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Wenn die Tochter nicht mehr will

Lili1984

Mitglied
Meine Tochter (4 Jahre) hat keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Erst seit neusten will ihr Erzeuger Betreuuten Umgang mit ihr. Meine Tochter sagt mir jeden Tag das sie ihn nicht mehr sehen will.
Wenn es an der Haustür klingelt versteckt sie sich unterm dem Tisch oder im Schrank ihres Kinderzimmers und sagt "Mama sag X ich bin nicht da"(X= Name ihres Vaters - sie nennt ihn nicht Papa-).

Selbe Spiel bei Besuchen wenn wir bei Oma und Opa sind bei Klingeln ander Tür oder Telefonklingeln!

oder z.b. als letzte Woche zu Mc Donalds fuhren, "Mama wir holen nur das essen und dann gehen wir sofort in Auto zurück nicht das X hier her kommt!". Bzw. sie schaut erst ob sie evtl. sein Auto auf dem Parkplatz sieht bevor sie aussteigt.

Oder ich musste unseren Familiennamen von unserer Wohnungstür entfernen die Begründung meiner Tochter "Nicht das er herrausfindet wo wir wohnen!"

Gestern war sie mit Oma spazieren und es kam ein Auto, und sie rannte hinter das Gebüsch und versteckte sich hinter einem Schneehaufen und steckte ihr Gesicht in den Schnee und rief beim weg rennen "Oma im Auto X im Auto X"

Ich weis nicht was ich tun soll um ihr zu helfen!!!
 

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Asile

Mitglied
Hallo Lili...!


Die erste Frage, die du dir stellen solltest, ist -> Was willst du? Wobei benötigst du Hilfe?

Ich denke Kinder sind ein Stück weit die Spiegel des Verhaltens ihrer Eltern. In deinem posting nennst du den Papa deiner Tochter "Erzeuger", das sagt schon eine Menge aus. Ich habe keine Ahnung was zwischen dir und dem Vater deiner Tochter vorgefallen ist und warum er sich die letzten 4 Jahre nicht hat blicken lassen. Fakt ist aber, dass deine Kleine dein Verhalten ihrem Papa gegenüber wiedergibt und spiegelt. Du scheinst eine Abnehigung gegen ihn zu haben und das spürt sie auch. Kinder sind sehr loyal ihren Eltern gegenüber. Warum nennt sie ihn nicht Papa?
Dann ist die Frage, wie sich der Vater wieder in euer Leben begeben hat. Kann mir vorstellen, dass es für deine Kleine eine ganz arg verwirrende Situation ist, wenn da aufeinmal jemand "Fremdes" kommt und "Ansprüche" an sie stellt. Kann mir vorstellen, dass das in ihr ganz große Ängste freisetzt. Wenn sich der Vater 4 Jahre nicht gekümmert hat und damit nicht präsent war im Leben deiner Tochter, dann muss er sich eine Beziehung zu ihr ersteinmal "verdienen". Das geht sicher nicht von heute auf morgen.
Da ich eure Situation nicht kenne, ist es schwer zu raten. Was sagt denn deine Tochter? Was stört sie? Ist sie böse auf den Papa? Vielleicht solltet ihr ihr eine kleine Pause gönnen und sie fragen, wie sie sich das vorstellt und dann einen Neustart versuchen. Es geht ja nicht, dass sie sich so unwohl fühlt und Ängste entwickelt. Vielleicht war ihr das alles zu schnell und zu viel.
Vermittelt ihr, dass nichts passieren wird, was sie nicht will. Wichtig ist aber auch, dass du ein postiveres Bild ihres Papas zeichnest (es sei denn, es spricht etwas dagegen), auch wenn es schwer fällt. Der Papa ist sehr wichtig im Leben eines Kindes. Und wenn sich die Großeltern von X die letzten Jahre auch nicht gekümmert haben, dann sollte man diese vielleicht erst dann neu kennenlernen, wenn der Papa wieder der Papa ist, in den Augen deiner Tochter. Drei Leute aufeinmal ist vielleicht ein wenig viel für den Anfang...
Vielleicht setzt du dich nach dem Gespräch mit deiner Maus auch ersteinmal mit dem Papa zusammen und ihr überlegt, wie ihr es anfangt.
Du bist in einer verdammt schwierigen Situation. Ich wünsche dir viel Kraft.
Liebe Grüße Asile
 

PadraigOfGlencoe

Aktives Mitglied
Hallo Lili1984,

also, ich würde da dann schon auch mal nachhaken, woher diese Angst denn kommt, da das, so wie Du es schilderst, über das normale "Veränderungsunlust"-Maß drüber raus zu gehen scheint (bin ja nun auch Papa und habe als solcher schon so manches erlebt).

Ansonsten schliesse ich mich meinen Vorgängern an - ohne mehr über die Hintergründe dessen, was zwischen ihrem "Erzeuger" und Dir / Euch vorgefallen ist bzw. warum Dein Ex solange keinen Anteil am Leben seiner Tochter genommen hat, zu wissen, kann man kaum bis nicht raten.

Wünsche Euch, dass ihr eine Regelung findet, die die Kleine nicht überfordert und mit der auch ihr Erwachsenen leben könnt . . . wenn nicht, dann gilt: Kind = Schutzbefohlener, deshalb immer zuerst die Interessen des Kindes wahren!

LG, P.O.G. :cool:
 

Lili1984

Mitglied
Wir waren damals 2,5 Jahre verheiratet. Die Ehe war von Anfang mit Gewalt. Meine Kleine hat alles leider mitbekommen auch als die Polizei uns damals aus der ehelichen Wohnung geholt hat.

Warum er kein Interesse hat kann ich kleider nicht sagen das war bereits auch schon während der Ehe so das er eigentlich nie da war!

Er hat sich so auch nicht mehr nach der Trennung interessiert!

Für mich ist er eben nur der "Erzeuger"! Aber ich nenne ihn nicht so vor der Kleinen ich hab mich auch so weit im griff das ich nicht schlecht über ihn rede vor ihr.

Selber entscheiden ist so ne Sache es soll ein Betreuuter Umgang stattfinden ich bin jedoch der Meinung das es nicht im Wohle ist für sie bei solchen Reaktionen ihrerseits?!
 
T

Tramnovi

Gast
Beim betreuten Umgang wäre ja dann sicherlich jemand vom Jugendamt dabei und die sehen ja dann , wie sich Deine Tochter verhält gegenüber ihrem Vater. Kann mir nicht vorstellen, das sie deine Tochter mit Gebrüll und gegen ihren Willen aus dem Haus zerren. Wie soll denn da der Umgang stattfinden? Das muss doch auch der Vater einsehen. Vielleicht könntest Du ja beim Umgang mit dabei sein, da ich mir sonst nicht vorstellen kann, wie das funktionieren soll.
 

Lili1984

Mitglied
Beim betreuten Umgang wäre ja dann sicherlich jemand vom Jugendamt dabei und die sehen ja dann , wie sich Deine Tochter verhält gegenüber ihrem Vater. Kann mir nicht vorstellen, das sie deine Tochter mit Gebrüll und gegen ihren Willen aus dem Haus zerren. Wie soll denn da der Umgang stattfinden? Das muss doch auch der Vater einsehen. Vielleicht könntest Du ja beim Umgang mit dabei sein, da ich mir sonst nicht vorstellen kann, wie das funktionieren soll.
Hatte mehrmals versucht im neutralen mit ihm über die Angst der Kleinen zu sprechen aber er will keine Einigung.
Ich habe ihm gesagt, gibt der Kleinen Zeit sich daran zu gewöhnen das er wieder in ihrem Leben eine Rolle haben wird. Und lass mich erstmal bei den Umgängen dabei sein. Mein Vorschlag war dies auf z.b. 1 Stunde erstmal zu reduzieren (statt wie im Betreuutem Umgang 3 Stunden) und das ich dann bei jedem Umgang ich mal 5 Minuten gehen werde (z.b. wenn es auch nur um die Ecke ist) und dann dies 2-3x und dann diese 5 minuten erweitere. So das sie sich an die "Neue" situation gewöhnt.
Dies hat er sofort abgelehnt. Das Jugendamt macht die Ohren zu als ich ihnen von diesem Verhalten der Kleinen erzählt habe.

Inzwischen habe ich eine Kinderpsychiologin hinzugezogen, ich muss dazu sagen das dies auch von Kinderarzt nach dem ich ihm diese Situatiob erzählt hatte + Krankenkasse zu einer Therapie genehmigt wurde.
U.a. bin ich auch wegen meinem Ex Mann in Psychiologischer Behandlung
 

Nema

Mitglied
Ich finde es ganz erschreckend wie deine Tochter reagiert.

Kinder sind sehr eigen und können sehr sturr sein. Deine Tochter zeigt dir klar und deutlich, dass sie noch nicht soweit ist, um sich mit ihrem Vater auseinander zu setzen. Wenn du ein sie trotzdem mit ihm konfrontierst, sei es ein gemeinsames Treffen o.ä. kann es sein, dass sich deine Tochter von dir im Stich gelassen fühlt...
Das fände ich in der Situation noch schlimmer.

Ich würde keinen Umgang mit dem Vater gestatten und weiter mit ihr zur Kinderpsychologin gehen. Irgendwann wird sie vielleicht nochmal von sich aus Fragen stellen und nach Antworten suchen, die ihren Vater betreffen.

Und zum Jugendamt kann ich nur sagen, dass sie total inkompetent sind. Natürlich kann ich da nur für meine Erfahrungen sprechen udn es trifft bestimmt nicht auf alles zu. Zu mir sagen sie immer dasselbe: "Wir sind da ja eigentlich nicht zuständig"

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute. Hoffe, dass die Therapie deiner Tochter hilft. Aber in erster Linie ist es wichtig, dass ihr zur Ruhe kommt und glücklich werdet...

Alles Liebe

Nema
 

Lili1984

Mitglied
Ich finde es ganz erschreckend wie deine Tochter reagiert.

Kinder sind sehr eigen und können sehr sturr sein. Deine Tochter zeigt dir klar und deutlich, dass sie noch nicht soweit ist, um sich mit ihrem Vater auseinander zu setzen. Wenn du ein sie trotzdem mit ihm konfrontierst, sei es ein gemeinsames Treffen o.ä. kann es sein, dass sich deine Tochter von dir im Stich gelassen fühlt...
Das fände ich in der Situation noch schlimmer.

Ich würde keinen Umgang mit dem Vater gestatten und weiter mit ihr zur Kinderpsychologin gehen. Irgendwann wird sie vielleicht nochmal von sich aus Fragen stellen und nach Antworten suchen, die ihren Vater betreffen.

Und zum Jugendamt kann ich nur sagen, dass sie total inkompetent sind. Natürlich kann ich da nur für meine Erfahrungen sprechen udn es trifft bestimmt nicht auf alles zu. Zu mir sagen sie immer dasselbe: "Wir sind da ja eigentlich nicht zuständig"

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute. Hoffe, dass die Therapie deiner Tochter hilft. Aber in erster Linie ist es wichtig, dass ihr zur Ruhe kommt und glücklich werdet...

Alles Liebe

Nema
Und das ist genau das was ich auch denke. Ich bin ja nicht generell gegen den Umgang aber nicht sow er es die letzten 2 Jahre getan hat 1x melden dann wieder 4-6 Monate nichts mehr von sich hölren lassen und dannv or dem Amt aufeinmal Über Papa Spielen. Jedoch nicht dran gedacht zu haben das mal 2x Weihnachten nicht nach dem Kind geschaut hat, Ostern, Nikolaus alles was für die Kleine ein tag wäre wo er ihr bisschen "zeigen" hätte können "Ich hab dich nicht vergessen!".

Und meine ANgst ist das wenn ich dagegen gehe was der Umgang betrifft das sie mir das Schelcht auslegen, mir evtl.. vorwerfene ine schlechte Mutter deshakb zus ein ect.
 

Lili1984

Mitglied
Moin Liliy

wenn der Vater der Kleinen das Umgangsrecht ausüben will, hat er derzeit das Recht auf seiner Seite. Umgangsverbote gibt es nur bei schwerwiegenden Gründen - die ein Kinderpsychologe bescheinigen kann.
Und dann kann er den begleiteten Umgang durchsetzen.

Den Umgang kannst du ihm nicht verweigern bzw. nur solange, solange er nicht auf die Idee kommt vors FamG zu ziehen, dann kommt das Jugendamt mit in Spiel, das eine Empfehlung abgibt.

Ich würde mich im Vorfeld vom Jugendamt beraten lassen, denn das Jugendamt wird wohl auf alle Fälle involviert sein und ich würde den ersten Schritt machen, die Situation schildern, deine Eheerfahrungen - und ich kenne Fälle in denen selbst der begleitete Umgangskontakt von den Kindern abgelehnt wurde, und das Jugendamt das auch vor Gericht begründet und empfohlen hat.

Wenn du einfach so, dem Wunsch deines Kindes nachkommst, kann dir das sehr leicht von einer Gegenanwältin als Nachteil ausgelegt werden, nach dem Motto, du überträgst deine traumatischen Erfahrungen auf das Kind und manipulierst es gegen den Vater, weil er sich ja "geändert" hat und nichts soooo wahr wie du es darstellst.
Denn du hast alles zu unterlassen, was die Beziehung Vater-Kind nachteilig beeinträchtigt.

Deswegen finde ich es gut mit der Kinderpsychoogin und wenn du dann dich noch vom JA beraten lässt, dann bist du in einem sicheren Rahmen für deine Tochter.
Ich muss dazu sagen ich habe ihm NIE ind en letzten Jahren den Umgang verweigert. Er hat sich von 2007 bis 2008 nicht einmal gemeldet, August 2008 hat ER sich ans Jugendamt gewandt ausgemacht haben wir 14 tätigen Umgang wo er sie sogar alleine abholen durfte für 3 Stunden. Und dies vor dem Jugendamt ausgemacht wurde er jedoch sich nicht dran hielt und von August an bis heute sich nicht meh rbei ihr gemeldet hat also bei unserer Tochter.
 

PadraigOfGlencoe

Aktives Mitglied
Hallo Lili1984,

jetzt mal Klartext:

also, wenn einerseits Gewalt im Spiel war, und andererseits er sich über lange Strecken eh nicht um die Kleine kümmert, dann würde ich mir das gut überlegen. Scheint ja wohl nur so ne Kiste zu sein, wo er sich n gutes Gewissen mit machen kann ("Ich kümmer mich um mein Kind . . . wenn auch nur alle Schaltjahr"). Also, MICH bekämste auch MIT WAFFENGEWALT nich von meinen Kids weg (und ich halte mich NICHT für einen "tollen Ausnahme-Papa", sondern für einen ganz normalen, gewöhnlichen Papa eben, den es danach verlangt, ab und an seine Kids zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen - is doch wohl das normalste der Welt!?!).

Warum sollte es Dir als "schlechte-Mutter-sein" ausgelegt werden, wenn Du Dich um die Kleine sorgst?? Und dir Gedanken machst, was für sie das Beste ist?? Kapier ich nich so ganz. *schlauchsteh*

LG, P.O.G. :cool:
 

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