Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Weltschmerz. Tipps wenn man droht zu fallen

Hallo ihr da draußen.....

Nun beginnt er wieder. Mein weltschmerz.
Das die Depression und Angst Zustände mein ständiger Begleiter sind. Ist leider so.
Aber nun spüre ich Grad.
Das es schlimmer wird.

Was macht ihr? Habt ihr Tipps und Ideen?

Ein wenig möchte ich aufschreiben was in mir los ist.
Erstmal habe ich wunderbare Kinder. Die fast/ ganz erwachsen sind. Wir haben einen sehr guten Kontakt und sie machen ihren Weg toll....

Mein jüngster im Teenie alter. Ist recht pflegeleicht.
Aber ein sorgenfreies Leben kann ich ihm nicht ermöglichen.
Meine Krankheit. Die zurzeit einem Job im Weg steht. So das keine großen Sprünge drin sind. Belasten auch ihn.

Mein Freund wollte zu uns ziehen. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Nun hat er einen Rückzieher gemacht. Was echt weh tut.
Leider kann ich alleine die Miete nicht mehr lange bezahlen. ( das war nicht der Grund. In die Richtung hab ich ihn nie gedrückt)
Eine neue Wohnung zu finden ist hier einfach nicht möglich. Kleinstadt sehr beliebt. 😞
Dazu der ganze laufende Behörden Wahnsinn und Irrsinn.
Das kostet viel Zeit, Kraft und Nerven.
Z.b. hab ich Trotz Krankschreibung einen Termin im jobcenter. Ständiger Papier krieg. Kindergeld Kasse spielt Katz und Maus.

Trotz intensiver Suche, konnte ich noch keine Therapie beginnen.
Immer angewiesen sein auf andere. Nicht alleine einkaufen. Termine erledigen und so. Das mit der alleinigen Verantwortung auf den Schultern.
Auch Freundschaften sind grad nicht das einfachste.
Dazu Mein Körper, der gerne streikt....

Ich brauche eine Auszeit. Nur die ist nicht in Sicht. Ein klinik Aufenthalt ist derzeit auch nicht umsetzbar.

Ich versuche mich aufzubauen. Nach einem schweren Schicksal. Das wir geschafft haben.
Erwartet das Umfeld, das doch alles wieder gut ist.
Nur ich leider nicht. In mir ist oft so gar nix gut......

Diese traurigkeit. Das Gefühl alles falsch zu machen. Diese vielen blöden Gedanken.
Dieses dauernd erschöpft sein.
Dazu die leere in mir.
Und der Druck. Behörden Kampf macht mich fertig.

Ich weiß einfach nicht wohin mit mir selbst.....

Traurige Grüße
 

Anzeige(7)

unschubladisierbar

Aktives Mitglied
Also wenn es mir nicht gut geht, habe ich verschiedene Wege damit umzugehen.
Entweder:
1. wenn ich das Gefühl habe das ich einfach mal alles rausheulen muss, höre ich Musik oder schaue mir Videos an die mich emotional berühren und dann heule ich alles raus. Sprich, man erlaubt sich zu weinen und alles rauszulassen.

2. ich das Gefühl habe alles falsch gemacht zu haben. Dann gehe ich in mir und überlege was ich , meiner Meinung nach falsch gemacht habe. Falls ich auf etwas stoße, überlege ich was ich anders hätte machen müssen. Ob es überhaupt die Möglichkeit gab, es anders zu machen. Ob ein richtig oder falsch von vornherein überhaupt absehbar war. Überlege ob es an meiner Aktion oder an einer Reaktion die ich bekommen habe, gelegen hat. Bis jetzt bin ich noch nie auf etwas gestoßen das ich anhand meines falschen Verhaltens, meiner Ignoranz oder Oberflächlichkeit vorwerfen muss. Sprich liegt es an mir oder wieviel ist von äußeren Umständen beeinflusst.

3. Überlege mir was ich erwarte, bzw. was meine Erwartung war. Wäre diese Erwartung tatsächlich möglich gewesen oder ist es ein Wunschtraum, eine Phantasie die sowieso nicht hätte passieren können.

4. Erinnere mich an schöne Momente, auch wenn es mich melancholisch macht. Überlege welche Dinge besser gelaufen sind als erwartet und Stelle fest, das nicht alles immer schlecht läuft. Das egal was kommt, die Erde sich trotzdem weiter dreht und das jede Sorge irgendwann Vergangenheit ist und das ich schon viel Schlimmeres überstanden habe.

5. Schaue mir Sachen an wie viel schlechter es anderen schon gegangen ist. Die ich bewundere für die Art wie sie ihr Leben meistern und nehme mir ein Beispiel.

6. Sage ich mir, lieber arm oder krank oder beides in Deutschland, als in irgendeinen anderen Land.

7. Stelle ich mir die Fragen: Habe ich ein Dach übern Kopf/ ein Bett zum schlafen? Habe ich was zu essen? Gibt es jemanden der mich lieb hat / den ich lieb habe ? Wenn du alles mit ja beantworten kannst, dann ist der Rest nur noch halb so schlimm.

8. Was kann oder muss ich tun um etwas an meinem Gefühl zu ändern. Und dann tue ich es.

9. Helfe ich anderen, mit meiner Erfahrung oder Wissen damit sie nicht die gleichen Fehler / Erfahrungen machen.

10. Höre ich Musik die mich wieder glücklich macht / aufbaut / auf andere Gedanken bringt. Für mich ist Musik eigentlich das Ventil / Werkzeug in jeder Situation.

Und zu guter Letzt, mache ich etwas was mich schon immer interessiert hat oder ich mal machen wollte. Das geht los bei, mir die Zeit für ein Buch zu nehmen oder etwas zu reparieren, einen Brief an jemanden schreiben aber immer wieder verschiebe. Künstlerisch aktiv zu sein oder arbeite mich in ein Thema ein das mich schon immer begeistert hat.

Klar ist das Leben nicht perfekt und es gibt so viele denen es anscheinend besser geht. Aber auch die haben ihre Sorgen und Probleme. Von denen bekommst du nur nichts mit.
Wichtig ist es, mit sich selbst im Reinen zu sein. Dinge die man nicht ändern kann, akzeptieren. Dinge die man ändern kann, klären. Ehrlich zu sich zu sein und auch die Schwächen zu akzeptieren. Ehrlich zu anderen und sich für sie zu freuen , statt es zu neiden.
Seine Erwartungen überdenken und jeden Tag sich bewusst sein das es auch schöne Dinge um uns herum gibt. Wie faszinierend doch diese Welt ist und wie viele kleine Wunder um uns passieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Gehe Schritt für Schritt vor. Dein Partner hat kurz vor dem Zusammenzug gekniffen - das ist eine tiefe Kränkung. Überlege für dich, ob du die Beziehung so noch willst.
Da deine Stadt sehr beliebt ist, suche dir einen Mitbewohner. Vermiete ein Zimmer unter.
Bezüglich der Behördengänge kannst du dir Unterstützung und zRat bei Diakonie/caritas suchen.
Mach alles nach deinem Tempo. Und erfreue dich an deinen Kindern.
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Da kommt so viel zusammen bei dir, dass es sich anfühlen muss, als würde alles über dir zusammenstürzen.

Vielleicht hilft es dir, wenn du dir anschaust, was du trotz allem immer wieder geschafft hast?
Du schreibst, dass du wunderbare Kinder hast und bist stolz über den Weg, den sie gehen. Und auch dein jüngster wird seinen Weg finden. Ihr habt einen guten Kontakt zueinander, das ist unendlich wertvoll.

Die Tipps von @unschubladisierbar finde ich super!
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
H Tipps für ein gutes Leben? Ich 31
H Große Prüfungsangst, Tipps? Ich 2
Kylar Tipps zum Thema Nähe vs Distanz Ich 49

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben