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Wenn man nur Gedanken lesen könnte

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Gast

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Hallo,

ich brauche mal eure Meinung.
Vor einiger Zeit habe ich einen Mann kennen gelernt. Er war zuvor 14 Jahre lang mit seiner Freundin, später Frau, zusammen. Nun ist die Ehe vor einem Jahr etwa gescheitert. Wir lernten uns kennen, kurz nachdem die Scheidung eingereicht war. Er hatte kurz danach eine neue Freundin, das hielt aber nicht lange. Seine Aussage dazu war dann, als ihn jemand darauf ansprach, er lässt sich jetzt erst einmal Zeit.

Wir sahen uns ab und zu und unterhielten uns. Ich fand ihn von Anfang an toll, wusste aber um die Scheidung und kam grade selbst aus einer schwierigen und gescheiterten Beziehung. Hielt mich daher zurück. Ich war im Sommer viel draußen und meist kam er dann einfach dazu, wenn er mich gesehen hat. Im Grunde genommen war es so, dass immer er zu mir dazu kam. Wir unterhielten uns und saßen einfach zusammen. Irgendwann fingen wir dann an, gemeinsam was zu unternehmen. Das ging auch von ihm aus. Wobei ich dann relativ bald auch verschiedene Vorschläge machte. Mittlerweile treffen wir uns etwa alle zwei Wochen. Zwischendurch unterhalten oder schreiben wir uns mal. Einmal kam er mir näher, danach ging er etwas auf Abstand, obwohl ich auch von mir aus auf ihn zuging.

Momentan sind wir beide in unserem Job sehr eingespannt und arbeiten oft sehr lange. Freitags ist dann einfach jeder froh, dass die Woche endlich vorbei ist. Ich merke, dass ich ziemlich unausgeglichen bin und auch er ist oft nicht gut gelaunt, wenn er Feierabend hat. Es gab da einen Abend, an dem wir uns zufällig über den Weg liefen und als das Thema auf die Arbeit kam, hat er gleich weggeschaut und das Thema gewechselt. Ich sage jetzt mal, wir würden mehr miteinander unternehmen, wenn das Wetter schöner wäre, es sich quasi eher mal so spontan ergeben würde, dass wir uns draußen treffen, oder wenn wir beide etwas ausgeglichener wären.
Wenn ich etwas vorschlage, sagt er oft ab, einfach weil er zu müde ist. Er macht dann wirklich nichts, außer sich zurück zu ziehen. Dann kommt er aber irgendwann trotzdem wieder meinen Vorschlag zurück, oder er schlägt was anderes vor, so dass wir uns ziemlich regelmäßig sehen und etwas unternehmen. Er geht auch auf die Vorschläge ein, die ich mache und ist sehr aufmerksam, wenn wir gemeinsam unterwegs sind. Es passiert doch irgendwie immer mal wieder, dass er mich kurz berührt, aber das ist so leicht sage ich mal, dass es wirklich Zufall sein kann.

Ich habe immer Schmetterlinge im Bauch, wenn ich ihn sehe, aber ich bin furchtbar schüchtern. Wie es ihm geht, weiß ich leider nicht. Er ist auch eher ein schüchterner Mensch. Wenn andere dabei sind, sind wir beide zurück haltend, aber wenn wir allein sind, umarmen wir uns immer zur Begrüßung. Es ist für mich immer etwas besonderes, und ich habe eigentlich den Eindruck, für ihn auch. Anderen fällt auf, dass er mir gegenüber sehr aufmerksam ist und auch die Umarmung zur Begrüßung fällt ihnen auf. Irgendwie kommen wir aber nicht weiter. Bzw. nur in so ganz kleinen Schritten. Minischritte so quasi. Immer wenn ich so langsam denke, ok, für ihn ist es wohl einfach nur ne normale Freundschaft, dann kommt eine Kleinigkeit die neu ist, oder weiter geht und ich denke wieder, hm, vielleicht ...
Ich weiß nicht wirklich, was ich für ihn bin. Nur ne Bekannte, ne Freundin, oder mehr.

Was ist denn eure spontane Meinung dazu?
 

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Gast

Gast
Ferndiagnosen zu neuen Freunden sind schwierig!
Was für eine Art von Schüchternheit ist das?
Über was sprecht Ihr ?
Suchst du mehr als Freundschaft?
Frag dich mal selbst, was du nicht möchtest von einem neuen Freund?
Das, was dich dazu brachte deinen vorherigen zu verlassen, ,oder hat er dich verlassen?
Warum dann?
Was bist du bereit zu ändern um den neuen zu kriegen?
Und selbst wenn Ihr beide nicht schüchtern wärt, was nütz es jetzt, das zu wissen.#
Im ersten Liebesrauschst das ja nicht so wichtig, oder war es das beim ersten Partner nicht auch so?
Das das erst hinterher nervte und zur Trennung führte....
Da war die Unordnung ja wohl erst ( kreatives Chaos ) erst heute ist das ( ein Dreckstall ) ?!
 

Nordrheiner

Urgestein
Hallo, liebe Gast-Schreiberin,

spontan mein Eindruck: freundschaftliche Beziehung mit Potenzial.

Meine Empfehlung: Da ihr beide zurückhaltende Menschen seid, ist auch ein langsames Tempo das geeignete.

Auf Grund der unterschiedlichen Lebenssituation - alleine schon beruflich bedingt - ist das Achten auf die richtige Nähe oder die angemessene Distanz in jeder Situation wichtig. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung, wann wieviel Nähe und wann wieviel Distanz gut tut.

Jedoch sehe ich keinen Grund, auch mal eine gefühlsmässige Äusserung zu tun: "ich fühle mich in Deiner Nähe wohl"
und es ist auch nicht verboten, mal nach den Gefühlen des Anderen zu fragen: "wie fühlst Du Dich?"

Meine Empfehlung: Trau Dich, einfach mal über Gefühle, Wünsche und Zukunftsvorstellungen zu reden und nach den Seinigen zu fragen. Ich denke, dann benötigst Du auch keine hellseherischen Fähigkeiten mehr.

LG, Nordrheiner
 
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Gast

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Hallo Gast,

danke für Deine Antwort.
Die vorherige Beziehung fand ihr Ende, da mein Expartner mit einer Frau nicht zufrieden war. Er war ständig auf der Suche nach noch einer. Und letztendlich hat er auch immer mehr getrunken, gelogen usw. Ob es je Liebe war von seiner Seite her, weiß ich nicht. Ich denke heute auch nicht mehr darüber nach, es würde ja nichts bringen. Ohne ihn bin ich besser dran.

Ob ich von dem neuen Mann mehr will? Ja, wenn Du mich direkt fragst, ja. Aber ich mag es auch nicht überstürzen. Ich wüsste gerne eine Tendenz in welche Richtung es für ihn geht. Aber direkt zu fragen, tja, das fällt mir jetzt auch nicht so einfach. Ich bin selbst so der Mensch, der etwas Zeit braucht.

Und was ich ändern würde? Muss ich mich denn ändern? Ich denke, es ist nicht richtig, wenn man sich ändern, oder verstellen muss. Oder hast Du das anders gemeint?
 
G

Gast

Gast
Hallo Nordrheiner,

danke auch für Deine Antwort :).

Gefühlsmäßig ist es für mich auch angenehmer, es langsam angehen zu lassen, bzw. sich Zeit zu lassen, aber trotzdem irgendwie voran zu kommen.

Ich verstehe auch, dass das Verhältnis von Distanz und Nähe aufgrunder der Situation sehr wichtig, aber auch irgendwie schwierig ist. Ich weiß auch, dass ich zuviel nachdenke, aber das kann ich nicht so einfach abstellen.

Wenn wir uns unterhalten erzählt er mir Dinge die ihm wichtig sind, von sich selbst, von der Arbeit, manchmal geht er tiefer, manchmal weniger, je nachdem um was es gerade geht, aber das ist bei mir genauso. Oft fließt das Gespräch quasi munter dahin, wir kommen von einem ins andere. Manchmal kommen wir auch blitzschnell so weit in den ganz privaten Bereich, dass das Gespräch auf einmal stockt und wir das Thema wechseln. Auch das ist aber ok, die ganz privaten Sachen muss man ja nicht so bald erzählen.

Danke für die Idee einfach mal zu sagen, dass ich mich wohl fühle, oder ihn zu fragen. Das werde ich mir mal merken und schauen, wann die Situation passt. Einfach so damit rausplatzen geht ja auch nicht. Ich komme mir manchmal vor wie ein dummes Schulmädchen :-( damit sollte ich vielleicht einfach nur die Zeit mit ihm genießen.
 

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