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Wenig Kontakt mit Partner

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Rinrinrin

Gast
Mein Partner stottert und spricht deswegen (generell) sehr wenig. Gute Gespräche mit ihm sind selten. Ich schätze sie sehr. Prinzipiell ist mir das zu wenig, aber ich kann damit leben.

Das eigentliche Problem ist, dass der Sex weniger wird. In letzter Zeit hatten wir vielleicht 2x im Monat Sex. Das ist mir zu wenig, insbesondere ergänzend zur ansonsten minimalen Kommunikation.

Ich habe nun noch weniger Berührungspunkte mit meinem Freund. Er spricht wenig mit mir und das einst phänomenale Sexleben schläft ein, weil er jedes mal zu müde ist. (Reiten mag er übrigens nicht so, da spürt er nichts.) Außer ein bisschen Kuscheln und Küsschen habe ich von meinem Freund nichts mehr. Er hat hier im Prinzip eine Wand zwischen uns aufgebaut und für die Tür hat er mir keinen Schlüssel gegeben. Wenn ich nun höflich anklopfe und nach mehr frage, dann komme ich mir vor, als würde ich ihn in seinem Safe Space bedrängen.

Ich weiß nicht so recht, was ich jetzt tun soll. Er ist süß, lieb, kümmert sich, es ist schön zusammen auf der Couch zu kuscheln, aber er spricht nicht mit mir und will keinen Sex. In letzter Zeit spielt er viel am Computer.

Ich habe herausgefunden, dass er morgens, wenn ich noch schlafe, im Wohnzimmer sitzt und sich Pornos anguckt (habe ihn erwischt). Das macht mich schon etwas wütend, aber dazu habe ich nichts gesagt. Ich habe ihm gesagt, dass ich mehr Sex will und dann hatten wir tatsächlich mal welchen, aber dann wieder doch nicht. Und ich kann ihn ja nicht dauernd daran erinnern.

Wie soll ich mich verhalten?
 

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Gelöscht

Gast
Das klingt nach einer schwierigen Situation, denn ohne Kommunikation keine Beziehung.
Vielleicht könntest du alternative Kommunikationsformen erproben; Gebärdensprache, Post-it's, Musik (also sowas wie Songtexte)?
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Ich habe nun noch weniger Berührungspunkte mit meinem Freund. Er spricht wenig mit mir und das einst phänomenale Sexleben (...)

Wie soll ich mich verhalten?
Was war denn früher noch anders, als es noch gut
war? Was habt ihr oder was hast du da noch anders
gemacht, was ging verloren?

Vielleicht findest du auf diesem Weg den Schlüssel
wieder?
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Stört es ihn nicht, dass er ständig müde ist? Bzw. warum ist er ständig müde? Daran sollte er arbeiten.
Also mein Partner steht normalerweise um halbfünf auf und ist entsprechend abends sehr, sehr müde und zu nichts zu gebrauchen, was ich auch verstehe.

Aber dann mache ich mir mein eigenes Programm mit meinen Freuden und dann ist es auch gut.
 
G

Gelöscht 60940

Gast
Das macht mich schon etwas wütend, aber dazu habe ich nichts gesagt.
Ich denke hier ist die beidseitige NICHT-Kommunikation ebenso entscheidend. Redet ihr nie miteinander? Und wenn ihr redet - was sind Inhalte eurer Gespräche? Geht es mehr um "Konflikte" oder um "Austausch", wenn ihr denn miteinander redet?

Ist dein Partner bei einer Logopädin bzw. Sprachtherapeutin? Sprache ist für uns Menschen wichtig, sie macht uns ja schließlich zum "Menschen" und weshalb wir heute das sind, was wir sind. Sie ist wichtig für unsere Sozialbindung zu anderen Menschen. "Fehlt" uns dieser Kanal bilden wir uns auch im sozialen Umgang zurück bzw. werden isoliert. Deswegen haben wir ja auch so viele versch. Arten von Sprache, dass auch Menschen, die z.B. taub sind, sich verständigen können bzw. "mitteilen" können.

Wenn dann nämlich die Kommunikation entfällt, dann werden auch andere Formen der Bindung wichtiger - wie z.B. der Sex. Sex ist ebenso eine Art sich "mitzuteilen", Wertschätzung, Liebe, Bindung und Partnerschaft auszudrücken. Geht auch das irgendwann verloren, dann hat man in der Partnerschaft kaum mehr "Kommunikationskanäle" offen, was wohl dann auch dazu führt, dass du dich nicht mehr "mitteilst", indem du offensichtliche Verletzungen nicht mehr aussprichst bzw. mitteilst.

Die Frage ist also ebenso - was hält dich an der Partnerschaft? Denn du hast ja keine logopädischen Probleme, wie es den Anschein macht. Nur kommunikative innerhalb der Beziehung.

Ich denke das wären ein paar Punkte, mit denen man sich da auseinander setzen kann.
- Welche Wege der Kommunikation gehen wir als Partner?
- Wo und wie können wir uns mitteilen?
- Was fehlt mir in der Beziehung - und wie kann ich das ausdrücken?
- Ist mein Partner offen für diese Mitteilungen?

Ich denke das brauch aber auch etwas Hilfe von außen - einer Sprachtherapeutin erst einmal um andere Wege der Kommunikation zu finden.
 
Folgendes würde ich an eurer Stelle machen: Geht in ein nettes Restaurant oder kocht zusammen in den vier Wänden. In diesem Rahmen thematisierst du das "wir" in der Beziehung. Was gerade schiefläuft und wie ihr den vorherigen Zustand herstellen könnt. Kommunikation in einer Beziehung ist das Fundament und wenn dieses Fundament anfängt zu bröckeln, muss zeitnahe reagiert werden.
 

Heinrich_

Mitglied
könnte es sein, dass Dein Partner im Alltag "Verletzungen" durch sein Stottern erlebt? Leider gibt es immer noch genug Menschen, die damit nicht umgehen können und korrigieren müssen oder - noch schlimmer - blöde Bemerkungen machen. Solche "Erlebnisse" können m.E. auch zu einer "Niedergeschlagenheit" und Unlust führen.
 
A

Alböguhl

Gast
Für die einen ist es zuviel. für die andren zu wenig, da gibt es nicht normal oder die Norm:
Sex ist viel mehr als Geschlechtsverkehr.
Es geht dabei um tiefes Vertrauen, intime Berührungen und Momente, in denen man unendliche Nähe spürt.
Wenn Partner nur selten miteinander schlafen, fehlt dieser regelmäßige Hormonschub, was die tiefe Verbindung zwischen zwei Menschen lockern kann.
Unzufriedenheit in der aktuellen Beziehung und das Bedürfnis nach Nähe begünstigen natürlich neue Bekanntschaften, die diesen Wunsch erfüllen könnten.
Wenn Paare aufhören, miteinander zu schlafen, verschwindet meist auch das Begehren nach dem anderen – und das ist nicht selten der Anfang vom Ende.
 
R

Rinrinrin

Gast
Was war denn früher noch anders, als es noch gut
war? Was habt ihr oder was hast du da noch anders
gemacht, was ging verloren?

Vielleicht findest du auf diesem Weg den Schlüssel
wieder?
Wir waren oft unterwegs, haben viel rumgeknutscht, waren was trinken, hatten viel Sex. Das ist dann wegen Corona so nicht mehr möglich gewesen.

Stört es ihn nicht, dass er ständig müde ist? Bzw. warum ist er ständig müde? Daran sollte er arbeiten.
Na weil er morgens um 5 aufsteht, um sich Pornos anzugucken ... und natürlich die Arbeit.

Ich denke hier ist die beidseitige NICHT-Kommunikation ebenso entscheidend. Redet ihr nie miteinander? Und wenn ihr redet - was sind Inhalte eurer Gespräche? Geht es mehr um "Konflikte" oder um "Austausch", wenn ihr denn miteinander redet?

Ist dein Partner bei einer Logopädin bzw. Sprachtherapeutin? Sprache ist für uns Menschen wichtig, sie macht uns ja schließlich zum "Menschen" und weshalb wir heute das sind, was wir sind. Sie ist wichtig für unsere Sozialbindung zu anderen Menschen. "Fehlt" uns dieser Kanal bilden wir uns auch im sozialen Umgang zurück bzw. werden isoliert. Deswegen haben wir ja auch so viele versch. Arten von Sprache, dass auch Menschen, die z.B. taub sind, sich verständigen können bzw. "mitteilen" können.

Wenn dann nämlich die Kommunikation entfällt, dann werden auch andere Formen der Bindung wichtiger - wie z.B. der Sex. Sex ist ebenso eine Art sich "mitzuteilen", Wertschätzung, Liebe, Bindung und Partnerschaft auszudrücken. Geht auch das irgendwann verloren, dann hat man in der Partnerschaft kaum mehr "Kommunikationskanäle" offen, was wohl dann auch dazu führt, dass du dich nicht mehr "mitteilst", indem du offensichtliche Verletzungen nicht mehr aussprichst bzw. mitteilst.

Die Frage ist also ebenso - was hält dich an der Partnerschaft? Denn du hast ja keine logopädischen Probleme, wie es den Anschein macht. Nur kommunikative innerhalb der Beziehung.

Ich denke das wären ein paar Punkte, mit denen man sich da auseinander setzen kann.
- Welche Wege der Kommunikation gehen wir als Partner?
- Wo und wie können wir uns mitteilen?
- Was fehlt mir in der Beziehung - und wie kann ich das ausdrücken?
- Ist mein Partner offen für diese Mitteilungen?

Ich denke das brauch aber auch etwas Hilfe von außen - einer Sprachtherapeutin erst einmal um andere Wege der Kommunikation zu finden.
Das hast du falsch verstanden. Ich spreche mit meinem Partner sehr viel, er mit mir im Vergleich aber kaum. Wenn ich etwas anspreche, das mich stört, dann ist er ganz bestürzt. Er ist empfindlich. Wenn ich ihn mir "richtig" vorknüpfen würde, dann würde er wahrscheinlich weinen. So kann ich mit ihm nicht umgehen. Da überlege ich mir zwei Mal, was ich zu ihm sage. Und außerdem habe ich ihm schon mehrmals gesagt, dass ich den Sex mit ihm vermisse. Was soll ich tun? Ich kann ihn nicht an den Haaren ins Bett zerren.

Er hat gesagt, er war früher mal in Sprachtherapie und es hat nichts gebracht. Ich habe es angesprochen, ich habe versucht etwas daran zu ändern. Aber ich kann das halt nicht für ihn lösen, das müsste er selbst schaffen, kann er nicht oder will er nicht. Weiß ich nicht, ich kann nicht in ihn reingucken.

könnte es sein, dass Dein Partner im Alltag "Verletzungen" durch sein Stottern erlebt? Leider gibt es immer noch genug Menschen, die damit nicht umgehen können und korrigieren müssen oder - noch schlimmer - blöde Bemerkungen machen. Solche "Erlebnisse" können m.E. auch zu einer "Niedergeschlagenheit" und Unlust führen.
Ja. Letztens erst wieder hat so ein Bekannter von Verwandten ihn vollgelabert, weswegen er angeblich stottert. War leider nicht dabei, sonst hätte ich diesen Bekannten so richtig zur Sau gemacht. Er kann sich bei sowas nicht wehren, weil er dann so aufgeregt ist, dass er kaum ein Wort rausbringt.
 

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