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Wenn da nur noch Krankheit ist..

A

Abraham I.

Gast
Hilfe... Ich bin 24, seit knapp 3 Jahren chronisch krank, mit schweren Phasen. Es kam alles aus dem nichts, als es mir am besten ging. Vielleicht saß ich ja auf ner Wolke und habe plötzlich realisiert, dass sie nur ein chemisches Kondensat ist, fiel also runter, prallte hart auf.
Ich habe in dieser Zeit keinen einzigen Tag erlebt, an dem ich nicht unter den Krankheitssymptomen litt. Es gibt Tage, die "erträglicher" sind als andere. Dann gibt es die, an denen die Uhr kurz vor 12 schlägt. Meine Mutter ist nunmehr hystherisch, aufgewühlt, überfordert. Meine Freunde haben mich als "ewig Kranken" etticketiert.
Schlimm ist, dass ich keinem Arzt - der Schulmedizin - also mehr vertrauen kann, da dieselbe mich durch traumatisierende Invasivmaßnahmen vergewaltigt hat, mehrfach. Auch den Alternativheilern, von Akkupunktur bis Zistrosentee, vert€raue ich nicht mehr. Ich habe unvorstellbare Summen in all so Dinge investiert, natürlich auch Energie und Zeit, aber nichts wirkte.
Als ich noch gesund war, habe ich mir immer vorgenommen, stark zu bleiben, wenn eine schwere Krankheit ausbricht. Weiterhin glücklich zu sein. Und das hat sogar Anfangs funktioniert, bis die Reservern verbraucht waren.
Jetzt stoß ich täglich an meine Grenzen.
Es gab einen Lichtblick, als ich - nach langem - ein Schweigeretreat in einem Vipassanakloster unter enormsten Schmerzen, wahrnahm. Am Ende waren meine Batterien wieder etwas aufgeladen, doch schon kurz darauf kam eine erneute Krankheit zum Vorschein, die mich so heftig zu Boden warf, dass die Positivität mit einem Mal ausradiert war.
Nun will ich nach Indien, meine letzte Hoffnung. Da gibt es ein tibetisches Krankenhaus von Exiltibetern. Irgendwie vertraue ich darein, wahrscheinlich weil ich seit einigen Jahren den Lehren Buddhas Gehör schenke und dieselben auch einst zu leben versuchte. Nur ist die Kontaktaufnahme schwierig und meine Mutter wehrt sich mit Händen und Füßen gegen diese Idee. Hätte das wohl auch vor einigen Jahren als lächerlich naiv abgetan.

So viel zu mir, aber noch etwas an euch:

Ich weiß, viele von euch leiden. Ihr tut das auf verschiedenen Ebenen und es erfüllt euch mit Schmerzen und Negativität. Ein Freund hat euch hintergangen, euer Partner euch verlassen, das Geld wird immer knapper, der Job ist stressig, ihr seid von irgendwas abhängig, was euch nicht gut tut und ihr macht euch ständig Gedanken, warum dem so ist, wie man es ändern könnte. Solange aber euer Körper funktioniert, ihr ungehindert von A nach B gehen könnt, am öffentlichen Leben teilhabt, das zu essen in der Lage seid, worauf ihr Lust habt, stehen euch alle Möglichkeiten den Problemen zu begegnen und dieselben zu überwinden (aufzulösen) zur Verfügung. 1. Akzeptiert das, was gerade ist und redet euch nicht ein, dass ihr das nicht wollt. Legt euch nicht mit der Realität an. 2. Geht in einen Wald, gerne die stillen Pfade und kühlt eure Gemüter ab. Rafft euch unbedingt auf, auch wenn es schwer ist. Umarmt einen Baum - er ist ein "Gedicht, das die Erde in den Himmel schrieb". 3. Redet mit euren Freunden, Familen oder sonstigen Personen (Foren) über euer Problem und nehmt deren Ratschläge zu Herzen. 4. Realisiert, was ihr habt anstatt zu sehen, was ihr nicht habt. 5. Lasst diese Phase hinter euch, lasst die Schmerzen gehen, blickt nach vorne, lächelnd.

Das hat mich am Leben gehalten.

In tiefer Verbundenheit,

Abraham
 

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