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Wie finanziert man sich die Rente ?

Jolina87

Aktives Mitglied
Riester ist nicht jedermanns sache. Interesannt ist mMn aber das er ALG 2 sicher ist. Auch wenn du da mit Steuererleichterungen ein 0-Summen spiel spielst. Wenn du irgendwann mal ein paar Jahre Arbeitslos bist, ggf dummerweise kurz vor der Rente, bleibt der unangetastet.

MMn sollte man zumindest einen Teil des Geldes so haben das es auch ein paar Jahre Arbeiteslosigkeit ohne Verlust übersteht damit man da nicht ggf 25 Jahre sparen in 4 Jahren Arbeitslosigkeit zu großen Teilen zunichts macht. Das kannn alternativ auch eine selbstgenutzte, angemessene Immobilie sein, wobei da immer die Frage ist was ist angemessen. Soweit mir bekannt sind immobilien nicht generell geschützt. Ein Haus, das man allleine bewohnt und mit ggf 1000 € im Monat abbezahlt wäre ggf unverhältnismäßig.

Und ansonsten ein Teil mit etwas Risiko und einen Teil konservatiev und je älter man wird dann immer kurzfristiger und konservativer damit das Geld auch da ist zur Rente und nicht 50 % erst mit 80 verfügbar sind oder 3 Jahre vor der Rente so abstürzen dass es 15 Jahre braucht bis die verluste wieder drinn sind. Bedeutet nicht gnz aus Fonds usw. raus aber eben nichts massiv voltiles mehr wenn das Geld jetzt lebensrelevant geworden ist.

Du wirst im Leben auch nicht immer gleich viel Rente brauchen. Idealerweise bist du die ersten ggf 10-15 Jahre super aktiv und genießt die rente in vollen Zügen, Theater, Urlaub, neues Auto......als Beispiel.
Aber es ist davon auszugehen das du mit z.B. 90 kein neues Auto mehr kaufen willst und auch nicht mehr in der Lage bist mehrmonatig durch die Karibik zu jetten. Dann machst du ggf Seniorentennis und Theater besuche usw. wenn ds noch geht. Auch das kostet, aber eben nicht mehr so viel.
Wenn das Geld das du dir ansparst also nicht reicht um dir deine Traumrente für 30 Jahre oder mehr zu ermöglichen ist das kein Beinbruch. Da würde ich das Geld teilen. 50 % für die ersten 10 Jahre wo du vermutlich am meisten davon hast z.b. 25 % für die nächsten 10 und 25 % für den Rest.
Du weißt ja auch nicht wie alt du wirst oder wie lange du fit bist und man spart ja nicht fürs Altersheim oder so.
 

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D

Der Realist

Gast
Und wenn dann ab 2040 alle Einkünfte der Rentner auch noch voll besteuert werden...
Na ja, wer so einen Satz von sich gibt, dem würde ich ganz bestimmt nicht zu Rentenfragen befragen.

Die Renten wurden schon immer voll besteuert!
In der Vergangenheit in der Ansparphase zu 50% (= Arbeitnehmerbeitrag) und in der Auszahlungsphase (zu 50% = Arbeitgeberbeitrag).
In der Zukunft nicht mehr in der Ansparphase sondern zu 100% in der Auszahlungsphase.

Im Internet ist es jedem erlaubt, auch sein Unwissenheit kund zu tun.
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Riester ist nicht jedermanns sache. Interesannt ist mMn aber das er ALG 2 sicher ist. Auch wenn du da mit Steuererleichterungen ein 0-Summen spiel spielst. Wenn du irgendwann mal ein paar Jahre Arbeitslos bist, ggf dummerweise kurz vor der Rente, bleibt der unangetastet.
Obwohl du im Prinzip Recht hast, würde ich so nicht denken.
Wir sprechen von einem 22 Jährigen. Der weiß nicht, was in den nächsten 45 Jahren bis er in Rente geht, geschieht. Wer weiß, ob es Riester, Hartz 4 oder überhaupt Deutschland in 45 Jahren noch gibt?

Riester lohnt sich imho wenn man
1. Durch Kinder Zulagen bekommt
2. Es möglichst die gesamte Erwerbszeit lang bespart
3. eine Fondsriester Variante wählt

Riester ist vor Hartz 4 derzeit (!) sicher, aber man kann Riester nicht vorzeitig auszahlen lassen. Wer z.B. früher in Rente will oder aufgrund Krankheit vielleicht nicht alt wird, hat wenig von Riester.

Riester macht für o.g. Personenkreis (Kinder, lange Einzahlung etc.) Sinn. Imho aber nur als ein Baustein von mehreren. Sprich ich würde Riester um eine Betriebsrente und private Vorsorge in Form eines ETF Aktiendepots ergänzen. Dazu gibs für viele noch die Arbeitgebersparzulage obendrauf. Meist nicht viel aber geschenkt.
 

Jolina87

Aktives Mitglied
Riester ist vor Hartz 4 derzeit (!) sicher, aber man kann Riester nicht vorzeitig auszahlen lassen. Wer z.B. früher in Rente will oder aufgrund Krankheit vielleicht nicht alt wird, hat wenig von Riester.
Klar ist Riester nur ein Baustein aber niemand kann in die Zukunft schauen. Ggf gibt es in 40 Jahren kein alg 2 mehr, ggf schon und ggf nen Nachfolger mit ähnlichen Regeln.
Ich sag nicht das man rister nehmen soll. Nur das man schauen soll das ein Teil einem erhalten bleibt wenn man mal arbeitslos ist. Und das kann in 40 Jahren passieren oder in 5 Jahren.
Das bedeutet derzeit Harz 4 sicher und in 20 Jahren ggf irgendwas anderes sicher.
Das Argument das man nicht weiß was kommt halte ich für gefährlich.
Das kann man im Grunde auf alles anwenden und verwenden einige um garnicht vorzusorgen weil man ja nicht weiß was kommt.
Altersvorsorge ist nicht fix. Ich entscheide mich nicht jetzt fest für die nächsten 40 Jahre.
Riester kann man immer noch ruhend legen. Und ggf irgendwann in ein anderes Produkt überführen. Das selbe für eigentlich alles andere was man aus dem Grund hat.
Aber wenn das Geld in Arbeitslosigkeit aufgebraucht wurde ist es weg.

MMn geht es bei dem Teil alg 2/ Arbeitslosigkeit sicher auch nicht um Gewinne oder guten Verlauf. Es geht nur darum keinen Verlust zu machen und eben nach Arbeitslosigkeit nicht nur mit dem schonvermögen da zu stehen sondern mit etwas mehr.
Wenn man das mit einer selbstgenutzen immo hinbekommt super. Wenn nicht muss man halt schauen was sonst in Frage kommt.
 

Fenris85

Aktives Mitglied
Die Frage stelle ich mir auch seit Jahren und suche auch immer noch nach Möglichkeiten. Mein bisheriger Stand:

Riester lohnt sich nur in absoluten Ausnahmefällen oder um die Pointe 45 Jahre vorweg zu nehmen: Das mit dem Riestern hätten sie sich sparen können.
Gesetzliche Rente wird es wahrscheinlich nicht geben.
Betriebsrente lohnt sich nur wenn der Arbeitgeber einen großen Anteil mit dazu gibt. Man zahlt die Steuern darauf nicht jetzt sondern auf das leicht gewachsene Anlagevermögen dann in der Zukunft. Wenn man sich allerdings die Steuerentwicklung ansieht geht diese seit Jahrzehnten nur in eine Richtung: Immer weiter rauf. Da zahle ich lieber jetzt die Steuern und lege das Geld selbst an, als die sehr wahrscheinlich noch höheren Steuern in der Zukunft.

Für den Imobilienkauf ist aus meiner Sicht die beste Zeit schon seit einigen Jahren vorbei, könnte aber wieder kommen. Die Frage ist wer noch einen Job hat nach dem die Insolvenzpflicht im März wieder eingesetzt wird. Wer in Krisenzeiten finanzielle Mittel hat kann große Vermögenswerte sehr günstig erwerben, weil alle anderen ja verkaufen müssen um sich über Wasser halten zu können, dadurch schwinden die Preise. Diese Umverteilung ist ja auch der Grund weshalb diese Krisen regelmäßig absichtlich herbeigeführt werden.
Man sollte also wissen dass derzeit gigantische Mengen Fiatgeld im Umlauf sind, deswegen auch die stark steigenden Aktienkurse obwohl die Nachfrage stagniert.

Ebenfalls wissenswert: Der Staat sieht 150€ pro Lebensjahr als Altersvorsorge vor falls du staatliche Leistungen in Anspruch nehmen musst. Das ist die Summe welche man dich nicht zwingen kann abzuschmelzen, bevor du berechtigt bist Leistungen zu erhalten.
Heißt, wenn du in jungen Jahren bereits viel ansparst und dann arbeitslos werden solltest, dann wird man dich zwingen deine Altersvorsorge zu großen Teilen wieder aufzugeben.

Eine der ersten Entscheidungen die du treffen müsstest wäre wie viel Imobilie du dir leisten kannst und willst. Was gerade ein jungen Jahren, wenn man ggf. noch mehrmals umzieht, natürlich extrem schwer ist.
ETFs wurden ja schon genannt, ich persönlich würde wohl in jungen Jahren auch das ein oder andere etwas gewagtere Investment für höhere Gewinnchancen tätigen, natürlich immer nur mit Geld dessen Verlust man verschmerzen kann, und immer konservativer je älter man wird.
Gemanagte Fonds haben deutlich höhere Gebühren als ETFs und schlagen den Markt nur sehr selten. Allerdings haben sowohl der NASDAQ als auch MSCI World derzeit ein Klumpenrisiko, wegen den Techgiganten. Aus meiner Sicht haben China und Indien in den nächsten 15 Jahren die besten Wachstums- und damit Investitionschancen.

Das alles hängt natürlich viel davon ab wie viel Zeit du für diese Dinge aufwenden möchtest. Ich kenne viele Menschen für die bedeutet es ein Stück Lebensqualität sich nicht mit Wirtschaft und Politik zu beschäftigen. Das geht teilweise soweit dass sie lieber den Kopf in den Sand stecken und dann von den Ereignisse überrollt werden, aber sich wenigstens bis dahin praktisch sorgenfrei gefühlt haben. Man hofft einfach es werde nicht so schlimm kommen und das andere die Probleme für einen lösen werden.
Mit 21 hatte ich gerade erst angefangen mich mit diesen Themen zu beschäftigen und habe seit dem eine Menge dazu gelernt.

Ich persönlich halte derzeit langfristiges Ansparen in ETFs (Asien, MSCI All Countries) nach wie vor für sinnvoll, sollte der NASDAQ in der kommenden Krise einbrechen steige ich auch da wieder ein, aber auch Edelmetalle. Gold hat ja gerade erst einen kleinen Rücksetzer erlebt, aber auch Silber und Platin sind interessant. Bei Silber am besten Münzbarren, wegen der Mehrwertsteuer und so...
Edelmetalle kann man (noch) bis 2000 Geld anonym im Tafelgeschäft kaufen, die Grenze wird aber laufend immer weiter gesenkt, bei Gold ETCs wird ab nächstem Jahr eine Steuer fällig.
Der Vorteil von anonym gekauften Edelmetallen liegt auf der Hand: Keiner weiß dass man sie hat und aufgrund des hohen Wertes für wenig Platzbedarf kann man sie gut transportieren.
Steigende Silberpreise sehe ich allerdings eher langfristig (20 Jahre+), wenn der Bedarf immer weiter steigt. Selbst derzeit wird noch mehr gefördert als von der Industrie benötigt, und das sogar meistens eher als zufälliges Nebenprodukt.

Geld auf einem Konto oder über 10 Umwege anzulegen (Lebens- bzw. Rentenversicherung) kann ich nicht empfehlen. Depots sind Sondervermögen, das Geld auf dem Konto ist bei einer Bankenpleite weg. Noch dazu sinkt der Wert des Geldes mit jeder Mandatsverletzung der EZB immer weiter, alle Investments die weniger steigen als der Goldpreis (der Wert von Gold ist über mehr als 2000 Jahre praktisch konstant) sind im Grunde als Verlust zu sehen.

Andreas900 hat eigentlich den wichtigsten Punkt in Sachen Vorsorge in jungen Jahren genannt: Qualifikation! Denn nach der nächsten Krisenrotation könnte es durchaus sein dass Arbeiten sich wieder lohnt und insbesondere Handwerker aufgrund der Nachfrage und mangelnder Fachkräfte und diversen Bereichen davon profitieren werden.
Allerdings muss man dafür eben noch jung genug sein um sich daraus noch wieder etwas aufbauen zu können.
Die kommende Krise wird also insbesondere die Generation 50+ mit Sparkonto und keine oder wenig Kinder treffen (die ihnen helfen könnten). Besonders schlimm wenn sie sogar noch zur Miete wohnen müssen und arbeitslos werden, da sie wahrscheinlich anschließend keinen Job mehr finden werden.
Die Digital Natives werden da das Rennen machen, da Krisen zu immer weiterer Optimierung zwingen, siehe den IT Ausbau den Corona in vielen Unternehmen bewirkt hat.
Wenn du also im Beruf die Gelegenheit hast dort vom Arbeitgeber bezahlte Fortbildungen und Kurse zu bekommen, dann nutze die Chance. Auch noch dafür bezahlt zu werden seine persönliche Qualifikation zu erhöhen, besser geht es doch gar nicht.
 

Baffy

Aktives Mitglied
Mit heute 22 brauchst du dir um Rente keine Gedanken zu machen, denn bis es soweit ist, kannst du die Geldscheine als Klopapier benutzen. Mehr werden die dann nicht mehr wert sein. Und Riester? Das ist ein Lacher.... Eh du das eingezahlte wieder raus hast, bist du 100 Jahre alt.
 

Jobwechsler

Mitglied
Hallo,

ich würde Riester jetzt per se erstmal nicht schlecht reden. Es gibt durchaus einige Faktoren, die Riester für einige interessant machen können. Für den Single, ohne Kinder und wenig Einkommen ist es natürlich weniger geeignet.
Um auch eine faire Rechnung zu machen, muss man auch den steuerlichen Vorteil und die Zugaben vom Staat miteinberechnen, und nicht nur den reinen Wert deines Riesterkontos.

Aber diese Rechnung ist für jede Person unterschiedlich.

lg
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Der klassische Riester Vertrag ist ein Zinsprodukt, ähnlich eines Kapitallebens- oder Bausparvertrages. D.h. Riester wird durch Inflation massiv entwertet. Auch wenn Baffy es sehr provokativ formuliert, mit 100 € Riesterrente kann man sich in 45 Jahren wirklich den Popo abwischen.

Deswegen wenn riestern, dann am besten Fondsriestern.
Problem an Fonds beim Riestern: Riester muss gesetzliche Auszahlungen garantieren und das kostet Rendite. Hinzu kommen die Verwaltungskosten (die sind zwar klein aber dennoch). Riesterfonds bringen deswegen i.d.R. weniger Rendite als private Fonds (z.B. der genannte Aktien-ETF auf den MSCI World).

Spricht aber nichts dagegen die Strategie zu teilen:
Fondsriestern UND einen privaten Aktiensparplan. Je nach Alter ist selbst der private Sparplan bis rund 10.000 € vor Hartz 4 sicher.

Ich sehe es auch als eine ungünstige Taktik an immer mit Absicht nichts zu haben um vor dem Sozialamt sicher zu sein. Die Strategie kann man fahren wenn man nach 10 oder 20 Jahren Erwerbsleben sehr erfolglos ist, aber nicht mit 22. Mit 22 würde ich nicht damit planen längerfristig Hartz 4 zu kriegen. Und wenn man länger Hartz 4 kriegt, bringt auch Riester nix mehr, weil auch dort dann zu wenig einzahlt als dass es im Alter noch einen großen Unterschied macht.
 

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