Anzeige(1)

Wenn man nur noch ein Jahr hätte...

F

FreeBird333

Gast
Danke für die vielen interessanten Antworten. Was mir so in den Kopf gekommen ist, als ich einiges gelesen habe, war: Warum würden einige erst ihr Leben anfangen zu leben und all das tun (z.b. auswandern, Rucksack packen, reisen), wenn sie wüssten, es ist bald zu Ende? Ich stelle mir diese Frage auch selbst. Warum erfüllt man sich seine Wünsche erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist? Erst wenn man weiß, dass der Tod naht, versucht man alles nachzuholen was man verpasst hat im Leben. Eigentlich sehr traurig. Ich muss da immer an das Lied "Kein zurück" von Wolfsheim denken. "Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggeworfener Zeit und deine Träume schiebst du endlos vor dir her. Du willst noch leben irgendwann, wenn nicht heute wann denn dann? Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her." So wahr... Ich hab mein leben im Endeffekt nur vergeudet und nie das getan was ich wollte und jetzt wird es wohl zu spät sein...
 

Anzeige(7)

Doratio

Aktives Mitglied
Ich hab mein leben im Endeffekt nur vergeudet und nie das getan was ich wollte und jetzt wird es wohl zu spät sein...
Ich würde nicht sagen das es schon zu spät ist.
Du hast immerhin erkannt, dass du bisher deine Träume vor dir hergeschoben hast.
Mach doch einfach mal eine Liste, wo alles was dir wichtig ist draufsteht. Dann streichst du alles was innerhalb eines Jahres unerreichbar ist weg. Von den verbliebenen Dingen suchst du dir die wichtigsten heraus, und planst deren Umsetzung.
So hast du schon mal einen handfesten Plan, den du jederzeit abarbeiten oder ändern kannst, falls sich an deiner Situation etwas ändern sollte.
Es ist nicht wichtig wie alt man wird, sondern was man aus seiner Zeit gemacht hat.
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Danke für die vielen interessanten Antworten. Was mir so in den Kopf gekommen ist, als ich einiges gelesen habe, war: Warum würden einige erst ihr Leben anfangen zu leben und all das tun (z.b. auswandern, Rucksack packen, reisen), wenn sie wüssten, es ist bald zu Ende? Ich stelle mir diese Frage auch selbst. Warum erfüllt man sich seine Wünsche erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist? Erst wenn man weiß, dass der Tod naht, versucht man alles nachzuholen was man verpasst hat im Leben. Eigentlich sehr traurig. Ich muss da immer an das Lied "Kein zurück" von Wolfsheim denken. "Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggeworfener Zeit und deine Träume schiebst du endlos vor dir her. Du willst noch leben irgendwann, wenn nicht heute wann denn dann? Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her." So wahr... Ich hab mein leben im Endeffekt nur vergeudet und nie das getan was ich wollte und jetzt wird es wohl zu spät sein...
Weil man manche / viele Sachen nur mache kann (oder das zumindest meint), wenn man nicht mehr viel Zukunft vor sich hat. Aus finanziellen, beruflichen oder familiären Gründen oder weil man nur dann Verständnis dafür bekommt...
 

Mittendurch

Moderator
Teammitglied
Danke für die vielen interessanten Antworten. Was mir so in den Kopf gekommen ist, als ich einiges gelesen habe, war: Warum würden einige erst ihr Leben anfangen zu leben und all das tun (z.b. auswandern, Rucksack packen, reisen), wenn sie wüssten, es ist bald zu Ende? Ich stelle mir diese Frage auch selbst. Warum erfüllt man sich seine Wünsche erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist? Erst wenn man weiß, dass der Tod naht, versucht man alles nachzuholen was man verpasst hat im Leben. Eigentlich sehr traurig. Ich muss da immer an das Lied "Kein zurück" von Wolfsheim denken. "Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggeworfener Zeit und deine Träume schiebst du endlos vor dir her. Du willst noch leben irgendwann, wenn nicht heute wann denn dann? Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her." So wahr... Ich hab mein leben im Endeffekt nur vergeudet und nie das getan was ich wollte und jetzt wird es wohl zu spät sein...
Ich möchte jetzt einfach mal versuchen auf deine Frage einzugehen.
Warum würden viele Menschen erst anfangen ihr eigenes Leben zu leben, wenn sie wüssten sie haben nicht mehr viel Zeit.
Wie ich bereits geschrieben hatte ist dieses im jetzt leben eigentlich auch erst wirklich bewusst entstanden, nachdem wir den Tod bewusst von der Schippe gesprungen sind. Viel Glück gehabt, weshalb wir überhaupt noch leben. Doch wir haben mit dieser Einstellung in schon jungen Jahren viele ältere irritiert, wenn sie so erzählten, was sie später gern tun wollen welche Wünsche sie sich dann erfüllen wollen, wenn sie denn Zeit haben, wegen z.B. Rente...
Wir ihnen dann rieten, wenn es ihnen wirklich wichtig ist, sollten sie es doch sobald tun wie es ihnen möglich ist, denn wer weiß schon, was morgen oder übermorgen oder gar in der nächsten Minute ist.
wahrscheinlich ist für viele der Gedanke an den Tod so schwer auszuhalten, dass sie tun als gäbe es ihn nicht und dies ist oft solange möglich bis wir eines Tages mit diesem konfrontiert werden. Entweder selbst oder uns wichtige Begleiter sind davon betroffen und dann kommt die Frage oft auf was ist eigentlich wichtig....
Es muss auch nicht unbedingt die Begegnung mit dem Tod direkt sein, die ein anderes Denken und Handeln in uns weckt, es kann auch sein, dass es im Leben etwas sehr schwieriges gab, was einen bewusst macht, das Leben ist endlich und auch nicht immer so lang wie wir es uns wünschen würden, dann aber bei guter Gesundheit.
Oft auch weil ja das Leben im hier und jetzt nicht kostenfrei ist und auch später nicht, haben wir das Gefühl, Geld verdienen und fürs Alter vorsorgen ist eine wichtige Aufgabe, die eben aber auch viel Zeit beansprucht. Fürs Alter vorsorgen, wenn ich aber gar nicht alt werde, dann brauch ich doch auch nicht mehr dafür vorsorgen, dann brauche ich auch kein Erspartes mehr. Vieles was für die Zukunft einen vorher wichtig erschien zu planen, vorzusorgen - entfällt und so können neue Prioritäten gesetzt werden und so werden die Wünsche für die Zukunft Wünsche für die Gegenwart
 

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
Erst wenn man weiß, dass der Tod naht, versucht man alles nachzuholen was man verpasst hat im Leben.
Ja da ist was dran.
Ich denke das ist wie ein sanfter "Tritt in den "Hintern" = es wird Zeit, hm! Man besinnt sich dann auf das Wensentliche.
Nach meiner Lebenserfahrung sind das nicht die großen Dinge im Leben, was auch immer das sein mag. Nein, es sind die vielen, vielen kleinen Dinge die das Leben (voll)bringen. Das ist wie mit den Blumen auf einem Blumenfeld. Jeder sucht sich die Schönste aus. Der Eine heute, der Nächste morgen usw... usw.. Am Ende haben alle die schönste Blume gepflückt. :cool: Bis keine mehr da ist.

Was will ich mit der Metapher sagen? Nun... Ohne den Zweifel gäbe es auch diesen Thread nicht. Ich finde den schön. :) Danke.

Reflektierend zu sich selbst zurückzukehren, dass ist vermutlich das was wir an unseren eigenem Ende alle tun werden.
Die Erkenntnis das es nur eine schönste Blume geben kann, die liegt in uns selbst. Der Zweifel fragt nun: Hab ich sie nun gepflück, die Schönste, oder nicht? Tja.... ich sage ja.

Warum schauen wir gerne zuerst auf das Negative? Besonders wenn es um uns selbst geht.
Okay... ich hätte weniger arbeiten und deutlich mehr nein sagen sollen. :D

Sorry heute ist mein philosophischer Tag. :D :)
 

Mittendurch

Moderator
Teammitglied
Ja die vielen kleinen Dinge und Momente, die oft übersehen, gewinnen an Bedeutung, werden wichtig.
Dies können wir aus unseren Erfahrungen bestätigen. Oft gehen wir seit vielen Jahren schon wachen Auges durch die Landschaft. Wenn wir dies in Gesellschaft tun und auf "Kleinigkeiten" in der Natur hinweisen, einen Vogel, ein Tier im Feld, ein Insekt, was grad unsere Aufmerksamkeit bekommt, dann bekommen wir ganz oft mit, wie wenig diese uns doch sehr wichtigen Dinge, weil sie uns auch mit der Natur/mit dem Leben verbinden, gar nicht wahrgenommen werden. Für manche erst an Bedeutung gewinnen, wenn sie sich mit dem Leben und dem Lebensende beschäftigen, wie das Leben selbst, dann oft erst als etwas Wertvolles wahrgenommen wird. ...
Wir freuen uns über vieles in der Natur, was es noch gibt ...
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Ich las einmal von einer Schule, in der es das Unterrichtsfach Glück gab. Die Schüler sollten ein Jahr lang ein Glückstagebuch führen.

Gerade wenn man ganz unten ist und denkt alles ist oder geht zu Ende halte ich die Idee von einem Glückstagebuch für gut.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben