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Wie die Liebe sich ranschleicht...

Vicberreton

Mitglied
Ich, die sich eingentlich aus dem "Business Liebe" verabschiedet hatte, weil ich beschlossen hatte, dass es besser sei nach all den Enttäuschungen, bemerkt ein Mal mehr erschreckt, wie sich die Liebe doch wieder anschleicht.

Es fängt mit Respekt an. Man hat Respekt vor dem Menschen (in meinem Fall ein Mann) und schätzt ihn. Und dann das: Er geht nur kurz mal in die Vereinsküche nen Kaffee holen und man wünscht sich er würde nicht weggehen (was man sich aber erst eingesteht, nachdem man drüber nachdenkt). Träume, Herzklopfen, Mist. Und dann diese Verbindung, die man spürt und sich fragt, ob er sie auch wahrnimmt, wenn er mir über die Schulter einen Stift reicht und unsere Hände sich berühren...

Ich habe Angst. Angst dass es nur ein Hirngespinst ist, dass ich das mir nur einbilde (ich bin 25 und habe seit 3 Jahren nur selten mal jemanden richtig umarmt oder geküsst). Er ist über 40.

Ich weiss nur, dass ich in seiner Nähe sein will und will das gleichzeitig nicht...
 

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Gast

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Ich glaube, ich kann Deine jetzige Situation sehr gut nachvollziehen. Bei mir hat sich das auch langsam aber stetig entwickelt. Ich weiß nicht, wie stark Deine Gefühle sind, ob es eher Verliebtheit oder doch schon tiefere Gefühle sind. Ich bin nicht gut in Ratschlägen, was Herzensangelegenheiten angeht, kann also nur meine Erfahrung mit Dir teilen. Ich war auch an dem Punkt, an dem ich dieses Gefühl für sie empfand und war mir ziemlich sicher, dass es bei ihr auch etwas gefunkt hat, das sagte mir ihre Körpersprache. Das ging dann eine Weile so weiter und dieses Gefühl schwebte so mit und ich genoss es einfach in ihrer Nähe zu sein. Ich hatte auch das starke Gefühl, dass uns etwas verband. Ich wollte nichts überstürzen, da ich nichts kaputt machen wollte. Ich dachte, ich hätte alle Zeit der Welt. Meine Unsicherheit kam auch noch dazu, so dass die Gefühle unausgesprochen blieben. Sie muss gemerkt haben, dass ich sie mehr als gern habe, zumindest rede ich mir das heute noch ein. Dass es kein gutes Ende genommen hat, dürfte jetzt klar sein. Warum, ist mir immer noch ein Rätsel. Eines Tages war einfach alles anders, sie ging mir aus dem Weg. Dann haben wir uns längere Zeit nicht gesehen und jetzt hat sie einen festen Freund. Ich sehe sie noch, aber irgendwie ist alles anders. Wir reden nicht mehr wie früher, außer einem Hallo ist da nichts mehr. Ich frage mich nun natürlich, ob ich mir alles nur eingebildet habe. Wir haben uns übrigens nie geküsst, aber dass ich mich in allem so getäuscht haben soll, fällt mir schwer zu glauben.
Schlimm war nun für mich, dass meine Gefühle für sie so stark waren (eigentlich noch immer sind), dass ich sehr große Schwierigkeiten hatte und noch habe, wieder aus diesem Loch zu kommen, in das ich gefallen bin. Es belastet mich auch stark, dass ich ihr als Gesprächspartner oder überhaupt als Mensch in keiner Weise wichtig erscheine. Ich glaube sogar, dass es ihr recht wäre, wenn ich gänzlich aus ihrem Leben verschwände. Freunde, mit denen ich über diese Sache reden hätte können, habe ich keine.
Letztendlich hat sich meine ganze Hoffnung abrupt in Luft aufgelöst und geblieben ist für mich die schwerste (Sinn)Krise in meinem Leben.

Ich will Dir keinen Ratschlag geben und da Du ja schreibst, dass Du praktisch ein gebranntes Kind in Sachen Liebe bist, hast Du den vielleicht auch gar nicht nötig, zumindest nicht von mir. Ich will Dir nur sagen, was ich mich oft frage: Wäre es anders gelaufen, wenn ich ihr, als ich diese Verbindung spürte, meine Gefühle offenbart hätte? Hätte ich mehr Initiative zeigen sollen, anstatt darauf zu hoffen, dass sich alles von selbst einrenkt?
 
G

Gast

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Ich glaube, ich kann Deine jetzige Situation sehr gut nachvollziehen. Bei mir hat sich das auch langsam aber stetig entwickelt. Ich weiß nicht, wie stark Deine Gefühle sind, ob es eher Verliebtheit oder doch schon tiefere Gefühle sind. Ich bin nicht gut in Ratschlägen, was Herzensangelegenheiten angeht, kann also nur meine Erfahrung mit Dir teilen. Ich war auch an dem Punkt, an dem ich dieses Gefühl für sie empfand und war mir ziemlich sicher, dass es bei ihr auch etwas gefunkt hat, das sagte mir ihre Körpersprache. Das ging dann eine Weile so weiter und dieses Gefühl schwebte so mit und ich genoss es einfach in ihrer Nähe zu sein. Ich hatte auch das starke Gefühl, dass uns etwas verband. Ich wollte nichts überstürzen, da ich nichts kaputt machen wollte. Ich dachte, ich hätte alle Zeit der Welt. Meine Unsicherheit kam auch noch dazu, so dass die Gefühle unausgesprochen blieben. Sie muss gemerkt haben, dass ich sie mehr als gern habe, zumindest rede ich mir das heute noch ein. Dass es kein gutes Ende genommen hat, dürfte jetzt klar sein. Warum, ist mir immer noch ein Rätsel. Eines Tages war einfach alles anders, sie ging mir aus dem Weg. Dann haben wir uns längere Zeit nicht gesehen und jetzt hat sie einen festen Freund. Ich sehe sie noch, aber irgendwie ist alles anders. Wir reden nicht mehr wie früher, außer einem Hallo ist da nichts mehr. Ich frage mich nun natürlich, ob ich mir alles nur eingebildet habe. Wir haben uns übrigens nie geküsst, aber dass ich mich in allem so getäuscht haben soll, fällt mir schwer zu glauben.
Schlimm war nun für mich, dass meine Gefühle für sie so stark waren (eigentlich noch immer sind), dass ich sehr große Schwierigkeiten hatte und noch habe, wieder aus diesem Loch zu kommen, in das ich gefallen bin. Es belastet mich auch stark, dass ich ihr als Gesprächspartner oder überhaupt als Mensch in keiner Weise wichtig erscheine. Ich glaube sogar, dass es ihr recht wäre, wenn ich gänzlich aus ihrem Leben verschwände. Freunde, mit denen ich über diese Sache reden hätte können, habe ich keine.
Letztendlich hat sich meine ganze Hoffnung abrupt in Luft aufgelöst und geblieben ist für mich die schwerste (Sinn)Krise in meinem Leben.

Ich will Dir keinen Ratschlag geben und da Du ja schreibst, dass Du praktisch ein gebranntes Kind in Sachen Liebe bist, hast Du den vielleicht auch gar nicht nötig, zumindest nicht von mir. Ich will Dir nur sagen, was ich mich oft frage: Wäre es anders gelaufen, wenn ich ihr, als ich diese Verbindung spürte, meine Gefühle offenbart hätte? Hätte ich mehr Initiative zeigen sollen, anstatt darauf zu hoffen, dass sich alles von selbst einrenkt?
Es gibt noch Tausend andere Fragen, auf die ich keine Antwort erhalten werde. Ich weiß nur eins, dass ich wahrscheinlich sehr lange brauchen werde, um wieder so stark für einen Menschen zu empfinden.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Dein Glück findest, ob es nun mit diesem Mann oder einem anderen ist.
 

Vicberreton

Mitglied
Hallo, und danke für deinen ausführlichen Beitrag. Ja, das Thema "Jemandem seine Liebe gestehen" ist schon schwierig. Niemand geht ja so einfach zu seinem Gegenüber und sagt ihm/ihr, "Ich liebe dich". Was nun aber, wenn das Gegenüber auch nichts sagt, und man selbst eben seine Gefühle so gut es geht verbirgt, beziheungsweise sie doch zeigt, aber nicht SO dass der andere es wahrnimmt? Ja, dann sagt sich der andere: Mein gegenüber ist nicht verliebt, ich gebe es auf und suche mir jemand anders.

Man läuft zwar Gefahr sich zu blamieren, wenn man sich offenbart, aber man hat auch eventuell eine Chance, dass der andere sogar erleichtert ist, dass man den ersten Schritt gemacht hat. Das ist echt schwer.

Ich wünsche dir, dass du den Weg aus der Krise findest und jemand neues findest. Ich hatte auch mal starke Gefühle für jemanden und dachte, ich könnte mich nie wieder verlieben, jedenfalls nicht so, aber ich denke es geht. Mit der Zeit. Auch wenn man es nicht glauben will.
 
G

Gast

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Hallo, und danke für deinen ausführlichen Beitrag. Ja, das Thema "Jemandem seine Liebe gestehen" ist schon schwierig. Niemand geht ja so einfach zu seinem Gegenüber und sagt ihm/ihr, "Ich liebe dich". Was nun aber, wenn das Gegenüber auch nichts sagt, und man selbst eben seine Gefühle so gut es geht verbirgt, beziheungsweise sie doch zeigt, aber nicht SO dass der andere es wahrnimmt? Ja, dann sagt sich der andere: Mein gegenüber ist nicht verliebt, ich gebe es auf und suche mir jemand anders.

Man läuft zwar Gefahr sich zu blamieren, wenn man sich offenbart, aber man hat auch eventuell eine Chance, dass der andere sogar erleichtert ist, dass man den ersten Schritt gemacht hat. Das ist echt schwer.

Ich wünsche dir, dass du den Weg aus der Krise findest und jemand neues findest. Ich hatte auch mal starke Gefühle für jemanden und dachte, ich könnte mich nie wieder verlieben, jedenfalls nicht so, aber ich denke es geht. Mit der Zeit. Auch wenn man es nicht glauben will.
Hallo und vielen Dank auch für Deine Worte. Ich komme mir etwas dämlich vor, weil ich meine Probleme hier einfach so in Dein Thema reinklatsche. Für mich ist "Ich liebe Dich" auch keine Phrase, die mir mal so eben über die Lippen huscht. Im Gegenteil. Da muss es mich schon schwer erwischt haben, so wie diesmal. Und wenn die Lage so uneindeutig ist, dann gestaltet es sich noch schwerer. Bis ich mir selbst im Klaren darüber war, dass ich sie wirklich von Herzen liebe, war es ja schon zu spät. Bei den Begegnungen zuvor achtete ich auf jede Geste, die die Hoffung, ich läge mit meiner Vermutung richtig, sie entwickle auch Gefühle für mich, am Leben erhielt. Es waren oft nur kleine Momente, die für mich aber einen unschätzbaren Wert besaßen. Ich denke oft an diese Momente zurück, was es mir noch schwerer macht, die ganze Situation als Missverständnis abzutun. Wir saßen uns gegenüber, schauten einander an und immer wenn sich unsere Blicke trafen, hatten wir beide diesen Gesichtsausdruck, den ich nicht mit einem Lächeln oder Grinsen umschreiben möchte. So ein kurzer Moment war das pure Glück, das ich auch aus ihrem Gesicht zu lesen glaubte. Ich spürte manches Mal den Drang sie einfach zu umarmen, vielleicht wäre dann diese ganze Spannung abgefallen. Viele vermeintliche Kleinigkeiten sagten mir, dass sich zwischen uns etwas entwickelt.
Ob ich mich nun völlig getäuscht habe oder ob da doch was war und sie nur einen anderen, liebenswerteren Menschen kennen gelernt hat, ist unter dem Strich nicht mehr wichtig, hätte mich natürlich trotzdem interessiert. Ich muss mich jetzt damit abfinden, dass aus uns nichts wird und dass sie an einem weiteren, freundschaftlichen Kontakt auch kein Interesse zu haben scheint.
Vielleicht hast Du Dir einen Weg, in Deiner Situation klarer zu sehen, mit Deiner Antwort selbst gegeben. Ich weiß nicht, wie gut Du Deinen Auserwählten kennst. Aber wenn Du der Meinung bist, dass er der Richtige ist, dann solltest Du vielleicht Deine Fühler ausstrecken und etwas riskieren. Vielleicht unternehmt ihr mal was zusammen. Wenn er kein Interesse an Dir hat, dann fällt es Dir sicher leichter, gleich einen Schlussstrich zu ziehen.
Wie man’s macht, ist es meistens verkehrt. Ich wünsche Dir ein goldenes Händchen bei Deinem weiteren Vorgehen.
 

deadwood

Aktives Mitglied
Ja, das Thema "Jemandem seine Liebe gestehen" ist schon schwierig. Niemand geht ja so einfach zu seinem Gegenüber und sagt ihm/ihr, "Ich liebe dich". Was nun aber, wenn das Gegenüber auch nichts sagt, und man selbst eben seine Gefühle so gut es geht verbirgt, beziheungsweise sie doch zeigt, aber nicht SO dass der andere es wahrnimmt? Ja, dann sagt sich der andere: Mein gegenüber ist nicht verliebt, ich gebe es auf und suche mir jemand anders.
Ja, vom technischen Standpunkt würde ich soetwas eine klassische Deadlock Situation nennen.
Es kommt keine Kommunikation (bzw. hier ein Liebesansatz) zustande, weil beide Handelnde darauf warten, dass der Andere den ersten Schritt tut.
Man läuft zwar Gefahr sich zu blamieren, wenn man sich offenbart, aber man hat auch eventuell eine Chance, dass der andere sogar erleichtert ist, dass man den ersten Schritt gemacht hat. Das ist echt schwer.
Schwer, aber letztlich der einzige Weg, diesen Deadlock oder Stalemate aufzuheben.
Wie Letzterer zeigt, kann man auch aus einer unterlegenen Position, die eigentlich eine Niederlage bedeutete, daraus noch als Sieger hervorgehen
swindles, "though ignored in virtually all chess books", "play an enormously important role in over-the-board chess, and decide the fate of countless games".
 
G

Gast

Gast
Es ist zwar erst eine Woche vergangen, aber weil es mir wie eine Ewigkeit vorkommt, frage ich mal, wie es Dir inzwischen ergangen ist.
 

Vicberreton

Mitglied
Nett dass du fragst. Also, besonders gut läuft es nicht und versuche einfach, das ganze runterzuschlucken und es zu vergessen. Ich glaube, ich sollte in meinem Alter ehrlich zu mir selbst sein können:

Wie soll ich das herz eines Mannes erobern, der 20 Jahre älter ist als ich wenn ich aussehe wie ein kleiner Teenie? Das schliesst sich aus. Ich fühle es jedesmal, dieses Band, ich möchte einfach in seiner Nähe sein und meine Hand nicht mehr waschen wenn er sie berührt hat. Aber so war es schon immer: Bevor etwas angefangen hat, ist es bereits vorbei. Ich glaube sogar, dass der einzige Zweck von Gefühlen, die ich anderen gegenüber habe, die Inspiration fürs Schreiben ist. Aber wirklich glücklich sein werde ich nie. Das ist eine Feststellung.

Und an deadwood: Danke:) für deine Antwort. Das Paradoxe ist, dass du aus dem Schach zitierst und ich den Mann, um den es geht, auch über Schachspielen kenne. So bitter ich auch klingen mag, aber irgendwie inspiriert mich das auch wieder. Die Fantasiemaschine rattert und qualmt. Soviel Pech in der Liebe wie ich habe soviel Fantasie habe ich auch.
 

deadwood

Aktives Mitglied
Hallo Vic,

Ich glaube, ich sollte in meinem Alter ehrlich zu mir selbst sein können:

Wie soll ich das herz eines Mannes erobern, der 20 Jahre älter ist als ich wenn ich aussehe wie ein kleiner Teenie? Das schliesst sich aus.
Wie kommst du darauf, dass du auf ihn wie ein Teenie wirkst?
Auf mich machst du einen sehr reifen Eindruck.
Ich fühle es jedesmal, dieses Band, ich möchte einfach in seiner Nähe sein und meine Hand nicht mehr waschen wenn er sie berührt hat.
So geht das doch nicht nur Teenies.
Davor ist man wohl in keinem Alter gefeit.
Ich glaube sogar, dass der einzige Zweck von Gefühlen, die ich anderen gegenüber habe, die Inspiration fürs Schreiben ist. Aber wirklich glücklich sein werde ich nie. Das ist eine Feststellung.
Na das wäre doch ein produktiv zu nutzender Impuls dieses großen Gefühls.
Die größten Werke der Weltliteratur sind zum Teil aus unerfüllter Liebe entstanden und das meiste wohl in Einsamkeit und Schmerz.
Wer es ernst nimmt mit der Schriftstellerei muss wohl so veranlagt sein.
Hast du denn schon was geschrieben?
Falls ja, kann man davon eine Kostprobe lesen?
Und an deadwood: Danke:) für deine Antwort. Das Paradoxe ist, dass du aus dem Schach zitierst und ich den Mann, um den es geht, auch über Schachspielen kenne. So bitter ich auch klingen mag, aber irgendwie inspiriert mich das auch wieder. Die Fantasiemaschine rattert und qualmt. Soviel Pech in der Liebe wie ich habe soviel Fantasie habe ich auch.
Das überrascht mich und freut mich jetzt wirklich, denn ich hatte ehrlich schon befürchtet, dass sie sich bei meiner albernen Antwort denken würde, Was will denn der Typ mir damit sagen? Ich rede hier von echten Gefühlen und der Kranke macht sich einen Scherz, um irgendwas von Telekommunikation und Schachtaktiken anzubringen.

Da muss ja sowas wie Telepathie im Spiel gewesen sein.;)

Erhalte dir deine Fantasie und nutze sie zum Schreiben oder dem, worin auch immer du dich ausdrücken kannst.

P.S. Willst du nicht deinem literarischen Affen etwas Zucker geben und an unserer Geschichte mitschreiben?
Ihr droht nämlich mangels Beteiligung die Puste auszugehen.
 
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