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Wenn man zu lang aus seinem Beruf raus ist, gibt es dann noch eine Chance?

G

Gast

Gast
Guten Abend zusammen.

Ich habe 2006 eine Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossen und habe dann noch ein Jahr in dem Betrieb gearbeitet, bis ich schwanger wurde. Als meine Kleine dann in den Kindergarten kam, wollte ich unbedingt wieder arbeiten, aber keiner wollte mich nehmen. Jedesmal mit der Begründung, ich sei ja schon zu lang draußen aus meinem Beruf.

In meiner Verzweiflung darüber, als "Hausfrau und Mutter" zu enden, nahm ich einen Job als Produktionshelferin an, in dem ich nun seit 2008 durchgehend arbeite. Zwischenzeitlich habe ich mich immer und immer wieder auf Stellen beworben, Bürokauffrau, Empfangskraft, Datenerfasserin.. ich wollte einfach wieder ins Büro, denn ich hasse die Produktion und die Fabrikarbeit. Aber keiner wollte mir trotz guter Abschlussnoten und -Zeugnisse eine Chance geben.

In letzter Zeit wird es mit meinem Rücken immer schlimmer, da ich in meinem Beruf oft schwer heben muss (schwerer als eigentlich zulässig für Frauen), hatte zudem auch schon zwei Bandscheibenvorfälle und ich sehne mich Tag für Tag in einen ruhigeren Job im Büro zurück. In den letzten Jahren habe ich die Firmen in meiner näheren und auch weiteren Umgebung alle mehrfach angeschrieben, angerufen, bin vorbeigangen und jedesmal erfolglos.

So langsam weiß ich nicht mehr, was ich noch tun soll. Ich habe das Bewerben in den ganzen Jahren, die ich nun in der Fabrik arbeite, kein einziges mal schleifen lassen. Ich hatte immer die Hoffnung, dass es irgendwann vielleicht doch mal was wird, habe mir Bewerbungscoaches geleistet, die nicht gerade billig waren, aber alles ohne jeglichen Erfolg. Maximal ein Vorstellungsgespräch ist mal drin, aber danach höre ich entweder gar nichts mehr von der Firma oder es flattert die obligatorische Absage ins Haus, dass man sich für einen anderen Bewerber entschieden hätte.

Gibt es für mich echt keine Hoffnung mehr, aus diesem tristen Fabrikjob rauszukommen? Ich bin jetzt 31 Jahre alt.

Danke für eure Hilfe!
 

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Mirila

Aktives Mitglied
Ich kenne es selber nur zu gut: kaufmännische Fachkräfte gibt es wie Sand am Meer. Arbeitgeber picken sich hier nur die Rosinen raus. Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass du noch eine Chance hast im Büro unter zu kommen.

Ich würde mir etwas suchen, wo auch wirklich Bedarf an Arbeitskräften besteht z. B. Altenpflege (wobei das sicherlich auch für dich nicht machbar ist, da sehr anstrengend). Meine Mutter war jedenfalls auch aus dem Beruf der Bürokauffrau raus und hat nach Langzeitarbeitslosigkeit im Altenheim als Hauswirtschafterin angefangen.
Und ansonsten: Call Center?
 
A

annakarina

Gast
Es kommt auf den Beruf an. In meinem wars nie ein Problem, denn Musik ändert sich kaum.
Aber auch in dem deinigen hast du Chancen, denn es gibt Auffrischungsseminare. Die würde ich wahrnehmen.
Und danach hast du jede Chance, wieder ins Berufsleben zu kommen!:)
 

Mustang

Aktives Mitglied
Ich kenne es selber nur zu gut: kaufmännische Fachkräfte gibt es wie Sand am Meer. Arbeitgeber picken sich hier nur die Rosinen raus.
Nunja, man kann es den Unternehmen ja auch schwerlich vorwerfen. Wenn du als Unternehmer die Auswahl zwischen einer Fachkraft hast die voll in Übung ist und einer die seit 8 (!) Jahren nicht mehr praktiziert hat, würdest du auch nicht aus reinem Altruismus die zweite nehmen.

Mein Tipp ist das Ausland. In Österreich, Niederland und UK gibt es seit jeher mehr Chancen für Berufseinsteiger (und mit einem Jahr Berufserfahrung bist du noch ein Berufseinsteiger). Deutschland ist ein grauenhaftes Land für den ersten Job. Bewirb dich europaweit und komm nach ein paar Jahren wieder zurück, wenn es dich dann überhaupt noch nach Deutschland zieht.
 

Darknessgirl

Aktives Mitglied
Leider sind Kinder immer noch Jobkiller zum Teil. Es ist wichtig, auch nach der Schwangerschaft Kontakt zur Firma zu halten, auch wenn man dort erst mal nicht arbeiten will.

Nach einer so langen Zeit wirst du im Büro kaum unterkommen und wenn, dann wieder nur in schlecht bezahlten Jobs. Einfach mal ins Ausland zu gehen ist mit einem Kind wohl kaum eine Alternative.

Bist du alleinerziehend oder arbeitet der Vater auch bzw. kümmert sich? Hast du eine Betreuungsmöglichkeit für das Kind tagsüber? Brauchst du den Job finanziell? Ich meine, es ist wichtig, zu wissen, wie viel persönlichen Freiraum du zur Berufsplanung hast, um dir besser Rat zu geben.
 
Hallo, ich bin zwar m. und 33 ,kann Dir aber vom zurück kommen in den alten Beruf ein Lied singen.
Wird echt schwierig und kann auch garnicht mehr möglich sein.

Bsp:
Ich habe Tischler gelernt. Es summierten sich dann die Jahre, wo ich nicht im Beruf gearbeitet habe. Mitunter Wehrdienst, auch mal Arbeitslosigkeit. Aus unserer Region wollte ich auch nicht weg ziehen. Dann kam aus der Not heraus Zeitarbeit. Und Schwupps waren einige Jahre dahin.
In meinem Beruf kam ich nicht mehr rein. Bewerbungen wurden entweder garnicht oder erst (echt kein Witz nach 1 Jahr zurück geschickt). Wie schon gesagt wurde, wenn der Bedarf im Prinzip gedeckt ist und auch genug Bewerber zur Verfügung stehen, hat man keine Chance.
Auffrischungskurse bringen nicht viel, denn die Arbeitgeber wollen praktische Zeit sehen.
Zu guter letzt bin ich bei einer Festnetzbau Firma gelandet. D.H. Gräben buddeln,Pflastern, Kabel ziehen, Hausanschlüsse bohren. Hatte ich mir auch mal anders vorgestellt.
Selbst beim Arbeitsamt bekommt man dann nur noch für die letzte ausgeübte Tätigkeit/Branche Angebote.:rolleyes:

Das Beste ist , Du sucht, aber nicht auf biegen und brechen nach einer Tätigkeit, welche Du außer der
Bürokauffrau noch gerne machen würdest.
Man kann manchmal nicht sagen, wo man landet. Es sollte aber wie überall der Verdienst stimmen und die Freizeit darf nicht drunter leiden. :)

Gruß
 
G

Gast

Gast
Das Problem im Bürobereich dürfte das Überangebot sein. Es gibt diverse Bürokaufleute und Quereinsteiger mit Weiterbildungen zum Ofiice-Manager u.ä. (z.B. Archäologen, Historiker, Biologen, Chemiker, sowie Langzeitstudenten und Studienabbrecher), die dann alle noch zusätzlich in den Bürobereich wollen, weil das im Vergleich zur Produktion das kleinere Übel ist. Wie flexibel bist du? Würdest du auch dort hin gehen, wo es schon ekelig ist und eigentlich niemand arbeiten will? Für 8,50-9 Euro/h kannst du im Callcenter oder bei Dienstleister aller Art im Bereich Kundenaquise (Versicherungen, Telefonanbieter, Personaldienstleister intern usw.) starten.
 
G

Gast

Gast
Ich bin durch die Elternzeit auch aus meinem Bürojob raus und hatte durch beruflich bedingten Umzug meines Mannes meinen alten Arbeitgeber nicht mehr. Hier bin ich auch in keinen Bürojob mehr gekommen, dafür einige Bekannte die vorher Putzfrau, Kindergärtnerin und so waren. Aber alle nur durch Beziehungen. Da helfen dann auch keine guten Zeugnisse.
 
G

Gast

Gast
Hallo, ich bin zwar m. und 33 ,kann Dir aber vom zurück kommen in den alten Beruf ein Lied singen.
Wird echt schwierig und kann auch garnicht mehr möglich sein.

Bsp:
Ich habe Tischler gelernt. Es summierten sich dann die Jahre, wo ich nicht im Beruf gearbeitet habe. Mitunter Wehrdienst, auch mal Arbeitslosigkeit. Aus unserer Region wollte ich auch nicht weg ziehen. Dann kam aus der Not heraus Zeitarbeit. Und Schwupps waren einige Jahre dahin.
In meinem Beruf kam ich nicht mehr rein. Bewerbungen wurden entweder garnicht oder erst (echt kein Witz nach 1 Jahr zurück geschickt). Wie schon gesagt wurde, wenn der Bedarf im Prinzip gedeckt ist und auch genug Bewerber zur Verfügung stehen, hat man keine Chance.
Auffrischungskurse bringen nicht viel, denn die Arbeitgeber wollen praktische Zeit sehen.
Zu guter letzt bin ich bei einer Festnetzbau Firma gelandet. D.H. Gräben buddeln,Pflastern, Kabel ziehen, Hausanschlüsse bohren. Hatte ich mir auch mal anders vorgestellt.
Selbst beim Arbeitsamt bekommt man dann nur noch für die letzte ausgeübte Tätigkeit/Branche Angebote.:rolleyes:

Das Beste ist , Du sucht, aber nicht auf biegen und brechen nach einer Tätigkeit, welche Du außer der
Bürokauffrau noch gerne machen würdest.
Man kann manchmal nicht sagen, wo man landet. Es sollte aber wie überall der Verdienst stimmen und die Freizeit darf nicht drunter leiden. :)

Gruß
Hast du es schon mit Tätigkeiten außerhalb des Tischlergewerbes versucht, die gewisse Ähnlichkeiten haben? Ich könnte mir vorstellen, dass du als Hausmeister im öffentlichen Dienst, bei Wohnungsgesellschaften, Krankenhäuser und größeren Firmen eine Chance haben könntest.
 

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