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Wie fühlt es sich an, keine Depressionen zu haben?

C

Carrie22

Gast
Vielleicht kann jemand hier mal berichten. Ich erinnere mich kaum, wie mein Leben vorher war, bevor ich krank wurde. Und ich weiß auch nicht, wie es für mich weiter gehen wird. Ich denke es wäre schon ein Trost zu hören, was sich für manche verändert hat.
 

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SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

ich hatte selbst eine depressive Phase und habe die Veränderungen haarklein beobacheten können! Von daher kann ich dir gerne sagen, wie es sich anfühlt, KEINE Depressionen zu haben.

Du stehst morgens auf und fühlst dich frei und leicht. Hast nicht diesen Dämon auf der Brust sitzen, der dir die Luft des Lebens nimmt. Du hast die Motivation, das Beste aus Allem zu machen und trittst dem Leben bejahend und wohlwollend gegenüber. Hast den Mut, es anzugehen. Nicht stehen zu bleiben.

Widerstände erscheinen dir als Chance und Herausforderung, nicht als unüberwindbare Sackgasse. Die Welt dreht sich, und du drehst dich mit ihr. Du bist dabei, stehst zu dir und deinen Gefühlen. Bist mit dir im Reinen. Anstatt dich schlecht zu fühlen, spürst du... es ist okay und sogar gut! Du bist einer von Millionen, aber DU zählst! FÜR DICH!

Und weißt du was? Es ist schaffbar. Auch du wirst dich eines Tages wieder so fühlen können. Depressionen sind überwindbar. Es ist keinesfalls ein leichter Weg. Es passiert nicht schlagartig und von heute auf morgen. Aber durch kleine Schritte und kleine Erfolge wirst auch du es schaffen. Ich bin mir sicher.

Liebe Grüße und alles Gute,
SFX
 
G

Gelöscht 118642

Gast
Für mich ist es so, dass die Leere weg ist. Da ist wieder Freude, wieder Trauer, Wut. Ich bin gekränkt und werde sauer, wenn mir Unrecht getan wird, lache wenn ich einen guten Witz höre.
Ich habe wieder Energie!
Ich kann endlich all die kleinen Dinge tun, die mir vorher so gar nichts gegeben haben. Ein Spiel spielen, einen Film schauen, putzen, neue Kleidung kaufen, mich schminken.
Das Leben hat wieder Sinn.
Die ganze Grüblerei, das achselzuckende "Na und, dann halt" ist weg.
 

_Alpha_

Aktives Mitglied
Vielleicht kann jemand hier mal berichten. Ich erinnere mich kaum, wie mein Leben vorher war, bevor ich krank wurde. Und ich weiß auch nicht, wie es für mich weiter gehen wird. Ich denke es wäre schon ein Trost zu hören, was sich für manche verändert hat.
Da sich die Symptomatik individuell unterscheiden kann, berichte ich zunächst mal wie es mir ging.
Ich konnte nicht schlafen, lag bis früh morgens wach, obwohl ich mich total ausgelaugt und müde gefühlt habe. Die ganze Zeit. Trotzdem so eine innere Unruhe, als ob ich unter Strom stand - aber Ruhe in Form von Schlaf war nicht vorstellbar. Dann diese grauenvolle Emotionslosigkeit - ich konnte mich nicht freuen, nichtmal ein gekünsteltes lächeln war drin, aber traurig konnte ich auch nicht sein. Wie gerne hätte ich einfach mal geweint und alles rausgelassen. Aber das ging nicht.
Ich hatte keinen Antrieb mehr, zu nichts Lust, jede Bewegung hat mich massive Überwindung gekostet. Zeit mit dem sozialen Umfeld hat mich noch mehr gestresst - weil ich sah, wie andere glücklich sein konnten, ich aber nicht. Umso schlechter habe ich mich gefühlt und mich entsprechend isoliert. Appetit hatte ich auch nicht mehr. Habe mir das nötigste reingezwungen. Libido - Fehlanzeige. Alles was mir vorher Spaß machte, bereitete mir keine Freude mehr. Und ständig dieses einengende Gefühl auf der Brust, was nicht selten in unspezifische Panikattacken mündete.
Als es besser wurde schwanden all diese Symptome allmählich. Ich konnte mich wieder freuen, hatte mehr Energie, konnte Essen, wieder was unternehmen. Ich konnte endlich wieder schlafen und freute mich am Morgen auf den Tag und die Aktivitäten.

Ich kann nur zustimmen. Depression ist überwindbar, und du wirst es sicher auch schaffen :)
 
G

Gelöscht 118576

Gast
Ohne Depressionen ist das Leben auch nicht immer Sonnenschein und trotzdem deutlich besser. Die Lebensqualität ist sehr viel höher. Alles fühlt sich irgendwie "normaler" an. Man hat Antrieb und Ressourcen um sich aktiv zu beschäftigen und auch vorwärts zu kommen. Gedanken kreisen eher pragmatisch um konkrete Dinge. Depressionen, vorallem ein akuter Schub = Survivalmodus. Da ist kein Platz mehr für irgendwas anderes.
 
D

Die Queen

Gast
Wenn man nicht akut in eine Depression steckt, verschiebt sich zu einen die Wahrnehmung. Man sieht nicht immer nur das Negative in sich und/oder der Welt und kann wohlwollend alles betrachten. Man hat viel mehr Energie und Motivation.

Trotzdem muss man auch wenn man schon da raus ist immer auf sich Acht geben. Denn das Tückische an Depressionen ist ja, dass es sich einschleicht.

Deswegen achte ich darauf nix schleifen zu lassen, auch wenn ich "mal keine Lust hab", da dieses "mal" kann bei mir schnell zu immer öfter werden und mich in ungute Gedankenschleifen bringen.
 

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