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Werde mir Hilfe holen aber wie bereite ich mich darauf vor?

L

Lovely Princess

Gast
Hallo,
nachdem ich meine Probleme jetzt auch schon länger mit mir rumschleppe, und immer wieder erneut dadurch in meinem Leben eingeschränkt bin,habe ich den Entschluss gefasst jetzt wirklich etwas zu tun und mir helfen zu lassen.
Bei mir in der Nähe gibt es eine Anlaufstelle von Frauen helfen Frauen, dort möchte ich mich beraten lassen und darauf hoffen, dass mir dann durch eine Weiterleitung zur Therapie o.ä. geholfen werden kann.
Diese woche hab ich zwei Möglichkeiten dort hin zu gehen, die Erste am Mittwoch, die zweite am Freitag Nur wenn ich jetzt schon daran denke bekomme ich richtig Angst, davor, dass ich nicht reden kann, dass ich erneut Panik bekomme, dass ich mich garnicht dort hinein traue... und und und...
Und schon wieder beginne ich zu zweifeln ob meine Probleme überhaupt "behandlungswürdig" sind, da es genügend Menschen gibt, denen es vermutlich wesentlich schlechter geht als mir...
Trotzdem habe ich mir das jetzt vor geneommen...
Hat jemand Tipps, wie er den Mut gefasst hat, wie er sich auch das Erste Gespräch vorbereitet hat etc? Habt ihr euch vielleicht eine Liste gemacht? ich meine ich muss ja erzählen wo mein Problem liegt, sonst kann man mir ja nicht helfen...
Naja auf jeden Fall habe ich so langsam richtig Angst, schon fast Panik davor, auch wenn ich letztendlich nicht mehr drumrum kommen werde...
Bin auch schon wieder dabei, wie schon so oft zuvor mir einzureden, dass es mir gut geht, nur hält das nicht lange an...

Ich hab Angst, dass ich dann dort bin und einfach wieder gehe, mich nicht hinein traue, es mir zu viel wird, ich das alles einfach nicht schaffe...
Aber es ist eben nötig.
Wäre sehr dankbar über eure Antworten und Tipps.
 

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S

"Strohwitwe"

Gast
Hallo Lovely Princess,
es ist schön, dass du dich auch entschlossen hast, dir Hilfe zu holen. So richtig erklären kann ich dir nicht, wie man sich darauf vorbereiten kann, denn ich konnte es auch nicht. Ich bin auch in ein "Abenteuer" gestürzt (Therapie) und ich habe mich einfach darauf eingelassen und bin heute ein Stückchen Weg weiter. Jedoch kann ich dir meine Erfahrung nennen. Ich habe mir bewusst gemacht, welche Ziele ich habe, die ich mit Hilfe der Therapie erreichen möchte. Diese habe ich dann in den Gesprächen erwähnt und über diese Schiene sind meine Therapeutin und ich immer ein Stück tiefer in die Problembewäültigung reingerutscht. Und ich denke (zumindest ist es bei mir so), wenn man einmal "drin" ist, läuft es einfach weiter. Auch ich hatte Angst, bzw. mir vor Augen geführt, dass meine Probleme nicht behandlungsbedürftig sind bzw. es Menschen gibt, die weitaus eher diese Hilfe bräuchten, aber es ist doch so, dass es dir (uns) schlecht geht und unsere Seele diese Hilfe benötigt, und wir uns Gedanken gemacht haben uns Hilfe zu holen. Es geht hier nur um dich und eine bessere Lage für dich. Also mach dir in diesem Moment keine Gedanken um andere, sondern stelle dich in diesem Moment in den Vordergrund. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig Mut machen.
LG "Strohwitwe"
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Lovely Princess,

eine ganz praktikable Vorbereitungsmethode, die ich als Coach z.B. für Teams nutze, ist folgende: Nimm drei Blätter Papier, schreibe darauf (je ein Wort je Blatt)

- Situation/Kompetenzen
- Thema/Problem
- Ziel

und dann fülle die Blätter so weit es geht mit Gedanken und Stichworten - wobei du jedes auf das passende Blatt schreibst. Kann man auch mit kleinen Zettelchen machen und die dann auf größere Bögen kleben.

So sortiert sich schon einiges - und in der Beratung selbst fängst du dann mit dem Blatt an, das dir am Wichtigsten ist. Oft ist es so, dass wenn man z.B. erstmal ein Thema festgelegt hat, ziemlich rasch ein Ziel formulieren kann - oder wenn man ein Ziel hat, sich Kompetenzen finden, es zu erreichen.

Falls du mehr darüber lesen möchtest, in meinem kostenlos als Download (auf www.loesungssammlung.de) erhältlichen Buch "99 Lösungswerkzeuge" findest du das Werkzeug unter "Leitdreieck".

Eine andere Möglichkeit (auch im Buch beschrieben) ist die, mit Skalen zu arbeiten: Stell dir eine Skala von 1 bis 10 vor, wobei die 1 für minimal und 10 für maximal steht. Nun wählst du ein Thema (oder nimmst dein Leben insgesamt) und überlegst dir,

- wo auf der Skala du derzeit stehst
- was dein Ziel ist und woran du erkennen würdest, dass es erreicht ist
- wann du zum letzten Mal höher auf der Skala warst und was du da anders gemacht hast
- wie du die Skala absichtlich 1-2 Punkte nach unten bewegen könntest
etc.

so vielleicht :)

Lass mal hören, wie es lief ... *neugierig*
 
L

Lovely Princess

Gast
Eine andere Möglichkeit (auch im Buch beschrieben) ist die, mit Skalen zu arbeiten: Stell dir eine Skala von 1 bis 10 vor, wobei die 1 für minimal und 10 für maximal steht. Nun wählst du ein Thema (oder nimmst dein Leben insgesamt) und überlegst dir,

- wo auf der Skala du derzeit stehst
- was dein Ziel ist und woran du erkennen würdest, dass es erreicht ist
- wann du zum letzten Mal höher auf der Skala warst und was du da anders gemacht hast
- wie du die Skala absichtlich 1-2 Punkte nach unten bewegen könntest
etc.

so vielleicht :)

Lass mal hören, wie es lief ... *neugierig*
Ja, also das mit der Zielsetzung,w as ich erreichen will ist schonmal ne gute Idee, ich war jetzt doch stark auf meine Probleme konzentriert...
aber kann das mit der Skala nicht auch schief gehen? ich glaube, wenn ich dann plötzlich jeden Rückschritt, und da gab es in letzter Zeit immer mehr, offensichtlich erkennen würde... wäre ich wahrscheinlich noch frustrierter udn ich glaube es wäre zu viel auf einmal...

Sollte ich denn noch etwas beachten, wie sollte ich beginnen?
Solche Angst.. ich hoffe ich drück mich nicht...
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Ja, also das mit der Zielsetzung,w as ich erreichen will ist schonmal ne gute Idee, ich war jetzt doch stark auf meine Probleme konzentriert...
aber kann das mit der Skala nicht auch schief gehen?
Das Ziel der Benutzung von Skalen ist vor allem, komplizierte oder nur sehr subjektiv zu verstehende Situationen "messbarer" zu machen und Unterschiede besser wahrnehmen und kommunizieren zu können.

Dass einem dabei auch eigene Fehler, Versäumnisse oder Schwachstellen klarer werden, gehört wohl einfach dazu - deshalb ja der Lerneffekt, wenn man sich seinen Themen stellt und nicht davonläuft oder sie ignoriert. Indem du dir Ziele setzt, auch kleine (zur Not mal 0,5 auf der Skala oder einfach "Skalenwert halten"), kannst du auch kontrollieren, ob das was du tust einen Sinn macht und nützt - und wenn nicht, etwas anderes versuchen.

Probiers einfach mal aus - die Praxis ist meist schlauer als die Theorie ;)
 
L

Lovely Princess

Gast
So,
Der erste Schritt wäre geschafft,
Nun ja, Vorbereitung konnte ich vergessen, hatte ich zwar, aber als ich dann dort war, war mein Kopf plötzlich total leer und ich fühlte mich bestens und Sorgenfrei... nur konnte ich das ja selbst nicht gelten lassen...

Die Dame war sehr kompetent und hat es dann doch irgendwie geschafft mir mein Probleme zu entlocken. Jetzt werde ich erst noch einmal weiter vermittelt, an eine Stelle, die sich auf meine Problematik spezialisiert hat, die es aber in meinem Landkreis nicht gibt. Dort wird dann geschaut welche weitere Art von Therapie etc. nötig ist. Von dort werde ich dann wieder weiter geleitet und schließlich bis zum Therapiebeginn betreut...

Jetzt bin ich richtig stolz auf mich... auch wenn ich mich heute morgen über eine halbe Stunde überwinden musste dort hinein zu gehen und fast gekniffen hätte...

Jetzt kann ich endlich hoffen, dass es besser wird.

Danke für eure Ratschläge
 

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