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WG ist unzufrieden, egal was ich mache

P

Princessbydawn

Gast
Hallo an euch alle,
ich wohne als Studi in einer WG und bin dort eigentlich immer sehr glücklich gewesen, wir waren sogar eine richtig gute Gruppe Freund:innen, die auch in ihrer Freizeit was zusammen gemacht haben. Seit ich aus dem Auslandssemester zurück gekommen bin, das war vor einem halben Jahr, ist das nicht mehr so. Ich dachte, das ist normal, dass sich das nach so langer Zeit wieder einpendeln muss. Besonders eine Mitbewohnerin hat sich aber so stark verändert, dass ich nicht mehr gut mit ihr zurecht komme. Ich habe dann die Bemühungen auch eingestellt und verbringe viel Zeit in der WG meines Freundes, bin also nur wenig zu Hause. Das war dann okay für mich so, und ich dachte für die anderen auch.
Vor kurzem ist bei uns im Haus ein Küchengerät (Backofen) kaputt gegangen. Mein Vermieter sagt, dass sei ein Fall für die Mieterhaftpflicht (ich bin Hauptmieterin), aber meine Haftpflichtversicherung möchte das nicht zahlen. Meine WG saß mir ewig im Nacken, ich soll das endlich klären, sie wollen unbedingt schnell einen neuen Backofen. Der Vermieter war sehr beschäftigt, ich ahbe ihn nciht persönlich erwischt und per Mail war er sher abweisend. Jetzt habe ich ihn endlich gesprochen, wir haben uns geeinigt, das wir als WG einen neuen Backofen kaufen, das dann aber unserer ist (eigentlich gehört die ganze Küche ihm). Ich hatte den anderen (dachte ich) vorher gesagt dass das eine mögliche Lösung ist. Jetzt habe ich einen Backofen rausgesucht, ich zahle die 100 Euro Eigenbeteiligung und möchte dass die anderen je 30 - 50 Euro (je nach Backofen) zahlen, damit wir einen neuen bekommen. Jetzt möchte vor allem die Mitbewohnerin, mit der ich eh schon Probleme habe das nicht zahlen. Das sei zu viel, und überhaupt das käme jetzt so plötzlich, mir wurde unterschwellig unterstellt ich wollte weniger zahlen als die anderen. Ich wollte wirklich nur diese blöde Situation mit dem Vermierter klären, ich wollte den anderen doch etwas gutes tun. Aber das ist jetzt auch nicht richtig.
Die besgate Mitbewohnerin rastet eh regelmäßig aus, wenn ich putze ist es nicht richtig, wenn ich nicht putze auch nicht. Ich teile mir eines von zwei Bädern mit meinem anderen Mitbewohner (wir sind zu viert) und sie will mir und ihm vorschreiben wie wir das putzen sollen (sie bezeichnete es als unhygienisch weil wir nicht jede Woche auf dem Schrank wischen). Es ist ja nciht mal ihr Badezimmer. Aber sie puzt es, weil ich das ja nicht kann.
Ich fühle mich zu Hause nicht mehr wohl und weiß vor allem auch nicht, wie das jetzt klappen soll mit dem neuen Backofen. Ich dachte halt, die freuen sich, dass das endlich geklärt ist. Ich war auch gar nicht dabei als der Ofen kaputt ging, ich finde eigentlich,d ass ich mir Mühe gebe, das zu klären.
Ich denke sobald es möglich ist, werde ich mit meinem Freund zusammen ziehen und diese WG aufgeben. Aber das dauert noch ein halbes Jahr oder so, und der Backofen muss ja irgendwie trotzdem her.
Danke, dass ich mir das hier mal anonym von der Seele schreiben kann. Falls ihr Ratschläge habt, dann freue ich mich natürlich auch. Liebe Grüße an euch alle :)
 

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weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Wenn Du kannst, zahl den Backofen allein. Denn wenn Du die WG auflöst, kann ja schlecht jeder 1/6 des Backofens mitnehmen.

Und was die Mitbewohnerin angeht, die in Deinem Bad rumputzt: das solltest Du ihr verbieten. Nicht ihr Bad = nicht ihr Thema.

Und wenn sich alle quer stellen, gibt es eben keinen neuen Herd. Vielleicht kommen sie dann in die Puschen.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Ich finde Deine Herangehensweise falsch.

1. Der Vermieter hat Euch eine Wohnung sowie eine Einrichtung vermietet ( hier: Backofen), denn Du schreibst, es ist seine Küche.
Daher habt Ihr vertraglich einen Anspruch auf einen Backofen.

2. Du schreibst du seist Hauptmieter. Dann können die anderen nur Untermieter sein, ansonsten hättest Du geschrieben, dass ihr alle zusammen Hauptmieter seid.
Daher haben Deine Untermieter vertraglich Dir gegenüber einen Anspruch auf den von Dir mit vermieteten Backofen.

Nun ist der Backofen kaputt.

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten.
a) verschlissen
Der vertragsgemäße Gebrauch einer Mietsache führt immer dazu, dass Verschleiß eintritt.
Daher hast Du gegenüber Deinen Untermietern die Pflicht, den vertragsgemäßen Zustand wieder herzustellen, indem Du Dich wiederum an Deinen Vermieter wendest, der seinerseits Dir gegenüber den Zustand herzustellen hat.
b) zerstört
Du als Hauptmieter / Vermieterin müsstest beweisen, dass einer Deiner Untermieter den Schaden verursacht hat. Daraus ergäbe sich ein Ersatz für Schäden Dir gegenüber. Du wärst danach dann Deinem Vermieter zu Ersatz seines Schadens verpflichtet.
Liegt der Schaden nicht in der Sphäre Deiner Mieter, so bleibt er an Dir hängen, nämlich dem Eigentümer gegenüber.
Der Schaden wäre in Geld zu beziffern. Alles andere führt dazu, dass Dein Vermieter irgendwann die Wohnungsabnahme verweigert, weil Du den Zustand wieder herzustellen hättest, in dem Du die Wohnung empfangen hast. Dies Bedeutet dann Zugriff auf die Kaution. ES SEI DENN Du kannst später die Einigung mit Deinem Vermieter beweisen, dass er den Backofen ersatzlos verliert. Wenn der Vermieter jetzt schon abweisend war, kann er später nämlich "Gedächtnislücken" haben und dann stehst Du da.
Das ganze hat nichts mit Deinem Verhältnis Deinen Untermietern gegenüber zu tun, da Du als deren Vermieter selbstverständlich das Wahlrecht hast, welchen Ofen du kaufst und einbaust. Er muss halt nur so gut wie der sein, der drin war.
Wenn Du aber einen kaufst, wirst Du Deinen Mietern gerecht und dann verschiebt sich Dein Problem mit dem Eigentümer auf später. Du zahlst also doppelt.

Also lass das mit Eigenkauf und schreib dem Vermieter, der soll den Wohnungszustand herstellen , soll den Ofen untersuchen und den Fehler feststellen lassen und dann beweisen, dass es Bruch war und kein Verschleiss.
Beweist er Bruch, dann soll er den Zeitwert angeben, zB anhand der Seite
Den ersetzt Du ihm dann, und am besten ohne Anwalt.
Danach kündigst du eine moderate Mieterhöhung an, da Du ja jetzt weisst, dass Du ein Vermieterrisiko hast, das vergütet werden muss.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Der Vermieter war sehr beschäftigt, ich ahbe ihn nciht persönlich erwischt und per Mail war er sher abweisend. Jetzt habe ich ihn endlich gesprochen, wir haben uns geeinigt, das wir als WG einen neuen Backofen kaufen, das dann aber unserer ist (eigentlich gehört die ganze Küche ihm).
Wie gesagt - ich hoffe er erinnert sich später, wenn Du nichts schriftlich hast....

Davon abgesehen:
Falls Du es selbst regelst, dann schau, ob der alte Backofen eigene Knöpfe hat oder nicht. Hat er welche, so ist er unabhängig von einem Kochfeld und beliebig tauschbar.
Hat er keine, so ist er und das Kochfeld über ein gemeinsames Bedienfeld geschaltet. Ob dann die Kabelanschlüsse (Stecker) kompatibel sind, sollte man prüfen.
Ein getauschter Backofen sollte auch nicht mehr Leistung ziehen als der alte, sonst kann es sein, dass die Leitungen und Sicherungen im Haus das nicht packen.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Ich denke sobald es möglich ist, werde ich mit meinem Freund zusammen ziehen und diese WG aufgeben. Aber das dauert noch ein halbes Jahr oder so, und der Backofen muss ja irgendwie trotzdem her.
Bevor Du überhaupt kündigst musst Du sicher stellen, dass Deine Untermieter aus dem Vertrag zwischen ihnen und Dir ausgeschieden sind.
Dein Vermieter hat mit denen keinen Vertrag, also erwartet er eine leere Wohnung. Oder: er geht Verträge mit Deinen Untermietern ein.
Frag ihn zeitig!
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Ich würde mir einen Airfryer oder ein portables Teil kaufen und sobald Du mit dem Backen fertig bist, sperrst Du ihn in Dein Zimmer. Kein Backofen, dann wird halt nicht gebacken.
 
L

Lili

Gast
Ich würde schauen, dass du die eine wg Mitbewohnerin los wirst. Du bist Hauptvermieterin und lebst da nicht. Oder falls du kannst. Kündige einfach die Wohnung, sollen die selber Verantwortung übernehmen. Und einen neuen Ofen würde ich nicht kaufen. Der Vermieter ist dafür verantwortlich, wenn er das mit in die Miete mit einbezieht. Natürlich versucht er euch die Kosten unterzujubbeln. Du solltest es gerecht aufteilen. Haben wir auch gemacht wenn irgendwas kaputt ging und es nicht dem Vermieter gehörte. Das kann man dann beim Auszug sofern es wirklich noch neu ist ein teilgeld verlangen vom Nachmieter. Aber das du da den meisten Teil zahlen wolltest ist Schwachsinn.
Kannst du ausziehen?
 

flower55

Aktives Mitglied
Hallo,
die schöne gute Zeit, die ihr gemeinsam verbracht habt, gibt es nicht mehr und Du
bist mehr bei Deinem Freund wie in der WG.

Da macht es Sinn, nicht mehr zu investieren und sich um eine neue WG zu
kümmern oder mit dem Freund eine gemeinsame Wohnung anzumieten.

alles Liebe
flower55
 

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