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Wer leidet noch unter diesem omnipräsent vorkommenden Thema "Sexualität"?

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Hallo,
ich wollte mit diesem Thread mal nach Leidensgenossen suchen.
Wer hier ist noch asexuell oder hält Sex zumindest für eine unbedeutende Sache, aber hat das Gefühl ständig mit dem Thema konfrontiert zu werden, ob er will oder nicht.

Sei es ob man jetzt ein Buch liest , einen Film oder eine Serie schaut und man es eigentlich spannend und unterhaltsam findet, bis die üblichen Flirtereien, sexuellen Spannungen und dann eben auch die Sex-Szene kommt und schon ist die Laune weiterzulesen/zuschauen dahin.

Sei es, dass man eine eigentlich schöne Beziehung hat oder sich zumindest eine in Anbahnung befindet, bis der Partner dann aber irgendwann (was ja auch bei sexuellen Menschen verständlich ist) Sex haben will.

Sei es, dass man einen Menschen nett findet und gerne eine Freundschaft aufbauen möchte, aber der Gegenüber sexuelles Interesse hat oder plötzlich entwickelt.

Sei es, dass man in Werbung, Medien und in der Öffentlichkeit ständig mit halbnackten Frauen (seltener Männern) konfrontiert wird.

Sei es, dass einem ständig direkt oder indirekt über Phrasen vermittelt wird, dass man selber unnormal sei, weil man selber Sex nicht so geil findet, wie der Rest der Welt.

Sei es, dass es im Freundes/Kollegen/Familienkreis scheinbar kein wichtigeres Thema gibt, als wer mit wem was am laufen hat und man nicht mitreden kann, und im schlimmsten Fall selber noch verkuppelt werden soll.

Gibts hier noch andere Menschen, die unter einem oder mehrerer dieser Dinge oder auch noch anderen Dingen leiden, und wie geht ihr damit um?
Habt ihr Tricks diesem universal präsenten Thema aus dem Weg zu gehen?
Zeigt euer Umfeld für euch Verständnis?

Würd mich freuen, wenn sich hier eine kleine Truppe findet, die sich zu dem Thema allgemein austauscht und sich vielleicht auch mal aufbaut und den Rücken stärkt.

PS: Bitte keine Gesellschaftsdiskussionen.


nochmal PS: in Beitrag #55 findet sich ein Katalog mit empfehlenswerten Filmen, Serien und Büchern, die keine sexuellen Szenen enthalten und auch eine Liste mit Filmen und Serien, die man besser meiden sollte, wenn einen sexuelle Szenen stark stören.
Wer da noch Empfehlungen bzw Warnungen hat, gerne in den Thread schreiben. Ich nehme die dann in den Katalog mit auf.
 
Zuletzt bearbeitet:

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KaffeeKatze

Aktives Mitglied
Ich bin nicht asexuell, aber mich nervt dieses ständige Präsenz von Sexualität in Medien, Filmen, usw. auch mächtig. Ebenso, dass viele Menschen meinen Sex wäre das Essenziellste einer Beziehung und eine Beziehung hauptsächlich wegen Sex eingehen oder führen... und sobald es da mal aus irgendwelchen Gründen nicht mehr so läuft, wird gleich die ganze Beziehung in Frage gestellt, sich getrennt, fremdgegangen, whatever.

Finde auch diese ständigen sexuellen Spannungen oder Sex-Szenen in Filmen meistens nervig... sobald sich irgendwie da eine Beziehung anbahnt. Suggeriert halt auch direkt wieder, dass Sex zwingend dazu gehört oder es direkt am Anfang einer Beziehung zu Sex kommen sollte oder man wegen eben dieser sexuellen Spannungen sich überhaupt nur auf die Beziehung einlässt.

Wie gesagt, ich bin nicht asexuell und empfinde Sex schon als was schönes und tolles... aber nicht als sowas wichtiges, wie es in der Gesellschaft und in den Medien immer dargestellt wird. Andere Dinge sind da viel viel wichtiger, v.a. auch in einer Beziehung. Ich würde eine ansonsten gut laufende Beziehung z.B. nie beenden, nur weil es sexuell mal etwas holpert oder keine Ahnung was.

Und man kann ja echt kaum noch das Internet öffnen oder den Fernseher einschalten, ohne das man mit irgendwelchem Sex-Content zugeballert wird... aber die Leute wollen es halt so. Aber mich nervts.
 

Delilah_

Mitglied
Hallo Delilah,
geht mir da so wie dir.
Hast du denn eine Lösung gefunden damit umzugehen?
Mich auskotzen? Hahahah. Nein, ich habe keine Ahnung. Es ärgert mich ehrlich gesagt noch immer.
Ich habe zum Glück einen Partner gefunden, der am Anfang auch damit okay war gar keinen Sex zu haben, da ich mich so anfangs gefühlt habe. Das hat sich mittlerweile geändert (deswegen demisexuell) aber es ist noch immer kein allzu großes Thema, auch wenn es doch schon ein Thema ist. Er kommt damit jedenfalls klar, und es tut jedenfalls gut zu wissen, dass es Leute gibt die das sehr wohl akzeptieren und respektieren und 'trotzdem' eine Beziehung eingehen.

Abgesehen davon sind wir beide, du und ich, wertvoll und valide in unserem Empfinden und unserer Sexualität, egal was die Gesellschaft uns einreden möchte.
 

bertil

Aktives Mitglied
Bin eher sehr sexuell orientiert. Aber diese amerikanische Art, jede Kriegstragödie mit Bussibussi zu garnieren zieht mir den letzten Nerv. Wenn Edward Snowden von Hollywood verfilmt werden sollte, gibts garantiert eine Bettszene mit der russischen Komissarin. Was mir schon lange zu behämmert wurde. Dank streaming, streame ich einfach vor wenn zwischen zwei Alienangriffen wieder geknutscht werden muss. "Blade Runner" ist auch so ein Schmachtfetzen, aber gut das war in den 80ern sowieso Pflicht.
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Dank streaming, streame ich einfach vor wenn zwischen zwei Alienangriffen wieder geknutscht werden muss. .
So mache ich das inzwischen auch. Viel streamen und wenn nötig vorspulen. Ich habe da ein Radar für : jetzt wird gleich dämlich rumgeflirtet / gepoppt.
Nur den richtigen Punkt zwischen Flirt/Sexkram zuende und Beginn von "jetzt wird der Film wieder interessant" verpasse ich oft und dann kriegt man wichtiges, was unmittelbar auf die überflüssigen Szenen folgt, nicht mit.
 

Delilah_

Mitglied
Danke.:)
Sowas mal zu hören, tut gut.
Oft hört man da als Asexueller/ sexuell wenig Interessierter ja eher das Gegenteil.
Gerne! Es ist einfach die Wahrheit, aber ich verstehe, dass es oft schwierig ist das wirklich zu internalisieren und zu glauben.
Es ist wirklich furchtbar und wir haben alles Recht verletzt davon zu sein. Wir dürfen nur nicht vergessen wie verdammt wertvoll wir sind! Und ich hoffe einfach, dass da bald mehr und mehr Menschen draufkommen.
 

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