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Wheinachtsgeschichten

bordigirl

Aktives Mitglied
kennt ihr kurze Wheinachtsgeschichten wenn ja dann rein hier wenn nein ich hab da auch ein paar
gefunden egal ob lustig ernst hauptsache sie gefallen euch

lg bordigirl
 

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bordigirl

Aktives Mitglied
DAS GOLDENE VERPACKUNGSPAPIER


Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen.

Vor einiger Zeit, hat ein Mann seine 5 Jahre alte Tochter für das
Vergeuden einer Rolle von kostspieligem Goldverpackungspapier bestraft.

Das Geld war knapp und er wurde wütend, als das Kind das ganze Goldpapier
verbraucht hatte, um eine Schachtel zu verzieren, um sie unter den
Weihnachtsbaum zu legen. Dennoch brachte das kleine Mädchen am folgenden
Morgen die Geschenksschachtel ihrem Vater und sagte: Das ist für dich,
Papa.

Der Vater war verlegen weil er am Vortag so überreagiert hatte. Er
öffnete die Geschenksschachtel und wurde wieder sehr zornig, als er sah, dass
diese leer war. Wütend sagte er zu ihr: Weißt du nicht, junge Dame, dass wenn
man jemand ein Geschenk gibt, auch etwas in der Verpackung sein soll? Das
kleine Mädchen betrachtete ihn mit Tränen in den Augen und sagte: Papa, sie ist
nicht leer, ich hab so viele Bussis hineingegeben, bis sie ganz voll
war. Der Vater war ganz zerknirscht. Er fiel auf seine Knie und legte seine
Arme um sein kleines Mädchen, und bat sie, ihm seinen unnötigen Zorn zu
verzeihen.

Nur kurze Zeit später starb das kleine Mädchen bei einem Unfall.

Nach dem Tod seines kleinen Mädchens behielt der Vater seinen ganzes Leben
lang die Goldschachtel neben seinem Bett. Immer wenn er durch schwierige
Probleme entmutigt wurde, öffnete er seine Goldschachtel und stellte sich vor
einen Kuss von seinem kleinen Mädchen herausnehmen und erinnerte sich dabei an
die Liebe des Kindes, die sie dort hineingegeben hatte.
 

bordigirl

Aktives Mitglied
Weihnachtszeit

Draußen schneit\'s, es ist so weit,
begonnen hat die Weihnachtszeit.
Der Opa holt vom Abstellraum
den Weichnachtsschmuck und schmückt den Baum.
Sein Enkel hilft so gut er kann
und freut sich auf den Weihnachtsmann.
Zum Schluß die Lämpchen dran noch schnell,
den Stecker rein, schon strahlt es hell.

Da wird der Opa nachdenklich.
Wie war das früher eigentlich?
Die Kerzen waren da noch echt,
aus Wachs mit Docht, das war nicht schlecht.
Der Enkel aber glaubt es kaum:
\"Echte Kerzen an dem Baum???\"

Die Zeit jedoch bleibt niemals steh\'n
und fünfzig weit\'re Jahr\' vergeh\'n.
Der Enkel - längst erwachsen schon -
hat heute selbst \'nen Enkelsohn.

Und wieder schneit\'s zur Weihnachtszeit.
Ja wieder mal ist es so weit.
Der Opa holt vom Abstellraum
wie jedes Jahr den Plastikbaum.
Sein Enkel hilft so gut er kann
und freut sich auf den Weihnachtsmann.
Der Christbaumschmuck wird angebracht.
Schon strahlt der Plastikbaum voll Pracht.

Da wird der Opa nachdenklich.
Wie war das früher eigentlich?
Da war der Weihnachstbaum noch echt,
frisch aus dem Wald, das war nicht schlecht.
Der Enkel aber glaubt es kaum:
\"Im Wohnzimmer \'nen echten Baum???\"

Die Zeit bleibt doch auch jetzt nicht steh\'n
und nochmal fünfzig Jahr\' vergeh\'n.
Der Enkel - längst erwachsen schon -
hat wiederum \'nen Enkelsohn.

Und schneit\'s auch draußen noch so sehr,
das Weihnachtsfest, das gibt\'s nicht mehr.
Man holt nichts mehr vom Abstellraum
und hat auch keinen Weihnachtsbaum.
Der Enkel denkt auch nicht daran,
hat nie gehört vom Weihnachtsmann.
Auch vieles and\'re gibt\'s nicht mehr.
Die ganze Welt wirkt ziemlich leer.

Da wird der Opa nachdenklich.
Wie war das früher eigentlich?
Da feierte man wirklich echt
ein Fest mit Baum, das war nicht schlecht.
Der Enkel aber glaubt es kaum
und fragt erstaunt: \"Was ist ein Baum???\"
 

bordigirl

Aktives Mitglied
Weihnachten naht, das Fest der Feste -
Das Fest der Kinder - Fest der Gäste.
Da geht es vorher hektisch zu ...
Von Früh bis Abend - keine Ruh.
Ein Hetzen, Kaufen, Proben, Messen,
hat man auch niemanden vergessen ?

So geht es mir - keine Ahnung habend,
vor ein paar Jahren - Heiligabend,
der zu dem noch ein Sonntag war.
Ich saß grad bei der Kinderschar,
da sprach mein Weib: „Tu dich nicht drücken,
Du hast heut noch den Baum zu schmücken!“

Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
hab kurz darauf ich schon geschwitzt:
Den Baum gestutzt - gebohrt - gesägt
und in den Ständer gelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
Krippenfiguren mit Laterne,
Zum Schluß, ja Himmelwetta ...!
Nirgends fand ich das Lametta !

Es wurde meiner Frau ganz heiß
und stotternd sprach sie: „Ja, ich weiß,
im letzten Jahr war es arg verschlissen -
Drum hab ich es weggeschmissen.
Und in dem Trubel dieser Tage,
bei Arbeit, Müh und Plage,
vergaß ich Neues zu besorgen !
Ich werde was vom Nachbarn borgen !

Die Nachbarn links, rechts, drunter drüber,
die hatten kein Lametta über !
Da schauten wir uns an verdrossen;
Die Läden sind ja auch geschlossen ...

„Hört zu! Wir werden heuer haben
einen Baum - altdeutscher Stil,
weil mir Lametta nicht gefiel !“
Da gab es Heuler, Schluchzer, Tränen
und ich gab nach den Schmerzfontänen:
„Hört endlich auf mit dem Gezeta -
ihr kriegt nenn Baum mit viel Lametta!“




Zwar konnt ich da noch nicht begreifen,
woher ich nehm die Silberstreifen ...!
Doch grade, als ich sucht mein Messa
da ließ ich: „Hengstenberg MILDESSA“.
Es war die Sauerkrautkonserve“
Ich kombinier mit Messers Schärfe:
Hier liegt die Lösung eingebettet,
das Weihnachtsfest, es ist gerettet !

Schnell wurde der Deckel aufgedreht,
das Kraut gepresst, so gut es geht,
zum Trocknen - einzeln aufgehängt,
und dann geföhnt, doch nicht versengt !
Die trocknen Streifen, sehr geblichen
mit Silberbronce angestrichen,
auf beiden Seiten, Silberkleid !
Oh freue Dich, Du Christenheit !

Der Christbaum war einmalig schön,
Wie selten man ihn hatte gesehen !
Zwar rochs süßsauer zur Bescherung,
geruchlich gabs ne Überquerung,
weil mit Benzin ich wusch die Hände,
mit Nitro reinigt die Wände,
dazu noch Räucherkerzen und Myrthe,
der Duft die Menge leicht verwirrte !
Und Jemand sprach still, verwundert:
„Hier riechts nach technischem Jahrhundert !“

Ne Woche drauf! ... Ich saß gemütlich
im Sessel, laß die Zeitung friedlich,
den Bauch voll Feiertags-Reste.
Es war wieder Sonntag - und Silvester.

Es sprach mein Weib: „Du weißt Bescheid?!
Es kommen heut zur Abendzeit
Schulzes, Lehmanns und Herr Meier
zu unserer Silvesterfeier ...
Wir werden leben wie die Fürsten,
es gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten !“
Ein Schrei ertönt! Entsetzt sie schaut:
„Am Christbaum hängt mein Sauerkraut !
Vergessen, Neues zu besorgen!
Ich werde was vom Nachbarn borgen !“
Die Nachbarn links, rechts, drunter, drüber -
die hatten leider keines über !
Da schauten wir uns an verdrossen:
Die Läden sind ja auch geschlossen !

Und so war wieder ICH der Retter
nahm ab vom Baum das Lamette !
Mit Terpentinöl und Bedacht
hab ich das Silber abgemacht.
Das Kraut dann gründlich durchgewässert,
mit reichlich Essig noch verbessert,
dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz!
Dann, als das Ganze sich erhitzte -
das Kraut das Funkelte und blitzte,
da konnte ich nur nach oben flehen:
Laß diesen Kelch vorübergehen ... !

Als später dann das Kraut serviert
ist auch noch folgendes passiert:
Als eine Dame musste niesen
sah man aus ihrem Näschen sprießen
tausend kleine Silbersterne ...
„Machs noch einmals, ich seh das so gerne ... „
so rief man ringsum, hocherfreut -
die Dame wusste nicht Bescheid !

Franziska Lehmann sprach zum Franz:
„Dein Goldzahn hat heut Silberglanz!“

Und einer, der da musste mal
der rief: „Ich hab´ nen Silberstrahl!“

So gabs nach dieser Krautmethode
noch manche nette Episode.

Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir:
„Es hat mir gut gefallen hier,
doch wär die Wohnung noch viel netter
hättest du am Weihnachtsbaum Lametta !“
Ich konnte da gequält nur lächeln
und mir noch frische Luft zufächeln.
Ich sprach - und klopfte ihn aufs Jäckchen:
„Im nächsten Jahr, da kauf ich 100 Päcken !“
 

ParadiseAngel

Aktives Mitglied
AW: Weihnachtsgeschichten

It's Weihnachts-Time

When the snow falls wunderbar
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit:
She is here, the Weihnachtszeit.

Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmückt a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls...

Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And es sings the family
Schauerlich: "Oh, Chistmastree!"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
All around is Harmonie,

bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
An a long, long Leiter auch.
And they schrei - "Wasser marsch!",
Christmas is - now am - Ar...ch!

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...
 

ParadiseAngel

Aktives Mitglied
Und Friede auf Erden

Das schöne Fest damit begann, dass Onkel Hugo kurz nach sieben
kam ziemlich angesäuselt an, als schon bei Tisch war`n alle Lieben.
Er sprach, dass er geschäftlich noch erfüllen musste ein paar Pflichten.
Die Tante sagte:" Laß das doch, ich kenne ja schon die Geschichten.

Der Karpfen blau kam auf den Tisch, pikiert sprach Schwägerin Amanda:
" Ich esse aber keinen Fisch", und setzte sich in die Veranda.
Die beiden Neffen Kurt und Max sich unterm Tisch fortwärend stießen
und fingen an, mit Kerzenwachs, das abgetropft, sich zu beschießen.
Der Tante Lenchen fiel ein Stück davon auf ihren Karpfenteller;
jedoch in diesem Augenblick wurd` plötzlich es im Raume heller.
Ein Rauschgoldengel brannte jetzt und neigte sich den Vorhangstoffen.
Die Tafelrunde saß entsetzt, und daraufhin war Polen offen.

Der Onkel Paul lief kreideweiß, um einen Eimer zu erhaschen,
der leider war gefüllt mit Eis und ein paar Sekt und Moselflaschen.
Die Sache ging noch einmal gut, dem Himmel Dank, es sollte glücken,
denn Paul griff Tante Emmys Hut mit ihm die Flammen zu ersticken.

Nun sprach die liebe Großmama und brachte alle zum Zerspringen,
weil sie so gut wie nichts mehr sah, man solle "Stille Nacht" mal singen.
Nach diesem reizenden Idyll ist man erneut zu Tisch gegangen.
Kaum saß man da, so hat es schrill im Flur zu klingeln angefangen.
Die Tante sprach " Wer kann das sein?" Ihr Mann erwiederte: " ja richtig,
ich lud noch Dr. Berger ein. Vergiß nicht Lenchen, die sind wichtig.
Die Hausfrau rang entsetzt nach Luft, ihr Gatte war bereits betrunken.
Sie knirschte innerlich: "Du Schuft! Zu Weihnachten noch den Halunken!"

Jetzt hub die Oma ahnungslos mit schriller, hoher Kinderstimme
zu singen an: " es ist ein Ros` entsprungen... Da begann das Schlimme.
Dem Onkel Paul war das zu bunt, er rief :" sei still!: in seinem Ärger.
Zugleich erschien mit Frau und Hund, auch schon beschickert, Dr. Berger.
Man wünschte sich ein frohes Fest. Frau Berger haucht`:" ist das entzückend!"
Denn Oma sang jetzt noch den Rest des Liedes, lächelnd um sich blickend.

Man hob darauf die Tafel auf, versammelt`sich im Herrenzímmer.
Von hier vernahm man bald darauf ein lautes Jaulen und Gewimmer.
Denn Bergers Hund vorm Christbaum stand und zerrte sich herab die Kringel,
die er ganz ausgezeichnet fand. Worauf mit Rauschen und Geklingel
der teure Edeltannenbaum fiel um, begrabend unter sich den Köter.
Auch beide Neffen noch im Raum - jedoch nur ein paar Momentchen später
gab`s ein Geschrei ganz fürchterlich, das bis zu allen Nachbarn hallte,
weil die Frau Berger, außer sich, der Tante Emmy ein paar knallte,
da diese ihren Hund brutal mit einem Regenschirm gehauen,
worauf die Männer auf einmal sich just so schlugen wie die Frauen.
Kurzum, es war ein schönes Bild, fast wie gemalt wie Ludwig Richter,
bis auf das Chaos wüst und wild und die geschwollenen Gesichter.

Als alles war vorbei um Zehn und fortgeräumt die vielen Trümmer,
da sprach die Großmama:" Wie schön!" mit seligem, verklärten Schimmer.
"Das ist das Fest der Liebe, ja! Man kann es immer wieder sehen.
Gebt mir noch einen Malaga. Dann möchte ich in mein Bettchen gehen!"

Ein armes Kind, das draußen fror, dem man so gut wie nichts bescherte,
sah zu den Fenstern jetzt empor. Das arme Würmchen, es begehrte,
in diesem Glanz, so wunderbar, den es seit langem schon erträumte,
auch mal zu sein.... Wer macht ihm klar, dass es da, gottlob, nichts versäumte.
 

ParadiseAngel

Aktives Mitglied
Punschgedicht

Im Winter find ich keine Ruh,
Bevor ich nicht was Gutes TU. Am Stephansplatz werd ich ganz fromm Und trinke auf den Stephansdom. Du kannst ja für die Armen spenden."
Es gibt viel Not auf dieser Welt,
am besten hilft man DA mit Geld.
Nicht mit dem Zahlschein auf der Bank, es gibt was Bess´res, Gott sei Dank.
Damit das Helfen mich auch freut,
hab ich für einen Rundgang Zeit.

Jetzt, im Advent, an allen Ecken
kann man den Punsch schon förmlich schmecken, der heiß und süß und parfümiert zum Wohl der Andren `trunken wird.
Im Namen Allahs geh ich’s an
und spende für Afghanistan.
Dann einen für die armen Kinder
und für die ganz, ganz armen Inder.

Ich denk an die Malteser Ritter,
denn deren Leiden ist recht bitter.
Beim Stand vom Lion’s Club, am Graben, kann ich mich für Rumänien laben.
Rotarier nicht zu vergessen, die haben beinah nichts zu essen.
Als nächstes Hebe ich mein Glas
rasch für die liebe Caritas.

Fürs Rotes Kreuz und für die Gruft
mit Zimt und mit Holunder-Duft.
Ich merke deutlich: Gute Werke
erfordern sehr viel Kraft und Stärke.
Ein Punsch noch rasch für die Partei,
als Wechselwähler trink ich zwei.
Dort steht der Herr Bezirksvorsteher,
bei einem Punsch kommt man sich näher.

Für’s Kinderdorf, für Kommunisten,
für Asylanten, Terroristen.
Für Hungernde im fernen China,
und für die Araber, in Palästina.
Wer Gutes tut, hat immer Recht.

Ein Punsch noch - und dann wird mir schlecht.

Doch ehe ich nach Hause schunkel,
Trink ich noch rasch für "Licht ins Dunkel".

Ich kann die Häferln nicht mehr zählen,
jedoch, ich muss mich weiterquälen.

Am Stephansplatz werd ich ganz fromm und trink auf unsern Stephansdom.
Spätabends ladet mich wer ein
zu Punsch und Keks bei Kerzenschein.
"Doch bitte, komm mit leeren Händen!
Du kannst ja für die Armen spenden."

Am Sonntag dann, in meiner Pfarr´
wird sicher auch der Punsch nicht gar.
Das Geld für das, was uns so schmeckt wird in die Renovierung g´steckt.
So trink ich mich durch den Advent,
ein Wahnsinn, was man dafür brennt!
Doch ist das letzte Geld auch weg,
ich TU’s für einen guten Zweck.

Ich bin ein hoffnungsloser Säufer,
und Schuld sind nur die Punsch-Verkäufer.
Den Punsch kann ich schon nicht mehr sehen und lass ihn zu Silvester stehen.
Ich habe nur mehr einen Wunsch:
Ich trinke alles, nur kan Punsch.
Den Nächsten gibt es, das ist klar,
erst im Advent im nächsten Jahr.



In diesem Sinne ...
 

ParadiseAngel

Aktives Mitglied
Why snow sucks...

8. Dezember
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich schlürften Cocktails, saßen stundenlang am Fenster und sahen zu, wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schwebten. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet... Ich liebe Schnee!

9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte ein riesige, wunderschöne Decke aus weichem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz geben? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich in meinem Leben hatte. Habe seit Jahren zum ersten Mal wieder Schnee geschaufelt und mich wie ein kleiner Junge gefühlt. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat die Einfahrt und den Bürgersteig wieder zugeschoben, also holte ich voller Elan die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben.

12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten, schrecklich! Peter sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Peter ist sehr nett - ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.

14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee! 30 Zentimeter letzte Nacht! Die Temperatur ist auf -20° gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der Schneepflug kam heute Nachmittag zurück und hat alles wieder zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich so viel würde schaufeln müssen, aber so komme ich in Form. Wünschte, ich würde nicht so pusten und schnaufen!

15. Dezember
60 Zentimeter Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau. Und zwei Extraschaufeln. Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen - falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich - schließlich sind wir nicht in Alaska.

16. Dezember
Eissturm heute morgen. Bin in der Einfahrt auf den A**** gefallen, als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde lang gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.

17. Dezember
Immer noch weit unter Null. Die Straßen sind zu vereist, um irgendwo hinzukommen. Der Strom war fünf Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie Recht hat! Ich hasse es, im eigenen Wohnzimmer zu erfrieren...

20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber nochmals 40 Zentimeter von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zwei Mal vorbei. Habe versucht, eines der Nachbarkinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit. Ich glaube, dass sie lügen. Rotzlöffel. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Peter sagt, dass ich schaufeln muss oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.

22. Dezember
Peter hat Recht mit weißer Weihnacht, weil heute nacht noch mal 30 Zentimeter von dem Scheißzeug gefallen ist und es ist so kalt, dass es bis August nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert bis ich fertig angezogen zum Schaufeln war und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe versucht, für den Rest des Winters Peter anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Laster hat, aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat. Ich glaube, dass der D******** lügt.

23. Dezember
Nur 10 Zentimeter Schnee heute. Und es hat sich auf 0° erwärmt. Meine Frau wollte, dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt? Ich habe keine Zeit. Ich muss SCHAUFELN! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie sagt, sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.

Heiligabend
20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammen geschoben, dass mir die Schaufel abgebrochen ist. Dachte, ich krieg einen Herzinfarkt. Falls ich jemals den A**** kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Eiern durch den Schnee. Ich weiß genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet, bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Dann kommt er mit 150 km/h die Straße heruntergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.

1. Weihnachtstag
Frohe Weihnachten. 60 Zentimeter von dem verf****** Mist. Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Ich hasse Schnee. Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Mein Frau sagt, dass ich schlechte Manieren hätte. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist. Wenn ich mir noch mal Wolfgang Petry anhören muss, werde ich sie umbringen.

2. Weihnachtstag
Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen?! - Sie geht mir echt auf die Nerven.

27. Dezember
Die Temperatur ist auf -30° gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.

28. Dezember
Es hat sich auf -5° erwärmt. DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT!

29. Dezember
Noch mal 30 Zentimeter. Peter, der Klugscheißer, sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss, weil es sonst einstürzt. Das ist das dämlichste, was ich je gehört habe. Für wie blöd hält er mich eigentlich?

30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000€ Schmerzengeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter abgehauen. 25 Zentimeter vorhergesagt.

31. Dezember
Habe den Rest vom Haus abgefackelt. Nie mehr Schaufeln.

8. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Warum bin ich an mein Bett gefesselt?


Frohe Festtage
ParadiseAngel
 

ParadiseAngel

Aktives Mitglied
A fein X-mas-Gedicht

When the last Kalender-sheets
flattern through the winterstreets
and Dezemberwind is blowing,
then is everybody knowing
that it is not allzuweit:
she does come ? the Weihnachtszeit.

All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihr warm Stueble,
run to Kaufhof, Aldi, Mess,
make Konsum and business.
Kaufen this und jene things
and the Churchturmglocke rings.

Manche holen sich a Taennchen,
when this brennt, they cry "Attention".
Rufen for the Feuerwehr:
" Please come quick to loeschen her!"
Goes the Taennchen of in Rauch,
they are standing on the Schlauch.

In the kitchen of the house
mother makes the Christmasschmaus.
She is working, schufts and bakes
the hit is now her Yoghurtkeks.
And the Opa says as Tester:
" We are killed bis to Silvester".

Then he fills the last Glas wine ?
yes, this is the christmastime!
Day by day does so vergang,
and the Holy night does come.
You can think, you can remember,
this is immer in Dezember.

Then the childrenlein are coming
candle-Wachs is abwaerts running.
Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angels look so fine ?
well this is the Weihnachtstime.

Baby-eyes are big and rund,
the family feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum they are hocking
then nothing can them ever shocking.
They are so happy, are so fine ?
this happens in the Christmastime!

The animals all in the house,
the Hund, the Katz, the bird, the mouse,
are turning round the Weihnachtsstress,
enjoy this day as never nie,
well they find Kitekat and Chappi
in the Geschenkkarton von Pappi.

The family begins to sing
and wieder does a Gloeckchen ring.
Zum song vom gruenen Tannenbaum
the Traenen rennen down and down.
Bis our mother ploetzlich flennt:
" The christmas-Gans im Ofen brennt!"

Her nose indeed is very fine.
End of the Weihnachtstime.
I wünsch you a spiritvoll Adventstime!
 
L

Lena7

Gast
Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen
Es war entsetzlich kalt; es schneite und war beinahe schon ganz dunkel und Abend, der letzte Abend des Jahres.
In dieser Kälte und Finsternis ging auf der Straße ein kleines, armes Mädchen, mit bloßem Kopfe und nackten Füßen. Als sie das Haus verließ, hatte sie freilich Pantoffeln angehabt. Aber was half das? Es waren sehr große Pantoffeln gewesen, die ihre Mutter bisher benutzt hatte, so groß waren sie. Die Kleine aber verlor dieselben, als sie über die Straße weghuschte, weil zwei Wagen schrecklich schnell vorüberrollten. Der eine Pantoffel war nicht wiederzufinden, den anderen hatte ein Junge erwischt und lief damit fort.
Er meinte, er könne ihn recht gut als Wiege benutzen, wenn er selbst erst Kinder hätte.
Da ging nun das kleine Mädchen mit den kleinen, nackten Füßen, die ganz rot und blau vor Kälte waren. In einer alten Schürze trug sie eine Menge Schwefelhölzer und ein Bund davon in der Hand. Niemand hatte den ganzen langen Tag ihr etwas abgekauft. Niemand ihr einen Pfennig geschenkt.
Zitternd vor Kälte und Hunger schlich sie einher, ein Bild des Jammers, die arme Kleine!
Die Schneeflocken bedeckten ihr langes, blondes Haar, welches in schönen Locken um den Hals fiel; aber daran dachte sie nun freilich nicht.
Aus allen Fenstern glänzten die Lichter, und es roch ganz herrlich nach Gänsebraten: Es war ja Silvesterabend. Ja, daran dachte sie!
In einem Winkel, von zwei Häusern gebildet, von denen das eine etwas mehr vorsprang als das andere, setzte sie sich hin und kauerte sich zusammen. Die kleinen Füße hatte sie an sich gezogen; aber es fror sie noch mehr, und nach Hause zu gehen wagte sie nicht: Sie hatte ja keine Schwefelhölzchen verkauft und brachte keinen Pfennig Geld.
Von ihrem Vater würde sie gewiß Schläge bekommen, und zu Hause war es auch kalt; über sich hatten sie nur das Dach, durch welches der Wind pfiff, wenn auch die größten Spalten mit Stroh und Lumpen zugestopft waren.
Ihre kleinen Hände waren beinahe vor Kälte erstarrt.
Ach! Ein Schwefelhölzchen konnte ihr gar wohltun, wenn sie nur ein einziges aus dem Bunde herausziehen, es an die Wand streichen und sich die Finger erwärmen dürfte.
Sie zog eines heraus. Rrscht! wie sprühte, wie brannte es! Es war eine warme, helle Flamme, wie ein Lichtchen, als sie die Hände darüber hielt; es war ein wunderbares Lichtchen! Es schien wirklich dem kleinen Mädchen, als säße sie vor einem großen, eisernen Ofen mit polierten Messingfüßen und einem messingenen Aufsatz. Das Feuer brannte so gesegnet, es wärmte so schön. Die Kleine streckte schon die Füße aus, um auch diese zu wärmen; – doch — da erlosch das Flämmchen, der Ofen verschwand, sie hatte nur die kleinen Überreste des abgebrannten Schwefelhölzchens in der Hand.
Ein zweites wurde an der Wand abgestrichen; es leuchtete, und wo der Schein auf die Mauer fiel, wurde diese durchsichtig wie ein Schleier. Sie konnte in das Zimmer hineinsehen.
Auf dem Tische war ein schneeweißes Tischtuch ausgebreitet, darauf stand glänzendes Porzellangeschirr, und herrlich dampfte die gebratene Gans, mit Äpfeln und getrockneten Pflaumen gefüllt. Und was noch prächtiger anzusehen war: Die Gans hüpfte von der Schüssel herunter und wackelte auf dem Fußboden, Messer und Gabel in der Brust, bis zu dem armen Mädchen hin.
Da erlosch das Schwefelhölzchen, und es blieb nur die dicke, feuchtkalte Mauer zurück.
Sie zündete noch ein Hölzchen an. Da saß sie nun unter dem herrlichen Christbaume; er war noch größer und geputzter als der, den sie durch die Glastür bei dem reichen Kaufmanne gesehen hatte.
Tausende von Lichterchen brannten auf den grünen Zweigen, und bunte Bilder, wie sie an Schaufenstern zu sehen waren, blickten auf sie herab. Die Kleine drehte ihre Hände danach aus. Da erlosch das Schwefelhölzchen.
Die Weihnachtslichter stiegen höher und höher; sie sah sie jetzt als Sterne am Himmel; einer davon fiel herunter und bildete einen langen Feuerstreifen.
»Jetzt stirbt jemand!« dachte das kleine Mädchen, denn ihre alte Großmutter, die einzige, die sie lieb gehabt hatte, und die jetzt gestorben war, hatte ihr erzählt, daß, wenn ein Stern herunterfällt, eine Seele zu Gott emporsteigt.
Sie strich wieder ein Hölzchen an der Mauer ab, es wurde wieder hell, und in dem Glänze stand die alte Großmutter so klar und schimmernd, so mild und liebevoll.
»Großmutter!« rief die Kleine. »O! Nimm mich mit! Ich weiß, du entfernst dich, wenn das Schwefelhölzchen erlischt. Du verschwindest, wie der warme Ofen, wie der herrliche Gänsebraten und der große, prächtige Weihnachtsbaum!«
Und sie strich schnell das ganze Bund Schwefelhölzchen, denn sie wollte die Großmutter recht festhalten.
Und die Schwefelhölzchen leuchteten mit einem solchen Glänze, daß es heller wurde, als mitten am Tage. Die Großmutter war nie früher so schön, so groß gewesen. Sie nahm das kleine Mädchen auf ihre Arme, und beide flogen in Glanz und Freude so hoch, so hoch; und dort oben war weder Kälte, noch Hunger, noch Angst – sie waren bei Gott.
Aber im Winkel an die Mauer gelehnt, saß in der kalten Morgenstunde das arme Mädchen mit roten Backen und mit lächelndem Munde – erfroren an des alten Jahres letztem Abend.
Die Neujahrssonne ging auf über der kleinen Leiche.
Starr saß das Kind dort mit den Schwefelhölzchen, von denen ein Bund abgebrannt war.
»Sie hat sich erwärmen wollen!« sagte man.
Niemand ahnte, was sie Schönes gesehen hatte, in welchem Glänze sie mit der Großmutter zur Neujahrsfreude eingegangen war.
Hans Christian Andersen​
 

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