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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wenn man sich alles gefallen lässt...

G

Gast

Gast
Ich bin leider jemand, der sich vieles gefallen lässt und nichts sagt, wenn ihn etwas stört. Jemand, der lieber still leidet, als sich unter drohenden Nachteilen zu wehren. Ich finde das nicht gut, aber irgendwie hat es sich doch bewährt. Ich versuche eigentlich, immer freundlich zu anderen zu sein (den Eindruck habe ich jedenfalls, vielleicht kommt meine Freundlichkeit falsch an?). Trotzdem werde ich wie Scheisse behandelt. Ich bin einfach in die falsche Gesellschaft hereingeboren worden. Jeder, der mich ein bisschen keinnt, weiss, dass er mit mir so ziemlich alles anstellen kann (es nutzt es glücklicherweise nicht jeder aus). Wenn ich mal nein sage, kriege ich ein schlechtes Gewissen. Ich kriege sogar ein schlechtes Gewissen, weil ich das hier schreibe. Ich weiss, es hört sich krank an, aber irgendwie gefällt es mir auch, schlecht behandelt zu werden.
Leider habe ich absolut keine Ahnung, wie ich als Person auf andere Leute wirke. Ich habe das Gefühl, dass ich einen "bösen Blick" habe und mich deswegen viele Leute meiden. Als Kind hatte ich immer ein Lächeln auf den Lippen, das ist aber schon lange weg.
Ich habe einfach das Bedürfnis, das wohl jeder Mensch hat: geliebt zu werden. Leider ist das nicht der Fall. Heute werden die A********* den Gutherzigen vorgezogen. Wenn ich mich mal wie ein solches A******* verhalte, ist sofort das schlechte Gewissen da. Ich weiss nicht, ob das in meinen Genen liegt, an der Erziehung, an meinen Erfahrungen...
Wisst ihr, ich habe die letzten Monaten all die Scheisse in mich reingefressen. Vor ein paar Stunden hatte ich Selbsmordgedanken wie seit Jahren nicht mehr. Ich würde irgendwie sogar für die Sünden meiner Mitmenschen am Kreuz sterben, das ist doch nicht normal. Weil ich sogar Leuten vergebe, die mich beinahe in den Suizid getrieben haben, die mich beleidigt haben und sogar versucht haben, mich zu töten. Und zwar fast jeden Tag. Wie Jesus. Ach, und Frauen wollen doch eh nur A********* haben, die sie betrügen und belügen. Ich werde niemals eine Frau finden. Als androgyner Mann hat man keine Chance. Viele Leute kommen damit irgendwie nicht klar, dass ich männliche und weibliche Seiten habe.
Soll ich zu einem A******* werden, damit mein Leiden endet? Irgendwie bin ich es schon, aber irgendwie auch nicht. Bis vor kurzem war ich Misanthrop, aber jetzt habe ich mich mit Jesus angefreundet... nichts hat sich geändert.
 

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T

Tiger22

Gast
Gast, du suhlst dich in Selbstmitleid. Hat selbst dein eigener Schatten dich schon satt, weil du dich so klein machst?
Tue etwas für dich, tu dir was gutes.
 

das Gefühl

Aktives Mitglied
Lieber Gast,

wenn ich mich richtig erinnere, dann soll Jesus doch gesagt haben: "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott". Und ich glaube, dass Du die Kraft nur haben wirst, wenn Du Dich bereit erklärst, ganz hart an Dir zu arbeiten. Und dann wird Dir vielleicht auch eine höhere Macht helfen.
Jegliche Kapitulation und jeder Rückzug wird Dich nicht weiterbringen. Angst besiegt man, in dem man durch sie hindurchgeht. Das ist gemein und brutal, aber es gibt da keinen anderen Weg. Dich selber zum ewigen Opfer zu machen heißt, Dein Leben durch andere gestalten lassen. Die Kontrolle für immer zu verlieren. Und das ist auch der Punkt, oder? Irgendwann hast Du mal die Kontrolle verloren, irgendwann hat Dir jemand mal keine Chance gelassen und Dich in Angst gestürzt. Und dieser Jemand ist es nicht Wert, dass Du Dich so aufgibst. Du bist Du und Du hast bestimmt wunderbare Seiten, die Du jetzt entdecken solltest.
Such Dir bitte Hilfe, da ist etwas nicht in Ordnung.
Alles Liebe
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Hallo,

mir ging es ganz lange ähnlich wie dir. Ich habe ein großes Herz, versuche immer, Menschen zu helfen, will dass es allen in meiner Umgebung gut geht. Mir geht es gut, wenn es anderen gut geht.

In der Tat nutzen das Viele aus. Sie so lang nett zu dir, solange sie dich brauchen. Andere können gleich gar nicht damit umgehen, dass jemand offenherzig und großzügig ist und müssen das kaputt machen. Es gibt Menschen, die ertragen es nicht, wenn man ihnen in Liebe begegnet.

Es ging mir lange so, dass ich dachte, ich passe nicht in diese Welt. Ich habe die Menschen nicht verstanden und hielt mich für schwach und etwas naiv, vielleicht sogar eher dümmlich. Aber ich konnte auf der anderen Seite auch nicht raus aus meiner Haut.

Es hat viele, viele Jahre gedauert, bis ich anfing, zu verstehen, dass mit mir alles okay ist. Ich bin ich und das ist gut so. Ich gebe heute immer noch genauso freimütig, aber ich habe gelernt, dass ich gleichzeitig auch etwas dafür verlangen kann, nicht nur kann, sondern auch muss. Man macht Menschen klein, wenn man nur gibt und nichts dafür fordert.

Ich habe mittlerweile 25 Mitarbeiter. An meinem jetzigen Team habe ich 7 Jahre gefeilt. Die meisten von ihnen sind sehr glücklich, dass sie für mich arbeiten dürfen und wissen es zu schätzen, dass es mir wichtig ist, dass es ihnen gut geht und dass sie gut und fair bezahlt werden. Sie investieren viel Herz in ihre Arbeit.

Es ist ein Geben und Nehmen und ich ernte heute die Früchte all der schweren Jahre, in denen man mich verarschen konnte, ohne dass ich mich viel gewehrt hätte. Vielleicht sogar, ohne dass ich es wahrgenommen habe. Ich habe gelernt, dass ich die Menschen, die mir schaden, nicht brauche, dass tatsächlich überall andere darauf warten, einen solchen Job zu finden, wie ich ihn zu bieten habe. Nun kann ich es mir leisten zu sortieren. Das hat meine Firma enorm erfolgreich gemacht.

Du musst lernen, deinen eigenen Wert zu erkennen und dann kommst du irgendwann an den Punkt, wo du dir sicher bist, wenn du "nein" sagen willst und musst.

Du sprichst von Jesus. Das war sicher ein nobler Mensch, ein gutes Vorbild. Aber auch Jesus war kein Volldepp, der sich einfach so ans Kreuz nageln ließ. Er konnte durchaus nein sagen. Und das tat er oft; wie zum Beispiel im Tempel. Und er starb am Kreuz, weil er stark war und seinen Weg ging. Er hatte keine Angst, sich für seine Sache einzusetzen. Jesus wusste, wer und was er war. Dafür ist er gestorben.

Auch du kannst den Menschen nur dann helfen, wenn du weißt, wer du bist und wenn du dafür einstehst. Helfen hat immer etwas mit Vorbild zu tun. Du kennst sicher den Spruch: Willst du einen Mann satt machen, gib ihm einen Fisch. Willst du ihn frei machen, gib ihm eine Angel. Du verteilst gerade Fische und wunderst dich, warum dir niemand dankbar ist. Im Grunde hältst du die Menschen in der Abhängigkeit gefangen, in der sie stecken. Solange du Dankbarkeit erwartest, kannst du niemandem wirklich helfen.

Mach dich auf deinen Weg, der Rest kommt von allein.


Tuesday
 
M

Monarose

Gast
Wahrscheinlich hast du als Kind nicht gelernt, ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen. Solche Muster können sich lange durchziehen. Beginne nun, mit wohlwollendem Blick auf dich zu gucken und verallgemeinere nicht so arg.
Wenn du keine Freundin findest, hat das nichts mit der blöden "A*******-Theorie" zu tun, sondern mit der Tatsache, dass du deine Unzufriedenheit mit dir herumschleppst und es sicher nicht einladend und inspirierend wirkt, wenn jemand miesepetrig und selbstmitleidig anklopft.
Du definierst dich als androgynen Mann? Ist doch spannend! Suche nach Frauen, die sich mit der Thematik befasst haben und sie aufregend finden.
Vergiss das Gestern.
 
H

HeArtFelT

Gast
gibt doch auch androgyne frauen, das ist es ja grad...
ausserdem trägt doch jeder mensch weibliche und männliche anteile in sich.
die rollen sind ja eh nicht mehr so klar verteilt und es gibt viele individualisten, die so auch gut und gern und vllt sogar besser leben...

Soll ich zu einem A******* werden, damit mein Leiden endet?
bitte nicht!finde eine andere lösung, sei kreativ!

Bis vor kurzem war ich Misanthrop, aber jetzt habe ich mich mit Jesus angefreundet... nichts hat sich geändert.
doch! du sprichts ehrlich mit "uns", also anderen menschen.


ich denke, du solltest dich auf die suche begeben....!
:)
grüße
 
M

Myday

Gast
Du lässt dir vieles gefallen von anderen, weil du im Endeffekt Angst vor einer negativen Reaktion hast, den Zahn musst du dir ziehen, vor den meisten Menschen brauchst du keine Angst zu haben, so wichtig ist man nicht für sie ;)
 
J

Junesun

Gast
Ich sehe auch keinen Sinn mehr darin, warum man sich von anderen alles gefallen lassen sollte.
Ich war ja auch immer überangepasst, wollte mit niemandem Stress haben und stellte immer meine eigenen Bedürfnisse zurück.
Habe sogar die Männer davonkommen lassen, die mich vergewaltigt haben.
Und was hat es mir gebracht?
Mich hat trotzdem nie jemand richtig gemocht. Beliebter macht man sich dadurch auch nicht.
 
W

winnie

Gast
Hallo TE,
was mich an Deinem Beitrag bitter hochkommen läßt, ist Dein Psychdo-Glaube. Du schreibst, daß Du allen Menschen vergeben hast...hättest Du wirklich vergeben, dann würdest Du nicht diesen Beitrag schreiben. Du hättest das, was Dir Menschen angetan haben, bei Gott gelassen, "abgegeben", vergeben...es ist ein Akt des Loslassen, Gott überlassen im Christl. Sinne...Du hast nicht vergeben...
Dann schreibst Du, daß Du sogar für die Sünden der Menschen ans Kreuz gehen würdest, wie Jesus. Im Christlichen Sinne ist Jesus Gottes Sohn, und Johannes der Täufer sagt, daß er, Johannes, ihn, also Jesus, nicht würdig ist, die Schuhe zu binden...Wenn Du die gleiche Tat machen wolltest wie Jesus, dann stellst Du Dich auf gleicher Stufe...Es wird aber Demut verlangt...wie gesagt im Christl. Sinne...denke an die Brotvermehrung, wie der kleine Junge mit dem Stück Brot zu Jesus gegangen ist...
Jesus war kein Ja-Sager...Lese Dir bitte die Streitgespräche zwischen Jesus und den Pharisäern durch. Es gibt noch zig Stellen, wo auch Jesus sich abgegrenzt hat von den Menschen...
Ich glaube Du hast ein falsches Jesus-Bild und ein falsches Bild von Dir. Demut heißt auch, daß Du eben nicht alles können mußt, was Deinem Ich-Ideal, nämlich immer lieb und nett sein, entspricht. Du darfst und Du mußt auch wütend sein, viell. auch mal rachsüchtig, nein sagen, wenn Du nein meinst, sagen, daß es mir nicht paßt. Es wurde schon geschrieben, daß Dir die Courage fehlt...
Überdenke noch einmal den christ. Glauben...er predigt zwar Liebe, aber Liebe ist ein weiter Begriff und es geht auch um die Liebe zu sich selbst, denn Du bist ein Königskind, wenn Du schon mit Jesus befreundet bist und dich wehren, wenn Dir jmd ungerecht kommt und Dich verletzt.
 

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