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Welche Diagnose ist ausschlaggebend ?

G

Gast

Gast
Guten Tag alle miteinander,

Ich bin in ein anderes Bundesland gezogen. Ich befinde mich ab dem 03. März 2016 in Langzeittherapie. An meinem alten
Wohnort hatte ich einen Psychiater, welchen ich lediglich für die freiwillige Einweisung in die Psychiatrie gebraucht habe.
Er wollte auch nichts mit mir zu tun haben, weil er mit dissozialen Persönlichkeiten nichts zu schaffen haben möchte.

Vom 17. bis einschließlich 28. November 2015 befand ich mich in stationärer Behandlung. Die Diagnose des Psychiaters
wurde von den Ärzten und Psychotherapeuten bestätigt. Die Diagnose lautet: Dissoziale Persönlichkeitsstörung.

Nach dem Umzug suchte ich mir umgehend einen neuen Hausarzt im Ort. Der Psychiater im Ort hätte
erst in rund sechs Monaten wieder einen Termin frei, weshalb ich die Einweisung vom Hausarzt ausstellen ließ.

Als ich dann am heutigen Tage auf die Einweisung schaute, traf mich beinahe der Schlag: Auf der Einweisung stand, dass
ich eine Borderline Persönlichkeitsstörung, eine Angststörung, eine mittelgradige depressive Episode und
eine dissoziative Störung hätte. Diese Diagnosen, decken sich keineswegs mit den stationär gestellten Diagnosen.

Auf meine Frage hin, weshalb die Diagnose "Borderline Persönlichkeitsstörung" gestellt wurde, entgegnete der
Hausarzt, dass die dissoziale und die Borderline Persönlichkeitsstörung ein und dasselbe Krankheitsbild seien.

Ich bin jedoch nicht suizidgefährdet, habe noch nie an Selbstmord oder Selbstverletzung gedacht,
weshalb die Diagnose "Borderline" vollkommen falsch ist und auf Unwissenheit des Hausarztes beruht. Zudem
habe ich keine Angststörung in Form von Panikattacken, da ich keine Angst verspüre, was der
dissozialen Persönlichkeitsstörung zuzuordnen ist. Eine dissoziative Störung habe ich auch ganz gewiss.

Meine Frage: Wenn ich am 03. März 2016 stationär in das psychiatrische Fachkrankenhaus aufgenommen werde,
wird dann die Diagnose gewertet, die im endgültigen Entlassungsbericht der ehemals behandelnden Klinik
steht, oder werden die Diagnosen gewertet, die von meinem Hausarzt, keinem Facharzt, gestellt wurden ?

Mir geht es darum, dass ich Borderline mit Dingen, wie zum Beispiel dem Ritzen verbinde und bereits
einBehandlungskonzept seitens der alten Klinik für die dissoziale Persönlichkeitsstörung erstellt wurde.
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
um einen Psychiater zu zitieren (Michael White):
In den Diagnosehandbüchern fehlen zwei Diagnosen:
1. Gesund
2. Krankhaftes Diagnostizieren.

Ich halte gar nichts von Diagnosen, die nicht auch eine
klare Therapie beinhalten oder einen Lösungsansatz.
Es gibt ja auch keine Therapie für die dir aufgedrückten
Diagnosen - letztlich läuft es immer auf die gleichen
Versuche hinaus (Verhaltenstherapie, Gruppentherapie,
Medikamente usw. usw.) - was genau hilft, findet man
erst durch den Versuch heraus und insofern kannst du
die unterschiedlichen Benennungen deines Zustandes
einfach ignorieren und für dich klären, was dein Ziel ist
für den Aufenthalt und was einen Unterschied in Rich-
tung "Besserung" machen würde.

Vor allem die Diagnosen, die mit "Ich bin ..." spielen,
z.B. "Ich bin Borderliner" sind gefährlich, weil sie den
Eindruck erwecken, die Krankheit sei ein Teil der Per-
son. Besser ist aber zu sagen: Ich HABE eine Krank-
heit (eingefangen, bekommen) - das bedeutet dann,
man kann sie auch wieder loswerden.

Man muss sehr gut auf seine Sprache und seine Ge-
danken acht geben, damit die kein Eigenleben ent-
wickeln und sich fester einnisten ins Gehirn als einem
lieb ist ;)

Gute Besserung!
Werner
 
S

seele28

Gast
Nein Borderline und dissoziale Persönlichkeitsstörung ist nicht dasselbe. Von einem Hausarzt der einen nicht so gut kennt, würde ich sowieso keine psychischen Diagnosen ernst nehmen. Finde auch dass er nur Verdachtsdiagnosen aufschreiben kann, da er noch nicht einmal den notwendigen Diagnosetest zu Verfügung hat. Und schon alleine seine Aussage, sagt schon sehr viel über sein Fachwissen aus...Mag sein das er ein sehr guter Allgemeinarzt ist, trotzdem kennt er sich in dem Bereich Psychologie eher weniger aus.

Und in den Kliniken wird man keine Diagnosen von Hausärzten gleich ohne weitere Diagnosetest und Interview bestätigen. Die machen erst einmal eine ausführliche Diagnostik. Da brauchst du keine Angst haben.

Und übrigens Borderline ist nicht gleich SVV. Es gibt Borderliner die verletzen sich gar nicht und es gibt Menschen die verletzen sich und haben kein Borderline. Nur so als Info.
 

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