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Wen würde es interessieren, wenn ich auf einmal nicht mehr da wäre?

_Fabian

Mitglied
Servus,
ich weiß nicht genau, ob die Überschrift passend gewählt ist, vielleicht ändere ich sie später noch, ob es das richtige Unterforum ist weiß ich auch nicht, wenn nein bitte verschieben.

Sollte sich irgendwas komisch anhören oder nicht ganz sinnvoll sein, bitte ich um Entschuldigung, ich sprach bisher nie über meine Gefühle/Gedanken.

Warum genau ich hier schreibe weiß ich nicht, es liegt ein bisschen an der Gesamtsituation, mit der ich unzufrieden bin.
Erstmal zu mir: ich bin 20 Jahre alt (M), wohne in Bayern (ländliche Gegend) und studiere. Ich war im Alter von 16-18 wegen Depressionen in Behandlung, sprich: täglich Tabletten schlucken, Gespräche gab es nicht, nach den zwei Jahren wurde ich als geheilt eingestuft. Ich bin knappe 1,9 groß und wiege dabei 90kg, also übergewichtig. Werktags studiere ich und am Wochenende arbeite ich, wo genau möchte ich nicht sagen, darüber kann man mich zu leicht identifizieren und das möchte ich nicht, ich sag nur so viel: ich muss einen Anzug tragen und habe viel mit Menschen zu tun. Die KollegInnen in der Arbeit sind nett und man versteht sich, mehr aber auch nicht, ich würde sie nicht als Freunde bezeichnen.
Womit wir beim nächstem Thema wären: Freunde - wie definiert man sie? Für mich sind es Menschen die sofort merken wenn man schlecht drauf ist, mit denen man sich gerne trifft und auch außerschulische Aktivitäten bestreitet. Echte Freunde habe ich in meinen Augen nicht, ich habe sehr viele Bekannte und KommilitonInnen. Von außen betrachtet wirke ich meiner Meinung nach auf die meisten Menschen sehr kalt. Sollten sie sich doch "trauen" mich anzusprechen, merken die meisten dass ich nicht böse, unbarmherzig oder was auch immer sie dachten bin. Das merkt man meines Erachtens in Gruppenarbeiten oder in lockeren Gesprächsrunden, da ich hin und wieder die Leute zum lachen bringe.
Beispielsweise der neue James Bond, ich weiß dass viele KommilitoInnen ihn sich ansehen werden - in einer Gesprächsrunde neulich wurde "rundum" gefragt wer mitgeht, mich hat man dabei übergangen: P1:"na schaust dir den neuen Bond an?" P2:"klar" P1:"und du?" P4:"das lass ich mir nicht entgehen, P5, bist auch dabei?" P1:"du wartest doch schon seit Wochen darauf, was ist mit dir P6?" P6:"ja, auch, soll ja ganz gut werden" - danach meinte P1 er würde Plätze reservieren. Ich wollte mich zu dem Zeitpunkt nicht aufdrängen, wenn man mich nicht dabei haben will, dann hald nicht....
In meinen Umgangsformen unterscheide ich mich sehr von gleichaltrigen. Ich sage nicht: "na, du dummer Mongo, was läuft?" sondern "Servus/Guten Morgen/Tag/Abend/Nacht, wie gehts dir heute?" oder "Ich muss kurz Hände waschen" statt "Ich gehe einen Obama ins weiße Haus setzten.". Genauso halte ich noch Leuten die Türen auf und mache einen Platz frei wenn im Bus eine alte Person/Mutter/o.ä. einsteigt und ein Großteil der Plätze belegt ist (jetzt nicht mehr, ich habe ein Auto seit ich 18 bin). Kleidungsmäßig verzichte ich auf offene Schnürsenkel und großflächig bedruckte T-Shirts sowie die inzwischen weit verbreiteten Kopfhörer. Neulich musste ich sogar in einer Gruppenarbeit erklären was amortisieren, reüssieren, signifikant und überantworten ist.
Auf den Facebook-Hype bin ich nicht aufgesprungen, ich habe einen Accoung, um mich schnell und unkompliziert in Foren anzumelden, habe aber 0 Freunde, 0 Posts darauf und spioniere damit auch nicht anderen Leuten nach ;). Whatsapp nutze ich, da es sich als praktischer als SMS erwiesen hat (jaaa ich weiß facebook hat whatsapp gekauft....).

Meinen Eltern traue ich nicht, ich kann mit Ihnen nicht rede, die Schuld an diesem Umstand trägt eine Verwandte (ich möchte nicht näher darauf eingehen). Meine Eltern denken ich wäre PC-süchtig und haben mich daher schon zu 2 Ärzten geschleppt die beide das Gegenteil diagnostizierten, aber die Ärzte haben ja keine Ahnung was sie tun. Ich kann nur so viel sagen: eine Woche Urlaub führt weder zu Aggressivität noch Entzugserscheinungen und Amokläufer bin ich auch nicht. Bevor jetzt jemand vermutet die oben beschriebenen Probleme gehen darauf zurück: nein, die oben genannten Probleme habe ich schon immer, ich hatte bisher (insgesamt) 3 oder 4 Freunde, mit PC-Spielen habe ich erst vor 2 Jahren angefangen, davor nur sehr sporadisch.
Mit anderen Verwandten reden ist auch nicht möglich, da es bei uns eher darum geht: wer hat was, wer ist was und wer hat das meiste Geld - ich habe oben erwähnt, dass ich arbeite, aber nicht um Geld zu verdienen sondern weil es sich gut macht wenn es im Lebenslauf steht, in dem Beruf trage ich Verantwortung und mache mehr als als an der Tanke stehen und Sprit verkaufen.
// Irgendwann kommt das Gespräch online dazu, wie man im echtem Leben ist und viele halten mich für einen 30-40 jährigen Geschäftsmann, der Anzüge trägt, BMW fährt und Leute über den Tisch zieht.

Noch nicht angeschnitten habe ich das Thema Ernährung: ich kann keinen Salat essen und einen großteil des Obstes auch nicht, genauso verhält es sich Pilzen, ungeschmolzenem Käse und mit Fett durchzogenem Fleisch. Es macht mir nichts aus eine Gurke anzufassen oder sie klein zu schneiden, aber in dem Moment wo ich sie essen soll kann ich es nicht. Meine Eltern haben mich vor einigen Jahren dazu gezwungen (etwa 2 Wochen lang) Salat zu essen: "du bleibst hier so lange sitzen bis der Salat weg ist.". Es endete immer damit das ich mich bereits nach 2 Bissen übergeben musste. Jetzt gerade, wenn ich daran denke wird mir schlecht. Ich ekelige mich vor dem Geräusch, wenn ich draufbeiße únd der Konsistenz. Ich weiß nicht warum ich es nicht essen kann, ich konnte es noch nie. Mein Arzt nimmt es nicht ernst und meinte, als ich ihn angesprochen habe, nur, dass es kein Problem sei und es ja nicht schlimm ist, wenn man manches nicht mag. Allerdings belastet es mich sehr, wenn ich in Gesellschaft bin "habe ich keinen Hunger" oder ich "muss weg" oder "mir ist nicht gut" - das sind so die Gängigsten Ausreden. Immer wieder etwas erfinden zu müssen, warum man gerade heute - mal wieder - nichts Essen kann und man gerade keinen Döner möchte. Sollte jemand eine Mangelerkrankung vermuten, da habt ihr zumindest bei Vitamin D recht, ansonsten konsumiere ich Nahrungsergänzungsmittel.

Wie bereits im ersten Absatz erwähnt bin ich übergewichtig. Eines meiner Hauptprobleme, ich versuche mich zu bessern und ich darf behaupten ein bisschen Erfolg hatte ich schon, allerdings gibt es dabei drei Probleme, das erste habe ich im vorherigem Absatz angesprochen. Das zweite betrifft das Thema Sport. Wenn ich Sport mache tut mir danach alles weh und ich kann mich die nächsten zwei Tage nur schwer aufraffen mich zu motivieren, weil ich genau weiß, dass ich danach wieder Schmerzen habe. Das dritte Problem ist etwas globaler angesiedelt. Nach einem Tag in der FH, an dem man mal wieder über die Gesamtsituation unzufrieden ist, fällt der Griff zu einer Süßigkeit nicht schwer.

// es fällt mir besonders schwer über nachfolgendes Thema zu sprechen, vielleicht klingt es auch etwas "plump", aber wenn ich schonmal dabei bin. Ich schreibe gleich weiter, ich muss kurz Taschentücher holen, meine Nase läuft an.
Ist es egoistisch, wenn man sich abends nach einer Schulter zum Anlehnen sehnt? Ich weiß es nicht.
Ich hatte noch nie eine Freundin und jetzt habe ich auch langsam Angst davor eine zu "haben". Man sieht nur immer die glücklichen Paare durch den Park schlendern und man denkt an sich selbst, wie bei einem selbst die Situation ist (wenn ihr bis jetzt aufmerksam gelesen habt wisst ihr hoffentlich was ich meine).
Wer würde mich den akzeptieren? Éin dicker Typ, der auf die meisten Leute wahrscheinlich komisch wirkt, den man nicht zum Essen mitnehmen kann, weil man "die Esserei" ja niemanden zumuten kann.
Ich kann gut mit Frauen reden, teilweise besser als mit Männern, 11. und 12. Klasse war ich einer von sieben Jungs in der 25-"Mann" starken Klasse und verstand mich mit den meisten wunderbar (vielleicht ist es auch Einbildung und sie hatten einfach nur Mitleid mit mir, meine Menschenkenntnis ist sehr schlecht).
Wer sich etwas mit der heutigen Jugend auskennt wird wissen: mit 20 noch keine Freundin gehabt zu haben ist höchst ungewöhnlich.
Wie oben erwähnt habe ich inzwischen auch Angst davor, im Sinne von: kann ich überhaupt küssen? Wer würde normal reagieren, wenn man erzählt noch nie Sex gehabt zu haben?

Manchmal sehnt man sich auch einfach mal nach einem "gut gemacht" oder einem "schön das es dich gibt", in meiner Welt gibt es so etwas nicht. Niemand, außer unser Hund, freut sich wenn ich zur Tür reinkomme. Niemand sagt das ich etwas gut gemacht hätte. Für meine Eltern bin ich sowieso nicht gut genug, da ich dafür ja meine cousInen übertreffen müsste, wo auch immer: sportlich, beruflich, "Aussehen" - und das tue ich nicht, also verdiene ich auch kein Lob.

Um auf den Threadtitel zurückzukommen:
Wen würde es interessieren wenn ich nicht mehr da wäre?
Nein, ich habe nicht vor mich selbst zu töten, es ist eher eine Frage über mein Sein. Was bin ich? Gibt es überhaupt Menschen, denen ich etwas bedeute? Würde es (außer der Familie) jemand merken?

Zusammenfassend, ich möchte auch mal das Gefühl haben, dass jemand sagt: ich bin froh das du da bist!


Ich weiß nicht was normal ist, vielleicht hat jeder 20-jährige oben beschriebene Probleme und mit diesem Text nur eure Zeit verschwendet, falls ja tut mir das schrecklich Leid.
Ich habe jetzt keine Lust mehr den Text noch zu korrigieren, langsam ertrinke ich in dem Berg Taschentücher neben mir.

Fabi (Für euch heiße ich so, in "echt" heiße ich anders, anonymität undso)
 

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Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Warum genau ich hier schreibe weiß ich nicht, es liegt ein bisschen an der Gesamtsituation, mit der ich unzufrieden bin.

Zusammenfassend, ich möchte auch mal das Gefühl haben, dass jemand sagt: ich bin froh das du da bist!
Hallo, Fabi,

so jung wie Du war ich auch mal.....
Auch ich habe gerne über Himmel und Erde nachgedacht. Und auch ich habe mich gefreut, wenn mir jemand seine Liebe ausdrückte. Liebe ist das Wichtigste im Leben.... so meine Meinung noch heute.

Liebe ist am wertvollsten, wenn sie zwecklos ist.

Deine Fadenfrage: Wen würde es interessieren....? Ist eine Frage nach dem Zweck, dem Sinn....

Ich habe gelernt: Wenn ich auf andere Menschen zugehe und schaue, wie ich ihre Probleme kleiner machen kann, wie ich ein bißchen Freude in ihr Leben bringen kann (also nicht nur Spass), dann sind dies die Menschen, die menschliche Wärme widerspiegeln. Und es sind oftmals auch andere Menschen, die mich beobachten wie ich tue was ich tue und die mir zu verstehen geben, dass sie mich vermissen, wenn ich nicht da bin.
Es kann sogar passieren, dass ich einem Menschen Gutes tue - der mir nicht mal dankt. Das ist nicht schön, kommt aber vor. Aber es gibt eben Menschen, die uns sehen, ohne dass wir sie bemerken. Und diese sind von unserem Denken und Tun positiv angeregt... Diese Menschen sind es, die uns ggf. auch Liebe entgegenbringen, die uns vermissen würden.

Und noch etwas habe ich gelernt: Ich frage oft: Warum tun Menschen was sie tun? Und das gilt auch für mich selbst. Ich hinterfrage: Warum tue ich was ich tue? Ein Mann sollte immer wissen, warum er tut was er tut.
Das gilt auch für das Suchen von Hilfe, für das Führen einer Diskussion ... für fast alles.

Vielleicht helfen Dir meine Gedanken. Ich wünsche es Dir.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Warum genau ich hier schreibe weiß ich nicht, es liegt ein bisschen an der Gesamtsituation, mit der ich unzufrieden bin.
Wahrscheinlich auch, weil du dich einfach mitteilen möchtest und das Internet als anonyme Plattform perfekt dazu dient, nicht wahr? Ich könnte es dir nicht verübeln. Menschen müssen nun mal sozial miteinander interagieren.

Servus,
Ich bin knappe 1,9 groß und wiege dabei90 kg, also übergewichtig.
Also wiege bei gleicher Größe 5 Kilo weniger und fühle mich nicht dick. Wie auch immer. Ich hab schon dickere gesehen, die die schönsten Frauen haben. Heißt also nichts.

Womit wir beim nächstem Thema wären: Freunde - wie definiert man sie? Für mich sind es Menschen die sofort merken wenn man schlecht drauf ist, mit denen man sich gerne trifft und auch außerschulische Aktivitäten bestreitet. Echte Freunde habe ich in meinen Augen nicht, ich habe sehr viele Bekannte und KommilitonInnen.
Gute Freunde zu finden ist nicht einfach. Meist findet man sie, wenn man es gar nicht erwartet. Wer gute, oder sogar „best" Freunde hat, kann sich glücklich schätzen.
Ich kenne dein Problem, dass man niemanden hat zu gut. Keine schöne Situation.

Ich wollte mich zu dem Zeitpunkt nicht aufdrängen, wenn man mich nicht dabei haben will, dann hald nicht....
Wenn du mit den Leuten gut klar kommst, dann frag doch einfach mal. Was ist daran so schlimm einen Korb zu bekommen. Da solltest du schon ein bisschen egoistischer sein.

In meinen Umgangsformen unterscheide ich mich sehr von gleichaltrigen. Ich sage nicht: "na, du dummer Mongo, was läuft?" sondern "Servus/Guten Morgen/Tag/Abend/Nacht, wie gehts dir heute?" oder "Ich muss kurz Hände waschen" statt "Ich gehe einen Obama ins weiße Haus setzten.". Genauso halte ich noch Leuten die Türen auf und mache einen Platz frei wenn im Bus eine alte Person/Mutter/o.ä. einsteigt und ein Großteil der Plätze belegt ist (jetzt nicht mehr, ich habe ein Auto seit ich 18 bin). Kleidungsmäßig verzichte ich auf offene Schnürsenkel und großflächig bedruckte T-Shirts sowie die inzwischen weit verbreiteten Kopfhörer. Neulich musste ich sogar in einer Gruppenarbeit erklären was amortisieren, reüssieren, signifikant und überantworten ist.
Auf den Facebook-Hype bin ich nicht aufgesprungen, ich habe einen Accoung, um mich schnell und unkompliziert in Foren anzumelden, habe aber 0 Freunde, 0 Posts darauf und spioniere damit auch nicht anderen Leuten nach ;). Whatsapp nutze ich, da es sich als praktischer als SMS erwiesen hat (jaaa ich weiß facebook hat whatsapp gekauft....).
Wenn du gerne besonders bleiben möchtest, so sei es dir gegönnt, ansonsten nehme zur Kenntnis, dass ich bei gleichem Alter meine Mitmenschen mit "Hallo" begrüße, kein Whatsapp benutze und mich normal anziehe. Ist also nicht so ungewöhnlich.

Meine Eltern denken ich wäre PC-süchtig und haben mich daher schon zu 2 Ärzten geschleppt die beide das Gegenteil diagnostizierten, aber die Ärzte haben ja keine Ahnung was sie tun.
Nicht süchtig zu sein heißt aber nicht, dass du nicht zu viel vor dem Bildschirm zu hängst. Aber nett von deinen Eltern, dass man sich um dich sorgt.

Noch nicht angeschnitten habe ich das Thema Ernährung: ich kann keinen Salat essen und einen großteil des Obstes auch nicht, genauso verhält es sich Pilzen, ungeschmolzenem Käse und mit Fett durchzogenem Fleisch. Es macht mir nichts aus eine Gurke anzufassen oder sie klein zu schneiden, aber in dem Moment wo ich sie essen soll kann ich es nicht. Meine Eltern haben mich vor einigen Jahren dazu gezwungen (etwa 2 Wochen lang) Salat zu essen: "du bleibst hier so lange sitzen bis der Salat weg ist.". Es endete immer damit das ich mich bereits nach 2 Bissen übergeben musste. Jetzt gerade, wenn ich daran denke wird mir schlecht. Ich ekelige mich vor dem Geräusch, wenn ich draufbeiße únd der Konsistenz. Ich weiß nicht warum ich es nicht essen kann, ich konnte es noch nie. Mein Arzt nimmt es nicht ernst und meinte, als ich ihn angesprochen habe, nur, dass es kein Problem sei und es ja nicht schlimm ist, wenn man manches nicht mag.
Da hat dein Arzt recht :D ! Wegen der verschmähten Gurke geht nicht die Welt unter.

Allerdings belastet es mich sehr, wenn ich in Gesellschaft bin "habe ich keinen Hunger" oder ich "muss weg" oder "mir ist nicht gut" - das sind so die Gängigsten Ausreden. Immer wieder etwas erfinden zu müssen, warum man gerade heute - mal wieder - nichts Essen kann und man gerade keinen Döner möchte.
Kannst doch einfach sagen, dass du keine Salat magst, dafür wirst du nicht gelyncht

Wenn ich Sport mache tut mir danach alles weh und ich kann mich die nächsten zwei Tage nur schwer aufraffen mich zu motivieren, weil ich genau weiß, dass ich danach wieder Schmerzen habe.
Das ist eine ganz normale Begleiterscheinung beim Sport. Vielleicht brauchst du jemanden, der ebenfalls Sport macht, mit dem du mal zusammen Sport machen könntest. Dann würdest du das Motivationsproblem auch besser in den Griff bekommen.

Ist es egoistisch, wenn man sich abends nach einer Schulter zum Anlehnen sehnt? Ich weiß es nicht.
Natürlich ist es das. Alle Menschen sind Egoisten. Wir schenken Liebe, weil wir uns nur selbst nach Geborgenheit sehnen. Genauso wie wir auch nur vermeintlich altruistisch handeln, weil wir unser Belohnungszentrum stimulieren möchten.

Dass du bisher keiner Frau beigewohnt hast, ist doch gut für dich! So kannst du dich wenigstens für die Richtige aufsparen. Ich bereue, dass ich schon mehreren Frauen bei geschlafen habe. So toll ist Sex gar nicht, wie alle sagen. Ich finde die Geborgenheit und Nähe einer Partnerin viel wichtiger als sexuelle Handlungen.
Aber ich glaube darum geht es dir auch hauptsächlich. Jemanden an deiner Seite zu haben, nach deiner Definition von Freund, sowie eine Lebensgefährtin mit der man Arm in Arm einschlafen kann.

Ich habe einfach mal meine Gedanken niedergeschrieben. Ein Patenrezept brauche ich dir nicht geben. Du weiß sowieso was das beste für dich ist.
 

_Fabian

Mitglied
@Gast
Siehe 1. Beitrag auf der 2. Seite

Hallo,
mir gefällt die Art wie du dich es ausdrückst, es hat etwas philosophisches. Sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Probleme anderer Menschen zu lösen ist sicherlich eine gute Möglichkeit anderen eine Freude zu bereiten.
Sei es die alte Frau die sich im Bus hinsetzten kann weil man selbst lieber steht, der Mann mit den beiden Kindern auf dem rücksitz für den man kurz bremst damit er abbiegen kann - sicherlich sind sie dir dankbar. In gröseren Dimensionen fällt mir jetzt kein Beispiel ein, aber ich weiß was du meinst. Irgendwo sind aber meine Grenzen, bzw. sind es eher die anderen, die Grenzen aufstellen. Auf die Frage sinnbildliche "wie gehts dir?" habe ich bisher kaum etwas anderes gehört als "gut dir" und " jetzt wo du da bist nicht mehr so gut" - naja meine Generation hald... - über Probleme oder so etwas spricht fast keiner (oder es sind banalitäten, z.B. die raumnummer oder die Uhrzeit).

Auch muss man differenzieren wofür man überhaupt Dankbarkeit erwarten kann. Für türe aufhalten? Naja irgendwo sollte es eine selbstverständlichkeit sein.

Die, die uns sehen ohne das wir sie sehen - darüber werde ich ein Weilchen nachdenken.

Liebe ist zwecklos, gefällt mir und beschreib es wahrscheinlich treffend. Liebe ist das wichtigste, das kann ich nicht beurteilen, mich liebt niemand.

Das mit dem tun... Ok, aber letztendlich kann man alles begründen und wenn es "Zeit totschlagen" ist. Die Frage müsste doch eher lauten: welche Wertigkeit misst man der tätigkeit zu die ich gerade ausführe?
Wenn ich nicht mehr weiß was ich tue, bin ich dann nicht nur ein Tier das eich treiben lässt?
 
Zuletzt bearbeitet:

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Liebe ist zwecklos, gefällt mir und beschreib es wahrscheinlich treffend. Liebe ist das wichtigste, das kann ich nicht beurteilen, mich liebt niemand.

Nun ja, wenn Du das so locker feststellst, dann wird wohl auch zutreffen, dass in jedem Fall Du niemanden liebst.

Das mit dem tun... Ok, aber letztendlich kann man alles begründen und wenn es "Zeit totschlagen" ist. Die Frage müsste doch eher lauten: welche Wertigkeit misst man der tätigkeit zu die ich gerade ausführe?
Wenn ich nicht mehr weiß was ich tue, bin ich dann nicht nur ein Tier das eich treiben lässt?

Nein, du hast meine Frage falsch verstanden.

Die Frage "Warum tun Menschen was sie tun?" soll nicht dazu dienen, sich einen Grund auszudenken. Es geht um Beobachtung und um Fragen und um Nachdenken. Einem Menschen irgendein Motiv unterstellen ist keine Kunst.
Und auf die eigene Person bezogen spricht man von Selbstreflexion. Und meist gibt es mehr als einen Grund.

Und ob Du dann das Motiv oder den Antrieb für eine Handlung bewertest und welche Werte Du hinzufügst, ist dann erst der zweite Schritt.

Wenn Du nicht weisst, warum Du etwas machst, bist Du eher verwirrt oder orientierungslos.
 

_Fabian

Mitglied
@Gast
Hallo,
Es gibt unterschiedliche dichten zwischen Muskeln und Fett. Ein durchtrainierter Mann wird wesenentlich mehr wiegen als ein "normalo" - genauso wie jemand der mehr auf den Rippen hat genausoviel wiegt wie der Athlet.

Wie gesagt, 4 oder 5 echte Freunde hatte ich, es ging aber auch auseinander, sei es durch Umzug oder schulwechsel.

Es geht nicht darum besonders zu sein, auch der Herr mit den offenen Schnürsenkeln und dem Kaputzenpollover ist besonders.
Ob man nun Hallo, Servus oder Guten Tag verwendet ist egal, es geht hauptsächlich um den Vergleich. Normal ziehe ich mich an, sofern man schlichte Pullover/poloshirts/Hemden und Jeans als normal ansieht. Das mit dem Kopfhörer finde ich einfach nur unhöflich, man schirmt sich ab gegen die Außenwelt und sagt damit einfach nur: redet mich nicht an, ich hör gerade musik!

Bzgl. Ernährung: Salat muss durch gemüse ersetzt werden, da habe ich nicht aufgepasst was ich geschrieben habe, und oh doch genau dafür kann ich mir auf jedem Verwandtentreffen/Geburtstag was anhören.

Jeder ist sich selbst der näheste - oder wie heißt es schön? Daher der Kommentar über dem Absatz: es sollte nicht zu plump klingen. Das was du schreibst "Jemanden an deiner Seite zu haben, nach deiner Definition von Freund, sowie eine Lebensgefährtin mit der man Arm in Arm einschlafen kann." ist genau das was ich meine, wie es sich anfühlt kann ich nur erahnen.

@Nordrheiner
Nunja ich hatte es eher so verstanden das du meintes geliebt zu werden - ich selbst liebe schon, ein mädchen aus der Oberstufe, ich treffe sie noch manchmal am Campus, sie hat das schönste lächeln, blaue Augen, "Kurzhaarfrisur",....., und ach ja... einen Freund mit dem sie jetzt seit 5 Jahren geht (wenn ich mich recht erinnere, vielleicht hat sie ihn auch ausgetauscht, das sie derzeit aber einen hat weiß ich sicher). Das leben ist hart, nicht wahr?

Ahja das mit dem "tun" gibt jetzt auch etwas mehr Sinn - Selbstreflexion war das Stichwort.

(Beitrag mit dem Handy geschrieben, ich weiß nicht ob ich alle Fehler und Unschönheiten gefunden habe)
 
Zuletzt bearbeitet:

Fette_Katze

Mitglied
Hi Fabian,

die Art, auf die du schreibst, find ich sehr sympathisch. Vielleicht findest du deswegen nur schwer Anschluss, weil du so wenig von selbst auf Leute zugehst? Das Problem habe ich nämlich. In Gruppenunterhaltungen usw bin ich immer aktiv dabei, "privat" bin ich dann doch eher für mich - habe dann auch mal nachgefragt und von mehreren Leuten erstaunt gesagt bekommen, klar wollte man mich auch mitnehmen, aber ich würde nie von mir aus was vorschlagen, daher käme es so rüber als hätte ich gar keine Lust/Zeit darauf/dafür. Möglicherweise ist das bei dir auch so ähnlich?

Was die Sache angeht mit 20 und noch nie eine Freundin: keine Sorge, man fühlt sich damit immer sehr komisch, aber das geht mehr so als man zunächst denkt. Ich hatte meinen ersten (und einzigen) Freund mit 21, eine gleichaltrige Freundin ist auch schon ihr Leben lang Single. Das ist gar nicht so unnormal wie man sich dabei fühlt ;)
Es wird auch keiner bei einem Date fragen "ja sag mal, wie viele Mädels hast du denn vor mir schon geknuscht? Was... GAR KEINE? Ok sorry, muss weg" :D also mach dir mal deswegen auch nicht so einen Kopf, wenn du dann die passende findest, lass es einfach passieren und grübel nicht drüber nach. :)

Übrigens, ich komm auch aus Bayern, aber nicht aus der ländlichen Gegend. Bayern ist ja auch groß... :D Ich hab dir mal eine FA geschickt. Bei PNs steig ich noch nicht durch :D

lg Lona
 

_Fabian

Mitglied
Hallo Lona,

Hi Fabian,

die Art, auf die du schreibst, find ich sehr sympathisch. Vielleicht findest du deswegen nur schwer Anschluss, weil du so wenig von selbst auf Leute zugehst? Das Problem habe ich nämlich. In Gruppenunterhaltungen usw bin ich immer aktiv dabei, "privat" bin ich dann doch eher für mich - habe dann auch mal nachgefragt und von mehreren Leuten erstaunt gesagt bekommen, klar wollte man mich auch mitnehmen, aber ich würde nie von mir aus was vorschlagen, daher käme es so rüber als hätte ich gar keine Lust/Zeit darauf/dafür. Möglicherweise ist das bei dir auch so ähnlich?
Das kann gut möglich sein, werde ich die Tage mal ausprobieren.

Was die Sache angeht mit 20 und noch nie eine Freundin: keine Sorge, man fühlt sich damit immer sehr komisch, aber das geht mehr so als man zunächst denkt. Ich hatte meinen ersten (und einzigen) Freund mit 21, eine gleichaltrige Freundin ist auch schon ihr Leben lang Single. Das ist gar nicht so unnormal wie man sich dabei fühlt ;)
Es wird auch keiner bei einem Date fragen "ja sag mal, wie viele Mädels hast du denn vor mir schon geknuscht? Was... GAR KEINE? Ok sorry, muss weg" :D also mach dir mal deswegen auch nicht so einen Kopf, wenn du dann die passende findest, lass es einfach passieren und grübel nicht drüber nach.
Ich habe von Menschen schon viele verschiedene Reaktionen gesehen. Angefangen von dem Mobber, in der Unterstufe und Mittelstufe wurde ich dauerhaft gemobbt, der dich an einem Tag durch den Park zur Bushaltestelle begleitet und ganz normal redet und der es später ist, der dir wieder das Bein stellt (wörtlich und sinnbildlich). Von dem Herrn der einmal sagt, die anderen sollen mich doch mal in Ruhe lassen und mir später die Bücher aus der Hand schlägt. Das Mädchen, die immer alle abschreiben lässt und das genau weiß das alle die von ihr abschreiben hinter ihrem Rücken über sie lästern. Die 23-jährige die ich mit 17 mal angesprochen habe, wiel ich dachte sie wäre mit mir in einem Kurs, mit der ich mich des öfteren länger unterhalten habe.
Alles reaktionen die man so nicht erwartet oder kalkuliert, insofern rechne ich "immer" mit "allem".
So wie ich mich kenne, erkenne ich "die richtige" nicht, wenn sie vor mir steht ;), oder ich traue mich nicht was zu sagen

Übrigens, ich komm auch aus Bayern, aber nicht aus der ländlichen Gegend. Bayern ist ja auch groß... :D Ich hab dir mal eine FA geschickt. Bei PNs steig ich noch nicht durch :D
PNs sind erst ab 5 Beiträgen und 2 Tage nach Registrierung möglich, s. gelbes Textfeld.

lg Lona
 

_Fabian

Mitglied
Heute habe ich versucht Eigeninitiative zu zeigen. Nach einer gruppenarbeit habe ich vorgeschlagen noch einen Cafe trinken zu gehen 5/6 Leuten waren dabei und wir haben uns noch etwa 90Minuten unterhalten - danke für den Tipp.
 

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