darklands

Aktives Mitglied
Die Art, wie mit etwas umgegangen wird, sagt noch nichts über dessen Wert aus.
Gott kann schließlich nichts für sein Bodenpersonal. ;)
Das wäre dann aber ein ziemlich schwächlicher Gott, oder? Die meisten halten doch Gott für den allwissenden Schöpfer des Universums, der folgerichtig für alles, was im Universum geschieht verantwortlich ist.
 
A

Andersson

Gast
Religion ist immer instrumentailisert worden. Am deutlichsten kommt das vielleicht beim dreißigjährigen Krieg zu Tage. Sicherlich hatte Martin Luther diesen nicht im Sinn, aber es ist nun mal so dass Glaube zumeist instrumentalisiert wird und die Interessen, die dahinter stehen nichts mit dem ursprünglichen Glauben zu tun haben.

Aber das Thema ist zu umfangreich und man könnte ein Buch darüber schreiben. Aus Definitionen werden Dogma und Glaubensgrundsätze, die sich dann wohl auch in Gefühlen ausdrücken. Leider sehr oft Hass. Falls es eine überirdische Macht gibt, denke ich mir, wird diese nach ganz anderen Prinzipien funktionieren, als wir uns das nur im Entferntesten vorstellen können. Eine solche überirdische Macht würde - wenn sie existieren würde - nicht bestimmend auf mich wirken. Als Mensch kann ich sie nicht verstehen. Ich würde es eher als vermessen betrachten, diese verstehen zu wollen. Und dazu muss man nur den Blick in den Himmel richten.

Ich kann nur das Beste im Augenblick geben und im Moment leben.. Mit meinem Fühlen und Verstand. Und sollte dieses "Überirdische" nicht vorhanden sein, so habe ich trotzdem nach Authenzität in mir selber gestrebt. Mir reicht dieser Gedanke.
 

Mystic Prophecy

Aktives Mitglied
Nicht nur die europäische Geschichte handelt in großen Teilen von Kriegen. Da kann man wohl auf jedem Kontinent entsprechende Berichte finden.

Kriege wurden schon immer aus Machtgier und um Geld geführt. Auch dann, wenn sie unter einem religiösen Deckmantel geführt wurden. (Da reicht ein Blick auf die Kreuzzüge.)

Wenn man die Mensche des Mittelalters als dumm bezeichnet, nur weil das Wissen um manche Dinge nicht dem heutigen Stand entspricht und dies als Ausrede nimmt, wieso sie sich einfach und leicht führen ließen, so kann man das wohl auf jede andere Zeit übertragen.

Es braucht nur Menschen in Machtpositionen, die das Geschick und die rhetorische Gabe haben, um andere zu beeinflussen - als neueres Beispiel würde da wohl das dritte Reich angeführt werden können. (Und wer glaubt, dass so etwas niemals wieder passieren könnte, dem sei das Buch 'Die Welle' empfohlen, das auf wahren Begebenheiten beruht und deutlich macht, dass es trotz allen Wissens um die Geschehnisse des 2. Weltkriegs wieder zu einer derartigen Situation kommen könnte. Egal wann und egal wo.)
 

Sigi

Sehr aktives Mitglied
Und wenn ich die Bibel so lese, die ja den Geistlichen zugänglich war, verbot die Lehre Christi eindeutig die Einmischung seiner Nachfolger in die Politik der Welt, den Dienst mit der Waffe und Boshaftigkeit, Rache, Eigeninitiative in diesen politischen Dingen. Wie also sind die großen Religionen zu entschuldigen. Wer kann mir da helfen? Mit welchen aufrichtigen biblischen Überlegungen rechtfertigte man den Einfluss, den sie ausübten?


Hier nochmal ein Auszug, der mich am meisten beschäfigt. Und noch was, ich habe den Thread nicht aufgemacht, um Stimmung zumachen oder über irgendwas herzuziehen, sondern wirklich weil mich das bewegt hat, nachdem ich mir ne Menge Geschichte reingelöffelt hab, die letzte Zeit.

Sigi
 

Landkaffee

Urgestein
Und wenn ich die Bibel so lese, die ja den Geistlichen zugänglich war, verbot die Lehre Christi eindeutig die Einmischung seiner Nachfolger in die Politik der Welt, den Dienst mit der Waffe und Boshaftigkeit, Rache, Eigeninitiative in diesen politischen Dingen. Wie also sind die großen Religionen zu entschuldigen. Wer kann mir da helfen? Mit welchen aufrichtigen biblischen Überlegungen rechtfertigte man den Einfluss, den sie ausübten?


Hier nochmal ein Auszug, der mich am meisten beschäfigt. Und noch was, ich habe den Thread nicht aufgemacht, um Stimmung zumachen oder über irgendwas herzuziehen, sondern wirklich weil mich das bewegt hat, nachdem ich mir ne Menge Geschichte reingelöffelt hab, die letzte Zeit.

Sigi
Wissen hatte schon immer etwas micht Macht zu tun.
Manche macht es auch machtlos.

- Fiel mir gerade so ein. :rolleyes:

Was hat Dich denn genau wie bewegt beim Lesen?
Was bedeutet das Gelesene für Dich und Deinen Alltag als gelebte Konsequenz?

LG
Landkaffee
 

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